- Junger Edelpapagei zugeflogen / Was tun? Beitrag #1
TomXian
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Liebes Forum,
vor fast drei Wochen ist uns am späten Abend ein Edelpapagei zugeflogen. Er hat mit dem Schnabel gegen die Fensterscheibe im Zimmer meiner 5jährigen Tochter "geklopft" und als meine Frau die Balkontür dieses Zimmers öffnet, flog er ins Zimmer und setzte sich auf die Schulter meiner Frau. Von dort wollte er nicht mehr weg.
Wir gingen davon aus, dass jemandem aus der Nachbarschaft der Vogel weggeflogen sei und schlossen die Balkontür wieder.
Es handelt sich im einen sehr jungen Papagei (50g Gewicht) und ich habe dann - als Laie, der sich bei Vögeln nicht auskennt - ermitteln können, dass es sich um einen männlichen Edelpapagei handelt, weil Farben und Gefieder sehr typisch sind.
Der Papagei war von der ersten Minute an sehr zutraulich und - wie ich heute weiß - auch sehr, sehr müde.
Wir haben ihm Wasser und jeweils ein Stückchen Apfel und Banane hingestellt (mehr konnte ich in der Eile online nicht ermitteln) und die Nachbarschaft informiert.
Da es schon spät war, beschlossen wir ihn in der Wohnung frei fliegen zu lassen und nur die Schlafzimmertüren zu schließen.
Er hat sich dann einen alten Strohhut ausgesucht, der oben an der Garderobe hing (mit der Öffnung nach oben) und sich dorthin zurückgezogen.
Am nächsten Morgen war er immer noch dort und es schien, als habe er dort geschlafen.
---
Wir sehen nun, dass unsere Bemühungen, den Besitzer zu finden, gescheitert sind.
Da sich auch mein Büro in der Wohnung befindet, hat der Papagei einen relativ großen Raum, in dem er sich bewegen kann (mehr als 200 qm bei 3m Raumhöhe).
Wir hatten uns von Nachbarn einen kleinen Vogelkäfig ausgeliehen (gut 50cm hoch), der aus unserer Sicht aber zu klein ist, weshalb wir dort nur das Wasser/Futter hinstellen, die "Tür" aber offen lassen. Der Papagei fliegt von selbst in diesen Käfig und zu fressen, spielt dort auch manchmal, wird aber dort nicht eingesperrt.
Zu unserer Überraschung, zieht er sich jeden Abend zwischen 20 und 21 Uhr in seinen "Hut" zurück und bleibt dort 11-12 Stunden.
Tagsüber spielt er mit meiner Frau, unserer Tochter (5 Jahre, Kindergarten), mit mir (selbst bei der Arbeit) und auch mit Nachbarskindern, die vorbeischauen.
Nur selten setzt er sich mal ne Stunde vor ein Fenster, schaut hinaus und "ruft" irgendetwas.
Seine Zutraulichkeit ist geblieben, er schmust quasi mit jedem, läßt sich streicheln, ist extrem neugierig und manchmal auch laut.
---
Meine Tochter hat ihn Charlie getauft.
Jeder kann sich vorstellen, dass wir ihn nun schon etwas ins Herz geschlossen haben.
Wir überlegen deshalb, ihn zu behalten, obwohl wir erhebliche Bedenken haben.
Wir sehen Probleme beim Verreisen und anderes ..... das wichtigere ist jedoch, dass wir wissen, dass es sich noch um einen sehr kleinen Papagei handelt, der schnell größer wird und am Ende vermutlich ein gutes Pfund bei 45cm Länge wiegen wird.
Wir sehen, dass viele sagen, eine Einzelhaltung käme nicht in Frage.
Bei zwei so großen Vögeln wird eine Volliere von mindestens 2 m Höhe und mindestens 1 qm Grundfläche angesetzt, eher mehr.
Wir sind uns deshalb noch nicht sicher, ob wir dem Papagei dauerhaft behalten möchten.
----
Deshalb unsere Fragen:
Momentan wirkt unser "Charlie" sehr munter, aktiv, gesellig und verspielt, frisst und trinkt. Er hält sich faktisch 10 Stunden am Tag ununterbrochen bei einem Menschen auf, sitzt teilweise auf der Hand, selbst um das Schneiden von Gemüse zu beobachten, ist fast nie allein.
Wir werten das als gutes Zeichen, wissen aber nicht, ob wir uns nicht irren.
Wir wissen auch nicht, was wir ihm gerade "antun", weil er sich ja offensichtlich an uns gewöhnt und sehr vertraut.
Wir wollem dem ganzen noch ein paar Monate Zeit geben, bis wir uns endgültig entscheiden, wissen aber nicht, ob dies für den Vogel gut ist.
An Futter bekommt er Obst, Gemüse und Nüsse/Körner, wir haben also kein spezielles Papageienfutter besorgt.
Er probiert aber sowieso alles selbst aus, selbst Brot/Brötchen bis hin zu Schokolade.
Machen wir hier etwas falsch?
Wir sperren ihn sehr selten in seinen (zu kleinen Käfig), etwa beim Lüften oder wenn er Gäste mit seiner Liebe zu sehr überschüttet
Die meiste Zeit kann er quer durch die Wohnung fliegen (und wir "wischen" hinterher), seinen Schlafplatz hat er beibehalten.
Wir leben hier in China, wo mit Tieren anders umgegangen wird, als in Deutschland.
Es wird nicht so einfach sein, ein neues Zuhause für ihn zu finden, falls nötig.
Er ist nicht beringt und wir wissen natürlich auch nicht, ob er bereits geimpft wurde.
Sein Alter schätzen wir auch einige wenige Monate. Liegen wir da richtig?
Bei der Lebenserwartung eines Papageien ist es fast schon eine "Lebensentscheidung" und wir sind uns nicht sicher.
Was würdet ihr tun?
vor fast drei Wochen ist uns am späten Abend ein Edelpapagei zugeflogen. Er hat mit dem Schnabel gegen die Fensterscheibe im Zimmer meiner 5jährigen Tochter "geklopft" und als meine Frau die Balkontür dieses Zimmers öffnet, flog er ins Zimmer und setzte sich auf die Schulter meiner Frau. Von dort wollte er nicht mehr weg.
Wir gingen davon aus, dass jemandem aus der Nachbarschaft der Vogel weggeflogen sei und schlossen die Balkontür wieder.
Es handelt sich im einen sehr jungen Papagei (50g Gewicht) und ich habe dann - als Laie, der sich bei Vögeln nicht auskennt - ermitteln können, dass es sich um einen männlichen Edelpapagei handelt, weil Farben und Gefieder sehr typisch sind.
Der Papagei war von der ersten Minute an sehr zutraulich und - wie ich heute weiß - auch sehr, sehr müde.
Wir haben ihm Wasser und jeweils ein Stückchen Apfel und Banane hingestellt (mehr konnte ich in der Eile online nicht ermitteln) und die Nachbarschaft informiert.
Da es schon spät war, beschlossen wir ihn in der Wohnung frei fliegen zu lassen und nur die Schlafzimmertüren zu schließen.
Er hat sich dann einen alten Strohhut ausgesucht, der oben an der Garderobe hing (mit der Öffnung nach oben) und sich dorthin zurückgezogen.
Am nächsten Morgen war er immer noch dort und es schien, als habe er dort geschlafen.
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Wir sehen nun, dass unsere Bemühungen, den Besitzer zu finden, gescheitert sind.
Da sich auch mein Büro in der Wohnung befindet, hat der Papagei einen relativ großen Raum, in dem er sich bewegen kann (mehr als 200 qm bei 3m Raumhöhe).
Wir hatten uns von Nachbarn einen kleinen Vogelkäfig ausgeliehen (gut 50cm hoch), der aus unserer Sicht aber zu klein ist, weshalb wir dort nur das Wasser/Futter hinstellen, die "Tür" aber offen lassen. Der Papagei fliegt von selbst in diesen Käfig und zu fressen, spielt dort auch manchmal, wird aber dort nicht eingesperrt.
Zu unserer Überraschung, zieht er sich jeden Abend zwischen 20 und 21 Uhr in seinen "Hut" zurück und bleibt dort 11-12 Stunden.
Tagsüber spielt er mit meiner Frau, unserer Tochter (5 Jahre, Kindergarten), mit mir (selbst bei der Arbeit) und auch mit Nachbarskindern, die vorbeischauen.
Nur selten setzt er sich mal ne Stunde vor ein Fenster, schaut hinaus und "ruft" irgendetwas.
Seine Zutraulichkeit ist geblieben, er schmust quasi mit jedem, läßt sich streicheln, ist extrem neugierig und manchmal auch laut.
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Meine Tochter hat ihn Charlie getauft.
Jeder kann sich vorstellen, dass wir ihn nun schon etwas ins Herz geschlossen haben.
Wir überlegen deshalb, ihn zu behalten, obwohl wir erhebliche Bedenken haben.
Wir sehen Probleme beim Verreisen und anderes ..... das wichtigere ist jedoch, dass wir wissen, dass es sich noch um einen sehr kleinen Papagei handelt, der schnell größer wird und am Ende vermutlich ein gutes Pfund bei 45cm Länge wiegen wird.
Wir sehen, dass viele sagen, eine Einzelhaltung käme nicht in Frage.
Bei zwei so großen Vögeln wird eine Volliere von mindestens 2 m Höhe und mindestens 1 qm Grundfläche angesetzt, eher mehr.
Wir sind uns deshalb noch nicht sicher, ob wir dem Papagei dauerhaft behalten möchten.
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Deshalb unsere Fragen:
Momentan wirkt unser "Charlie" sehr munter, aktiv, gesellig und verspielt, frisst und trinkt. Er hält sich faktisch 10 Stunden am Tag ununterbrochen bei einem Menschen auf, sitzt teilweise auf der Hand, selbst um das Schneiden von Gemüse zu beobachten, ist fast nie allein.
Wir werten das als gutes Zeichen, wissen aber nicht, ob wir uns nicht irren.
Wir wissen auch nicht, was wir ihm gerade "antun", weil er sich ja offensichtlich an uns gewöhnt und sehr vertraut.
Wir wollem dem ganzen noch ein paar Monate Zeit geben, bis wir uns endgültig entscheiden, wissen aber nicht, ob dies für den Vogel gut ist.
An Futter bekommt er Obst, Gemüse und Nüsse/Körner, wir haben also kein spezielles Papageienfutter besorgt.
Er probiert aber sowieso alles selbst aus, selbst Brot/Brötchen bis hin zu Schokolade.
Machen wir hier etwas falsch?
Wir sperren ihn sehr selten in seinen (zu kleinen Käfig), etwa beim Lüften oder wenn er Gäste mit seiner Liebe zu sehr überschüttet
Die meiste Zeit kann er quer durch die Wohnung fliegen (und wir "wischen" hinterher), seinen Schlafplatz hat er beibehalten.
Wir leben hier in China, wo mit Tieren anders umgegangen wird, als in Deutschland.
Es wird nicht so einfach sein, ein neues Zuhause für ihn zu finden, falls nötig.
Er ist nicht beringt und wir wissen natürlich auch nicht, ob er bereits geimpft wurde.
Sein Alter schätzen wir auch einige wenige Monate. Liegen wir da richtig?
Bei der Lebenserwartung eines Papageien ist es fast schon eine "Lebensentscheidung" und wir sind uns nicht sicher.
Was würdet ihr tun?

