- die eigene schuld Beitrag #1
Lunalay
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Hallo ich hab mich entschieden, einen Regenbogenthread für die verstorbenen Welpen meiner Coco (Zwergkaninchen) zu schreiben!
Eigentlich dachten wir im August, dass meine beiden Mädels Honey-Nala und Coco schwanger wären.
Grund: Wir hatten eine Seltenheit aus dem Tierladen bekommen, unser gekauftes drittes Weibchen war ein Zwitter und hat auf meinen Mädels gehangen.
Wir haben Jolli-Jumper-Naseweis umgehend, als wir das Geld dazu hatten, kastrieren lassen, dabei stellten wir fest, dass sie /er keine richtig ausgebildeten Hoden hatte und somit zeugungsunfähig war.
Das wussten wie aber nicht vorher, dachten sie/er währe ein Kryptochide, also das die Hoden in der Bauchhöle liegen würden, was auch nicht soo häufig ist bei Ninchen.
Nun gut also kein Nachwuchs
Da mein Freund dann sah, das ich doch irgendwo traurig war (weil ich mich ja jetzt schon auf Nachwuchs eingerichtet habe, alles besorgt und auch rein investiert in das Gehege, also Baby sicher gemacht usw.) wollte er mir ein Freude machen und hat die Mädels, als ich nicht da war (hab bei ner Freundin übernachtete weil wir uns vorher gestritten hatten), mit zum Rammler bei seiner Mutter genommen,
ja nicht Eins sondern direkt Beide (später mit dem Argument, das Monty (Kaninchen seiner Mutter) sich dann Eine hätte aussuchen können) :|
Nun gut ich hab davon halt nix mitbekommen, nur das die beiden doch relativ viel gefuttert haben.
Als sie anfingen Nester zu bauen, dachte ich erst an ne Scheinschwangerschaft und fragte mich aber warum die dieses Mal Fell mit rupfen (haben sie vorher ja auch net gemacht als sie scheinschwanger waren).
Als mein Freund merkte, dass ich hier nach Scheinschwangerschaft nachfragte und mir Sorgen machte, sagte er mir halt das er Beide hat decken lassen und ob ich mich nicht freuen würde das es jetzt doch noch Nachwuchs geben würde....
Ich war irgendwie sprachlos, sauer, enttäuscht, fühlte mich hintergangen (das sind halt alles meine Tiere und ich bestimme was mit denen wann passiert)....
Ich hab ihn rausgeworfen und mich erstmal wieder sammeln müssen.
Gut das war dann zu dem Zeitpunkt als die schon so um den 28 Tag Schwanger waren, also kurz vor der Geburt.....
Nach einem ausführlichen Gespräch einen Tag später, und jede Menge Entschuldigungsgeschenken von meinem Freund, durfte er wieder einziehen und wir haben uns auf den Nachwuchs so gut als möglich in der kurzen Zeit vorbereitet.
Am Sonntag den 21. Oktober 07 fingen bei Coco die Wehen an, gegen 1 Uhr sah man dann einen Welpen hinten raus hängen... bzw. einen Teil.
Der Welpe war mit Sicherheit schon tot zu dem Zeitpunkt und kam mit den Hinterbeinen zu erst, mit dem Bauch nach oben und blieb vor den Rippen stecken.
Also fuhren wir zum Notarzt als ich den Welpen gesehen habe und merkte, dass der schon ganz trocken war, er also nicht weiter raus kam.
Beim Notarzt angekommen haben wir mit 3 Mann und viel Gleitgel versucht den Welpen zum rausrutschen zu bewegen....
Mein armes Cocolein hatte übelste Schmerzen und miekste die ganze Zeit, sie lutschte mir die Hände ab und kuschelte sich an mich..... Ich werde die Minuten nie vergessen, wie hilflos ich dastehen musste und sie schmerzen hatte ohne Ende.:|
Schlussendlich haben wir den Welpen mit einer Knopfkanüle aus der Gleitgel kam und viel Fingerspitzengefühl aus dem Geburtskanal befreit, der Hals des kleinen war ganz lang gezogen, weil der Kopf im Beckenbereich hängen geblieben ist.
Nach einer anschließenden Röntgenaufnahme und der Feststellung das noch 2 weitere Welpen im Bauch warten ging ich nach Hause, in der Hoffnung bei den beiden anderen Welpen würde es besser laufen (die lagen mit dem Kopf zuerst Richtung Becken) um 2:15 Uhr waren wir nach Hause gefahren, gegen 4 Uhr setzten die nächsten Wehen ein und gegen 6 Uhr lag dann das zweite Baby in der Ecke (die Coco ist nie in ihr Nest gegangen, was auch nicht wirklich gut aussah) auch regungslos, mit blutgefüllten Bauch, tot!
Ich blieb bis 2 Uhr morgens wach, aber das dritte Baby wollte einfach nicht kommen, sie hatte auch keine Wehen mehr.
Also sind wir am nächsten Morgen mit ihr und Honey-Nala in meine Tierarztpraxis gefahren zur Untersuchung und um das Baby rauszubekommen.
Nach dem Ultraschall stand fest, Cocos letztes Baby war auch tot, keine Herzfunktionen mehr... jetzt ging es darum die Mama zu retten....
Sie bekam noch mal Wehenmittel, aber das blieb erfolglos, so wurde sie am Montag den 22. Okt. 2007 in Vollnarkose gelegt, und ein Kaiserschnitt bzw. eine Kastration erfolgte um Coco zu retten.......
Unter Rotlicht und auf Handtüchern, mit einer großen Narbe und Pflaster unterm noch vom Alkohol/Desinfektionsmittel nassen Bauch, mit wenig Kraft und weißen Schleimhäuten nahm ich sie mit zu mir nach Hause unters Rotlicht (bin Tierarzthelferin, sonst hätte ich sie nicht mitbekommen).
Doch ihre Temperatur sank immer weiter, bis auf 33,2°C um 10 Uhr Abends.....
Das Rotlicht konnte ich nicht näher stellen, Wärmflasche hatte ich nicht und sie war soo schwach...
Sie sank immer in sich zusammen, konnte sich kaum halten... der Kreislaufs war ganz schwach, sie reagierte nicht wenn man sie ansprach oder was vor ihre Nase hielt...
Sie vegetierte vor sich hin und ich war hilflos......................*total verzweifelt war*
Nach dem ich mich hier an das Tierforum gewendet hatte, hab ich die Tipps mit den selbst gebastelten Wärmflasche und dem Päppelfutter ausprobiert und wieder abgewartet ob es eine Besserung gab, aber es brauchte alles seine Zeit.
Auf anraten meiner TÄ gab ich ihr etwas Kaffee zum aufputschen, das zeigte dann alles nach und nach Wirkung, und nach stundenlangem Bangen, stieg ihre Temperatur langsam an. So um 2 Uhr morgens hatte sie fast 38 °C.
Gegen 3 Uhr bin ich ins Bett gegangen, weil ich am nächsten Tag noch viel zu tun hatte und dringend schlaf brauchte, die Rotlichtlampe hab ich auf eine Seite des Kannels strahlen lassen, so das Coco wenn es ihr zu heiß wurde weggehen konnte.
Um 5 Uhr morgens stand mein Freund auf für die Arbeit und sagte mir das sie schon besser aussehe würde... ich bin dann aber wieder weg geschlafen bis ich um 7 Uhr von meiner Tochter geweckt wurde.
Eigentlich traute ich mich gar nicht wirklich in den Käfig zu gucken, aber ich musste ja......
Coco lebte und was noch direkt auffiel sie trank selbstständig *erleichtert*
Sie ist zwar nicht wieder richtig fit, aber sie war auf dem Wege der Besserung.
Den ganzen Abend hab ich versucht ihr Wasser und Möhrenbrei mit Päppelnahrung per Spritze einzugeben, Fieber gemessen und gebetet das es gut geht und sie es schafft…
An diesem Morgen war ich mir sicher, dass sie über den Berg war und die ganzen Strapazen der letzten 2 Tage mit viel Glück und Pflege bald vergessen kann.
Im Moment braucht sie zwar noch Rotlicht und Päppelnahrung, aber sie hat jetzt schon einen Heuhalm gekaut und zeigt Appetit, was schon mal viel wert ist.
Nie durftet ihr das Tageslicht sehen, gestorben ohne geboren worden zu sein ist glaub ich das schlimmste Schicksal.
Ich wünsche euch einen guten Weg über die Regenbogenbrücke und das ihr dort behütet und geliebt groß werden könnt.
Ihnen zu Gedenken und zum Vorbeugen vor Fehlern anderer widme ich diesen Thread.
Coco ist noch Mal so grade mit dem Leben davon gekommen, aber das ist nicht der Normalfall und ich muss sage, dass wir schon sehr, sehr viel Glück und Unterstützung aus dem Forum hatten ohne die das wahrscheinlich nicht überstanden hätte.
Aber auch wenn sie jetzt leben darf, so hat sie schreckliches durchgemacht und unsägliche Schmerzen gehabt und wird auch noch eine ganze Weile Schmerzen haben.
LG Mel
Er soll als Beispiel und Abschreckung dienen, was passieren kann wenn man "mal Nachwuchs produzieren" will.
Eigentlich dachten wir im August, dass meine beiden Mädels Honey-Nala und Coco schwanger wären.
Grund: Wir hatten eine Seltenheit aus dem Tierladen bekommen, unser gekauftes drittes Weibchen war ein Zwitter und hat auf meinen Mädels gehangen.
Wir haben Jolli-Jumper-Naseweis umgehend, als wir das Geld dazu hatten, kastrieren lassen, dabei stellten wir fest, dass sie /er keine richtig ausgebildeten Hoden hatte und somit zeugungsunfähig war.
Das wussten wie aber nicht vorher, dachten sie/er währe ein Kryptochide, also das die Hoden in der Bauchhöle liegen würden, was auch nicht soo häufig ist bei Ninchen.
Nun gut also kein Nachwuchs
Da mein Freund dann sah, das ich doch irgendwo traurig war (weil ich mich ja jetzt schon auf Nachwuchs eingerichtet habe, alles besorgt und auch rein investiert in das Gehege, also Baby sicher gemacht usw.) wollte er mir ein Freude machen und hat die Mädels, als ich nicht da war (hab bei ner Freundin übernachtete weil wir uns vorher gestritten hatten), mit zum Rammler bei seiner Mutter genommen,
ja nicht Eins sondern direkt Beide (später mit dem Argument, das Monty (Kaninchen seiner Mutter) sich dann Eine hätte aussuchen können) :|
Nun gut ich hab davon halt nix mitbekommen, nur das die beiden doch relativ viel gefuttert haben.
Als sie anfingen Nester zu bauen, dachte ich erst an ne Scheinschwangerschaft und fragte mich aber warum die dieses Mal Fell mit rupfen (haben sie vorher ja auch net gemacht als sie scheinschwanger waren).
Als mein Freund merkte, dass ich hier nach Scheinschwangerschaft nachfragte und mir Sorgen machte, sagte er mir halt das er Beide hat decken lassen und ob ich mich nicht freuen würde das es jetzt doch noch Nachwuchs geben würde....
Ich war irgendwie sprachlos, sauer, enttäuscht, fühlte mich hintergangen (das sind halt alles meine Tiere und ich bestimme was mit denen wann passiert)....
Ich hab ihn rausgeworfen und mich erstmal wieder sammeln müssen.
Gut das war dann zu dem Zeitpunkt als die schon so um den 28 Tag Schwanger waren, also kurz vor der Geburt.....
Nach einem ausführlichen Gespräch einen Tag später, und jede Menge Entschuldigungsgeschenken von meinem Freund, durfte er wieder einziehen und wir haben uns auf den Nachwuchs so gut als möglich in der kurzen Zeit vorbereitet.
Am Sonntag den 21. Oktober 07 fingen bei Coco die Wehen an, gegen 1 Uhr sah man dann einen Welpen hinten raus hängen... bzw. einen Teil.
Der Welpe war mit Sicherheit schon tot zu dem Zeitpunkt und kam mit den Hinterbeinen zu erst, mit dem Bauch nach oben und blieb vor den Rippen stecken.
Also fuhren wir zum Notarzt als ich den Welpen gesehen habe und merkte, dass der schon ganz trocken war, er also nicht weiter raus kam.
Beim Notarzt angekommen haben wir mit 3 Mann und viel Gleitgel versucht den Welpen zum rausrutschen zu bewegen....
Mein armes Cocolein hatte übelste Schmerzen und miekste die ganze Zeit, sie lutschte mir die Hände ab und kuschelte sich an mich..... Ich werde die Minuten nie vergessen, wie hilflos ich dastehen musste und sie schmerzen hatte ohne Ende.:|
Schlussendlich haben wir den Welpen mit einer Knopfkanüle aus der Gleitgel kam und viel Fingerspitzengefühl aus dem Geburtskanal befreit, der Hals des kleinen war ganz lang gezogen, weil der Kopf im Beckenbereich hängen geblieben ist.
Nach einer anschließenden Röntgenaufnahme und der Feststellung das noch 2 weitere Welpen im Bauch warten ging ich nach Hause, in der Hoffnung bei den beiden anderen Welpen würde es besser laufen (die lagen mit dem Kopf zuerst Richtung Becken) um 2:15 Uhr waren wir nach Hause gefahren, gegen 4 Uhr setzten die nächsten Wehen ein und gegen 6 Uhr lag dann das zweite Baby in der Ecke (die Coco ist nie in ihr Nest gegangen, was auch nicht wirklich gut aussah) auch regungslos, mit blutgefüllten Bauch, tot!
Ich blieb bis 2 Uhr morgens wach, aber das dritte Baby wollte einfach nicht kommen, sie hatte auch keine Wehen mehr.
Also sind wir am nächsten Morgen mit ihr und Honey-Nala in meine Tierarztpraxis gefahren zur Untersuchung und um das Baby rauszubekommen.
Nach dem Ultraschall stand fest, Cocos letztes Baby war auch tot, keine Herzfunktionen mehr... jetzt ging es darum die Mama zu retten....
Sie bekam noch mal Wehenmittel, aber das blieb erfolglos, so wurde sie am Montag den 22. Okt. 2007 in Vollnarkose gelegt, und ein Kaiserschnitt bzw. eine Kastration erfolgte um Coco zu retten.......
Unter Rotlicht und auf Handtüchern, mit einer großen Narbe und Pflaster unterm noch vom Alkohol/Desinfektionsmittel nassen Bauch, mit wenig Kraft und weißen Schleimhäuten nahm ich sie mit zu mir nach Hause unters Rotlicht (bin Tierarzthelferin, sonst hätte ich sie nicht mitbekommen).
Doch ihre Temperatur sank immer weiter, bis auf 33,2°C um 10 Uhr Abends.....
Das Rotlicht konnte ich nicht näher stellen, Wärmflasche hatte ich nicht und sie war soo schwach...
Sie sank immer in sich zusammen, konnte sich kaum halten... der Kreislaufs war ganz schwach, sie reagierte nicht wenn man sie ansprach oder was vor ihre Nase hielt...
Sie vegetierte vor sich hin und ich war hilflos......................*total verzweifelt war*
Nach dem ich mich hier an das Tierforum gewendet hatte, hab ich die Tipps mit den selbst gebastelten Wärmflasche und dem Päppelfutter ausprobiert und wieder abgewartet ob es eine Besserung gab, aber es brauchte alles seine Zeit.
Auf anraten meiner TÄ gab ich ihr etwas Kaffee zum aufputschen, das zeigte dann alles nach und nach Wirkung, und nach stundenlangem Bangen, stieg ihre Temperatur langsam an. So um 2 Uhr morgens hatte sie fast 38 °C.
Gegen 3 Uhr bin ich ins Bett gegangen, weil ich am nächsten Tag noch viel zu tun hatte und dringend schlaf brauchte, die Rotlichtlampe hab ich auf eine Seite des Kannels strahlen lassen, so das Coco wenn es ihr zu heiß wurde weggehen konnte.
Um 5 Uhr morgens stand mein Freund auf für die Arbeit und sagte mir das sie schon besser aussehe würde... ich bin dann aber wieder weg geschlafen bis ich um 7 Uhr von meiner Tochter geweckt wurde.
Eigentlich traute ich mich gar nicht wirklich in den Käfig zu gucken, aber ich musste ja......
Coco lebte und was noch direkt auffiel sie trank selbstständig *erleichtert*
Sie ist zwar nicht wieder richtig fit, aber sie war auf dem Wege der Besserung.
Den ganzen Abend hab ich versucht ihr Wasser und Möhrenbrei mit Päppelnahrung per Spritze einzugeben, Fieber gemessen und gebetet das es gut geht und sie es schafft…
An diesem Morgen war ich mir sicher, dass sie über den Berg war und die ganzen Strapazen der letzten 2 Tage mit viel Glück und Pflege bald vergessen kann.
Im Moment braucht sie zwar noch Rotlicht und Päppelnahrung, aber sie hat jetzt schon einen Heuhalm gekaut und zeigt Appetit, was schon mal viel wert ist.
Die drei Babys waren die Opfer eines großen Fehlers!!!
Nie durftet ihr das Tageslicht sehen, gestorben ohne geboren worden zu sein ist glaub ich das schlimmste Schicksal.
Ich wünsche euch einen guten Weg über die Regenbogenbrücke und das ihr dort behütet und geliebt groß werden könnt.
Ihnen zu Gedenken und zum Vorbeugen vor Fehlern anderer widme ich diesen Thread.
Coco ist noch Mal so grade mit dem Leben davon gekommen, aber das ist nicht der Normalfall und ich muss sage, dass wir schon sehr, sehr viel Glück und Unterstützung aus dem Forum hatten ohne die das wahrscheinlich nicht überstanden hätte.
Aber auch wenn sie jetzt leben darf, so hat sie schreckliches durchgemacht und unsägliche Schmerzen gehabt und wird auch noch eine ganze Weile Schmerzen haben.
LG Mel
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