Also, die Fragen die Midoriyuki stellt, sind auch meine Fragen an dich.
Ansonsten finde ich es nicht ungewöhnlich, dass der Tod eines Tieres sich auf die Lebensweise eines Menschen auswirkt. Schließlich lebt man mit diesem Tier zusammen und hat es lieb. Es ist quasi ein Familienmitglied und der Tod reißt eine Lücke.
Egal wie man damit umgeht, ob man die Lücke mit einem neuen Tier füllt, vielleicht die Tierart wechselt oder sich entschließt ohne Tier weiter durch's Leben zu gehen, wird es Auswirkungen auf das Leben haben, das man bisher führte.
Ich jedenfalls habe diese Erfahrungen so gemacht: nach dem Tod meines Katers Wuschel (bin mit ihm aufgewachsen) wollte ich kein neues Tier, da ich den Abschied nicht ertragen konnte.
Habe 4 Jahre lang durchgehalten, wollte dann eine neue Katze. Dies wurde mir von meinem Hausarzt ausgeredet, der eine Katzenallergie befürchtete. Er schlug einen Hund vor und so kam ich auf den Dackel.
Frodo war mein Ein und Alles. Mein Leben krempelte sich völlig um, ich lernte auf Spaziergängen viele Freunde kennen etc. Alle Hundebesitzer werden wissen wovon ich rede. Hätte mir damals jemand gesagt, was man mit Hund erlebt und was man für seine Felsnase alles tut, hätte ich es nicht geglaubt!
Frodos Tod im März 2018 ließ meine Welt einstürzen. Mein Leben hat sich wieder völlig umgekrempelt.
Ich kann mir aus emotionalen und auch beruflichen Gründen keinen Hund mehr halten, aber da es ohne Fellnasen nicht geht, habe ich mich zur Haltung von Farbmäusen entschlossen.
Selbst diese kleinen Burschen haben Auswirkungen auf mein Leben (und nicht zu knapp.

)
Ohne die Spitznasen hätte ich mich z.B. nie in einem Internetforum angemeldet, wo ich viele Gleichgesinnte kennenlerne, viele Arbeitskollegen fangen auf einmal an zu erzählen das sie früher auch Mäuse hatten oder erzählen von ihrem Hamster (Daraus hat sich ein Leckerchen-Schwarzmarkt entwickelt: was der Hamster nicht mag, bekomme ich für die Mäuse und umgekehrt. Was beide Parteien nicht mögen bekommt eine Freundin für ihre Hühner.

), sogar in der Zoohandlung habe ich nette Schwätzchen mit Verkäuferinnen und auch anderen Kunden, wenn ich für meine Mädels einkaufen gehe. Oder geh mal mit Mäuseutensilien durch eine Einkaufszone: du wirst dich wundern, wie viele Leute dich da ansprechen und auch so kann man Kontakte knüpfen, die sich zwangsläufig auf das bisherige Leben auswirken. In Kontakt mit anderen treten, bedeutet immer Veränderung, das ist der Fluss des Lebens!
Und was die Gedanken zum Thema Tod angeht: Gerade bei einem Kind finde ich es natürlich, dass es, zum erstenmal mit dem Tod konfrontiert, sich seine Gedanken zu diesem "Mysterium" macht.
Ufff...
Sorry für die lange Antwort. Ich hoffe ich konnte zumindest einigermaßen verständlich machen was ich meine.
Viele Grüße
Puffelchen73