Eine ziemlich unappetitliche Frage

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  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #1
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Aloha

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Hallo,
da ich in einem Dorf wohne das von Wäldern umringt ist, treiben sich regelmäßig Füchse im Dorf herum.
Wegen der realen Gefahr der Uebertragung von Larven des Fuchsbandwurms auf den Menschen, habe ich meinen Gemüsegarten eingezäunt, in der Ueberzeugung, da würde kein Fuchs durchkommen.

Groß war daher der Schock, als neulich ein Fuchs auf der Terrasse durch die Fenstertür geschaut hat und sich nicht vertreiben lassen wollte (2 Tage vorher hatte ein Nachbar mir erzählt, als er und seine Frau nach einem Abendspaziergang nach Hause gekommen wären, hätte ein Fuchs einen Meter vor ihm gestanden und er hätte nicht weichen wollen).

Meine Gewissheit, die Füchse aus dem Garten raus zu halten ist also dahin. Ich habe ihn danach allerdings nur noch, am folgenden Abend, bei Dunkelheit, auf dem Terrain des Nachbarn gesehen, aber bei mir keine Spur von ihm.

Als ich gestern von einem 3 tägigen Aufenthalt im Ausland zurückgekommen bin, habe ich Exkremente im Garten gefunden, die mit Sicherheit nicht von einer Katze (die es unmöglich ist, aus dem Garten zu halten) stammen, und heute habe ich welche beim Bohnenpflücken neben einer Bohnenreihe gefunden, mit Kirschkernen drin - ich habe einen Kirschbaum im Garten und überreif sind sie heruntergefallen.

Ich habe ein Bild von beiden Haufen gemacht -und da beginnt das Unappetitliche- und möchte mich an euch mit der Frage wenden, ob sie von einem Fuchs stammen könnten.

Sorry für die ekligen Bilder.

Mit freundlichen Grüßen
Aloha
 

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  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #2
Laut dem Robert Koch-Instituts (RKI) war im Jahr 2017 die Infektionsrate rückläufig: Es gab in Deutschland 30 Fälle von Fuchsbandwürmern bei Menschen . Allein zwölf Patienten kamen aus Baden-Württemberg, sechs aus Hessen und fünf aus Bayern - wobei das RKI darauf hinweist, dass davon nicht in jedem Fall auf den Infektionsort geschlossen werden könne.
Bis die ersten Symptome auftauchten, kann es mehr als zehn Jahre dauern. Doch das Risiko davon betroffen zu sein, lag auch im Jahr 2015, mit 45 Meldungen dieser Infektion, statistisch gesehen nur bei 0,00005 Prozent .
Der Erreger befällt unbemerkt die Leber, in der sich die Larven des Bandwurms entwickeln, Manchmal würden auch die Lunge oder das Gehirn befallen . Vielleicht wird dieses, neben der Tollwut ein neuer Anlass , um weiter verstärkt jagt auf den Fuchs zu machen .
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #3
Vielen Dank für die Infos, die mir, außer den genannten Statistiken, schon bekannt waren.
Uebrigens kenne ich flüchtig eine Person, die sich den Fuchsbandwurm beim Heidelbeerpflücken eingefangen hat und große gesundheitliche Probleme dadurch hat oder hatte (ich habe keine Informationen die jünger als 10 Jahre alt sind und weiss auch nicht, ob sie überhaupt noch lebt).

Weiß niemand etwas zum möglichen Verursacher dieser Exkremente zu sagen?
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #4
Hi,

ich bin kein Profi dahingehend, hab mich aber auch schon länger mit dem Thema befasst (um meine Haustiere davor zu schützen) und ich glaube, es könnte auf Füchse zutreffen, gerade auch mit den Kernen drin. Sicher sagen kann ichs aber nicht. Übrigens können Fuchsbandwürmer auch durch andere Tiere übertragen werden. Ich wäre also so oder so vorsichtig mit dem Gemüse aus dem Garten (Kochen tötet die Biester angeblich ab).
Ach ja, wenn man unsicher ist, kann man sich wohl auf Fuchsbandwurm testen lassen. Hat man Antikörper, war man schon mal damit in Kontakt, aber der Körper hat es dann wohl erfolgreich abgewehrt (nicht jeder der mit diesem Wurm in Kontakt kommt, erkrankt daran; es ist halt aber wirklich gefährlich in befallenen Gebieten).

LG
Malki
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #5
Hallo,
mir ist bekannt, dass er auch durch andere Tiere (Katzen die es unmöglich ist, aus dem Garten fernzuhalten) übertragen wird.
Kochen über 70° tötet ihn anscheinend ab. Für das Gemüse, das in gekochtem Zustand verzehrt wird ist das Problem demnach weniger akut, aber Salat, Petersilie, Schnittlauch usw. kann man nun mal nicht abkochen (außer die Kräuter die man in gekochte Speisen gibt natürlich).
Ich habe Kontakt aufgenommen mit einem privaten Laboratorium, das solche Analysen durchführt, und warte auf die Information, wie hoch die Kosten dieser Analyse sind.
MfG
Aloha
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #6
Hallo,
wenn du ausschließt, dass Katzen in deinen Garten kommen, wieso hattest du dann Hoffnung, dass Wildtiere sich durch einen Zaun aufhalten lassen? Da müsstest du deinen Gemüsebereich schon in einen Hochsicherheitstrakt verwandeln.

Meine Großeltern hatten Jahrelang einen Garten am Feldrand, mit normalem Maschendrahtzaun eingezäunt und nie Probleme mit Parasiten, die sich beim Menschen eingenistet haben.
Ich habe jetzt auch eine Gemüseecke und weiß wegen Wildtierkamera, dass sich hier regelmäßig Marder, Fuchs und logischerweise div. Vögel blicken lassen. Wir essen bzw. verfüttern (Salat etc. an die Meerschweine und Kaninchen) alles so oder höchstens normal mit Wasser abgewaschen.

Ich glaube, man kann sich auch selbst Panik machen. Wenn du Salat im Supermarkt kaufst, ist der auch in der Regel auf dem Feld gewachsen.
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #7
Ungewaschen selbst essen oder an Kaninchenverfüttern finde ich schon ziemlich riskant, zumindest in Risikogebieten ... Ich geh nicht mal mit Schuhen ins Zimmer, in dem meine Nager rumlaufen ...

Und wieso Hochsicherheitstrakt? Reicht nicht einfach ein gut eingezäuntes Beet oder ein Zaun, der sehr tief geht (ich glaube, letztens so was in einem Gartenjournal gelesen zu haben)? Oder zur Not ein Mini-Glashaus? (Ok, das ist vielleicht wirklich übertrieben, aber haben doch manche auch?)

Im Supermarkt wär ich zumindest bei Bio-Salaten eh auch vorsichtig, aber soweit ich weiß - ich kann auch falsch liegen!! - sterben die Würmer/Eier nach einigen Tagen im Trockenen ab. Und der Salat im Supermarkt liegt da ja oft ein paar Tage ...
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #8
Mir kam eigentlich beim Lesen auch der Gedanke das Beet durch ein begehbares Gefäßhäuschen zu schützen und finde ich nicht übertrieben.

Was bringt es dir, wenn dich die Füchse verunsichern und du ständig Sorge hast, dir diese Würmer einzufangen?
Abgesehen fände ich es ebenfalls eklig, wenn da Kot im Beet läge, egal ob diese irgendwelche Zoonosen haben oder nicht.
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #9
Eigentlich sind meine Beete in denen sich Gemüse befindet das roh gegessen wird geschützt, weil ich meinem Gartenzaun denn doch nicht so recht traute, durch einen (nicht funktionierenden) Schneckenzaun, oder Bretter rundherum, resp. ein gemauertes Frühbett und oben drauf Drahtmatten von 2mx1m, so wie sie im Bau eingestzt werden, und bei starker Sonne zusätzlich mit Flies, außer der Petersilie und dem Schnittlauch.
wenn du ausschließt, dass Katzen in deinen Garten kommen
Ich habe genau das Gegenteil geschrieben!
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #10
Wären allenfalls Hochbeete eine Option für dich? Die helfen auch gegen die Schnecken 😉
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #11
Hallo,
nachdem einige Monate Ruhe war, und der streunende Fuchs tot aufgefunden wurde (wohl von der Straßenmeisterei entsorgt, die ihn, so wie ich deren Vorgehen kenne (die mähen den Abfall am Straßenrand mit, anstatt ihn zuerst aufzuheben, mit Sicherheit nicht ins Veterinärlabo gebracht haben), habe ich eben wieder Exkremente im Garten gefunden, die allerdings etwas anders aussehen. Hat jemand eine Idee, von welchem TIer die stammen könnten (bitte, bitte nicht von einem Fuchs ;) ?
Ich habe mich übrigens mittels einer Blutanalyse vor einigen Monaten auf den Fuchsbandwurm testen lassen, mit negativem Befund.
Mit freundlichen Grüßen
Aloha
 

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  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #12
Wären allenfalls Hochbeete eine Option für dich?
Nein, wäre es nicht, das ist Spielerei, auf diese Weise kann man nicht großflächig anpflanzen. Und wie ich die Schnecken kenne, schaffen die mit Sicherheit den Weg hinauf.
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #13
hm,die frage ist doch erstmal,wie kommt der Fuchs den überhaupt in deinen Garten ? kann es sein das der Zaun nicht hoch genug ist,oder klettert der über den Zaun,ich weiß von Bekannten die haben Zäune um Wildschweine ab zu halten,sonst würden diese den garten regelrecht umgraben.
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #14
Mein provisorischer Zaun ist 1m hoch und ich kann nicht verstehen, wie der Fuchs hinein gekommen ist. Vielleicht sind diese neuen Exkremente -hoffe ich- von einem anderen Tier, einem Waschbär z.B., die wahre Kletterkünstler sind.
Tatsache ist dass ein Tier drin war und seine Spuren hinterlassen hat.
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #15
Mein provisorischer Zaun ist 1m hoch und ich kann nicht verstehen, wie der Fuchs hinein gekommen ist. Vielleicht sind diese neuen Exkremente -hoffe ich- von einem anderen Tier, einem Waschbär z.B., die wahre Kletterkünstler sind.
Tatsache ist dass ein Tier drin war und seine Spuren hinterlassen hat.
Füchse können bis zu 5m weit und bis zu 2m hoch springen können.Bitte nicht vergessen den Zaun im Boden zu versenken. Füchse können auch graben.
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #16
Ich weiß aber nicht, ob sie aus dem Stand 2m hoch über einen Zaun springen können. Gegraben worden ist nicht.
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #17
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #18
Ok, k.A., aber ich bin ja nicht sicher, dass es ein Fuchs ist, und hoffe dass es keiner ist.
Ich hatte gehofft, an den Exkrementen könne man das vielleicht erkennen.
Wenn ich sicher wäre, dass es einer ist, würde ich sie analysieren lassen, ich habe ein Labo ausfindig gemacht das solche Analysen durchführt.
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #19
Ok, k.A., aber ich bin ja nicht sicher, dass es ein Fuchs ist, und hoffe dass es keiner ist.
Ich hatte gehofft, an den Exkrementen könne man das vielleicht erkennen.
Wenn ich sicher wäre, dass es einer ist, würde ich sie analysieren lassen, ich habe ein Labo ausfindig gemacht das solche Analysen durchführt.
hm,das wird schwierig anhand von Exkrementen fest zu stellen welches Tier da in deinem Gemüse war.
 
  • Eine ziemlich unappetitliche Frage Beitrag #20
Im Gras waren die Exkremente. Ich habe alles Gemüse das jetzt noch im Garten ist und ungekocht verzehrt wird, Salat (ab 70° werden die Eier des Fuchsbandwurms unschädlich) ist mit Drahtmatten abgedeckt die auf Ziegelsteinen liegen, resp. befindet es sich in Frühbeeten und dem GH. Ehe ich neu gepflanzt habe habe ich die obere Erdschicht abgetragen (einige cm).
 
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