Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein?

Diskutiere Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallöchen, ich hoffe, dass der Threadtitel nicht allzu missverständlich ist. Inwieweit seid ihr der Meinung, dass ein Hund noch ein Hund sein...
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  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #1
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Sarinah

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Hallöchen,

ich hoffe, dass der Threadtitel nicht allzu missverständlich ist.
Inwieweit seid ihr der Meinung, dass ein Hund noch ein Hund sein sollte oder wo er absolut gehorchen sollte?
Ich versuche das mal ein bisschen besser zu erklären. Ich kenne viele Hunde, die tun was sie wollen und ich kenne auch Hunde, die nur noch nach Befehl leben und kein eigenständiges Verhalten zeigen. Beide Extreme sind natürlich keine guten Wege.
Mich würde deshalb interessieren, wie ihr das seht.
Mich hat zu diesem Thread auch ein Beitrag von dogman angeregt.

Zitat: Nein, das war kein wirklicher Scherz, ich untedrücke meine Hunde nicht, wenn mich jemand besuchen kommt, muss er damit rechnen ansonsten soll er / sie bleiben wo der Pfeffer wächst ;) bei mir darf sich ein Hund freuen, springen, lecken... sonnst hätte ich stofftiere :D
Allerdings gehe ich mit meinen Hunden selten da hin wo viele Menschen sind und wenn dann nur angeleint.

Ich nenne einfach mal ein paar Beispiele aus meinem Hundealltag. Ich habe viele Dinge in der Hundeschule gesehen bei denen ich mir einfach dachte "Wozu? Das braucht mein Hund doch nicht.". Natürlich geht es in einer Hundeschule auch darum, dass ein Hund auch auf bestimmte Prüfungen vorbereitet wird. Nur wenn ich z.B. dann sagte, dass ich das mit meinem Hund nicht machen möchte, wurde ich zum Teil merkwürdig angeschaut und man sagte mir oft, dass mein Hund halt nichts kann.

Wenn ich mit anderen Menschen spazieren gehe, kommen auch oft Sätze wie "Der hört ja gar nicht, der Hund kann nichts". Hört mein Hund nicht oder kann er nichts, weil er sich mal einen Moment festschnüffelt und ich keinen Sinn darin sehe ihn mit einem Kommando abzurufen? Die Kommandos kann er sicherlich, aber ich gebe sie selten, weil ich eben der Meinung bin, dass er draußen auch Hund sein darf und schnüffeln und toben darf, wie er das möchte, solange niemand durch ihn belästigt wird. Viele sagen, dass der Hund doch immer bei Herrchen oder Frauchen sein müsste und ja nicht stehen bleiben sollte:shock:
Oder man findet es schrecklich, dass mein Hund neugierig in Schubladen oder Schränke schaut. Sicherlich kann ich ihm das abgewöhnen aber ich frage mich dann immer "Wozu?".
Das sind jetzt nur so ein paar Beispiele.

Ich bin einfach der Meinung, dass Kommandos dafür da sind, dass Mensch und Tier sicher miteinander leben können (Hund und Mensch vor Gefahren schützen) und dass beide zusammen Spaß haben.
Ich habe meinem daher viele Kommandos oder Sachen beigebracht, die für mich einen wirklichen Sinn und Nutzen haben. Mal als Beispiel: Mein Hund kann nicht wirklich Platz. Wir machen immer so Übungs-Spaß-Einheiten..da gibts dann mal Leckerchen und dann kann er auch Platz machen, aber das gilt bei uns nur für diesen Bereich. Sonst wird es nicht angewandt.

Wie seht ihr das?
Ich hoffe, dass deutlich wurde, auf was ich hinaus möchte :)
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #2
Unsere Hunde dürfen draußen rumrennen und spielen wie sie wollen. Einzige Vorraussetzung: Sie kommen wenn wir sie rufen und sie greifen keine anderen Menschen/Hunde an.
Und auch zuhause wird überall die Nase reingesteckt was interessant aussieht, wenn man was essbares wo stehen lässt muss man mit rechnen dass es weg ist wenn man es aus den Augen lässt, etc.
Unsere Hunde dürfen eigenständig denken und (bis zu einem gewissen Punkt) eigenständig handeln.
Es sind doch keine Roboter die "perfekt" sein müssen.
Auch wenn man sich ab und zu über sie ärgert oder sie einem auch mal auf die Nerven gehen... So ist es mir doch am Liebsten.

Zwei Häuser weiter wohnt jemand mit seinem Schäferhund. Das arme Tier darf nicht mal jemanden angucken ohne dass er es ausdrücklich erlaubt bekam...
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #3
Ich muss dazu noch sagen, dass wir schon vor längerer Zeit die Hundeschule verlassen haben, da mein Hund und ich einfach keinen Spaß haben konnten. Wir werden uns auch keine neue suchen.
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #4
Ich finde, wenn ein Hund früh sozialisiert wird, sei es bei Welpenspielstunden...oder einfach nur das tägliche treffen, von Freunden mit Hunden und der Hund von Kleinauf seine eigene Sprache kennenlernt, umso schneller lernt er auch Gestik und Mimik des Menschens zu verstehen.

Einen Hund zu unterdrücken, in dem ich nach folgenden Regeln wie..."er darf mich nie zum streicheln auffordern, nur ich darf das, denn ich bin das Rudeltier oder er darf mich nie zum spielen auffordern, nur ich darf das, denn ich bin das Alphatier" lebe .. Neee...mein Hund macht all diese Sachen und ich lass sie auch zu...mein Hund weiß aber seinen "Rang" genau einzuordnen!

Warum sollte ich meinen Hund jede Art von Freiheit nehmen, nur weil és Leute gibt die sagen...ein Hund der nicht hört, ist zuuu dominant und könnte gefährlich werden! ???

Ich habe mein Hund trotzdem im "Griff" und weiß, das er in den wichtigen Situationen hört, denn das ist das was er soll! ;)

EDIT: Ein Hund der gut sozialisiert ist, wird beim Gassi nie Probleme machen, wenn ein anderer Hund in der Nähe ist ;) (Voraussetzung ist, der andere Hund ist es auch)...von daher sollten gewisse Kommandos schon eingehalten werden... :D!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #5
Ich denke auch das ein ein Hund ruhig mal wenn man draussen ist Toben darf oder auch vorlaufen darf wen man ihn denn abrufen kann und keinen gefährdet und auch zuhause fände ich es nicht schlimm wenn besuch kommen würde und er den Besuch anspringt es sei denn ich weiß das der Besuch das nicht möchte dann lass ich das eben nicht zu. Der Hund muss halt in einigen Situationen abrufbar und gehorsam sein in anderen Situationen finde ich muss es nicht unbedingt sein wenn man die Situation erkennt.

Gruß Baja
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #6
Interessanter Thread :D

Hört mein Hund nicht oder kann er nichts, weil er sich mal einen Moment festschnüffelt und ich keinen Sinn darin sehe ihn mit einem Kommando abzurufen?

Diese Situation kenne ich nur zu gut. So lange Nils mit seinem Bällchen im Maul neben mir her trottet, ist er das süße, kleine Baby. Aber oft kommt es nunmal auch vor, dass er an diversen "Makierstellen" sich festschnüffelt, irgendwas im Busch sucht oder einfach mal rum guggn will.
Sofort heißt es: "Der hört ja gar nicht und macht was er will - das müssen Sie schnellstens unterbinden."

Aber Nils darf das! Ich verbiete ihm das nicht. Er soll doch die Welt erkunden und auch mal tun und lassen dürfen, was er will - in einem gewissen Rahmen natürlich, auch hier gibt es Grenzen.

Ich handhabe es so, wie du geschrieben hast:
Die Kommandos kann er sicherlich, aber ich gebe sie selten, weil ich eben der Meinung bin, dass er draußen auch Hund sein darf und schnüffeln und toben darf, wie er das möchte, solange niemand durch ihn belästigt wird.

Wenn ich keinen Sinn darin sehe, warum wir minutenlang den Krähen auf der anderen straßenseite zusehen sollen oder der alten Frau mit Stock, oder er beginnt, was fressen zu wollen oder oder... Schlicht, wenn ich weiter will: Ein kurzes "Komm weiter" reicht und Nils kommt sofort. Aber ich gebe ihm nicht ständig Kommandos und unterbinde alles.
Er ist ja noch jung und wild. Warum sollte es schlimm sein, wenn er Blätter auf dem Gehweg jagt und apportiert (die auf der straße sind tabu)? Wenn Wind geht, hüpft er wie verrückt an der Leine umher. Sollte ich das wirklich verbieten? Er kommt ja trotzdem mit und es schadet niemandem...

Oder man findet es schrecklich, dass mein Hund neugierig in Schubladen oder Schränke schaut. Sicherlich kann ich ihm das abgewöhnen aber ich frage mich dann immer "Wozu?".
Das sind jetzt nur so ein paar Beispiele.

Nils macht das auch mit Vorliebe ;) Er steckt immer da die Nase rein, wo ich gerade was rausholen will... Er holt aber nichts heraus und macht nichts kaputt. Dafür bleibt der Mülleimer tabu.

Ich bin einfach der Meinung, dass Kommandos dafür da sind, dass Mensch und Tier sicher miteinander leben können (Hund und Mensch vor Gefahren schützen) und dass beide zusammen Spaß haben.

Der Hund ist eben ein Hund! :clap: Nils kann sehr wohl schon ein paar Minuten bei Fuß laufen, auch ohne Kommando. Wenn er die Möglichkeit hat, zu toben und Energien auszuleben, läuft er sehr brav an der Leine. :mrgreen: Aber er kann sich nicht ewig "benehmen" und zieht auch mal, weil ich einfach zu lahm für ihn bin. Das ist doch in Ordnung!?
Wenn er mal zieht, heißt es gleich "Der zieht immer". Dabei zieht er nur sehr selten, nämlich wenn er sein "Bei Fuß trotten"-Potenzial ausgeschöpft hat.
Wir machen es jetzt so: Ordentlich laufen, dann Hundewiese und danmach wieder "benehmen" (=nicht ziehen). Das klappt einwandfrei - und doch zieht er manchmal...

Richtig dramatisch sieht es für Fremde ja aus, wenn ich am Zebrastreifen stehe: Nils sitzt brav neben mir - und dann rennt er plötzlich unvermittelt in rasendem Tempo voraus, ich hinterher. "Ach herje, ist der Hund unerzogen" Strafende Blicke.
Neeeiiiin, Nils macht das total richtig! Ich sage "Ganz schnell" und Nils flitzt los :p Das ist sein Lieblingskommando, das hat er am schnellsten von allen gelernt. :D Das ist die Belohnung dafür, dass er sich an großen, stark befahrenen Straßen schnell hinsetzt und zügig ohne Schnüffeln oder Stehen bleiben rüberläuft.

"Platz" gebrauche ich auf der straße eigentlich gar nicht. Ich übe es allerdings ab und an einfach so just for fun. Hinsetzen oder "Rüber" (z.B. wenn auf kleineren Straßen und feldwegen ein auto kommt und wir gerade mitten auf der Fahrbahn laufen bzw. noch weiter zur Seite müssen) ist da schon wichtiger.
Mit dem Linkslaufen nehmen wir es auch nicht so genau. Anfangs beim Lernen bekam er immer links das Leckerli. Nils wollte dann immer links laufen - aber das geht nun mal nicht immer, also umlernen....


PS: Wir haben drei HuSchu verlassen, weil deren Praktiken (Stachelhalsband, Rückenwerfen, Nackenschütteln usw.) uns nicht gefallen haben.
Habe auch oft gehört, dass ein Hund auf dem Platz hört und im "wahren" Leben nicht. Hund unterscheidet bekanntlich bezüglich Ort und Zeit und Tun.
Bisher habe ich trotzdem Nils recht gut "hinbekommen".
Die Welpenspielstunden haben ihren Zweck (Sozialkontakte) erfüllt, aber Nils musste lernen, dass nicht alle Hunde Welpen sind. Das fällt ihm noch immer schwer. Er will mit allen spielen und viele sind durch seine ungestüme Art eingeschüchtert. aber es wird besser. Anfangs wollte er zu jedem HUnd. Schließlich durfte er das auf dem Platz auch...
In der HuSchu hat er auch nichts gelernt, was ich ihm zuhause nicht auch beibringen konnte...
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #7
Ich kenne mittlerweile beide Extreme,den Roboter und meine verzogenen kleinen Monster die machen was sie wollen.

Ich hatte vor vielen Jahren eine anbetungswürdige Pitbullhündin mit Namen Shirin.Ich hab mit ihr zwei Hundeschulen besucht,nach Abschluss der Begleithundeprüfung hat sie gehört wie ein Roboter.Und nicht mal auf Stimme,sondern auf Handzeichen wohlgemerkt.
Der Hund war einfach unglaublich,hätte ich ihr "Bleib" angeschafft,die wär wahrscheinlich verhungert hätt ich sie dort nicht wieder abgeholt und angeschafft zu fressen.
Ich musste nie laut werden,hab mich über sie bis an ihr Lebensende nie geärgert.

Dann hab ich hier 11 erwachsene/pubertierende Hunde,von denen genau einer hört....ich muss sagen,es ist anstrengend,unglaublich anstrengend,aber so ist Hund nunmal...

Ich denke ich hab bei Shirin deshalb soviel Wert auf Erziehung gelegt,weil von einem großen Hund einfach auch ein größeres Risiko ausgeht...meine Rednose Hündin die ich im Oktober bekomme,wird in die selben beiden Hundeschulen gehen,die auch Shirin besucht hat.
Jedoch möchte ich das Ganze diesmal etwas lockerer angehen.
Ein gesundes Mittelmaß zwischen den beiden Extremen finden.
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #8
Ja, ich habe auch eher darauf geachtet, dass er ohne Kommandos alles wichtige richtig macht. z.B. dass er ohne Kommando an Straßen anhält, dass er bei Weggabelungen stehen bleibt, dass er auf Kommando "links, rechts, geradeaus" befolgt. Dass er automatisch bei vielen Menschen an meiner Seite ist... sowas einfach. Ob er jetzt auf Kommando durch nen Tunnel hüpfen kann ist mir ziemlich wurscht...(mal als krasse Beispiel) ;)
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #9
Off-Topic
Habe auch oft gehört, dass ein Hund auf dem Platz hört und im "wahren" Leben nicht. Hund unterscheidet bekanntlich bezüglich Ort und Zeit und Tun.
Das liegt wohl in den meisten fällen daran das die entsprechenden Besitzer die nötigen Übungen eben nur auf dem Hundeplatz machen und außerhalb nichts mit dem Hund tun.


Aber zu Mäxchens eigentlichen Thema denke ich das jeder seinem Hund das beibringen sollte was er auch wirklich braucht.
Für mich muss mein Hund gehorsam sein, damit er seine Freiheiten genießen kann. Wenn ich mich mit Rica im Wald bewege darf sie überall stöbern weil ich mich darauf verlassen kann das sie kommt wenn ich sie rufe, das funktioniert aber nur weil Rica von klein auf gelernt hat sich mir unterzuordnen und darauf zu achten was ich mache.
Bei Anja war das auch immer so, nur da sie nahezu Taub ist und nur noch auf Sichtzeichen reagiert kann ich sie kaum noch von der Leine lassen.
Den nötigen Gehorsam bring ich aber nur an den Hund indem ich viel mit ihm Übe. Damit das nicht zu eintönig wird finde ich es hilfreich möglichst viele unterschiedliche Kommandos zu benutzen. Außerdem haben meine Hunde bis jetzt immer viel Freude dabei gezeigt wenn ich mit ihnen Kommandos geübt habe.
Das ein Hund alles mögliche mit der Nase erkundet ist in meinen Augen absolut normal, nur wenn er dann gerufen wird sollte er auch kommen.
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
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Ja, ich habe auch eher darauf geachtet, dass er ohne Kommandos alles wichtige richtig macht. z.B. dass er ohne Kommando an Straßen anhält, dass er bei Weggabelungen stehen bleibt, dass er auf Kommando "links, rechts, geradeaus" befolgt. Dass er automatisch bei vielen Menschen an meiner Seite ist... sowas einfach. Ob er jetzt auf Kommando durch nen Tunnel hüpfen kann ist mir ziemlich wurscht...(mal als krasse Beispiel) ;)
Genaugenommen beruht dieses Benehmen aber auf konsequenter Erziehung und die Straßen, Weggabelungen oder Menschenmengen ersetzen dein Kommando.

Den Tunnel finde ich ganz witzig für Welpen und Junghunde um deren Mut und das Vertrauen in den Führer zu stärken und sonst auch eher sinnlos.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #10
In einem Welpenbuch habe ich gelesen, dass man das Geschäft des Kleinen mit "mach schnell" begleiten soll, damit er in bestimmten Situationen (oder auch immer :eusa_eh: ) auf Kommando macht.
Das finde ich ein absolut unnötiges Kommando! Er soll sich lösen, wenn er muss und nicht, wenn ich denke, dass es zeitlich und örtlich passt...

Anfangs habe ich Nils immer gelobt und dann kam es soweit, dass ich sagte "mach rappele" und dann hockte er sich sofort hin :shock: Neee, ab da hab ich es dann gelassen. Er soll doch machen, wann er will!!!

@ Mäxchen: Ich stimme dir in allen Punkten zu ;) was deine Erziehung (nicht deine eigene, die des Hundes *räusper) betrifft.

@ Ricalein: Das eben ist es! Erziehung geht über mehr als einen Ort und eine Zeit!


Am Rande sei noch erwähnt: Nils hat den Tunnel ohne mich gemeistert. Er lief neugierig hin und danach begeistert drinnen hin und her, wollte gar nicht mehr raus. :roll:
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #11
Rica: Das sind aber Dinge, die er irgendwie freiwillig gelernt hat. Er ist z.B. früher an Weggabelungen in irgendeine Richtung gegangen, nehmen wir mal links. Ich hatte aber vor rechts zu gehen. Also musste er dann wieder zurück und nach rechts. Da hatte er dann sozusagen keine Lust zu und wartete dann halt an Weggabelungen. Die Kommandos links,rechts,geradeaus habe ich dann so als Spaß eingeführt, wenn kein Sinn dadrin besteht, dass er auf mich wartet.
Aber das sind auch Dinge, die für mich Sinn machen. Da habe ich auch nichts gegen Kommandos. Ich möchte auch nicht Kommandos allgemein aufheben.
Ich hätte es nur z.B. in der Hundeschule schön gefunden, wenn auf wichtige Kommandos eingegangen wäre.

Mein Hund würde sicher mal nen Schuh klauen, wenn hier einer rumstehen würde. Und ich muss dazu sagen, dass ich das sehr witzig finden würde.
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #12
Sehr guter Thraet!! Du sprichst mir aus der seele Mäxchen!
Ich denke mein Hund muss in den fällen gehorchen in denen es wichtig ist, z.B. wenn ihre Lieblingsfeindin kommt der sie haushoch überlegen ist oder wir an der straße sind (ich bin immer wieder entsetzt über hunde die einfach über die Straße rasen ohne das der Halter einschreitet!).
Auch muss meine Hündin lernen sich uns in bestimmten Dingen anzupassen d.h. sie darf nicht einfach unsere Katze oder Hasen jagen...klar unterdrücke ich damit einen ihrer wichtigsten triebe aber das muss sein, dafür habe ich mich damit abgefunden das meine hündin es liebt sich im dreck zu wälzen und dann stinkt wie ne müllhalde^^
ich denke man muss einen guten mittelweg finden zwischen den bedürfnissen der Menschen und denen der Hunde (wobei die der Menschen für mich vorrang haben) wie weit man da auf seinen hund eingeht ist ja ganz unterschiedlich (bsp dogman^^ nicht böse sein!).
Aber ich denke hier ist niemand in diesem forum, dem nicht am wohl seines Hundes liegt...
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #13
Ich bin einfach der Meinung, dass Kommandos dafür da sind, dass Mensch und Tier sicher miteinander leben können (Hund und Mensch vor Gefahren schützen) und dass beide zusammen Spaß haben.
Ich habe meinem daher viele Kommandos oder Sachen beigebracht, die für mich einen wirklichen Sinn und Nutzen haben. Mal als Beispiel: Mein Hund kann nicht wirklich Platz. Wir machen immer so Übungs-Spaß-Einheiten..da gibts dann mal Leckerchen und dann kann er auch Platz machen, aber das gilt bei uns nur für diesen Bereich. Sonst wird es nicht angewandt.

Du hast es bestens beschrieben Mäxchen, genau so ist es.

Der Thread hätte von mir sein können :D
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #14
Ich denke, es braucht ein gesundes Mittelmaß. Die Züchterin, wo wir demnächst unseren Welpen holen, hat gute Hunde. Nur: die dürfen Besucher anspringen. Das ist etwas, was unser Hund nicht darf. Allein schon deswegen, weil ein anspringender Hund ein Kleinkind einfach mal eben nach hinten katapultiert und das muss ich nicht haben. Also dürfen unsere das nicht. Anderseits gibt es Hundebesitzer, die fürchterlich schimpfen, wenn sich der Hund im Gras sühlt. Das wiederrum darf unser bis zum Abwinken tun (und einen Misthaufen haben wir ja Gott sei Dank nicht *g*) und auch die Kleine wird das tun dürfen. Unser Cairn ist, wie Cairns halt sind, ein Grabetier. Klar mag ich ihn nicht im Gemüsegarten haben - aber solange der nicht eingezäunt ist, seh ich das nicht so eng - denn es ist meine "Schuld", wenn ich ihm den einladenen Platz offen lasse. Inzwischen gib es eine Ecke, wo gegraben werden kann, ich muss sie ihm nur noch schmackhaft machen ;)

Ich erwarte, dass der Hund gehorcht. Dass er auf Sitz / Platz und Komm / Bleib reagiert, selbst wenn ich einige Meter weiter weg bin - das kann auf einem Feldweg einfach notwendig sein, wenn doch mal ein unerwartetes Fahrzeug kommt. Was ich mir wünschen würde, wäre ein Hund, der brav an der Leine läuft, wenn er einen anderen sieht. Das trainieren wir immer wieder ... aber hier fehlt einfach das Sozialverhalten (der Hund hatte keine Sozialisierung mit anderen als Welpe). Wir üben, üben, üben ... und es ist besser gewioorden, aber eben nicht einwandfrei. Ich kann damit leben, weil ich weiß, woran es liegt. Die Kleine wird da bessere Karten haben, weil sie eben gleich bei uns aufwächst und die entsprechenden Möglichkeiten bekommt..
 
  • Inwieweit sollte ein Hund noch ein Hund sein? Beitrag #15
Also unser Hund hat auch alle möglichen Kommandos intus, ob nun Rufen oder Handzeichen, inzwischen kann sie sogar an meiner Mimik erkennen was ich will.
Trotzdem lass ich sie frei laufen im Wald oder sonstiges, lass sie auch mal ein paar Minuten an der gleichen Stelle schnüffeln, auf der Wiese wuseln, buddeln oder sonst was. Sie darf sich halt verhalten wie ein Hund. Ich ruf sie nur zurück wenns ich nen triftigen Grund hab, aber dann hört sie (meist) auch 1A. Es kommen Leute mit anderen Hunden, dann lass ich sie erst mal bei Fuss laufen und änder es je nachdem wie sich die Leute oder deren Hunde verhalten. Komm ich an eine Straße lass ich sie sitzen. Lauf ich im Wald und sie will ein Reh jagen ruf ich nur ihren Namen und sie lässt es (was schon traurig is für nen Jagdhund). Wollen wir (also mein Hund und ich) ein Reh beobachten geb ich ihr ein Handzeichen (das Reh soll uns ja nich hören) und sie setzt sich.
Alles in allem is sie schon sehr gut erzogen ,was aber nich heisst das sie sich nich wie ein Hund benehmen darf, wie gesagt, ich greif nur in bestimmten Situationen ein, wenns halt um die Sicherheit von ihr und anderen geht.
 
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