- Alleine bleiben, die magische Haustür Beitrag #1
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MaxBerlin
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Hallo liebe Leute, das ist mein erster Beitrag da ich nach viel lesen in diversen Foren einfach mal meinen ganz individuellen Fall erzählen möchte und um ein wenig Rat bitte. Ich habe eine 15 monate alte Mischlings-Hündin (Ein 30cm kleiner Pointer-Mix) die aus der Tierrettung kommt. Ich habe sie nun seit einem Jahr und sie macht sich ganz toll. Leider klappt nur das alleine bleiben mit unserer Anne noch nicht. Ich kann 2 Stunden in einem anderen Zimmer sein und sie liegt ganz zufrieden in ihrer Box. Ich kann die Box abschließen und zum Beispiel im Bad hinter verschlossener Tür gemütlich Baden oder Duschen - kein Problem, da bleibt sie ganz ruhig. Nur wenn ich zur Haustür hinaus gehe, dann hat sie ein Problem damit. Sie ist ab der ersten Sekunde aufgeregt und meckert und fiept ohne zur Ruhe zu kommen. Zu beginn bellt sie ein paar mal.
Ich habe versucht es von wenigen Sekunden auf mehrere Minuten zu verlängern. Ich habe es ohne Verabschiedung probiert, also einfach raus gehen und kein großes Ding daraus machen - findet sie ganz blöd. Mit einem gefüllten Kong ist sie erstmal beschäftigt, wenn der aber nach 5 Minuten leer ist schaut sie sich zum ersten mal um und bellt besonders laut um zu wissen wo ich denn bin.
Ich habe nun ein kleines Ritual aufgebaut damit sie weiß was als nächstes kommt und sich damit vielleicht abfinden kann. Nach der Morgenrunde (30-40 Minuten) bekommt sie ihr Essen, ich setzte mich in die Küche und habe auch Frühstück, mach bisschen Büroarbeit am Labtop. Dabei kommt sie zur Ruhe und zieht sich in ihre Box zurück, dann nach ca. 30 Minuten hole ich eine Klangschale, schlage diese einmal an, mach dann die Box zu, ziehe mich an und geh raus. Das Ritual hat sie schnell verstanden und schon gezittert wenn die Klangschale in den Raum kam. Armes kleines Ding, aber ich fand cool, dass sie zumindest weiß was kommt und so die Chance hat es zu akzeptieren. Es ist ja noch nie was schlimmes passiert, ich war noch nie ewig weg und ich bin ja immer wieder gekommen. Wenn ich komme ist sie ganz ruhig und ich ignoriere sie auch erstmal, mache dann erst nach ein paar kurzen Dingen (Jacke ausziehen, Einkauf in den Kühlschrank räumen etc.) ihre Box wieder auf und sie bleibt auch ganz ruhig dabei. Nach drei Wochen täglichem Training (immer 15 Minuten circa) bleibt sie immer noch ganz unzufrieden ab der ersten Sekunde und kommt einfach nicht zur Ruhe, das seltene Bellen ist sogar wieder mehr geworden.
Ich denke irgendwas kommuniziere ich ihr falsch. Es scheint nur an dieser Haustür zu liegen. Sie kann ganz entspannt in ihrer Box in einem Zimmer mit verschlossener Tür liegen und ich bin in einem anderen Raum wo ich auch nichtmal Geräusche mache. Aber wenn sie die Haustür dabei hört gehts ab. Selbst wenn ich versuche mich raus zu schleichen und Jacke und Schuhe erst draußen anziehe.
Sie hat mir auch schon gezeigt wie toll sie es könnte! Ich arbeite am Theater und hatte sie nun bei einer Spielzeit mit dabei. Wenn ich in der Garderobe mich Schminke und anziehe kam sie zur Ruhe und ging in die Box. Die habe ich für die Vorstellung zugemacht und bin auf die Bühne. Da hat sie ne Stunde gepennt. Die Tür Backstage ist offen, sie hört über die Lautsprecher die Show und es läuft immer mal jemand im Gang herum. Aber ich war weg. Nach der Stunde war Pause und sie durfte für 15 Minuten raus bevor es nochmal ne Stunde in die Box ging. Da ist sie oft einfach liegen geblieben und hat weiter gepennt anstatt die 15 Minuten bisschen herum zu laufen und sich von den Leuten streicheln zu lassen. Coole Socke, so würde ich mir das wünschen. Naja, wegen dieser schönen Erfahrung habe ich versucht alles etwas mehr zu ritualisieren da ihr die tägliche Routine wohl gut getan hat. Aber was zuhause seit drei Wochen nicht klappt ging im Theater ab dem ersten Tag. Wo ist nur mein Fehler? Gab es einfach keine Haustür im Theater?
Abschließend will ich noch sagen, dass Anne eigentlich garnicht oft allein bleiben müsste. Ich bin unter der Woche zuhause und eher am Wochenende unterwegs wo sich mein Partner um sie kümmert. Aber für die vielen kleinen, kurzen Dinge wie Einkaufen, Arzttermin oder schnell was besorgen müssen wo sie nicht mit kann. Mal wieder ins Kino am Abend. Ich glaube ihr versteht mich
Jetzt habe ich mir einiges geschrieben, vielleicht hat jemand einen guten Tipp oder eine gute Frage, ich freue mich darauf!
Alex
Ich habe versucht es von wenigen Sekunden auf mehrere Minuten zu verlängern. Ich habe es ohne Verabschiedung probiert, also einfach raus gehen und kein großes Ding daraus machen - findet sie ganz blöd. Mit einem gefüllten Kong ist sie erstmal beschäftigt, wenn der aber nach 5 Minuten leer ist schaut sie sich zum ersten mal um und bellt besonders laut um zu wissen wo ich denn bin.
Ich habe nun ein kleines Ritual aufgebaut damit sie weiß was als nächstes kommt und sich damit vielleicht abfinden kann. Nach der Morgenrunde (30-40 Minuten) bekommt sie ihr Essen, ich setzte mich in die Küche und habe auch Frühstück, mach bisschen Büroarbeit am Labtop. Dabei kommt sie zur Ruhe und zieht sich in ihre Box zurück, dann nach ca. 30 Minuten hole ich eine Klangschale, schlage diese einmal an, mach dann die Box zu, ziehe mich an und geh raus. Das Ritual hat sie schnell verstanden und schon gezittert wenn die Klangschale in den Raum kam. Armes kleines Ding, aber ich fand cool, dass sie zumindest weiß was kommt und so die Chance hat es zu akzeptieren. Es ist ja noch nie was schlimmes passiert, ich war noch nie ewig weg und ich bin ja immer wieder gekommen. Wenn ich komme ist sie ganz ruhig und ich ignoriere sie auch erstmal, mache dann erst nach ein paar kurzen Dingen (Jacke ausziehen, Einkauf in den Kühlschrank räumen etc.) ihre Box wieder auf und sie bleibt auch ganz ruhig dabei. Nach drei Wochen täglichem Training (immer 15 Minuten circa) bleibt sie immer noch ganz unzufrieden ab der ersten Sekunde und kommt einfach nicht zur Ruhe, das seltene Bellen ist sogar wieder mehr geworden.
Ich denke irgendwas kommuniziere ich ihr falsch. Es scheint nur an dieser Haustür zu liegen. Sie kann ganz entspannt in ihrer Box in einem Zimmer mit verschlossener Tür liegen und ich bin in einem anderen Raum wo ich auch nichtmal Geräusche mache. Aber wenn sie die Haustür dabei hört gehts ab. Selbst wenn ich versuche mich raus zu schleichen und Jacke und Schuhe erst draußen anziehe.
Sie hat mir auch schon gezeigt wie toll sie es könnte! Ich arbeite am Theater und hatte sie nun bei einer Spielzeit mit dabei. Wenn ich in der Garderobe mich Schminke und anziehe kam sie zur Ruhe und ging in die Box. Die habe ich für die Vorstellung zugemacht und bin auf die Bühne. Da hat sie ne Stunde gepennt. Die Tür Backstage ist offen, sie hört über die Lautsprecher die Show und es läuft immer mal jemand im Gang herum. Aber ich war weg. Nach der Stunde war Pause und sie durfte für 15 Minuten raus bevor es nochmal ne Stunde in die Box ging. Da ist sie oft einfach liegen geblieben und hat weiter gepennt anstatt die 15 Minuten bisschen herum zu laufen und sich von den Leuten streicheln zu lassen. Coole Socke, so würde ich mir das wünschen. Naja, wegen dieser schönen Erfahrung habe ich versucht alles etwas mehr zu ritualisieren da ihr die tägliche Routine wohl gut getan hat. Aber was zuhause seit drei Wochen nicht klappt ging im Theater ab dem ersten Tag. Wo ist nur mein Fehler? Gab es einfach keine Haustür im Theater?
Abschließend will ich noch sagen, dass Anne eigentlich garnicht oft allein bleiben müsste. Ich bin unter der Woche zuhause und eher am Wochenende unterwegs wo sich mein Partner um sie kümmert. Aber für die vielen kleinen, kurzen Dinge wie Einkaufen, Arzttermin oder schnell was besorgen müssen wo sie nicht mit kann. Mal wieder ins Kino am Abend. Ich glaube ihr versteht mich
Jetzt habe ich mir einiges geschrieben, vielleicht hat jemand einen guten Tipp oder eine gute Frage, ich freue mich darauf!
Alex