Furosemid gehört zur Gruppe der Schleifendiuretika, die sich durch eine schnell einsetzende, intensive und bei den meisten Tierarten relativ kurze Wirkung auszeichnen. Die mit einer Dosis aus dem Organismus eliminierte Flüssigkeits- und Elektrolytmenge übertrifft diejenige nach Gabe von Thiaziden. Im Gegensatz zur Ausscheidung von Natrium und Chlorid sind die Kalium-Verluste relativ gering.
Furosemid fördert die Wasserausscheidung, indem es die Wiederaufnahme von Chlorid und Natrium hemmt. Dadurch wird von der Niere etwa 30% mehr Natrium ausgeschieden.
Weiterhin wird bei unzureichender Herzfunktion sofort eine Verminderung der Herzbelastung erreicht, indem es zu einer Weitstellung der Venen führt . Dieser Effekt wird auf sog. Prostaglandine (körpereigene, hormonähnliche Wirkstoffe) zurückgeführt.
Beim Hund beginnt die Diurese je nach Applikationsart innerhalb von 30 Min. bis etwa 2 Stunden und dauert ca. 3 Stunden (i.v.) bzw. 6 Stunden (oral).
Bei der Katze tritt innerhalb von 1-6 Stunden nach i.m. Applikation verstärkte Diurese ein.
Dimazon Tabletten zeichnen sich durch gute lokale und systemische Verträglichkeit aus.
Die Wirkung ist kaum abhängig vom Säure-Base-Status. Meist kann auch bei stark eingeschränkten Nierenfunktionen noch eine Wirkung erwartet werden.
Die akute und chronische Toxizität von Furosemid sind gering. Bei Dosen ab 10 mg/kg kann jedoch eine vorübergehende Hörschädigung auftreten. Für teratogene, mutagene oder kanzerogene Wirkungen besteht kein Hinweis.
Dosierung Furosemid:
Die therapeutische Dosis für Hunde und Katzen beträgt 1,0 bis 5,0 mg Furosemid pro kg Körpergewicht.
Begonnen wird je nach Schweregrad der Erkrankung mit 2-4 mg/kg. Wenn das gewünschte Therapieziel nicht erreicht wird, kann die Einzeldosis bis auf das Doppelte erhöht werden.
Die angegebene Einzeldosis wird im Abstand von 6-8 Stunden 1- oder 2-mal täglich per os verabreicht. In akuten Fällen kann auch alle 1-2 Stunden Furosemid gespritzt werden. Das Behandlungsziel ist im allgemeinen nach 1 bis maximal 3 Tagen erreicht. Bei längeren Behandlungen ist eine Kontrolle der Serumelektolytwerte angezeigt.