Hi,
Schön dass du dich vor der Anschaffung informierst, und dich nicht von all den Wundermittelchen und Heilsversprechen verrückt machen lässt!
25l sind eine gute Größe für einen Betta. Zwar schwimmen die jungen Kerls noch viel rum, aber je älter sie werden, desto ruhiger werden sie. Ein Revier dieser Größe können sie dann noch abschwimmen, größer wird schwierig und zehrt Kräfte.
Was für ein Filter ist da mit bei? Die meisten erzeugen zu viel Strömung für einen Betta. Wenig bis gar keine Strömung ist optimal. Eventuell kann man den Auslass gegen die Rückwand oder einen Einrichtungsgegenstand drehen, der die Strömung abbremst und verwirbelt. Alternativ eine andere Methode der Filterung wählen, z.B. Schwammfilter mit Luftheber.
Je nach Raumtemperatur kann ein Heizstab nötig werden. Bei normalen Verhältnissen in deinem Zimmer reicht aber die Raumtemp. plus Wärme der Beleuchtung aus, um das Wasser auf bettataugliche 22-24°C zu heizen.
Ganz wichtig ist bei Bettas, dass die Abdeckung lückenlos ist. Sie sind gute Springer und nutzen jede Lücke und jeden Spalt zum entwischen. Auch die Inneneinrichtung darf keine scharfen Kanten wie bspw. bei Steinen enthalten, da sich Kampffische gerne durch engste Ritzen und Spalzen quetschen, obwohl man bequem drumrum schwimmen könnte. :eusa_doh:So sind sie halt. Lavagestein z.B. würde ich nicht nochmal verwenden (einer meiner Bettas hat es derzeit als Hardscape im AQ, und hat immer wieder Blessuren).
Ich betreibe recht minimalistische Aquaristik. Trotzdem hat in jedem meiner AQs ein Söchting Mini-Oxydator seinen Platz. In der Sommerhitze oder nachts ist es einfach sicherer.
Messen tue ich gar nichts mehr. Ist das AQ einmal eingefahren, ist das auch nicht nötig. Wenn du allerdings Wert auf anspruchsvolle Bepflanzung bzw. Aquascaping legst, wirst du um Tröpfchentests für Nitrat, Phosphat, Kalium und Eisen (als wichtigste Komponenten) und externe CO2-Zufuhr sowie CO2-Dauertest nicht herum kommen.
Tja, was habe ich noch... meiner Meinung nach gehören in jedes AQ Huminsäuren. Die wurden viel zu lange ignoriert und unterschätzt, obwohl sie in der Natur überall vorkommen. Sie sind im Laub von Eiche, Erle und Walnuss sowie in Erlenzapfen in hohem Maße enthalten. Es braucht nicht die teuren Seemandelbaumblätter aus dem Fachhandel. Ab und an ein Laubblatt, das langsam vor sich hin rotten kann, tut's ebenso. Wenn du keine Möglichkeit hast, an gesundes Laub heranzukommen, wie z.B. in der Großstadt, kannst du dir Huminsäuren auch in der Flasche kaufen, z.B. Blackwater Powder oder LiquidHumin+ (einfach mal googeln). Beide wirken ähnlich und tun der Gesundheit aller Bewohner Gutes.
Wie willst du deinen Betta füttern? Meine nehmen gnädigerweise auch manche Granulatsorten. Atison's Bettagranulat ist nicht der Hit bei meinen verwöhnten Biestern, aber Panta Nouri Anflugnahrung und Carnivor wird weginhaliert. Wichtig ist im Prinzip nur ein hoher bis ausschließlicher Anteil an tierischen Bestandteilen. Weizengedöns und anderes Gemüse hat in Bettafutter nichts verloren. Alternativ und ganz natürlich geht's natürlich mit Lebendfutter. Oder Frostfutter, wenn es der Fisch denn annimmt.
So... Fragen?
