- Leb wohl, geliebtes Skelettchen. Beitrag #1
demona
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Im Auftrag von @Levana Rya , weil ihr die Tränen kommen und sie dann nichts mehr sieht, muss ich die schwere Aufgabe übernehmen, auch wenn ich auch heule wie ein Schloßhund.
Heute Nachmittag, gegen 14 Uhr, haben wir den schweren, langwierigen Kampf um Charly verloren.
In Absprache mit dem Tierarzt haben wir ihn gehen lassen, im Sinne des Katers und mit schwerem Herzen.
Geboren wurde Charly am 12. Juli 2006 im Tierheim, ein komplett schwarzes Kätzchen, genau wie seine zwei Geschwister und seine Eltern. Er war unscheinbar, verschwand neben seinem prächtigen Vater, der sofort auf uns zukam und mitgenommen werden wollte. Doch die Mitarbeiter waren sich einig, erst werden die Kleinen vermittelt, dann die Eltern also wurde unser Blick auf zwei kleine, schwarze Kätzchen gelenkt.
Und so zog Charly als Zweitkatze bei meiner Mama ein.
Charly war schon immer schmal, schlank und klein, er hat die Hinterbeine geschlenkert aber das tat ihm keinerlei Abbruch. Er war ein Charaktertier, stolz bis zum geht nicht mehr und sehr schnell mit den Zähnen und Krallen. Er war nicht bestechlich, weder mit Leckerlis noch mit einem Spiel, wenn er nicht wollte, wollte er nicht und er hat dich das auch ganz genau fühlen lassen. Er hat dann diesen Blick drauf gehabt, dieser Blick, der sagte, dass er genau weiß, dass er was Besseres ist.

Leider war schnell klar, das Charlie nicht ganz gesund ist. Die Nieren haben als Erstes Probleme gemacht, die Schilddrüse hat dann aus Sympathie einfach mal mitgemacht und natürlich fraß er die Medikamente nicht oder nur wenn er ganz viel Lust hatte. Ja, lass den Kater hungern dann frisst er schon, nein, Charly wäre wohl vor vollem Napf verhungert.
Vor ein paar Jahren verbrachte er mehrere Tage in der Klinik - zusammen mit Flöckchen und Willie - und ist gerade so von der Schippe des Todes gesprungen, er war ein Kämpfer und hat gekämpft. Er durfte - genau wie die zwei Anderen - nach langen Bangen und Hoffen wieder mit nach Hause.
Bilder aus besseren Zeiten:
Er hat sogar bei der Hundeerziehung geholfen
Und dann begann der Durchfall.
Das übliche Prozedere begann, Kotuntersuchungen, Blut, Organe, Ultraschall, nichts brachte wirklich eine Erlösung und der Kater wurde vor unseren Augen immer weniger, noch weniger als er sowieso schon war. Was haben wir nicht alles versucht, quer durch die Medikamente, Homöopathie und immer wieder einen neuen Ansatz gesucht. Über Monate, Jahre.
Irgendwann kam dann unsere Tierärztin dahinter, er war ein Dauerausscheider von Coronaviren, ständig, immer und das zerstört förmlich alles. Sein Immunsystem kam dagegen einfach nicht an, trotz unendlich vieler Präparate zur Stärkung.
Am Anfang halfen Cortisonspritzen, es wurde besser, er blühte etwas auf aber das war nicht von Dauer und es war absehbar, dass seine Tage gezählt waren. Er stellte das Putzen ein, hatte den Darm nicht mehr unter Kontrolle und tropfte vor sich hin, wo er ging und lag. Aber er war noch gut drauf, er fraß - mehr oder weniger - also hat meine Mama die Wohnung geputzt und ich regelmäßig den Kater. Fand er nicht so toll, am Anfang war die Gegenwehr noch sehr stark aber sie nahm im Laufe der Wochen ab bis... , naja, bis das einfach nicht mehr Charly war.
Er wurde apathischer, der kämpferische Wille schlief langsam ein, er begann eine leichte Gelbsucht zu entwickeln und so wurde der letzte Entschluss gefasst.
Der Weg zum Tierarzt war hart aber er ist so schnell gegangen, keine Gegenwehr - okay, bei der ersten Spritze kam der echte Charly nochmal zum Vorschein und er hat mich zum Abschied nochmal kräftig in den Finger gebissen
- aber die zweite Spritze war fast nicht mehr notwendig. Es waren nur Sekunden, dann war er weg. Einfach so. Auf leisen Pfoten ist er davon geschlichen, auf dem Weg über die Regenbogenbrücke zu allen, die ihm voran gegangen sind. 

Leb wohl, geliebtes Skelettchen und grüß die Anderen von uns.


Heute Nachmittag, gegen 14 Uhr, haben wir den schweren, langwierigen Kampf um Charly verloren.
In Absprache mit dem Tierarzt haben wir ihn gehen lassen, im Sinne des Katers und mit schwerem Herzen.
Geboren wurde Charly am 12. Juli 2006 im Tierheim, ein komplett schwarzes Kätzchen, genau wie seine zwei Geschwister und seine Eltern. Er war unscheinbar, verschwand neben seinem prächtigen Vater, der sofort auf uns zukam und mitgenommen werden wollte. Doch die Mitarbeiter waren sich einig, erst werden die Kleinen vermittelt, dann die Eltern also wurde unser Blick auf zwei kleine, schwarze Kätzchen gelenkt.
Charly war schon immer schmal, schlank und klein, er hat die Hinterbeine geschlenkert aber das tat ihm keinerlei Abbruch. Er war ein Charaktertier, stolz bis zum geht nicht mehr und sehr schnell mit den Zähnen und Krallen. Er war nicht bestechlich, weder mit Leckerlis noch mit einem Spiel, wenn er nicht wollte, wollte er nicht und er hat dich das auch ganz genau fühlen lassen. Er hat dann diesen Blick drauf gehabt, dieser Blick, der sagte, dass er genau weiß, dass er was Besseres ist.
Leider war schnell klar, das Charlie nicht ganz gesund ist. Die Nieren haben als Erstes Probleme gemacht, die Schilddrüse hat dann aus Sympathie einfach mal mitgemacht und natürlich fraß er die Medikamente nicht oder nur wenn er ganz viel Lust hatte. Ja, lass den Kater hungern dann frisst er schon, nein, Charly wäre wohl vor vollem Napf verhungert.
Vor ein paar Jahren verbrachte er mehrere Tage in der Klinik - zusammen mit Flöckchen und Willie - und ist gerade so von der Schippe des Todes gesprungen, er war ein Kämpfer und hat gekämpft. Er durfte - genau wie die zwei Anderen - nach langen Bangen und Hoffen wieder mit nach Hause.
Bilder aus besseren Zeiten:
Er hat sogar bei der Hundeerziehung geholfen
Und dann begann der Durchfall.
Das übliche Prozedere begann, Kotuntersuchungen, Blut, Organe, Ultraschall, nichts brachte wirklich eine Erlösung und der Kater wurde vor unseren Augen immer weniger, noch weniger als er sowieso schon war. Was haben wir nicht alles versucht, quer durch die Medikamente, Homöopathie und immer wieder einen neuen Ansatz gesucht. Über Monate, Jahre.
Irgendwann kam dann unsere Tierärztin dahinter, er war ein Dauerausscheider von Coronaviren, ständig, immer und das zerstört förmlich alles. Sein Immunsystem kam dagegen einfach nicht an, trotz unendlich vieler Präparate zur Stärkung.
Am Anfang halfen Cortisonspritzen, es wurde besser, er blühte etwas auf aber das war nicht von Dauer und es war absehbar, dass seine Tage gezählt waren. Er stellte das Putzen ein, hatte den Darm nicht mehr unter Kontrolle und tropfte vor sich hin, wo er ging und lag. Aber er war noch gut drauf, er fraß - mehr oder weniger - also hat meine Mama die Wohnung geputzt und ich regelmäßig den Kater. Fand er nicht so toll, am Anfang war die Gegenwehr noch sehr stark aber sie nahm im Laufe der Wochen ab bis... , naja, bis das einfach nicht mehr Charly war.
Er wurde apathischer, der kämpferische Wille schlief langsam ein, er begann eine leichte Gelbsucht zu entwickeln und so wurde der letzte Entschluss gefasst.
Der Weg zum Tierarzt war hart aber er ist so schnell gegangen, keine Gegenwehr - okay, bei der ersten Spritze kam der echte Charly nochmal zum Vorschein und er hat mich zum Abschied nochmal kräftig in den Finger gebissen
Leb wohl, geliebtes Skelettchen und grüß die Anderen von uns.