Ich würde euch erst mal einen seriösen Züchter empfehlen, wenn ihr einen Welpen wollt, bzw. wenn ihr euch eher "sicher" sein wollt, was ihr da bekommt. Aber für am Besten geeignet würde ich auch einen eher älteren Hund aus dem Tierheim halten.
Ein Labrador ist ein toller Hund. Aber auch die von Rica verlinkte Seite muss nicht halten, was sie verspricht. All die schönen Beschreibungen können sich negativ auswirken, wenn man sich darauf verlässt und nicht begreift, was für eine Arbeit da hinter steckt.
Und das wirklich JEDER hinter dem Hund stehen muss und am selben Strang zu ziehen hat.
Nehmen wir mal meinen Labrador. Er ist bewegungsfreudig ohne Ende. Rennen ist für ihn das Größte. Da ist die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Menschen eine Qual. Deshalb ist ausreichender Freilauf ein absolutes Muss. 3mal die Woche joggen ist ja schon ganz gut, aber bei meinem muss das schon täglich sein - wobei joggen auch noch zu langsam ist:lol:
Ich gehe mit meinem min. 3mal täglich in den Wald. Und ich habe jedesmal ein Spielzeug dabei, damit er ordentlich rennen kann. Ich kann bei seiner Kondition nicht mithalten, weshalb ich ihn oft weit weglaufen lasse und ihn wieder heranrufe, damit er wirklich Bewegung bekommt. Er ist aber auch ein Hund, der dann gerne zufrieden schläft - auch lange. Aber er ist zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit und er hat Motivation ohne Ende. Wenn ich nicht die Zeit hätte ihn ausreichend zu beschäftigen, wäre es sehr traurig für ihn. Er braucht auf jeden Fall eine Aufgabe.
Er ist auch absolut intelligent. Durch seine hohe Motivation lernt er sehr schnell und erinnert sich super gut. Das bedeutet aber nicht, dass er leicht zu erziehen wäre. Er weiß wo deine Schwächen sind und besonders in der Rüpelphase wird er diese versuchen auszunutzen. Gerade wenn ihr viele seid, die sich um den Hund kümmern, müsst ihr wissen, dass jeder Hund zwischen den Personen unterscheiden kann. Er wird wissen, bei wem er sich was erlauben kann und das wird er ausnutzen. Bei meinem Mann verhält er sich komplett anders als bei mir. Bei ihm kann er sich weit aus mehr erlauben und das tut er. Ist er also in den falschen Händen, hat man sehr schnell einen Hund, der einem absolut auf der Nase herum tanzt.
Man muss auch wissen, ob man Lust dazu hat, dass er wirklich jedem Lebewesen absolut freundlich begegnet, oder ob es einem lieber ist, wenn der Hund etwas misstrauischer ist und sich nicht von jedem anfassen lässt. Ein Labrador lässt sich von jedem anfassen. Meiner fühlt sich von jedem Menschen angesprochen und würde mit Sicherheit auch mitgehen:lol:
Für mich ist mein Labrador ein sehr toller Hund, aber auch ich habe diese Rasse durch die schönen Beschreibungen absolut unterschätzt. Nur hatte ich die Zeit und die Lust meinem Hund gerecht zu werden...
Zu dem beglischen Schäferhund kann ich jedoch nichts sagen:mrgreen: