Hallo Kerstin,
da gibt es mehrere Möglichkeiten.
Für den Hund ist das Apportierholz ja Beute. Wenn diese sich nicht bewegt ist sie in der Regel uninteressant.
Eine Mögklichkeit wäre eine Kordel mittels einer Öse an dem Holz zu befestigen, so hast du die Möglichkeit, ohne es in die Hand zu nehmen, es zu bewegen.
Oft hilft auch ein kleines anstupsen des Holzes mit dem Fuß, dass es vom Hund wieder aufgenommen wird. Erneut Kommando "bring".
Zerrspiele in Verbindung mit Kommando "bring" und Lob "fein, halts fest" können ebenso gemacht werden. (Muss nicht mit dem Holz sein). Der Hund soll ja verknüpfen, "bring" bedeutet ins Maul nehmen und festhalten. Man versucht also die Beute (Holz) streitig zu machen in dem man links und rechts am Holz oder anderes geignetes Bringsel (Tau, Sack etc.) zieht, während der Hund es im Fang hat. Normalerweise packt ein Hund fester zu! Dann Kommando "aus", und sofort Leckerle geben.
Mein Tervueren hatten ansttelle des "Stöckchens" immer von mir das A.-Holz zum tragen bekommen. (Ganz stolz bis nach Hause).
Du siehst also: Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, und ich muss sagen, dass meine Hunde fast alles in der Wohnung gelernt haben, wenn sie sowieso "Langeweile" hatten. Auch bringt ein eventueller "Fauxpas" auf dem Hundeplatz den Hund schnell ins Meideverhalten, da er unangenehmes dann mit dem Übungsplatz verknüpft. (Das erschwert die Sache dann natürlich total.) Im Haus dagegen, bei entspannter Atmosphäre haben alle meine Hunde gelernt -"bring" bedeutet Fang aufmachen, und egal was ich "serviere" (Schlüsseltasche, Portmonaie, Zigarettenpäckchen etc.), sie nehmen es und halten es fest, dann Kommando "aus" und Belohnung bzw. Bestätigung.
Ein Fehler hat meine Methode, (da rein spielerisch aufgebaut), das muss ich zugeben! Sie knautschen etwas auf dem Holz. Das kostete mich bei Prüfungen oder Pokalkämpfen oft ein paar Punkte. Aber das ist mir persönlich "wurscht". Dafür apportierten alle absolut freudig und darauf kommt es für mich an. Es gibt also keine Patentrezepte, es kommt immer auf den Hund an. Hunde die mit "Zwangsapport" gelernt haben sind natürlich zuverlässiger. Aber das ist absolut nicht mein Ding....ich finde das schrecklich!
Vorsitzen sollte ein Hund erst dann, wenn er auf Kommando alles andere beherrscht. Also hinrennen aufnehmen und wieder hereinkommen und auf Kommando "aus" lassen.
Ich weiss nicht ob Dir meine Schilderungen irgendwie helfen können, aber eines scheint mir wichtig. Übe erstmal ausserhalb des Hundeplatzes das "bring". Auch verwirrst Du Deinen Hund unter Umständen, wenn er manche Sachen draussen "einfach nur bringen soll" aber ein akkurates "apportieren mit dem Holz" incl vorsitzen auf dem Übungsplatz zeigen soll. So geht Dein Hund nämlich davon aus, das das eine Spiel und das andere eher unangenehm bzw. arbeit ist. Beides soll aber toll sein! Das geht nur wenn dein Hund weiss was "bring" wirklich bedeutet.
Ich habe dann nach akkuratem apportieren zur Belohung Bällchen geworfen und mit den Hunden rumgeblödelt.
Keinesfalls solltest du das vor die Füsse geworfene Holz in die Hand nehmen und wieder werfen.
LG
Bettina