Kommando "Komm" beim Malamute

Diskutiere Kommando "Komm" beim Malamute im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, unsere kleine Laila ist nun 5,5 Monate. Wir haben sie mit 2 Monaten geholt und bereits nach einer Woche haben alle sinnvollen Kommandos...
  • Kommando "Komm" beim Malamute Beitrag #1
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madraxx

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Hallo,
unsere kleine Laila ist nun 5,5 Monate. Wir haben sie mit 2 Monaten geholt und bereits nach einer Woche haben alle sinnvollen Kommandos gesessen, bis hin zu Platz, wenn wir essen machen. Sie isst auch erst, wenn wir "essen" sagen.

Sie läuft seitdem wir sie haben fast gänzlich ohne Leine. Nur vom Haus weg zu den Feldern, muss Leine sein. Wir haben dort einen Drogenspürhund, wo keiner in die Nähe darf.

Komm

Obwohl das Kommando "komm" sitzt, wird es vom Spieltrieb / Jagdtrieb übertrumpft. Dickkopf und Vorteilsdenken tun ihr übriges. Sieht sie einen anderen Hund, fixiert sie sich völlig auf ihn und jedes Kommando ist sinnfrei. Womit sie auch lernt, dass sie net hören muss. Bestrafung im Nachhinein ist ebenso unsinnig.

Ich will aber, dass "Komm" sitzt. Alleine schon, wenn ich Gefahren sehe. Elektrohalsband will ich nicht!

Jemand einen Tipp, wie man ihr das effektiv antrainieren kann?

Danke, Mad.
 
  • Kommando "Komm" beim Malamute Beitrag #2
Hast du es mal mit einer Pfeife versucht? Ich nutze die auch gerne für den Rückruf im Freilauf.
Wichtig dabei ist das du deinen Hund erst auf die Pfeife konditionierst. Am besten geht das wenn du in der Wohnung deinen Hund rufst und erst wenn er kommt pfeifst du und gibst sofort ein Stück Futter als Belohnung. Irgendwann reicht es nur noch zu pfeifen und zu belohnen. Ich würde das ganze erst mal 2-3 Wochen in der Wohnung üben sodass der Hund es wirklich richtig verstanden hat und der Rückruf mit Pfeife sitzt. Danach würde ich es draußen üben aber erstmal ohne Ablenkung damit es sich auch draußen festigen kann, das würde ich auch nochmal ca 2 Wochen machen und wenn das 100%ig sitzt kannst du probieren deinen Hund unter Ablenkung mit der Pfeife abzurufen.
Unsere Hündin lässt sich dadurch selbst aus dem Spiel mit anderen Hunden abrufen und sie bricht sogar die Jagd ab.
Wichtig ist dafür halt wie gesagt den Hund sehr gut zu konditionieren und auch wirklich immer mit was besonderem belohnen wenn sie dann kommt.
Jetzt fängt bei deiner Hündin die Pubertät an, da haben die oft mal andere Dinge im Kopf und überhören dich dann gerne mal gekonnt ;)
 
  • Kommando "Komm" beim Malamute Beitrag #3
Hi,

ja, gekonnt überhören.

Pfeife hört sich gut an und danke für die Tipps!

Jemand noch weitere Tipps?

Thx Mad
 
  • Kommando "Komm" beim Malamute Beitrag #4
Pfeife kann ich auch nur empfehlen...
Mein malamute ist da ähnlich wie deine ^^
Aber eine Pfeife kommt wesentlich intensiver an als deine Stimme.
Ich habe mit Schleppleine angefangen die Pfeife zu trainieren. Und immer richtig geile leckerlis, oder eben das Futter über den Tag zB verteilt.
Bei mir gab es die kleinen Schalen Katzen Nassfutter, das hat geprägt xD
Wie Cherry schon schrieb, erst anfangen in reizarmer Umgebung wo nichts ablenkt.

Da kann jetzt auch Hase und Reh kommen und der pfiff zeigt trotzdem die Wirkung. Und der Sabber läuft wenn er schon zurück kommt ^^

Ansonsten ist die schlepp eine gute Methode zum trainieren, da man trotz Distanz direkt eingreifen kann. Aber ein Nordischer dickschädel wiegt trotzdem oft ab, ob es sich lohnt zurück zu kommen und ob es Grade Sinn macht :lol:

Ich hoffe wir sehen die Maus auch Mal auf Fotos :mrgreen:
 
  • Kommando "Komm" beim Malamute Beitrag #5
Hallo madrax,
deine Kleine ist ja erst 5 Monate alt, da kann man noch bei keinem Kommando davon ausgehen, dass es sicher sitzt. Der Rückruf in allen Situationen gehört zu den schwierigsten Kommandos und ich würde behaupten es gibt ohnehin nur sehr wenige Hunde die wirklich immer und in jeder Situation perfekt abrufbar sind (zumindest bei Jungspunden unter 3 Jahren würde ich nie meine Hand ins Feuer legen).

Kleine Welpen haben noch einen Folgetrieb, sie folgen ihrer Mutter/Bezugsperson auf Schritt und Tritt und sind draußen sehr gut ansprechbar und kommen leicht und freudig zurück. Dies hat die Natur so eingerichtet, damit die Kleinen ihr Rudel nicht verlieren und dann schutzlos sind. Wird ein Hund älter wird er auch sicherer und der Folgetrieb verschwindet. Spätestens wenn die Pubertät einsetzt möchte er die Welt auch auf eigene Faust erkunden, der vorher so problemlose Rückruf klappt dann nicht mehr und man könnte meinen der Hund hat es nie gelernt.

Der Folgetrieb dauert etwa bis zum fünften Lebensmonat, lässt bei eurer also jetzt gerade nach. In dieser Zeit ist es wichtig den Rückruf als Kommando aufzubauen. Wichtig dabei ist, zuerst in reizarmer Umgebung zu üben (also in der Wohnung) erst wenn es dort 100% sitzt wagt man es draußen an einer ruhigen Stelle. Dafür sollte ein Kommando eingeführt werden, welches wirklich nur zum Rückruf gesagt wird und nicht auch im Alltag leichtfertig verwendet wird.
Wenn der Welpe rankommt gibt es immer große Freude und Spiel oder Leckerchen.

Wichtig ist, dass es gerade am Anfang immer eine große Belohnung gibt fürs Rankommen, das Kommando sollte auch im Alltag nicht überbenutzt werden, da es sich sonst nicht mehr wie der "Jackpot" für den Hund anfühlt ;)
Kommt der Hund in einer Situation mal nicht war höchstwahrscheinlich der Reiz der Umgebung zu groß, dann nicht böse werden oder schimpfen, sondern eher einen Schritt zurückgehen und das Kommando wieder mit weniger Ablenkung drumherum üben.

Vergesst nie, dass ihr da noch ein Kleinkind habt, dass nicht mehr als 1 oder 2 Minuten am Stück irgendwas üben sollte, sondern immer nur alles spielerisch und in kleinen Schritten.
 
  • Kommando "Komm" beim Malamute Beitrag #6
Es wurden schon gute Tipps gegeben. Die Pfeife finde ich auch immer gut und benutze sie auch selbst.
Es kann aber auch gut klappen, den Hund nicht unbedingt abzurufen, sondern dass er einfach nur da stehen bleibt, wo er gerade ist. Ob das dann ein gefestigtes Sitz, Platz oder Steh oder Warte oder oder ist, ist egal. Ich hatte damals für meinen ersten Hund Stop. Er sollte stoppen in jeder Situation. Und das klappte super. Manchen Hunden fällt es leichter, einfach stehen zu bleiben, als dann den Weg zurück zu kommen. Der Impuls ist einfacher. Mir würde es auch einfacher fallen, einfach stehen zu bleiben, statt den ganzen Weg wieder zurück zu laufen. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Das wäre zumindestens noch eine Alternative zu den genannten Sachen.
 
  • Kommando "Komm" beim Malamute Beitrag #7
Super Tipps!
Einige stimmen mit meinen Überlegungen ein, besonders Stop als Hauptkommando.
Pfeifen haben wir bestellt und ein Freund hilft uns nun, der damit schon sehr gute Erfahrungen hat. Die Trainer in unsere Welpenspielstunde haben irgendwie kein Gefühl für eine schwierigere Rasse wie Malamute...

Plan wird sein, Stop und Zurück als Hauptkommando an der langen Leine zu üben und mit Pfeife zu verbinden. Im Herbst wird unser Grundstück eingezäunt und da können wir auch ohne Leine trainieren.

Vilen lieben Dank!

Und Bilder kommen die Tage.

Mad
 
  • Kommando "Komm" beim Malamute Beitrag #8
Huhu
Ich kann die Aussage von Windhundliebe nur unterstützen.
Akuma fällt das Stopp deutlich leichter als das er wieder zurück kommen soll. Da sieht man richtig wie unmotiviert er ist wenn er zu mir kommen soll:lol:

Viel Erfolg beim Training
 
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