Könnte irgendetwas in ihm feststecken? Ein Kleinteil vielleicht oder ein besonders großes Haarbüschel?
Dazu hab ich 2022 eine verrückte Story durchlebt...
Mein Kater hatte ähnliche Probleme... Erst war es 1 mal im Monat, dass er mal so würgte und nichts hoch kam.. Dachte ich mir noch nichts schlimmes bei, könnte ja einfall nen Fellknäul etwas feststecken.
Als es dann jedoch nach ca 3 Monaten 1-2 mal wöchentlich wurde, machte es mich etwas stutzig und ich begann es zu beobachten und einen Arzt aufzusuchen. Erste Vermutung war dann die kürzliche Futter-Umstellung, da er nun direkt nach dem Fressen alles wieder hoch holte. Arzt tastete bisschen ab, schaute ins Maul, gab ihm eine Spritze und mir ein paar Tabletten für ihn mit.
Ansonsten ging es ihm tadellos... bis auf das mehrfach tägliche erbrechen, direkt nach dem Fressen.
Also rief ich beim Tierarzt an und wollte zum nächsten Montag einen Termin haben, zum Röntgen etc.. die 4 Tage würde er auch noch überleben.
Anders dachte sich das mein Kater und beschloss am nächsten tag, dem 24.12., von seinem Wachposten auf dem Außenfensterbrett (4.OG) abzurutschen und unten auf den Parkplatz zu krachen. Also sofort ab in die Notfallklinik, da er kurz Blut urinierte und am Kinn und Pfote ziemlich aufgeschürft war. Er kletterte, mit sichtbaren Schmerzen, sogar sofort von selbst ein einen geflochtenen Picknickkorb, der im Flur stand und ihm sonst völlig egal bzw unbeliebt war. Beim Doc 5 mal geröngt, abgetastet... Arzt sagt, bis auf kleine Kratzer hat er von dem Sturz nicht viel mitgenommen, ABER... ein ungewöhnlich großer (für Katzenmägen, Speiseröhren) ovaler und unsymethrischer Gegenstand mit sehr hoher Dichte, also eventuell ein Stein oder so, befand sich in seinem Magenausgang, in Richtung Darm... und steckte dort wohlmöglich fest. Das erklärte, weshalb er immer weniger Stuhlgang, aber umso mehr Erbrochenes ausschied.
Auf Grund der Größe und Position des Gegenstandes, war eine Entfernung mittels Sonde durch die Speiseröhre nicht möglich.
Also blieben mir 3 Möglichkeiten; Abwarten (Arzt gab ihm maximal ein-zwei Wochen, dann würde er daran verenden, wenns nicht raus kommt), Not-OP oder Einschläfern.
Er war nichtmal 3 Jahre alt und immer kerngesund. Also; Aufgeschnitten, Fremdkörper raus, zu genäht... Danach 4 Tage zur Beobachtung in der Klinik gelassen. Habe angerufen, Schwester konnte oder durfte keine Auskunft geben, außer, dass die OP gut verlief....
Nun Tag der Wahrheit;
Herausgestellt, bzw -gezogen wurde ein 5 Cent Stück, schon leicht verbogen, dünner als üblich, ziemlich scharfkantig und schon stark oxidiert. Arzt sagte mir, auch wenn er einen fitten Eindruck machte, trotz des ständigen Erbrechens, hätte es keine 3-4 Tage später sein dürfen, dann hätte die Entzündung im Darm + Blutvergiftung, schlagartig innerhalb 1-2 Tagen, den Rest getan.
Solch einen Vorfall habe der Tierarzt in seinen 29 Jahren Berufserfahrung weder erlebt noch anderswo gehört, dass eine Katze irgendwas verschluckt, was keine Nahrung und vorallem VIEL zu groß ist. Er verglich das bei uns Menschen mit einer verschluckten Billiardkugel....aus Kupfer. Selbst ausversehen würde eine Katze irgendwelche Fremdkörper, die größer sind als ihre Speiseröhre, nicht verschlucken, auf Grund des Würgreflexes.
Erst einige Tage später, als ich alles etwas verarbeitet hatte, wurde mir klar, dass der "Sprung" aus dem Fenster sein Hilferuf und wahrscheinlich einziger, letzter Weg, mir irgendwie mitzuteilen, dass er in Not war!!! Auch die Tatsache, dass er einfach in den Korb kletterte, in den man ihn nur unter groben Zwang hinein bekam, war schon ziemlich rührend. Und faszinierend zugleich, so eine direkte, wortlose Kommunikation bzw Interaktion zwischen Tier + Mensch, zu erleben.!
Also ein Röntgenbild würde definiv mehr Aussagen, als ins Maul zu schauen! Und wichtigster Fakt ist:
Katzen leiden IMMER still, verdeckt und für sich allein. Die wollen niemanden mit ihrem Leid belasten und lassen sich echt schwer etwas anmerken! Wenns immer schlimmer wird, was sie belastet, verziehen sie sich so weit weg und abseits wie möglich.