Unsere Tierärztin ist super....
Sie hat zwar nicht die Riesenahnung von Farbmäusen - aber sie ist super-tierlieb und saugt jede Info, die sie bekommen kann, nur so auf... Eine unserer beiden ersten Mäuschen wurde mit ca. 1 Jahr plötzlich total krank - magerte ab, struppiges Fell, fraß nicht mehr... Wir also zur Tierärztin (war mir von einer Kollegin empfohlen worden, die mit ihren Rennmäusen dort gute Erfahrung gemacht hatte...) Die Maus bekam Infusionen und Medizin, welche sie alle 2 Stunden nehmen sollte... Das war an einem Freitagnachmittag... Falls es bis Sonntag nicht besser wäre, sollten wir wiederkommen (und die TÄ über ihr Privathandy anrufen...) Es war nicht besser, also wir mit der Maus am Sonntagvormittag wieder zur Praxis. Die TÄ hat die Maus dann dabehalten und alle 2 Stunden gepäppelt... Leider ist die Maus trotzdem am Montagmorgen gestorben (im Nachhinein stellte sich heraus, dass sie einen halben Knopf unserer TV-Fernbedienung gefressen hatte, als sie Auslauf auf unserer Couch hatte - den sie übrigens heiß und innig liebte...) D. h., die TÄ hätte noch so viel päppeln können, es hätte nichts genützt... Aber da war uns klar - die Frau schätzt jedes Lebewesen, so klein es auch ist... und sie opfert ihren Sonntag, um unsere Maus zu päppeln... Seither waren wir unzählige Male mit diversen Mäusen da - mal konnte sie gut helfen, mal war sie ratlos (aber in diesen Fällen gab´s auch keine Lösung... - und nicht selten hat sie unsere Tipps (die wir aus diversen Nagerforen und u. a. auch von
www.diebrain.de hatten) angehört, überprüft und letztendlich angewendet. Anfangs war sie etwas skeptisch, dass unsere Mäuschen beißen könnten (negative Erfahrungen mit Rennern

), aber inzwischen weiß sie, dass unsere Mäuse nicht beißen, und sie gibt ihr Bestes, um die Mäuschen wieder auf den Damm zu bringen... Sie wartet sogar brav mit der Untersuchung, bis die Maus ihren mitgebrachten Kürbiskern genüsslich verspeist hat... Kastrationen traut sie sich nicht zu, das gibt sie aber auch offen zu, sodass wir unsere 5 Kerlchen bei einem anderen TA haben kastrieren lassen - aber der fasst die Tiere total grob an und zeigt auch sonst wenig Mitgefühl... daher ist uns eine TÄ mit etwas weniger Ahnung, aber dafür mit Gefühl für die Tiere und mit Offenheit für Neues lieber als jemand, der die Tiere eigentlich nur als "Sache" sieht und eher "mitleidig" guckt, wenn man mit einer Maus zum TA rennt...
Diese Tierärztin würde sogar einer Mücke einen Gips verpassen, wenn´s helfen würde... Für uns ist sie Gold wert, denn wir fühlen uns von ihr ernstgenommen und haben auch das Gefühl, dass eine Maus für sie nicht weniger wert ist als ein Meerschweinchen, ein Kaninchen, eine Katze oder ein Hund... und wenn sie nicht weiterweiß, dann sagt sie es auch und behandelt nicht einfach ins Blaue hinein... d. h., wir könnten zur Not auch noch auf einen anderen TA ausweichen... aber das war bisher zum Glück nicht nötig...
LG, seven