Keimfutter
In der Natur finden die Vögel nicht nur Körner oder ganze Äpfel. Durch das Klima bedingt, stehen auch jede Menge halbreife , überreife, druckfeste oder milchartige Sämereien auf dem Futterplan. Als Alleinfutter ist auch diese Futterart nicht geeignet, da durch den Keimprozess Inhaltsstoffe verloren gehen. Dieses Keimfutter kann selber hergestellt werden und in extra Futterschalen oder dem Körnerfutter beigemengt gereicht werden. Dazu kann man sich selber in Zoohandlungen Saaten kaufen oder auch fertiges Keimfutter erwerben. Vorzugsweise wird Mais, Hafer, Weizen, Soja, Hanfsaat, Kardi Wicken genommen. Man legt die Körner in Wasser ein, lässt sie 6 – max 24 Stunden in Wasser weichen. Danach werden sie auf einem Sieb zum Keimen ab Idealerweise ca. 20° Grad hell abgelegt. Nach weiteren max. 24 sind die Körner deutlich in unterschiedlichen Keimzuständen. Das ist völlig normal. Zu lange Keimlinge werden nicht angenommen. Zu beachten beim reichen ist nur, dass die Keime nicht zu nass sind, da ansonsten das Futter im Napf verkleben würde.
Aber auch hier gibt es kein Alleinpatent. Nicht jede Araart nimmt jede Keimart an. Spielerisch testen und Ausprobieren gehört für uns dazu, um dann , wenn die richtige Mischung gefunden ist, eine tägliche Routine an den Tag zu legen. Zu dieser Routine gehört dann ein absolutes Maß an Hygiene, denn auch hier ist die Gefahr von Verpilzungen sehr hoch. Abspülen der Keimlinge ist ebenso wichtig wie dauerhaftes Ausspülen der Siebe und Unterlagen.
Ausser Keimen kann man auch Kochfutter reichen !
Ich behaupte mal dass manch einer sich fragen fragen wird, warum das denn ? Tut das not ? Die spinnen doch ! Soviel Umstände !
Die Antwort ist, ja, es tut not.
Der Versuch einer Erklärung.
Quellen, Kochen oder Keimen verändert die Eigenschaften von Saaten und Getreide. Deshalb sollte es eigentlich zu einer ausgewogenen Ernährung dazugehören. Nicht ausschließlich aber immer dazu gegeben.
Beim Kochen werden z.B. alle Keime die in Körnern stecken abgetötet. Bakterielle Risiken werden so minimiert. Die Darmflora der Vögel wird es danken.
Beim Kochen werden unerwünschte Inhaltsstoffe vernichtet. So gibt es Faktoren die machen z.B. Eiweiße schwerer Verdaulich. Gekocht werden diese Faktoren eliminiert und Eiweiße können leichter verdaut werden.
Das Hauptargument ist aber für das Kochen, dass enthaltene Stäke aufgebrochen oder aufgeschlossen wird und somt in Zucker verwandelt wird. Welcher wiederum leichter durch den Körper aufgenommen werden kann.
Man darf bei dieser nüchternen Betrachtung nicht vergessen, dass es auch Nachteile gibt. Vitamine werden durch das Kochen natürlich vernichtet. Und Vitamine sind auch in allen Körnermischungen nicht ausreichend vorhanden. Man muß also entweder teure Zusatzstoffe dem Futter beimengen oder entsprechend Frische in Auswahl anbieten.
.