- Hund hat tennisballgroße Metastasen Beitrag #1
C
Chammy
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Hallo, ich bin neu hier und habe ein riesiges Problem. Meine Tibet Terrier Hündin Chammy wurde am 15.3. an einem Tumor operiert, der außen am Magen saß. Anderthalb Wochen vorher wurde sie schon einmal aufgemacht, da man dachte, dass es eine Zyste ist. Dies war leider nicht der Fall, so dass man sie wieder zugenäht und vorher eine Probe vom Tumor genommen hat. Bei der OP selbst wurden ihr 2/3 vom Magen entfernt. Nach der OP war sie wie ein junger Hund. Alles bestens. 4 Wochen danach hatte ich einen Termin in der Tierklinik Hofheim bei Dr. Kessler, da sich bei uns keiner mit der Diagnose (diese war nicht eindeutig) auskannte. Dabei kam heraus, dass meine Hündin schon 3 kleine Metastasen im Bauchfell hatte. Dies wurde uns am 5.3. bei der ersten OP verschwiegen. Im Gegenteil, man hatte uns nach dem CT und der OP mitgeteilt, dass alles bestens wäre. Jedenfalls bekam sie eine niedrig dosierte Chemotherapie als tägliche Tablette verordnet. Am 4.6. wurden bei ihr leider Metastasen (kleine schwarze Löcher) in der Leber beim Ultraschall gefunden. Für mich brach eine Welt zusammen, besonders weil Dr. Kessler im April meinte, dass wir die Chemotherapie erstmal 9 Monate geben sollten, danach schaut man weiter. Leider haben sich die Metastasen anders entwickelt. Am 23.6. waren zwar dievielen Löcher verschwunden, allerdings 2 große Tumore an der Leber. Einer davon ist circa tennisballgroß. Sie liegt und schläft viel, nimmt auch sehr ab. Ich habe seit dem Wochenende begonnen mehr Fett zu füttern. Dies hilft etwas. Fressen tut sie seit der OP nicht selbstständig, sie wird per Handfütterung ernährt. Sie ist sehr sensibel und verband nach der OP sämtliches Futter mit Tabletten und lehnte aus diesem Grund meist das Fressen ab. Zu diesem Zeitpunkt fraß sie abernoch Leckerbissen. Seit der Diagnose der Metastasen ist das nicht mehr drin. Sie geht noch begeistert in den Garten, liegt in der Sonne oder spielt mit dem Wasser (buddelt) in ihrer Hundewanne. Der Bauch hat an Umfang zugenommen, auch Wasser wurde schon mehrfach punktiert, wobei die Abstände größer werden. Sie reagiert, wenn wir sie rufen und auch ihre großen und kleinen Geschäfte erledigt sie ohne Probleme. Jetzt fahren wir nächste Woche Samstag in denUrlaub. In dieser Zeit haben meine Eltern immer die Betreuung bei uns zu Hause übernommen. Ich bin aber hin und hergerissen was ich jetzt mache. Meine Mutter hängt auch sehr an ihr und der körperliche Verfall ist schon erschreckend. Zum Einschläfern ist es laut dem Tierarzt aber noch zu früh. Besonders weil auch er der Meinung ist, dass sie leben will und sehr um ihr Leben kämpft. Meine Eltern sind schon weit über 70 bzw. 80, aber noch fit wie Turnschuhe. Sie wirken über 15 Jahre jünger. Ich habe aber auch ein schlechtes Gewissen, ihnen den Hund zu überlassen, da es ja auch mit einem erhöhten Ppflegeaufwand zu tun hat. Sie in den Urlaub mitzunehmen ist keine Option, da wir mit dem Wohnwagen weg fahren und circa 10 Stunden unterwegs sind. Ich habe schon überlegt nicht in den Urlaub zu fahren, jedoch sagen meine Eltern, dass auch ich Erholung durch meine Tätigkeit sowie meiner derzeitigen psychischen Verfassung brauche. Weiß nicht, was ich machen soll. Ich habe auch keine Ahnung, wie lange meine Süßenoch durchhält. Die ersten Prognosen hat sie überschritten. Der Tierarzt meinte gestern auch, dass er sich wundert, wie sie drauf ist (keine Gelbsucht, keine Anämie). Was würdet ihr tun? LG Sylke