Traurige Hundegeschichte

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Flammennacht

Flammennacht

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Sorry, ich will gerade einfach einmal schreiben. -------------------- Sara stapfte wütend aus der Schule und schnappte sich ihr Fahrrad. Sie stieg auf und trat heftig in die Pedale. Ein paar Jungs aus der Oberstufe schrien ihr ein paar unfreundliche Dinge zu, doch das störte Sara nicht im geringsten. Am Vormittag hatte es geregnet und nun gab es überall Pfützen. Sie durchfuhr ein paar und bog schließlich auf die schmale Landstraße ein. Sara fuhr die drei Kilometer mit dem Rad zur Schule. Ihre dunkelbraunen Haare flatterten im Gegenwind und glänzten in der Sonne. Schon von weitem hörte Sara das Meckern der Ziegen. Als das Mädchen den Hof ihrer Eltern erreichte, schleuderte sie ihr Rad an die Scheunenwand. Warum sind Freundinnen nur solche Biester?, dachte Sara wütend und kickte einen Stein davon. Unglücklicherweise landete der im metallenen Futtertrog der Hühner, wo er ein grauenvolles Klirren erzeugte. Die Hühner sprangen gackernd zur Seite und beäugten Sara misstrauisch. Diese stapfte in das große Bauernhaus und rannte in ihr Zimmer. Ihre Eltern waren noch auf der Arbeit und Sara hatte kurzfristig erfahren, dass sie um zwei Stunden früher Schulschluss hat. Zu allem Überfluss war ihre Freundin Melissa in einen Streit mit der Klassensprecherin gekommen. Sara wollte Melissa nicht helfen, also hatte Sara schließlich Streit mit Melissa. Sara trottete nach draußen und beobachtete die Tiere auf der Weide. Die drei Ziegen spielten ein Ziegenspiel und die Schafe lagen in einer schattigen Ecke. Die weiße Gänsemutter watschelte mit ihren flaumigen Küken im Wassertrog umher und eine schwarze Katze versuchte ihr Glück am Fischteich. Sara sah sich verwundert um. Ihre Hündin war noch nicht aufgetaucht. Wahrscheinlich war sie wieder auf ihren berühmten Spritztouren. Odin, der aschgraue Kater schmiegte sich in der Hoffnung auf ein Stück Wurst an Sara. Doch sie streichelte ihm ein paar mal über den Kopf und radelte mit dem alten Rad davon. Sara bog auf den Feldweg im Rapsfeld ein. Der Raps blühte und das Gelb brannte in den Augen. Sara wollte wieder zu dem Reiterhof in der Nähe. Sie ritt nicht, kümmerte sich aber gerne um die Pferde. Der kürzeste Weg dorthin führte durch den Wald und in den fuhr Sara gerade. Schon von weitem erkannte sie das Zebrafell von Milette, einer getigerten Stute. Jeanny, die Tochter der Hofbesitzerin ritt auf ihr. Sie nickte Sara freundlich zu und trabte anschließend weiter. Sara durchradelte ein Matschloch und bog auf die normale Straße ab. Das rote Stallgebäude war schon zu sehen. Überrascht blieb Sara stehen, als sie ihre sandfarbene Hündin im Straßengraben schwer atmend sah. "Nena!", rief Sara entsetzt und bemerkte, das Nena etwas an den Pfoten haben musste. Hektisch rannte Sara zum Reiterhof und lief fast in Helena, die Hofbesitzerin. Saras Augen waren weit aufgerissen, als sie in Fetzen schilderte, was passiert war. "Ich rufe den Tierarzt und du beruhigst dich erstmal.", erklärte Helena und marschierte schnell in das Wohnhaus. Mima, Saras Lieblingspferd wieherte und Rambo schüttelte den Kopf, als hätte er kein Verständnis für Saras Sorgen. Nach einer halben Ewigkeit traf der Tierarzt ein und Sara brachte ihn zu Nena. Die Hündin kannte und mochte den alten Doktor Davis. Professionell untersuchte der Arzt die Hündin und entschied dann, dass Nena geröngt werden muss. "Darf ich mit?", fragte Saras Stimme so dünn wie ein Spinnenfaden. Doktor Davis überlegte eine Sekunde und nickte dann. Nena wurde in die Transportbox im Kofferraum verladen und Sara setzte sich zitternd auf den Beifahrersitz. Nenas Zustand war nicht der Beste und Sara machte sich Sorgen. Sie hatte so für die Hündin gekämpft. Erst wollte ihre Mutter keinen Hund, dann wollte sie keinen aus dem Tierheim. Aber Nena war aus dem Tierheim und Sara war ihre Bezugsperson. In der Praxis wurde Sara in Wartezimmer verbannt. Ihr altmodisches blaues Handy fiel auf den Boden und das Mädchen nutzte die Gelegenheit für einen Anruf bei ihrer Mutter. "Mama, ich sitze in der Praxis vom Doktor Davis. Nena hat Probleme und komm mich später bitte holen.", sprudelte es aus Sara heraus. Nach einem kurzen 'Na Klar' hätte ihre Mutter auch schon aufgelegt. Sara ging ungeduldig im Wartezimmer auf und ab. Ein Frau mit einer Pellwurst, nein es war ein fetter Dackel, sah dem Mädchen Verständnislos nach. Sara blieb vor dem Löwenposter stehen und setzte sich. Ein paar Sekunden später begann sie zu weinen. Der Doktor steckte den Kopf aus dem Behandlungszimmer und rief: "Frau Wimmersbach?" Sara fuhr mit einem Satz in die Höhe und verschwand hinter der Tür. Nena lag auf dem Tisch in der Mitte und Doktor Devis schaute ernst drein. Schließlich begann Er: "Es tut mir Leid, ihnen das sagen zu müssen, aber ihre Hündin hats schwer erwischt. Man hat ihr wahrscheinlich mit einer Metallstange die Pfoten gebrochen. Selbst der beste Tierarzt würde ihnen nur das einschläfern raten. Sie wird nie wieder laufen können, geschweige denn spielen. Wollen sie das mit ihrer Mutter besprechen oder soll ich sie gleich einschläfern?" Sara kaute geschockt auf ihrer Unterlippe und brach schließlich in Tränen aus. Irgendwie schaffte es Sara sogar, dem Arzt ihre Einverständnis zur einschläferung zu geben. Mitfühlend bot Davis Sara seinen Stuhl an. Dankbar schob sie ihn zum Tisch und setzte sich. Immer wieder fuhren ihre zittrigen Hände über das glatte, gesunde Fell von Nena, die ebenfalls zitterte. Sara blieb so lange sitzen, bis sie sicher war, das ihre Hündin es besser hatte. Dann stand sie langsam auf, strich noch einmal mit ihrer Hand über Nenas Fell und flüsterte: "Gute Reise." Anschließend verließ sie mit hängendem Kopf die Praxis, nachdem ihre Mutter bezahlt hatte. Helena hatte sich bereit erklärt, Nenas leere Hülle unter dem alten Kirschbaum zu vergraben. Nena hatte diesen Platz geliebt. Wenn ich diesen brutalen Mörder zwischen die Finger bekomme, ist Er fällig!, dachte Sara gereizt. Und traurig. -------------------- So, jetzt ist mir i-wie nach heulen. Diese Geschichte habe ich geschrieben, als ich den Bericht von einem rumänischen Streuner laß. Also, sowas ist echt passiert.LG, Flammennacht *für-Notfall-taschentücher-dalass* :'(
 
  • Traurige Hundegeschichte Beitrag #2
*für-Notfall-taschentücher-dalass* :'(

Eins rausgenommen und den Rest weiter gereicht :(. Menno, traurige Geschichte am frühen morgen. Aber trotzdem, gut geschrieben.
 
  • Traurige Hundegeschichte Beitrag #3
Nun ja...ich habe sie gestern geschrieben, abgespeichert und heute wieder rein kopiert. Im nachhinein denke ich, ich hätte es besser im Geschichten Forum geschrieben.:DLG, FlammennachtP.S. du darfst gerne noch mehr Taschentücher nehmen. Oder welche dazu stellen.
 
  • Traurige Hundegeschichte Beitrag #4
Och man, was ist das traurig. Kann das sein, dass es so ähnlich bei Hund-Katze-Maus gestern lief?
 
  • Traurige Hundegeschichte Beitrag #5
@Maische du hast es erfasst. Ich war schockiert über den Bericht von 'Watschel' :( Ich fragte mich dauernd, wer macht so etwas... Am liebsten hätte ich in diesem Moment das selbe mit dem Kerl gemacht, der das dem Hund angetan hat. Leute, in welch einem abscheulichen Loch leben wir eigentlich? LG, Flammennacht
 
  • Traurige Hundegeschichte Beitrag #6
Dann habe ich es doch erkannt. Echt schlimm sowas. Mir kamen gestern selber die tränen...:roll:
 
  • Traurige Hundegeschichte Beitrag #7
Oh, mann. Echt traurig wozu Menschen fähig sind.:(
 
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