Katzenbindungen

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  • Katzenbindungen Beitrag #1
Barcelos

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Ich habe von klein auf immer nur gehört, dass Katzen allein ortsgebunden sind. Nur da ich damals natürlich genauso zu hören bekommen habe, dass Katzen Einzelgänger sind und dies ja nun offensichtlich anders gesehen wird, frage ich mich, ob die Sache mit der Bindung heutzutage auch anders gesehen wird.

Ich komme darauf, weil ich mir eigentlich sicher bin, dass unsere Katze sicher eher an uns (vor allem an mich) gebunden hat, als an unseren Wohnort. Aber vielleicht ist das ja auch nur Wunschdenken meinerseits.

Oder wird bei der Bindung ein Unterschied zwischen den einzelnen Katzen gemacht? Schließlich hat ja nicht jede Katze den gleichen Charakter.
 
  • Katzenbindungen Beitrag #2
Huhu Barcelos,
das ist eine interessante Frage - man hört und liest ja auch immer wieder von Katzen, die über immens weite Strecken wieder zurück zu ihrem alten Zuhause getigert sind (wobei ich da nicht immer weiß, ob sie z. B. im Urlaub abhanden kamen und zu ihren Besitzern zurückwollten, oder ob sie in ihr Revier zurückwollten....)

Ich kann nur von "Streuner Bob" erzählen (der, wie wir ja dann rausfinden konnten, eigentlich Timmy heißt ;) )
Eines Tages saß "Streuner Bob" auf unserer Dachterrasse - war über einen Baum hochgeklettert und hatte es sich auf dem Kratzbaum gemütlich gemacht - ich musste erst dreimal hingucken :D
Das Spielchen hat er 2-3x abgezogen, dann haben wir an der Stelle einen hohen Sichtschutz aufgestellt, seitdem kein Bob mehr auf unserer Terrasse, aber man sah ihn immer herumstromern (wobei er manchmal wochenlang nicht auftauchte) - und ab und an auch bei den Nachbarn von gegenüber ins Haus gelassen. Wir haben daraufhin bei den Nachbarn geklingelt und nachgefragt, was es mit Bob so auf sich hat - und die erzählten uns, dass sie den eigentlichen Besitzer ausfindig gemacht hätten, der früher hier gewohnt hätte, und er war ans andere Ende der Stadt gezogen. Ende vom Lied war, dass Bob von dort regelmäßig ausgebüchst und in sein altes Wohngebiet zurückgepilgert war - der Besitzer hatte ihn regelmäßig zurückgeholt, aber Bob ist immer wieder abgehauen. Der Besitzer wollte seinen Kater dieser Gefahr nicht mehr aussetzen (wie gesagt, der Kater musste dazu einmal quer durch die Stadt) und hat mit den neuen Nachbarn vereinbart, dass die sich um ihn kümmern.. Happy End für Bob ;) Das war also quasi ein Fall von "eher revier- als besitzerbezogen"...

LG seven
 
  • Katzenbindungen Beitrag #3
:D lustige Geschichte seven. Da würde ich auch blöd schauen, wenn plötzlich ne fremde Katze auf dem ja eigentlich katzensicheren Balkon liegt :D (oder war da deine Dachterasse noch nicht zugänglich für deine Katzen?)
Dann gibts wohl solche und solche Katzen... wäre Bob besitzerbezogen, hätte er den sicherlich auch nicht einfach irgendwann den neuen Leuten in der alten Heimat überlassen :roll:
Meine Luna ist auf jedenfall besitzerbezogen. Ich war letzte Woche ne Woche im Urlaub, mein Freund war daheim und er hat mir immer geschrieben Luna vermisst mich. Als ich wieder da war, hat er auch gesagt, dass Luna froh is, dass ich wieder da bin, weil sie wieder entspannt war wie sonst auch immer :) Drum nehmen wir sie jetzt auch immer im Sommerurlaub mit ins Ferienhaus, weil ihr sozusagen alles egal ist, hauptsache sie kann da sein wo ich bin :D Maly war auch total auf mich bezogen, Lilou ist... hmm :D weiß nicht.
Barcelos, frägst du, weil du überlegst, was mit Tigris passiert wenn du mal umziehst? So wie du immer schreibst finde ich, hört sichs auf jedenfall so an, als wär Tigris auch sehr besitzerbezogen, sonst wär sie ja sicherlich nicht freiwillig bei euch eingezogen :)
 
  • Katzenbindungen Beitrag #4
Grundsätzlich sind Katzen erstmal revierbezogen, je besser die Bindung zum Menschen umso leichter vermutlich die Umgewöhnung in ein neues Revier.

Im Prinzip ist ja schon eine gute und konstante Futterquelle für Katzen ein guter Grund das Revier zu wechseln von daher würde ich mir da keine größeren Sorgen im Falle eines Umzuges.
 
  • Katzenbindungen Beitrag #5
Hallo,

Also wir sind mit verschiedenen Freigängerkatzen mehrfach umgezogen. Lediglich beim zweiten Umzug, der vllt. 2km von der voherigen Wohnugn entfernt entfernt war, ist unsere damalige Katze einmal zurückgelaufen, obwohl wir sie natürlich erst drin gehalten haben. Alle anderen Katzen sind, nach entsprechender "Wohnungshaft" im neuen Revier geblieben. Selbst unsere beiden zugelaufenen haben vom ersten Tag an beschlossen, dass sie nun halt bei uns wohnen.
Ich denke also,ein Umzug ist durchaus möglich. Natürlich istd as mit Stress verbunden, vor allem, weil die Katze einige Zeit in der Wohnung gehalten werden sollte, bevor sie das erste mal raus darf.

LG
Shiria
 
  • Katzenbindungen Beitrag #6
Hallo,
ich denke bei Katzen sind, wie auch bei anderen Säugetieren immer verschiedene Faktoren für den Charakter und ihr Wesen verantwortlich.
Für die Bindung zu Menschen, oder bestimmten Personen sind wohl immer auch die Bemühungen der Menschen, das Alter der Katzen,
so wie der Zeitraum verantwortlich, zu der eine Prägung erfolgt ist.
Katzen die von Menschen aufgezogen wurden, haben wohl die stärkste Bindung zu diesen Menschen.

Hauskatzen sind aber Tiere, die sich noch eine große Selbstständigkeit erhalten haben, darum auch weitgehend unabhängig leben können
und sich noch viele Eigenschaften ihrer wilden Vorfahren erhalten konnten, so auch häufig ein starkes Revierverhalten.

Ob nun aber die Bindung zu den Menschen bei Katzen im Vordergrund liegt, oder ihre Selbstständigkeit die Handlungen bei Katzen bestimmen,
ist wohl individuell bei jeder Katze anders und auch von der augenblicklichen Situation jeder Katze abhängig.

Fritz.
 
  • Katzenbindungen Beitrag #7
Katzen die von Menschen aufgezogen wurden, haben wohl die stärkste Bindung zu diesen Menschen.

Nein, ich habe hier eine Handaufzucht, einmal eine sehr frühe Entwöhnung von der Mutter und eine zugelaufene Streunerin- die frühe Abgabe und die Streunerin sind wesentlich mehr auf mich als Bezugsperson bezogen als die Handaufzucht.

Generell sind Handaufzuchten nicht zwingend "stabiler" auf Menschen geprägt o.ä.- das sind nämlich keine Gänseküken.

Hauskatzen sind aber Tiere, die sich noch eine große Selbstständigkeit erhalten haben, darum auch weitgehend unabhängig leben können
und sich noch viele Eigenschaften ihrer wilden Vorfahren erhalten konnten, so auch häufig ein starkes Revierverhalten.

Nö, die meisten Hauskatzen sind in einem desolaten Zustand, wenn sie wirklich "wild" leben und nicht an Futterstellen oder anderweitig fix Futter bekommen können.
Dazu einfach mal den ansässigen Tierschutz befragen wie viele kranke/abgemagerte und kaum noch wieder halbwegs wiederherstellbare Tiere da in den "wilden" Populationen sind.

Katzen sind KEINE Wildtiere.
Noch relativ nah dran, ja, aber definitiv keine Wildtiere mehr und dementsprechend entbindet das in keinster Weise von der Fürsorgepflicht des Menschen gegenüber dieser Tiere.

"Kommt schon durch" ist so ziemlich der Satz, der mir am ehesten das Frühstück nochmal durch den Kopf jagt, wenn es um entlaufene Hauskatzen geht.
 
  • Katzenbindungen Beitrag #8
Grundsätzlich sind Katzen erstmal revierbezogen, je besser die Bindung zum Menschen umso leichter vermutlich die Umgewöhnung in ein neues Revier.

Das fasst es doch wunderbar zusammen und würd ich so unterschreiben! Ich hab ja nun nur Wohnungskatzen, aber mit Lilly und Ferdl bin ich 2x umgezogen: der erste Umzug war gar kein Thema (obwohl über 800 km), da hatte ich tatsächlich den Eindruck "scheint so als wäre die Hauptsache, daß ich dabei bin, egal wo". Der 2. Umzug war dann nur über 1 km - und Ferdl hat gute 3-4 Wochen nur auf der Treppe gewohnt und einfach total "gefremdelt". ... und irgendwie widersprech ich grad damit Milos Aussage, merk ich :lol: Aber ich unterschreib sie trotzdem! Bin ich halt mal genau so widersprüchlich wie meine Katzen, paßt doch ;)
 
  • Katzenbindungen Beitrag #9
Off-Topic
Im ersten Moment musste ich natürlich wieder an den Film/das Buch denken, obwohl ich schon mal von "Deinem" Bob gelesen hatte, Seven:mrgreen:


Also im Endeffekt kann man meine Frage eigentlich nur mit: "Kommt drauf an" beantworten. :eusa_think:

Mir ging es jetzt auch nicht direkt um einen Umzug, obwohl bei uns schon ein Umzug geplant ist, aber wann der stattfindet, das steht noch in den Sternen und natürlich mach ich mir jetzt schon ab und an einen Kopf wie das dann mit Tigris wird, aber wenn ich mich schon Jahre vorher verrückt mache, dann hilft das ja weder mir noch ihr. Aber irgendwie denk ich seit Tigris echt weiter als früher. Ich frag mich ja sogar schon was wir machen sollen, wenn Marley (Hund) eines Tages nicht mehr ist. Wieder einen Hund? Nur mit Tigris? Oder 2 Katzen dazu? Keine Ahnung warum eine Katze mich dazu veranlasst auf einmal über ungelegte Eier nachzudenken.

Es ging mir eher ganz allgemein um die Bindungen, die Katzen so aufbauen. Ich erinnere mich noch an meine Kindheit. Da ist z.B. die Katze einer Nachbarin meiner Oma von Köln nach Koblenz in ihr altes Heim zurückgelaufen (nach einem Umzug). Genauso erinnere ich mich aber auch an die Katze meiner anderen Oma, die immer mit spazieren gegangen ist. Als sie älter wurde, wurden ihr die Wege zu lang und sie legte sich irgendwann hin und wartete und zwar genau an der Stelle wo sie ihre Pause brauchte. Sie lief nicht nach Haus, nein sie wartete, dass man sie dort wieder abholte.
Der Kater von gegenüber kommt sofort nach Hause gerannt, wenn er das Auto von Herrchen hört, unsere macht das genauso. Hört sie unser Auto oder uns draußen reden, kommt sie sofort angerannt. Und dann sind hier natürlich auch Katzen unterwegs, die sich im Endeffekt nen Dreck um ihre Besitzer kümmern.

Ich hatte mich also eigentlich gefragt, ob manche Menschen einfach automatisch irgendwas richtig machen oder irgendwas an sich haben, dass die Katzen so stark auf sie reagieren oder ob es einfach am jeweiligen Katzencharakter liegt. Letzeres scheint wohl eher zuzutreffen.
 
  • Katzenbindungen Beitrag #10
Grundsätzlich sind Katzen erstmal revierbezogen, je besser die Bindung zum Menschen umso leichter vermutlich die Umgewöhnung in ein neues Revier.

DAs unterschreib ich auch mal. Als ich mit meinen damals 2 Katzen zu meinem Freund gezogen bin, konnte ich die beiden nach ner knappen Woche bereits raus lassen, weil sie eh nur dahin wollten, wo ich bin - also in den Garten. Sie latschen mir immer noch gerne hinterher :mrgreen:
Vor langer, langer Zeit hatte ich mal eine Katze die kein Revier brauchte, nur uns Menschen um sich rum. Die konnten wir im Auto überall mit hinnehmen - sie lag absolut entspannt auf der Hutablage und hat die Gegen betrachtet. Im jeweilen neuen "Revier" angekommen, hat sie alles untersucht, verstecken gespielt mit uns und alles war prima. Die konnten wir sogar mit in den Garten nehmen. Sie blieb immer in unsrer Nähe und abends gings dann mit dem Auto wieder nach Hause in die Wohnung.
Aber diese Katze ist wohl ein Einzelfall. Mit meinen jetzigen würde ich das nicht versuchen wollen. :shock:
 
  • Katzenbindungen Beitrag #11
Der Kater von gegenüber kommt sofort nach Hause gerannt, wenn er das Auto von Herrchen hört, unsere macht das genauso.

Mei ja, da fällt mir freilich wieder die Nachbarskatze meiner Eltern ein. Katze wurde angeschafft, als ich noch daheim gewohnt hab. Die Besitzer waren schon immer nachlässig was die Katze anging, denen war's egal bzw. sogar recht, daß sie so halb bei uns gewohnt hat. Und sie (Samira) und ich hatten also eine ganz enge Bindung. Ich bin dann von daheim ausgezogen - von München nach Hamburg - und war erstmal ein paar Monate nicht daheim. Dann bin ich mal zu Besuch gekommen - und Samira sieht mich im Garten, kommt laut maunzend über den Gartenzaun geschossen und hat sich gar nimmer eingekriegt. Meine Mama, die daneben stand, ebenso wenig "die kennt sie noch, die kennt sie echt noch". Ich war dann regelmäßig zu Besuch, am Schluß sogar 1x im Monat, und nach 4 Jahren hab ich das Experiment abgebrochen und bin wieder hierher gezogen - aber natürlich nicht zu meinen Eltern direkt ;)

Und ich weiß nicht wie sie es gecheckt hat daß das mein Auto ist, aber es war ziemlich schnell so, daß, sobald ich da vorgefahren bin, die Haustür der Nachbarn aufging, weil Samira wohl so einen Terz gemacht hat weil sie raus wollte.

Ja - lag's an mir, lag's an Samira? Ich bilde mir schon ein, eine gewisse "Anziehung" auf Katzen auszuüben - vorhin am Bahnhof (!) kam eine mir völlig unbekannte Katze laut maunzend auf mich zugerannt, ich hatte schon Angst daß ich sie mit heimnehmen muß :mrgreen: Und Tigris hat ja offensichtlich auch ihr neues zu Hause sehr bewußt ausgesucht :mrgreen: Also ich denk weiter das ist einfach ein Mischmasch aus allem - gegenseitige (!) Sympathie, ein Gespür für Katzen, und Charakter der jeweiligen Katze.
 
  • Katzenbindungen Beitrag #12
Ich glaube auch, dass es ein "gegenseitiges" Gespür für und von Katzen gibt - die Katzen spüren glaube ich schon, dass man katzenaffin ist... Wenn ich hier die Freigänger treffe oder auch die Freigänger von dem Hausmeister an der Schule - die laufen nicht vor mir weg. Die gucken, und manche reagieren auch auf Lockrufe und lassen sich dann sogar vorsichtig von mir streicheln - das machen sie bei anderen Kolleginnen nicht, da versuchen sie schnell Land zu gewinnen...
Im Gegensatz bin ich ja nun keine wirkliche Hundefreundin, und das spüren die Hunde auch - die gehen mir automatisch aus dem Weg (wobei heute irgendein Elternteil einen Kleinhund mitgebracht hatte, der hatte da kein Gespür für und hat mir mit seiner regennassen Schnauze erstmal die helle Jeans versaut ;) )
Hier ist es auch so, dass der Pold mein Auto offenbar genau kennt - oft sitzt er hinter der Schlafzimmerscheibe am Fenster und guckt, wie ich einparke, und sobald sich dann der Schlüssel im Schloss dreht, steht der Pold parat.
Heute hatte ich Klassenfest und kam erst gegen 20.30 nach Hause - völlig ungewohnte Zeit, daher war auch keine Katze da... aber ausgeschimpft wurde ich dann kollektiv von allen dreien, weil es ja sonst schon spätestens um 18.30 Uhr Futter gibt ;)

LG seven
(
edit: Und auch als mir im April die Netty ausgebüchst ist - sie hat sich offenbar wirklich nur in unmittelbarer Umgebung der Wohnung aufgehalten - ich hatte ja schon befürchtet, dass sie in ihr altes Zuhause (ca. 15-20km entfernt) zurückgekehrt wäre, meine Noch-Frau hat ja da auch Such-Aushänge angebracht) - aber die Netty war hier und hat sich nur rund ums Haus bewegt. Wobei sie aufgrund der im entsprechenden Thread geschilderten Umstände leider erst recht spät auffindbar war - aber: Ende gut, alles gut ;)
 
  • Katzenbindungen Beitrag #13
Wobei Gespür oder "Mögen" nicht alles ist - mein Papa mag alles was 4 Beine hat, aber meine Katzen flüchten vor ihm. Nach 2 Fuß-OPs vor ein paar Jahren und 2 Schlaganfällen letztes Jahr bewegt er sich einfach extrem grobmotorisch - da nutzt dann alles mögen nix, da hauen die Katzen ab. Da hab ich Lilly schon festgehalten und zwangsstreicheln lassen, weil er so furchtbar traurig gewirkt hat. Aber Hunde mögen wir beide, und Hunde mögen uns auch, selbst kleine Hunde haben vor ihm keine Angst!
 
  • Katzenbindungen Beitrag #14
Ich habe auch schon Katzen gestreichelt, wo die Besitzer gesagt haben, dass die sich von Fremden auf keinen Fall anfassen lassen und so manches Streunerkätzchen dem ich begegnet bin auch. Hab ich schon erzählt, dass mein allererster Kater ein zugelaufener Streuner war?

Meine Katzen sind Besuch gegenüber recht scheu, weiß auch nicht woher das kommt, vermutlich weil es bei der Züchterin von Sue und Murphy sehr ruhig war und die kaum Kontakt zu Fremden in den ersten Wochen hatten.

Wenn ich mal ein paar Tage weg war, bin ich hinterher unter verschärfter Beobachtung, dass heißt in den ersten 1-2 Tagen, geht nicht nur eine Katze sondern alle drei Katzen jedesmal mit, wenn ich den Raum wechsel und alle drei verbringen die ganze Nacht im Schlafzimmer bei mir, machen sie sonst nie.
 
  • Katzenbindungen Beitrag #15
Also, der John-Boy ist immer noch der scheueste Kater, den ich kenne... und das, obwohl er ja schon als Kitten zusammen mit seiner Schwester eingezogen ist. Der lässt sich mit seinen - wie alt ist er jetzt - 7? Jahren immer noch nicht anfassen, der rennt immer noch sofort weg, wenn er einen erblickt... Ganz im Gegensatz zu Schwester Audrey - die ist jetzt auch nicht die Kuschelkatze vor dem Herrn, aber wenn die irgendwo im Kratzbaum liegt, dann streckt sie einem auch mal genüsslich das Bäuchlein entgegen und genießt es, gekrault zu werden... Und sogar die Jule genießt das inzwischen und fordert es regelrecht ein - und ich denke, einige erinnern sich noch gut an die Geschichte vom scheuen Julchen auf dem Schrank....

Nun hab´ ich ja die drei anderen Katzen, und die sind allesamt Fremden gegenüber völlig unproblematisch. Der Pold muss einen kurzen Moment auftauen, aber dann lässt auch er sich problemlos durchkuscheln.

Ach so - was das "Mögen" betrifft - der Pold hat Angst vor Schuhen (hatte ich auch schon mal irgendwo geschrieben) - der muss damit negative Erfahrungen gemacht haben, womöglich getreten worden sein... Anfangs ist er panisch geflüchtet, wenn ich Straßenschuhe trug. Hausschuhen gegenüber (also diese Plastikdinger, wie heißen die?) war er auch sehr skeptisch. Ging ich auf Strümpfen an ihm vorbei, hat er das aufmerksam beguckt, sich aber nicht gerührt... (Straßenschuhe ziehe ich normalerweise direkt hinter der Wohnungstür aus und stelle sie ins Regal, aber wenn ich z. B. mal gaaaaanz fix aufs Klo muss, lasse ich die an - und in solchen Situationen ist der Pold immer geflüchtet.. Oder auch wenn ich morgens schon die Schuhe anhatte, aber mein Handy noch im Wohnzimmer lag - schwups, weg war er....) Inzwischen hat er sich gewöhnt. Hausschuhe interessieren ihn nicht mehr, Strümpfe auch nicht (da kann ich sogar über ihn drübersteigen), und auch bei Straßenschuhen ist er deutlich entspannter und bleibt an seinem Platz - das hat aber mehrere Jahre gebraucht, bis er gelernt hatte, dass ihm Füße mit was auch immer dran nix tun....
 
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