Was tun mit unserem Hund?

Diskutiere Was tun mit unserem Hund? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, mir liegt etwas auf dem Herzen und ich nicht so wirklich weiter weis aber vllt könnt ihr mir helfen bzw Rat geben. Wir haben vor einem...
  • Was tun mit unserem Hund? Beitrag #1
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_Bienchen_

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Hallo,

mir liegt etwas auf dem Herzen und ich nicht so wirklich weiter weis aber vllt könnt ihr mir helfen bzw Rat geben.

Wir haben vor einem Jahr unseren ersten Hund zu uns geholt, er ist total toll und ein Super Familienhund... wären da nicht folgendes Problem.
Er hat so vor einigen Sachen Angst unteranderem wenn wir wo Spazieren gehen wo ein paar Leute mehr sind z.b an einem Fluss oder im Wald etc, bekommt er so eine angst das er direkt umdrehen will mit eingezoger Rute.
Jetzt ist natürlich so, egal was wir für ein Ausflug machen, er kann nicht mit wegen der Angst. Mich ärgert es etwas jedes mal, weil die Familie aus der wir ihn holten, meinten zwar er hätte Angst vor Busen, Zügen und Motorräder etc aber nicht das er nirgendwo hin kann wo menschen sind, hätte ich das gewusst, dann hätte ich ihn nicht genommen, wir möchten als Familie das unser Hund überall mitkommen kann wo es eben geht und Hunde erlaubt sind und auch zumutbar ist.
Wir haben schon eine Trainerin aber Sie sagte auch das man nicht alles weg bekommen werden bzw ändern können an ihm und er hat aber viel mehr Probleme an denen wir arbeiten.
Er kommt ursprünglich aus einer Aufgangstation.

Jetzt sind wir am überlegen ob wir ihn in eine Familie geben wo er auch gut aufgehoben ist aber eben nicht so oft alleine sein muss(wenn wir eben mal am Wochenende ein Ausflug machen und wir si0nd gern unterwegs) es ist auch für den Hund nicht so toll.
Mein Partner hat dann vorgeschlagen ein Welpen zu holen aus der nähe aber da hab ich ein komisches gefühl dabei dem anderen Hund gegenüber.

Ja ich bin ehrlich, ich bin etwas überfordert mit dem Hund, da er einfach soviel Probleme, wenn es so 1 oder 2 wären oky würde ich klar kommen und daran arbeiten aber bei ihm sind es weit aus mehr.

Ich wollte jetzt einfach fragen wie ihr in so einer Situation handeln würdet?

Danke schonmal für eure Antworten.

Und wenn ich nur euch beschweren wollt, dann behaltet es für euch, ich möchte normale Ratschläge.
 
  • Was tun mit unserem Hund? Beitrag #2
Hey

Es ist halt die Frage, ob ihr euch für den Hund ändern wollt oder nicht.
Ja, man kann nicht alles wieder hinbiegen - aber einiges schon, das braucht aber seine Zeit und viel, viel Training an steigenden Auslösern. Je nachdem, wie stark die Angst ist, kann man auch mit Hilfe von Verhaltensmedizin einen Fuss in die Tür bekommen.
Eventuell würde es euch schon helfen, wenn der Hund nicht ganz allein zuhause bleiben muss, sondern zu einem Hundesitter kann?

Wenn ihr aber nicht mit dem Hund an seinem Problem arbeiten wollt, dann wäre es besser, ihn an jemanden zu geben, der das tun möchte.
Ob ihr aber mit einem Welpen besser bedient seid? Denn der muss auch erst daran gewöhnt werden und je nach Charakter findet er es auch nicht lässig, überall hin mit genommen zu werden. Dann seid ihr wieder gleichweit wie jetzt.
 
  • Was tun mit unserem Hund? Beitrag #3
Es ist halt die Frage, ob ihr euch für den Hund ändern wollt oder nicht.
Das finde ich eine sehr gute Frage.

Denn ich bin mir zwar sicher, dass man noch einiges mit dem Hund erarbeiten kann; dass er aber ein "immer und überall problemlos dabei"-Hund wird, ist eher unwahrscheinlich.

Dass er beispielsweise in nicht sehr stark besuchten Gegenden angstfrei mitkommen kann, sollte schon machbar/trainierbar sein, auch allein um dem Hund lebensqualität zu bieten. Allerdings ist das eben auch viel Arbeit und Training, da ist die Frage, ob ihr das leisten wollt/könnt.
Hund einpacken, irgendwohin fahren, auspacken und los - das ist nicht möglich.

Hat sich das denn im letzten Jahr so gar nicht gebessert?

Unser Hund hatte am Anfang Angst vor einigen Sachen: Brücken (ganz schlimm), Hauseingängen, Überdachungen, großen Gebäuden, glatten Böden oder generell Böden, die er nicht kennt, Hausfluren, Tiefgarage (war auch ganz übel), Männern.... inzwischen ist er ein "geht überall mit hin"-Hund.
Er ist aber vom Charakter auch neugierig. Er hatte halt nicht so gute Erfahrungen gemacht (Auslandshund). Wir haben am Anfang erstmal viel an unserer Bindung gearbeitet, ihm Zeit gegeben, mutiger zu werden und ihm gezeigt, dass er uns vertrauen kann.
Er war also niemals so ein extremer Fall wie bei euch, aber dennoch hat es auch bei diesen eher kleinen Problemen eben einige Zeit (und Arbeit) in Anspruch genommen.
Und auch zu 100% gingen seine Ängste inzwischen nicht weg, es kommen immer wieder Situationen vor, wo er "die Bremse reinhaut" und erstmal nicht weiter will.
Das nur so meine (begrenzte) Erfahrung. Bei euch klingt das allerdings schon heftiger und wie gesagt, so ein "kann immer mit"-Hund wird er vllt. niemals werden.

Ihn jetzt aber immer allein zuhause lassen ist natürlich auch keine Lösung. Denn einerseits wollt ihr ja einen Hund dabei haben; andererseits ist stundenlang allein bleiben für den Hund nicht schön - und bessern wird sich die Situation dadurch ja auch nie.

Also entweder ihr arbeitet an dem Problem und passt eure Aktivitäten so an, dass der Hund stress- und angstfrei teilnehmen kann; oder ihr sucht ein passenden Zuhause für den Hund.

Ob dann ein Welpe einziehen sollte, kann ich dir nicht sagen.
Da solltet ihr euch vorher unbedingt auch informieren: Über die Rasse, die Zucht dieser, welchen Züchter ihr da nehmen wollt/könnt, die Eigenschaften....
Dann müsst ihr euch auch im Klaren sein, dass ein Welpe viel Arbeit bedeutet: Stubenreinheit, Beißhemmung, Leinenführigkeit, Allein bleiben, Abruf etc....
Ihr könnt einen Welpen auch nicht von Tag 1 überall mit hinnehmen; ihr müsst ihm die Welt eben welpengerecht und passend für ihn zeigen: Fördern, aber gleichzeitig nicht überfordern.

Und aus einem Welpen wird irgendwann ein Junghund, Stichwort: Pubertät.

Solltet ihr euren Hund also abgeben, dann geht erstmal genau in euch, informiert euch nochmal genau über Welpen und Junghunderziehung, macht euch klar, ob ihr die Arbeit investieren wollt und könnt.

LG
 
  • Was tun mit unserem Hund? Beitrag #4
Du weißt nicht, was der Hund erlebt hat, wenn du ihn aus einer Auffangstation hast.
Ich sehe zwei Schwierigkeiten: zum einen ist ein so ängstlicher Hund schwer für Hundeanfänger, zum andern ist der Hund jetzt da, und je häufiger ein Hund mit schlechten Erfahrungen die Familie wechseln muss, umso schwerer fällt es ihm, wieder zu vertrauen.
Die Überlegung müsste sein, schaffe ich es mit dem Hund an seinen Problemen zu arbeiten, regelmäßig zum Hundetrainer zu gehen...
Tiere aus Notstationen binden sich oft eng an ihre Leute, auch wenn sie sonnst keinem trauen
 
  • Was tun mit unserem Hund? Beitrag #5
Mit einem Welpen kann vieles einfacher sein, aber auch schwieriger und auch der Welpe kann sich anders entwickelt wie gewünscht.

Ich hab es mir auch anders vorgestellt. Stadtpark, Ausflüge,... Sind mit unserem nicht möglich, da er mit anderen Hunden nicht so kompatibel ist. Wir sind aber sowieso niemand, der ständig Ausflüge macht. Ich war jetzt mit meiner Mama im Urlaub in Schottland, Papa ist zu Hause bei unserem gemeinsamen Hund geblieben und im Herbst wollen meine Eltern nochmal weg, da nehme ich mir Urlaub und bliebe zu Hause. Rex bleibt zwar generell alleine, aber einen Arbeitstag lang allein bleiben kennt er nicht.

Aber wie hat unsere aktuelle Trainerin (die davor ist leider umgezogen) gesagt: Ihr habt einen tollen Hund. Er bellt nicht wenn es an der Tür klingelt, bleibt alleine, hat von Anfang an nichts zerlegt und ist von Anfang an Stubenrein, hat keine Probleme mit Menschen (egal ob Kind oder Erwachsener), Fahrradfahrer und Jogger haben ihn auch nicht interessiert. Man soll nicht nur das schlechte sehen, wozu der Mensch nun mal neigt.
 
  • Was tun mit unserem Hund? Beitrag #6
Hallo,

mir liegt etwas auf dem Herzen und ich nicht so wirklich weiter weis aber vllt könnt ihr mir helfen bzw Rat geben.

Wir haben vor einem Jahr unseren ersten Hund zu uns geholt, er ist total toll und ein Super Familienhund... wären da nicht folgendes Problem.
Er hat so vor einigen Sachen Angst unteranderem wenn wir wo Spazieren gehen wo ein paar Leute mehr sind z.b an einem Fluss oder im Wald etc, bekommt er so eine angst das er direkt umdrehen will mit eingezoger Rute.
Jetzt ist natürlich so, egal was wir für ein Ausflug machen, er kann nicht mit wegen der Angst. Mich ärgert es etwas jedes mal, weil die Familie aus der wir ihn holten, meinten zwar er hätte Angst vor Busen, Zügen und Motorräder etc aber nicht das er nirgendwo hin kann wo menschen sind, hätte ich das gewusst, dann hätte ich ihn nicht genommen, wir möchten als Familie das unser Hund überall mitkommen kann wo es eben geht und Hunde erlaubt sind und auch zumutbar ist.
Wir haben schon eine Trainerin aber Sie sagte auch das man nicht alles weg bekommen werden bzw ändern können an ihm und er hat aber viel mehr Probleme an denen wir arbeiten.
Er kommt ursprünglich aus einer Aufgangstation.

Jetzt sind wir am überlegen ob wir ihn in eine Familie geben wo er auch gut aufgehoben ist aber eben nicht so oft alleine sein muss(wenn wir eben mal am Wochenende ein Ausflug machen und wir si0nd gern unterwegs) es ist auch für den Hund nicht so toll.
Mein Partner hat dann vorgeschlagen ein Welpen zu holen aus der nähe aber da hab ich ein komisches gefühl dabei dem anderen Hund gegenüber.

Ja ich bin ehrlich, ich bin etwas überfordert mit dem Hund, da er einfach soviel Probleme, wenn es so 1 oder 2 wären oky würde ich klar kommen und daran arbeiten aber bei ihm sind es weit aus mehr.

Ich wollte jetzt einfach fragen wie ihr in so einer Situation handeln würdet?

Danke schonmal für eure Antworten.

Und wenn ich nur euch beschweren wollt, dann behaltet es für euch, ich möchte normale Ratschläge.
Es ist ständige, mühsame Arbeit , wenn man Problemhunde mit starken Ängsten
so trainieren will , dass diese langsam immer mehr Sicherheit gewinnen können ,
aber ob es auch gelingt, ist nicht immer gewiss .
Ob Ihr aber bereit und willens seit diese Aufgabe zu übernehmen , bleibt nur Eure Entscheidung und ob Ihr dieser nicht gewachsen seit , müsst Ihr selber entscheiden .

Ich hoffe nur es findet sich bald jemand , der diesen Aufgaben besonderen gewachsen ist und dem Hund eine bleibende Heimat geben kann.

Ich will da ganz ehrlich sein , so einen Hund würde ich auch nicht haben wollen ,
da gäbe es andere Aufgaben , die ich lieber übernehmen würde .

Schon die Aufzucht eines kleinen Welpen ist mit viel Arbeit verbunden ,
aber hier wird ein Erfolg sehr bald sichtbar und man kann dann wirklich auch seinen Traumfamilienhund, nach den eigenen Wünschen erziehen.

Aktuell soll es 246 anerkannte Hunderassen geben und jede von diesen wurde auf bestimmte Aufgaben selektiert .
Wichtig wäre nun , dass man sich dann auch einen Welpen , der passenden Hunderasse wählt .
Der Hund sollte dann möglichst die Eigenschaften mitbringen , welche für Dich geeignet sind und welche auch in Dein spezielles Umfeld passen .
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Was tun mit unserem Hund? Beitrag #7
Hey, habt ihr einen guten Verhaltensberater in eurer Nähe? So etwas ist ja immer super individuell. Liebe Grüße
 
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