Hallo,
erst mal möchte ich dir sagen das es mi leid tut für dich und dein kaninchen.
Myxo selbst ist nicht Heilbar, man kann es ur Symptomatisch Behandeln.
Was mich wundert ist das es bei dir so spät ausgebrochen ist, denn "meist" (natürlich nicht immer und mankann auch keine Regel aufstellen) sind Juni, Juli, August die Hauptmonate in denen diese Krankheit vorkommt.
Ich habe schon letztes Jahr zwei Kaninchen gehabt die daran erkrankt sind, eins musste ich einschläfern lassen, der andere hatte eine abgeschwächte Form der Myxo und hats geschafft, er leidet jetzt zwar an kronischem schnupfen aber sonst gehts ihm Prima. Auch dieses Jahr hatte ich wieder 4 Fälle (du siehst die Tendenz ist steigend), einer hats geschafft, die anderen musste ich erlösen lassen.
Man kann vrbeugend Impfen und das ist auch echt zu empfehlen. Ich habe alle meine Kaninchen schon vor Jahren Grundimmunisieren lassen und seit letztem Jahr sogar im Impfinterval von 4 Monaten Myxo impfen lassen. Aber wie bei jeder impfung gibt es keinen 100% Schutz, so auch bei meinen nicht. Jedoch haben Kaninchen die geimpft sind bessere Chancen diesen Virus zu überleben. Ich konnte dieses Jahr sogar Wildkaninchen beobachten die ohne Symptomatische Behandlung überlebt haben. Jedoch kann man davon ausgehen das wenn die Augen, Ohren, Schnauze und die Geschlechtsteile anschwellen und noch dazu die Atmung schwer fällt, fast keine Chance besteht.
Meine Kanicnhn die überlebt haben hatten alle die abgeschwächte Form, man redet dabei auch von einer "Knoten" Form. Das Kaninchen hat tränende und eiternde, aber keine geschwollenen, Augen. Es bekommt überall Pustelchen (richtige Eiterpickel teilweise) die auch aufplatzen können.
Man kann wirklich nur Symptomatisch Behandeln. Ich habe meine Kaninchen min. 14 Tage unter Antibiose gesetzt, sie haben Nasenspray bekommen damit die Atemwege frei bleiben, Augentropfen/salbe gegen die eitrige entz, zusätzlich Augenreiniger, Mucosa (Homeophatisches Mittel zum abschewellen und Schutz der Haut), bestimmt 3 Tuben Derma und Bephanten creme, Catosal (Stoffwechselfördernd), bene bac (vorbeugend gegen durchfall wegen AB), und tgl eine kleine Infusion. Zudem habe ich ihnen Rotlich angeboten, die Viren können bei einer Temp. über 40 Grad icht überleben, bzw. vertragen keine Hitze, (aber ich habe meine Kanicnhen keiner Hitze ausgesetzt, sondern lediglich in einer Ecke Rotlicht angeboten, sie konnten sich selbst aussuchen ob sie Wärme wollen oder nicht, und die meisten wollten es)
Da ich Tierarzthelferin bin konnte ich meine Tiere zuhause behandeln (was natürlich weniger Streß auf seiten des Tieres und auch auf meiner Seite bedeutete), und ich konnte sie immer zu festen Zeiten behandlen. Außerdem hat mich die Behandlung natürlich auch nur ein drittel gekostet was es normaler weise kosten würde.
Hier ist ein guter Link zum Thema Myxo und der Behandlung:
http://www.manus-galerie.de/html/body_myxomatose.html
kann ich jedem nur empfehlen.
Achja, in der PRaxis in der ich gearbeitet habe wurden in einem Monat 60-80 Kaninchen eingeschläfert.
Du siehst, es klappt wirklich nicht in jedem Fall, und natürlich ist jedes Kaninchen das diese Erkrankung überlebt ein leben lang ein Infektionsrisiko, nicht nur was Kontakt zu anderen Kaninchen angeht, sondern auch was die übertragungswege angeht (flöhe, milben, mücken), aber auch ich würde immer wieder dafür entscheiden mein Kaninchen zu behandeln.
Auch in anderen Praxen in der Umgebung wurden von solchen Zahlen geredet. Doch da diese Erkrankung keine für Menschen bedrohliche Infektion ist, ist sie nicht Meldepflichtig, und deshalb wird auch nichts dagegen unternommen, wobei natürlcih bei den diesjährigen aggressiven Stechmücken, die zum Teil Menschen wirklich Krankenhausreif (allergische Schocks, Hautentz.) gestochen haben, die Alarmglocken läuten sollten...aber wie gesagt, solange das nicht auf den Menschen übertragbar ist wird die Menschheit nichts dagegen unternehmen.
Gruß Nina