- Kleiner Tod Beitrag #1
Tompina
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[FONT="]„Wo sind denn deine Eltern?“, besorgt beugte er sich über das kleine Mädchen, das scheinbar alleine in den nächtlichen Straßen unterwegs war. „Ich habe keine Eltern.“, die Kleine hob den Kopf und sah ihn aus tiefschwarzen, großen Augen an. Der Blick erzeugte ihm eine Gänsehaut. Das waren nicht die Augen eines Kindes, da war er sich sicher, auch wenn das Mädchen höchstens acht Jahre alt sein konnte.
„Und da bist du ganz alleine losgelaufen? Wo wohnst du denn?“, er kämpfte gegen die innere Abwehr, die von ihm Besitz ergriffen hatte, als das Kind ihn direkt angesehen hatte. „Überall und nirgends.“, ihre Stimme war ein glockenhelles Flüstern und er machte unwillkürlich einen Schritt zurück, als die Worte ihn wie eisige Regentropfen trafen. „Du musst doch ein Zuhause haben…“, irgendetwas sagte ihm, dass dieses Kind kein Zuhause brauchte. „Nein.“, wieder hob die Kleinen den Kopf und fixierte ihn mit einem neugierigen, forschen Blick.
„Kann ich mit dir gehen?“ Er zuckte zusammen, als sich ihre kleine weiße Hand auf seinen Arm legte und er das Gefühl hatte als griffe er direkt in einen Eimer voll Eiswasser. „Das ist keine gute Idee.“, er wich ihrem flehenden Blick aus. Einerseits konnte er ein kleines Kind nicht mitten in der Nacht auf der Straße stehen lassen, andererseits sagte ihm sein Unterbewusstsein, dass er besser das Weite suchen sollte. „Warum?“, ihre zweite Hand legte sich auf seinen Arm und sie zog sich an ihm hoch auf die Zehenspitzen. Sie legte den Kopf schief und lächelte.
Sein Herz blieb für einen Moment stehen, als er ihre rein weißen, spitzen Zähne sah. Die Gänsehaut kroch ihm nun den Rücken herauf und seine Nackenhaare stellten sich auf. Es war zu spät, dass wurde ihm in diesem Moment bewusst. Unnötigerweise ärgerte er sich kurz darüber, dass Kind angesprochen zu haben. Er wusste, dass das Kind ihn ausgewählt hatte und sicher auch so mit ihm Kontakt aufgenommen hätte. Was war dieses Kind? Seine Gedanken rasten.
„Kann ich nun mitkommen?“, der Griff des Mädchens wurde fester und sein Herzschlag beschleunigte sich. Es schien ihm als sauge sie ihm die Wärme aus dem Körper alleine mit der Berührung ihrer kleinen Finger. „Ich weiß nicht…“, er wich weiter zurück und stieß mit dem Rücken gegen eine Hauswand. Sie folgte seiner Bewegung und stand nun direkt vor ihm. Klein und zerbrechlich sah sie aus, aber sie hatte auch eine unheimliche Stärke und Sicherheit an sich. Ihr kleiner Körper baute sich vor ihm auf und ihre Augen waren nun kein bisschen mehr flehend oder kindlich. Das Schwarz ihres Blickes sog ihn regelrecht auf. Taxierte jede seiner Bewegung und machte es ihm unmöglich sich zu bewegen. Ihre Nasenflügel bebten und er konnte erahnen wie sie sich innerlich die Zähne leckte.
Wo war er hier nur rein geraten? Was hatte er da vor sich? War es das was er vermutete? Aber wie konnte so etwas sein? Es gab keine Vampire, schon gar keine Kindervampire. So hatte er zumindest bisher gedacht. Jetzt war er sich nicht mehr sicher. Das braun gelockte, schneeweiße Mädchen vor ihm war viel zu real, als dass er sie hätte ignorieren können. Er zitterte nun am ganzen Leib und sein Herzschlag dröhnte ihm in den Ohren. Er war verloren. Das Mädchen krallte sich an seinen Handgelenken fest und er spürte die unglaubliche Kraft, die in ihren dünnen Armen steckte.
Er ging fast widerstandslos in die Knie und schloss die Augen als ihre kleinen Finger ihm durchs Gesicht fuhren. Dann spürte er ihre Lippen an seinem Hals. Es war nur ein kurzes Stechen, wie als ramme man ihm zwei Nadeln in die Halsschlagader, dann breitete sich wohlige Wärme aus und er sank in die starken Arme des Kindes. So war er also. Der Tod. Der kleine Tod. Der kleine, braun gelockte, schneeweiße Tod. Ein erkennendes Lächeln durchzog seine sterbenden Züge und sein Herz hörte auf zu schlagen.[/FONT]
„Und da bist du ganz alleine losgelaufen? Wo wohnst du denn?“, er kämpfte gegen die innere Abwehr, die von ihm Besitz ergriffen hatte, als das Kind ihn direkt angesehen hatte. „Überall und nirgends.“, ihre Stimme war ein glockenhelles Flüstern und er machte unwillkürlich einen Schritt zurück, als die Worte ihn wie eisige Regentropfen trafen. „Du musst doch ein Zuhause haben…“, irgendetwas sagte ihm, dass dieses Kind kein Zuhause brauchte. „Nein.“, wieder hob die Kleinen den Kopf und fixierte ihn mit einem neugierigen, forschen Blick.
„Kann ich mit dir gehen?“ Er zuckte zusammen, als sich ihre kleine weiße Hand auf seinen Arm legte und er das Gefühl hatte als griffe er direkt in einen Eimer voll Eiswasser. „Das ist keine gute Idee.“, er wich ihrem flehenden Blick aus. Einerseits konnte er ein kleines Kind nicht mitten in der Nacht auf der Straße stehen lassen, andererseits sagte ihm sein Unterbewusstsein, dass er besser das Weite suchen sollte. „Warum?“, ihre zweite Hand legte sich auf seinen Arm und sie zog sich an ihm hoch auf die Zehenspitzen. Sie legte den Kopf schief und lächelte.
Sein Herz blieb für einen Moment stehen, als er ihre rein weißen, spitzen Zähne sah. Die Gänsehaut kroch ihm nun den Rücken herauf und seine Nackenhaare stellten sich auf. Es war zu spät, dass wurde ihm in diesem Moment bewusst. Unnötigerweise ärgerte er sich kurz darüber, dass Kind angesprochen zu haben. Er wusste, dass das Kind ihn ausgewählt hatte und sicher auch so mit ihm Kontakt aufgenommen hätte. Was war dieses Kind? Seine Gedanken rasten.
„Kann ich nun mitkommen?“, der Griff des Mädchens wurde fester und sein Herzschlag beschleunigte sich. Es schien ihm als sauge sie ihm die Wärme aus dem Körper alleine mit der Berührung ihrer kleinen Finger. „Ich weiß nicht…“, er wich weiter zurück und stieß mit dem Rücken gegen eine Hauswand. Sie folgte seiner Bewegung und stand nun direkt vor ihm. Klein und zerbrechlich sah sie aus, aber sie hatte auch eine unheimliche Stärke und Sicherheit an sich. Ihr kleiner Körper baute sich vor ihm auf und ihre Augen waren nun kein bisschen mehr flehend oder kindlich. Das Schwarz ihres Blickes sog ihn regelrecht auf. Taxierte jede seiner Bewegung und machte es ihm unmöglich sich zu bewegen. Ihre Nasenflügel bebten und er konnte erahnen wie sie sich innerlich die Zähne leckte.
Wo war er hier nur rein geraten? Was hatte er da vor sich? War es das was er vermutete? Aber wie konnte so etwas sein? Es gab keine Vampire, schon gar keine Kindervampire. So hatte er zumindest bisher gedacht. Jetzt war er sich nicht mehr sicher. Das braun gelockte, schneeweiße Mädchen vor ihm war viel zu real, als dass er sie hätte ignorieren können. Er zitterte nun am ganzen Leib und sein Herzschlag dröhnte ihm in den Ohren. Er war verloren. Das Mädchen krallte sich an seinen Handgelenken fest und er spürte die unglaubliche Kraft, die in ihren dünnen Armen steckte.
Er ging fast widerstandslos in die Knie und schloss die Augen als ihre kleinen Finger ihm durchs Gesicht fuhren. Dann spürte er ihre Lippen an seinem Hals. Es war nur ein kurzes Stechen, wie als ramme man ihm zwei Nadeln in die Halsschlagader, dann breitete sich wohlige Wärme aus und er sank in die starken Arme des Kindes. So war er also. Der Tod. Der kleine Tod. Der kleine, braun gelockte, schneeweiße Tod. Ein erkennendes Lächeln durchzog seine sterbenden Züge und sein Herz hörte auf zu schlagen.[/FONT]