- Labrador Retriever Beitrag #1
S
Sarinah
- Beiträge
- 846
- Punkte Reaktionen
- 0
Meinen Hund habe ich im Dezember von einem Vermehrer gekauft.
Mittlerweile ist er knapp 15 Monate alt, 64cm groß und wiegt 34kg.
Ein Labrador ist ein Hund, der sehr gerne seinen Tag in der Natur verbringt. Mit kurzen Spaziergängen kann man ihn nicht abspeisen. 3 Stunden Gassigang pro Tag wäre das mindeste was ich bei solch einem Hund anraten würde. Und bei diesen Gassigängen ist Schrittgehen eine Qual für einen Powerhund. Er zeigt bei unseren Spaziergängen immer ein Muster: Er schnüffelt die ersten 10 Minuten überall und sehr intensiv; erledigt seine Geschäfte. Danach heißt es „Rennen bis der Arzt kommt“. Spiele und Übungen unterwegs sind Pflicht. Es gab bei ihm noch keine Situation, zu der er ein Spiel abgelehnt hätte. Er ist absolut motiviert und 24 Stunden in Bereitschaft. Auch bei Krankheit lässt seine Bereitschaft in keiner Weise nach. Egal, was man macht, für ihn ist es wichtig, dass er dabei sein kann und am Besten nicht nur als Zuschauer sondern aktiv. Er kann auch stundenlang herum liegen und schlafen, aber danach muss er powern. Ob er powert oder schläft richtet sich nach seinen Besitzern. Wenn ich mich ruhig verhalte, verhält er sich auch ruhig – power ich, powert er auch.
Ein Labrador ist ein Apportierhund. Das merkt man bei ihm sehr deutlich. Es gibt keine schönere Beschäftigung für ihn als irgendwas in seinem Maul zu tragen. Dies sollte man auf jeden Fall mit ihm trainieren und in die richtigen Bahnen lenken, weil er sonst jeden Mist anschleppen würde.
Er ist ein sehr neugieriger Hund. Jedes kleinste Geräusch muss untersucht werden und egal ob Mensch oder Tier – er zeigt Interesse. Er begegnet jedem Menschen und jedem Tier absolut freundlich. Egal ob jung oder alt, wild, schreiend oder laut. Er lässt sich überall anfassen und auch sonst alles mit ihm machen. Er ist absolut gutmütig.
Meiner zeigt überhaupt keinen Jagdtrieb. Egal ob vor ihm ein Hase aus dem Gebüsch springt oder die Vögel vor seiner Schnauze umherfliegen. Dies muss jedoch trainiert werden und kann nicht einfach so erwartet werden. Er begegnet jedem anderen Hund absolut freundlich.
Sein Geruchsinn ist nicht sonderlich stark ausgeprägt. Dies musste ich mit ihm trainieren, damit er z.B. Leckerchen im Gras findet.
Was besonders auffällig ist, ist die sehr hohe Intelligenz. Er versteht beim ersten Mal, was von ihm verlangt wird. Egal ob es sich um einen Trick handelt oder bestimmte Verhaltensweisen. Viele Dinge musste ich mit ihm nie trainieren, da er sich an meinem Verhalten orientiert und dieses nacheifert. Auch wenn es nicht immer so aussieht, dass er sehr auf seine Besitzer draußen achtet, weil er z.B. intensiv schnüffelt, bekommt er jedoch jede Körpersprache und jedes Wort mit. Durch diese hohe Intelligenz ist er jedoch nicht automatisch leicht zu erziehen. Er wird jede vorhandene Schwachstelle entdecken und sie für seinen Vorteil nutzen. Dabei unterscheidet er, wie er sich bei welchen Personen zu verhalten hat. Geht man mit ihm nicht konsequent genug um, hat man einen Hund, der einem absolut auf der Nase herum tanzen wird.
Er ist sehr anpassungsfähig. Wir schlafen sehr oft außerhalb unseres zu Hauses und für ihn ist dies in keiner Weise ein Problem. Er lebt sich schnell irgendwo ein und kann an jedem Ort problemlos allein gelassen werden. Jedoch ist er vom Wesen her kein Hund, der sonderlich lange alleine gelassen werden soll. Für ihn ist es absolut wichtig, dass er Kontakt zum Rudel hat. Ausgeschlossen zu sein ist für ihn die härteste Bestrafung. Er ist deshalb kein Hund, der nachts im Hof oder sonst wie getrennt vom Rudel schlafen sollte. Er würde dies mit Sicherheit ohne zu murren machen, aber es wäre eine Strafe. Länger als 4 Stunden und dies auf keinen Fall täglich würde ich ihn nie alleine lassen. Er mag es, wenn zu Hause viel los ist. Viele Menschen, viele Tiere. Jedoch ist es sehr wichtig, dass man als Besitzer darauf achtet, wann Ruhe zu sein hat. Er würde powern bis er umfällt.
Egal, was ist, er zeigt nie schlechte Laune. Ob Schmerzen oder nagender Hunger – sein Verhalten verändert sich nicht. Auch ist er ein sehr ruhiger Hund – es ist absolut selten, dass er bellt. Er hat in der Zeit, in der ich ihn habe, vielleicht 3mal gebellt. Auch Knurrlaute sind sehr selten. Er spricht hauptsächlich durch Körpersprache.
Meiner hat durch die schlechte Zucht Wesensmerkmale, die bei einem Labrador nicht vorhanden sein sollten. Deshalb muss absolut auf eine gute Zucht geachtet werden. Meiner ist in seinem Verhalten sehr unsicher und ängstlich. Neuen unbekannten Dingen gegenüber ist er sehr vorsichtig. Man kann ihn jedoch durch Training sehr gut daran gewöhnen, weshalb ich es bei ihm nicht als Problem ansehen kann. Bei ihm erreicht man jedoch nichts durch Zwang und Druck.
Ein Labrador ist auf keinen Fall als Beschützer geeignet.
Wichtig ist, dass nicht nur sein Körper sondern auch sein Kopf gefordert wird. Es ist wichtig ihm neue Dinge beizubringen und er benötigt Aufgaben. Er trägt gerne seinen Teil bei und liebt Lob.
Typisch für die Rasse ist auch meiner absolut verfressen. Für ein Leckerchen wird alles gemacht.
Wie jeder Hund braucht auch er absolut klare Regeln. Ich bin mit ihm zu Beginn zur Hundeschule gegangen, habe diese jedoch abgebrochen, da er unterfordert war. Ich trainiere nur durch verbales Lob – Leckerchen gibt es keine. Konsequenz ist absolut wichtig.
Ein Labrador ist für eine Familie geeignet. Jedoch nicht als Dekoration und Spielzeug. Er MUSS beschäftigt werden und zwar intensivst. Wenn diese Zeit nicht vorhanden ist, würde ich von dieser Rasse abraten. All die positiven Eigenschaften, die er hat, können sofort ins negative ausschlagen, wenn er nicht gefordert wird.
Wenn man die Zeit und Lust hat, ist er ein sehr treuer Begleiter, der für alles zu haben ist und einen immer wieder aufs neue überraschen wird.
Insgesamt sollte bei solch einer schon etwas größeren Rasse darauf geachtet werden, dass er nicht unbedingt für Sportarten wie Agility gemacht ist. Jedenfalls nicht für Hürdensprünge. Auch sollte es nicht unbedingt der Fall sein, dass er viele Treppen laufen muss. Es muss immer gewährleistet werden, dass im Falle einer Krankheit jemand da ist, der ihn Treppen hochtragen würde.
Er ist absolut wasserliebend und geht an keiner noch so kleinen Pfütze vorbei. Diese Möglichkeit sollte man ihm auch sehr häufig bieten können. Wenn man also keine Lust hat ihn täglich zu säubern, sollte man sich keinen Labrador anschaffen.
Auch haart diese Rasse ganz gerne – also nichts für Sauberkeitsfanatiker.
Diese Wesensbeschreibung von ihm ist nicht seine alleinige Entwicklung. Nur durch richtige Sozialisation und Training kann der Hund so werden.
Man kann nicht von jedem Labrador erwarten, dass er kinderlieb ist, dass er nicht jagt, dass er insgesamt Menschen- und Tierfreundlich ist. All dies muss ihm beigebracht werden. Denn auch er hat einen Dickschädel und will nicht von Natur aus seinen Besitzern gefallen, sondern an seinen Vorteil gelangen – und das äußerst raffiniert.
Vielleicht hilft diese Beschreibung meines Labradors dem ein oder anderen sich für oder gegen diese Rasse zu entscheiden.
Es sollte jedoch nicht dabei vergessen werden, dass jeder Hund ein Individuum ist und der Hund das wird, was die Besitzer aus ihm machen. Er bringt gewisse Veranlagungen mit, aber der Mensch entfaltet diese. Positiv oder negativ.
Ein wesensstarker gut sozialisierter Hund ist kein Geschenk des Himmels!
Mittlerweile ist er knapp 15 Monate alt, 64cm groß und wiegt 34kg.
Ein Labrador ist ein Hund, der sehr gerne seinen Tag in der Natur verbringt. Mit kurzen Spaziergängen kann man ihn nicht abspeisen. 3 Stunden Gassigang pro Tag wäre das mindeste was ich bei solch einem Hund anraten würde. Und bei diesen Gassigängen ist Schrittgehen eine Qual für einen Powerhund. Er zeigt bei unseren Spaziergängen immer ein Muster: Er schnüffelt die ersten 10 Minuten überall und sehr intensiv; erledigt seine Geschäfte. Danach heißt es „Rennen bis der Arzt kommt“. Spiele und Übungen unterwegs sind Pflicht. Es gab bei ihm noch keine Situation, zu der er ein Spiel abgelehnt hätte. Er ist absolut motiviert und 24 Stunden in Bereitschaft. Auch bei Krankheit lässt seine Bereitschaft in keiner Weise nach. Egal, was man macht, für ihn ist es wichtig, dass er dabei sein kann und am Besten nicht nur als Zuschauer sondern aktiv. Er kann auch stundenlang herum liegen und schlafen, aber danach muss er powern. Ob er powert oder schläft richtet sich nach seinen Besitzern. Wenn ich mich ruhig verhalte, verhält er sich auch ruhig – power ich, powert er auch.
Ein Labrador ist ein Apportierhund. Das merkt man bei ihm sehr deutlich. Es gibt keine schönere Beschäftigung für ihn als irgendwas in seinem Maul zu tragen. Dies sollte man auf jeden Fall mit ihm trainieren und in die richtigen Bahnen lenken, weil er sonst jeden Mist anschleppen würde.
Er ist ein sehr neugieriger Hund. Jedes kleinste Geräusch muss untersucht werden und egal ob Mensch oder Tier – er zeigt Interesse. Er begegnet jedem Menschen und jedem Tier absolut freundlich. Egal ob jung oder alt, wild, schreiend oder laut. Er lässt sich überall anfassen und auch sonst alles mit ihm machen. Er ist absolut gutmütig.
Meiner zeigt überhaupt keinen Jagdtrieb. Egal ob vor ihm ein Hase aus dem Gebüsch springt oder die Vögel vor seiner Schnauze umherfliegen. Dies muss jedoch trainiert werden und kann nicht einfach so erwartet werden. Er begegnet jedem anderen Hund absolut freundlich.
Sein Geruchsinn ist nicht sonderlich stark ausgeprägt. Dies musste ich mit ihm trainieren, damit er z.B. Leckerchen im Gras findet.
Was besonders auffällig ist, ist die sehr hohe Intelligenz. Er versteht beim ersten Mal, was von ihm verlangt wird. Egal ob es sich um einen Trick handelt oder bestimmte Verhaltensweisen. Viele Dinge musste ich mit ihm nie trainieren, da er sich an meinem Verhalten orientiert und dieses nacheifert. Auch wenn es nicht immer so aussieht, dass er sehr auf seine Besitzer draußen achtet, weil er z.B. intensiv schnüffelt, bekommt er jedoch jede Körpersprache und jedes Wort mit. Durch diese hohe Intelligenz ist er jedoch nicht automatisch leicht zu erziehen. Er wird jede vorhandene Schwachstelle entdecken und sie für seinen Vorteil nutzen. Dabei unterscheidet er, wie er sich bei welchen Personen zu verhalten hat. Geht man mit ihm nicht konsequent genug um, hat man einen Hund, der einem absolut auf der Nase herum tanzen wird.
Er ist sehr anpassungsfähig. Wir schlafen sehr oft außerhalb unseres zu Hauses und für ihn ist dies in keiner Weise ein Problem. Er lebt sich schnell irgendwo ein und kann an jedem Ort problemlos allein gelassen werden. Jedoch ist er vom Wesen her kein Hund, der sonderlich lange alleine gelassen werden soll. Für ihn ist es absolut wichtig, dass er Kontakt zum Rudel hat. Ausgeschlossen zu sein ist für ihn die härteste Bestrafung. Er ist deshalb kein Hund, der nachts im Hof oder sonst wie getrennt vom Rudel schlafen sollte. Er würde dies mit Sicherheit ohne zu murren machen, aber es wäre eine Strafe. Länger als 4 Stunden und dies auf keinen Fall täglich würde ich ihn nie alleine lassen. Er mag es, wenn zu Hause viel los ist. Viele Menschen, viele Tiere. Jedoch ist es sehr wichtig, dass man als Besitzer darauf achtet, wann Ruhe zu sein hat. Er würde powern bis er umfällt.
Egal, was ist, er zeigt nie schlechte Laune. Ob Schmerzen oder nagender Hunger – sein Verhalten verändert sich nicht. Auch ist er ein sehr ruhiger Hund – es ist absolut selten, dass er bellt. Er hat in der Zeit, in der ich ihn habe, vielleicht 3mal gebellt. Auch Knurrlaute sind sehr selten. Er spricht hauptsächlich durch Körpersprache.
Meiner hat durch die schlechte Zucht Wesensmerkmale, die bei einem Labrador nicht vorhanden sein sollten. Deshalb muss absolut auf eine gute Zucht geachtet werden. Meiner ist in seinem Verhalten sehr unsicher und ängstlich. Neuen unbekannten Dingen gegenüber ist er sehr vorsichtig. Man kann ihn jedoch durch Training sehr gut daran gewöhnen, weshalb ich es bei ihm nicht als Problem ansehen kann. Bei ihm erreicht man jedoch nichts durch Zwang und Druck.
Ein Labrador ist auf keinen Fall als Beschützer geeignet.
Wichtig ist, dass nicht nur sein Körper sondern auch sein Kopf gefordert wird. Es ist wichtig ihm neue Dinge beizubringen und er benötigt Aufgaben. Er trägt gerne seinen Teil bei und liebt Lob.
Typisch für die Rasse ist auch meiner absolut verfressen. Für ein Leckerchen wird alles gemacht.
Wie jeder Hund braucht auch er absolut klare Regeln. Ich bin mit ihm zu Beginn zur Hundeschule gegangen, habe diese jedoch abgebrochen, da er unterfordert war. Ich trainiere nur durch verbales Lob – Leckerchen gibt es keine. Konsequenz ist absolut wichtig.
Ein Labrador ist für eine Familie geeignet. Jedoch nicht als Dekoration und Spielzeug. Er MUSS beschäftigt werden und zwar intensivst. Wenn diese Zeit nicht vorhanden ist, würde ich von dieser Rasse abraten. All die positiven Eigenschaften, die er hat, können sofort ins negative ausschlagen, wenn er nicht gefordert wird.
Wenn man die Zeit und Lust hat, ist er ein sehr treuer Begleiter, der für alles zu haben ist und einen immer wieder aufs neue überraschen wird.
Insgesamt sollte bei solch einer schon etwas größeren Rasse darauf geachtet werden, dass er nicht unbedingt für Sportarten wie Agility gemacht ist. Jedenfalls nicht für Hürdensprünge. Auch sollte es nicht unbedingt der Fall sein, dass er viele Treppen laufen muss. Es muss immer gewährleistet werden, dass im Falle einer Krankheit jemand da ist, der ihn Treppen hochtragen würde.
Er ist absolut wasserliebend und geht an keiner noch so kleinen Pfütze vorbei. Diese Möglichkeit sollte man ihm auch sehr häufig bieten können. Wenn man also keine Lust hat ihn täglich zu säubern, sollte man sich keinen Labrador anschaffen.
Auch haart diese Rasse ganz gerne – also nichts für Sauberkeitsfanatiker.
Diese Wesensbeschreibung von ihm ist nicht seine alleinige Entwicklung. Nur durch richtige Sozialisation und Training kann der Hund so werden.
Man kann nicht von jedem Labrador erwarten, dass er kinderlieb ist, dass er nicht jagt, dass er insgesamt Menschen- und Tierfreundlich ist. All dies muss ihm beigebracht werden. Denn auch er hat einen Dickschädel und will nicht von Natur aus seinen Besitzern gefallen, sondern an seinen Vorteil gelangen – und das äußerst raffiniert.
Vielleicht hilft diese Beschreibung meines Labradors dem ein oder anderen sich für oder gegen diese Rasse zu entscheiden.
Es sollte jedoch nicht dabei vergessen werden, dass jeder Hund ein Individuum ist und der Hund das wird, was die Besitzer aus ihm machen. Er bringt gewisse Veranlagungen mit, aber der Mensch entfaltet diese. Positiv oder negativ.
Ein wesensstarker gut sozialisierter Hund ist kein Geschenk des Himmels!
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

