Hilfe!!! Mäuseflut - Es werden immer mehr...

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Robin77

Robin77

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Habe vor etwa einer Woche über eine Bekannte eine völlig verwahrloste Mäusegruppe vermittelt bekommen (irgendwie bin ich immer die Anlaufstelle für hilfebedürftige Tiere...da kann ich einfach nie nein sagen).

Es war eine Gruppe von 8 Tieren, die in einem winzigen Käfig und völlig heruntergekommen zu mir kamen. Die Tiere waren halb verhungert, man konnte jeden einzelnen Knochen fühlen und lagen nur zusammengekauert im Häuschen herum - sie müssen wohl ziemlich stark vernachlässigt worden sein. Zwei der Mäuse sind ziemlich kleinwüchsig (etwa halb so gross, wie die Anderen). Sie sind wohl alle so etwa ein halbes bis dreiviertel Jahr alt.

Inzwischen habe ich sie schon ziemlch gut wieder aufgepeppelt bekommen - habe sie derzeit in meinem "Charantänekäfig". Zumindest haben sie schon wieder einigermaßen zugenommen und sind auch wieder sehr aktiv. Lediglich eine hat es nicht geschafft und ist verstorben.

Eigentlich hatte ich sie mit dem Gedanken aufgenommen, daß ich sie, wenn sie wieder fit und gesund sind, weitervermitteln wollte, aber inzwischen bin ich am Überlegen, ob ich sie nicht vielleicht behalte, denn sie sind allesamt echt zutraulich und mir in der kurzen Zeit auch irgendwie ans Herz gewachsen.

Ich möchte allerdigs nicht auf Dauer einen extra-Käfig hier herumstehen haben (irgendwann ist dann die ganze Bude voller Käfige - so viel Platz habe ich dann ja auch nicht :) und der "Charantänekäfig" ist ja auch nur eine Übergangslösung und wäre als Dauerbehausung ja eh viiiiiel zu klein (ein herkömmlicher Zooladenkäfig in Hamsterkäfig-Größe).

Wahrscheinlich werde ich folgendes machen: Bei meiner (inzwischen) 14er Mäusegruppe bin ich ja eh schon länger am überlegen, ob ich vielleicht einen Mäusetisch baue, oder irgendwas in der Richtung. Diese Idee habe ich jetzt über den Haufen geworfen. Ich habe letztens gesehen, daß es riesiege Volieren für Ratten, Degus und Chinchillas gibt, die auch den 0,7er Gitterabstand haben. Das Ding hätte dann eine Grundfläche von 1,5x1,0 m² (das ist dann auch das Maximum an Platz, das ich für so einen Käfig hätte) und ist etwa 1,70 m hoch. Da könnte ich dann also Prima diverse Etagen einbauen und meine Gruppe mit den "neuen" Mäusen vergesellschaften.
Meine Gruppe ist ungewöhnlich friedlich was neue Mitbewohner angeht (meine ursprüngliche 4er Gruppe ist inzwischen eine 14er Gruppe und ich hatte bisher noch keinerlei Schwierigkeiten beim vergesellschaften) und deshalb bin ich da frohen Mutes, daß das wohl klappen wird.

So weit, so gut - jetzt kommt aber mein eigentliches Problem. Bei meinem verwahrlosten 8er (bzw. 7er - eine ist ja verstorben) Neuzugang ist ein Männchen dabei. Er ist offensichtlich nicht kastriert.
Er ist eine dieser zwei kleinwüchsigen und hat bisher auch die ganze Zeit mit den anderen zusammengelebt und keinen Nachwuchs produziert.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Kleine (vielleicht aufgrund seiner "Behinderung" - er ist wirklich sehr klein) gar keine Babys machen kann, oder ist es wahrscheinlicher (das glaube ich eher), daß er aufgrund der katastrophalen Verhältnisse in denen er vorher gelebt hat, einfach andere Dinge im Kopf hatte und daß der Sexualtrieb wiederkommt, wenn er wieder aufgepeppelt ist?

Vorsichtshalber habe ich ihn jetzt einzeln gesetzt (hatte noch einen Minikäfig im Keller) was natürlich überhaupt gar nicht gut ist (weder der Minikäfig, noch das einzeln setzen), aber ich kann auch nicht das Risiko eingehen, daß er vielleicht die ganzen Mädels schwängert - so eine Mäuseflut könnte ich auf gar keinen Fall unterbringen, oder weitervermitteln.
Was soll ich nun tun? Zum kastrieren lassen ist er zu klein, das würde er sicherlich nicht überleben, um einen Partner dazuzuholen (was bei Männchen wahrscheinlich eh nicht gutgehen würde, selbst wenn der Zweite ein Kastrat wäre) und ihn zu behalten habe ich einfach nicht den Platz (wie gesagt, will mir die Voliere holen und habe ja auch noch einen Hamster mit Riesenkäfig und mehr kann ich auf Dauer einfach nicht stellen), in den Zooladen bringe ich ihn auf keinen Fall (dort wird er ja 100%ig verfüttert) und eine einzelne Maus ins Tierheim bringen?...da wird er sicherlich auch als Futtertier enden.
...seufz...was soll ich da bloss machen?
 
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  • Hilfe!!! Mäuseflut - Es werden immer mehr... Beitrag #2
Ach Du lieber Himmel....
Aber erstmal: Ich find´s toll, dass Du die Mäuse aufgenommen hast und ihnen demnächst dann auch ein echtes Paradies bauen willst! Klasse!
Zu Deinem Kerlchen.... *seufz* Ist er ganz sicher der einzige Kerl in der Truppe?
Ein wenig erinnert er mich an unseren Benny - der war mit Mama, Tanten und 7 Geschwistern aus dem Tierheim hier eingezogen und blieb auch kleinwüchsig. Er hatte aber den Vorteil, dass er die ganze Zeit mit seinen 5 Brüdern zusammenleben konnte. Die wurden dann irgendwann kastriert, Klein-Benny natürlich nicht - aber er konnte trotzdem weiterhin friedlich mit ihnen zusammen leben (er war immer ein 16g-Zwerg und ist dann auch leider im Alter von 4 Monaten gestorben...).
Da Du das Mäuschen ja leider nicht behalten kannst (was ich auch gut verstehe, denn wohin damit?), bleibt Dir wohl nichts anderes, als zu versuchen, ihn zu vermitteln. Entweder zu jemandem, der schon länger kastrierte Kerlchen hat (wenn er so klein ist, sehen sie ihn möglicherweise nicht als Rivalen, und er wird sich als Winzling sicher auch nicht gegen die Großen auflehnen...) - oder zu artfremder Gesellschaft, sprich zu jemandem, der Vielzitzenweibchen hat. Das wäre zwar auch noch nicht das Gelbe vom Ei, aber besser als ein Leben in völliger Einsamkeit... Denn ihn zu den Mädels zurückzusetzen, würde ich auch nicht riskieren...

Vielleicht passiert ja aber auch noch ein kleines Wunder und er wächst plötzlich noch, wo er jetzt unter wesentlich besseren Bedingungen lebt? (Das ist z. B. bei unserer Stoner passiert - sie war auch immer total klein, kratzte kaum an den 20g... und dann, im Alter von 5 oder 6 Monaten, wo Mäuse ja normalerweise ausgewachsen sind, fing Stoner plötzlich an zu wachsen und brachte es hinterher auf irgendwas über 30g...)
Ansonsten: Kastraten- oder Vielzitzengesellschaft suchen... auch wenn das sicher schwer wird... Ich drücke ganz fest die Daumen, dass Du ein schönes Plätzchen findest für den kleinen Kerl!

LG, seven
 
  • Hilfe!!! Mäuseflut - Es werden immer mehr... Beitrag #3
Ja, hatte nach der "Entdeckung" nochmal alle ganz genau kontrolliert und er ist definitiv das einzige Männchen. Ich hoffe mal, daß er noch keines der Weibchen geschwängert hat... Halte die Wahrscheinlichkeit zwar eher für Gering (hatte ich ja oben schon geschrieben), aber man weiss ja nie...

Ach so: noch eines ist ein bischen seltsam an dem Kleinen: Er hat nicht diesen typisch männlichen strengen Geruch und er macht auch keinerlei Anstalten sein Revier ausgiebig zu markieren. Eigentlich legt er eher "Weibchenverhalten" an den Tag. (Nicht daß jetzt irgendwer denkt, ich wäre zu dämlich Männchen von Weibchen unterscheiden zu können: Er hat deutlich sichtbare Hoden, also besteht kein Zweifel, daß er ein Männchen ist :)

Das Allerbeste wäre eine Kastration, dann könnte ich ihn mit den anderen behalten, aber wie schon gesagt, das würde er sicherlich nicht überleben...es sei denn, er wächst wie durch ein Wunder nun doch noch weiter (aber diese Möglichkeit halte ich für relativ gering).

Werde dann also versuchen, ihn irgenwie, irgendwohin zu vermitteln...das wird sicherlich nicht wirlich einfach...Männchen sind ohnehin ein bischen schwieriger vermittelbar, als Weibchen, habe ich so die Befürchtung...na mal schauen...
 
  • Hilfe!!! Mäuseflut - Es werden immer mehr... Beitrag #4
maus

warum soll er denn die kastration nicht überleben. wenn der tierarzt eben die dosis anpasst und das kerlchen sonst gesund und munter ist. so klein ist er ja nicht wegen krankheit sondern wohl wegen futtermangel in der kindheit. und wenn man an alternativen überlegt also ein superleben nach kastration oder eben wahrscheinlich ein artuntypisches als bock da frag ich mich ob ich das risiko nicht eingehen würde. frag doch mal einen tierarzt der viel kleintiere macht und schon mäuse kastriert hat. ich mein in versuchslabors werden auch extra kleine gezüchtet missbraucht und betäubt die sollen das ja meistens auch überleben. ich denke kasration wäredie beste lösung trotz der größe. und wenn es normale mäuse sind dann überleg mal wie klein manche farbmäuse sind die auch kastriert werden können.
ansonsten würde mir nur noch einfallen den käfig so zu bauen dass er durchs gitter direkten kontakt aufnehem kann also ganz nah an der truppe ist, sie hört sieht riecht und schnauzenkontakt hat aber eben kein zu naher körperkontakt;)
 
  • Hilfe!!! Mäuseflut - Es werden immer mehr... Beitrag #5
Hmm, bei einem so benachteiligten Tier hätte ich auch Schiß vor jeder OP.

Aber ich finde es auch echt toll, dass du die Tiere aufgenommen hast und päppelst.
Wenn meine bessere Hälfte nicht gegen fast alles allergisch wäre, hätte ich wohl auch schon die Bude mit Notfellen voll....
 
  • Hilfe!!! Mäuseflut - Es werden immer mehr... Beitrag #6
@ghost: Ein bestimmtes Mindestgewicht sollte so ein Kerlchen schon haben für die Kastra... Normalerweise sollten das 30g sein. Es gibt auch einige wenige Tierärzte, die schon ab 25g kastrieren - aber je leichter die Maus, desto schwieriger die Dosierung und desto riskanter die OP.

Bei unserem 16g-Pimpf Benny war es übrigens auch so, dass er deutlich als Kerlchen zu erkennen war, aber er müffelte nicht und er war trotz über ihm wohnender Mädchen zeitlebens superfriedlich...

LG, seven
 
  • Hilfe!!! Mäuseflut - Es werden immer mehr... Beitrag #7
@ghost: was meinst du mit "normale" Mäuse? Meines sind Farbmäuse (auch gern als Futtermäuse bezeichnet - gleiche Sorte, anderer Zweck).

Das mit dem "Kontakt zur Mädelsgruppe" ist in diesem Fall glaube ich keine so gute Idee. Ich hatte seinen Käfig auch erst ganz dicht am anderen stehen, aber sobald die Mädels abends aufwachen und aktiv werden, dreht er völlig durch; rennt wie irre durch den Käfig, hüpft an den Gitterstäben rum, steckt überall die Nase durch, hangelt sich kopfüber durch den ganzen Käfig und das Ganze in einer Affengeschwindigkeit und macht dabei so ein ganz merkwürdiges Quiekgeräusch.
Habe ihn jetzt vorerst im anderen Zimmer stehen und nun benimmt er sich wieder völlig normal.
Keine Ahnung, vielleicht ist es für ihn noch schlimmer, sicht und riechkontakt zu haben, aber nicht rüberzukönnen.

Habe inzwischen fast alle Mäuse sehr gut aufgepeppelt bekommen und war auch schonmal zum Gesundheitchek beim TA. Bis auf 2 sind alle Gesund, aber die beiden haben wohl einen chronischen Schaden abbekommen. Der TA meinte (als ich ihn danach fragte und ihm die Zusammenhänge erzählte), daß er bei den beiden eher nicht denkt, daß es Myko ist, sondern, daß die beiden wohl zuviel Zugluft und Kälte abbekommen hätten, sich daraufhin eine Atemwegsentzündung zugezogen hätten und wohl chronische Schäden davongetragen haben. Ich habe das übliche Vitaminpräparat mitbekommen, aber gesund werden sie davon nicht wieder, gibt halt nur ein bischen mehr Kraft.

Zum Kerlchen meinte er, daß er es, wenn ich es ausdrücklich wünsche machen würde (also kastrieren), daß das Risiko allerdings sehr hoch ist, daß er es nicht überlebt und daß, auch wenn alles gut ginge, es in den Sternen steht, ob er genug Power für den Heilungsprozeß hat (er ist echt ein schwächliches kleines Kerlchen). Und wenn der TA mir das rät, obwohl ihm dadurch 40,-Tacken durch die Lappen gehen, dann wird schon was dran sein, denke ich...
 
  • Hilfe!!! Mäuseflut - Es werden immer mehr... Beitrag #8
Ui, das mit dem Kontakt zur Mädelsgruppe hatte ich ganz überlesen ;)
Nee, das sollte man nicht tun, der kleine Kerl wird ja kirre!
(Wobei unsere 5 Kastraten mit Pimpf Benny ja auch irgendwann unter die Mädels gezogen sind - Benny hat sich aber immer völlig ruhig und gelassen benommen, was vielleicht auch daran lag, dass er mit 16g echt ein Winzling war und zweitens auch, weil er nicht allein da hockte, sondern seine 5 Brüder bei sich hatte... Wenn er irgendwie ausgeflippt wäre, hätten wir die Kerlchen auch wieder anderswo untergebracht...)
LG, seven
 
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