- Beisskorb als Drohung Beitrag #1
plofre
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Hallo, Leute!
Ich hab da eine ganz komische Geschichte.
Ich hol einmal ein bisschen aus. Wir haben unseren Blacky vor 1 Jahr aus dem Tierheim geholt. Er ist unser erster Hund. Seine Vorgeschichte war teilweise unklar, nach dem, was bekannt ist, ist er nicht gut behandelt worden.
Er war anfangs unterordnungsmäßig voll daneben, vor allem, was uns Männer betrifft, meinen erwachsenen Sohn und mich. Es ist damals sogar zu einigen Schnapp- und Zwick-Aktionen gekommen, aber ohne Verletzungen. Wir haben das auf die Umstellung und die neue Umgebung zurück geführt. Das hat sich dann nach einiger Zeit gegeben und wir haben ihn eigentlich ganz gut in den Griff bekommen.
Wir haben ihn bald kastrieren lassen und gleich danach eine Hundeschule besucht. Dort hat er sich ganz brav angestellt und er war nach etlichen Wochen ein ganz brauchbarer Hund, sowohl im Haus als auch außerhalb, mit der einzigen Ausnahme, dass er bei der Begegnung mit Hunden, die er nicht mag, wenn er an der Leine ist, bellt und zerrt. Das tut er immer noch, und dieses Problem haben wir uns für dieses Jahr vorgenommen.
Eine Veränderung ergab sich mit dem letzten Sylvester, seinem ersten bei uns. Die Knallerei hat ihn im Haus kaum gestört, wurde aber geknallt, wenn wir grade mit ihm draußen waren, bekam er voll die Panik und wollte unbedingt zurück. Er war kaum mehr zu halten, auf vereistem Boden schon gar nicht.
Seit dieser Zeit hat er begonnen, wieder die alten Unarten zu zeigen. Er knurrte und wuffte, wenn jemand von uns Männern im Zimmer herumging (mein Sohn ist inzwischen ausgezogen, ist aber noch häufig bei uns zu finden). Meinen Sohn hat er kürzlich einmal gezwickt. Daraufhin hat er einen Maulkorb verpasst bekommen, was er gar nicht mag, den er eine Zeitlang tragen musste. Der wurde ihm dann wieder abgenommen und auf den Couchtisch gelegt. Dort liegt er noch immer. Wenn er anfangs noch Anstalten machte, zu "spinnen", genügte ein Fingerzeig auf den Maulkorb, um ihn kleinlaut auf seinen Platz zu schicken. Inzwischen ist er lammfromm und macht überhaupt keine Zicken mehr. Er schaut aber immer wieder zu dem Maulkorb hin.
Zwar könnte man jetzt sagen: Wunderbar, funktioniert ja. Aber er benimmt sich offenbar nur, weil er Unannehmlichkeiten vermeiden will. Der Maulkorb liegt quasi als "Rute im Fenster" auf dem Tisch. Das ist sicher nicht das Wahre. Außerdem: manchmal muss er den Maulkorb ja tragen, in öffentlichen Verkehrsmitteln zum Beispiel. Da fragt er sich womöglich, was er jetzt angestellt hat, dass er "bestraft" wird.
Wir hatten im Prinzip vor, auch wegen seines Verhaltens zu anderen Hunden, im März eine spezielle Hundeschule bzw. einen Spezialisten für solche Sachen zu besuchen. Wir sind uns jetzt nicht sicher, ob wir das vorverlegen sollen.
Wir fragen uns auch, was die Sylvestergeschichte bei ihm ausgelöst hat. Kann es sein, dass er, weil wir ihn quasi nicht beschützen konnten, das Vertrauen zu uns verloren hat und uns nicht mehr zutraut, die Chefrolle einzunehmen? Ist das der Grund für seinen Verhaltensumschwung?
Gruß
plofre
Ich hab da eine ganz komische Geschichte.
Ich hol einmal ein bisschen aus. Wir haben unseren Blacky vor 1 Jahr aus dem Tierheim geholt. Er ist unser erster Hund. Seine Vorgeschichte war teilweise unklar, nach dem, was bekannt ist, ist er nicht gut behandelt worden.
Er war anfangs unterordnungsmäßig voll daneben, vor allem, was uns Männer betrifft, meinen erwachsenen Sohn und mich. Es ist damals sogar zu einigen Schnapp- und Zwick-Aktionen gekommen, aber ohne Verletzungen. Wir haben das auf die Umstellung und die neue Umgebung zurück geführt. Das hat sich dann nach einiger Zeit gegeben und wir haben ihn eigentlich ganz gut in den Griff bekommen.
Wir haben ihn bald kastrieren lassen und gleich danach eine Hundeschule besucht. Dort hat er sich ganz brav angestellt und er war nach etlichen Wochen ein ganz brauchbarer Hund, sowohl im Haus als auch außerhalb, mit der einzigen Ausnahme, dass er bei der Begegnung mit Hunden, die er nicht mag, wenn er an der Leine ist, bellt und zerrt. Das tut er immer noch, und dieses Problem haben wir uns für dieses Jahr vorgenommen.
Eine Veränderung ergab sich mit dem letzten Sylvester, seinem ersten bei uns. Die Knallerei hat ihn im Haus kaum gestört, wurde aber geknallt, wenn wir grade mit ihm draußen waren, bekam er voll die Panik und wollte unbedingt zurück. Er war kaum mehr zu halten, auf vereistem Boden schon gar nicht.
Seit dieser Zeit hat er begonnen, wieder die alten Unarten zu zeigen. Er knurrte und wuffte, wenn jemand von uns Männern im Zimmer herumging (mein Sohn ist inzwischen ausgezogen, ist aber noch häufig bei uns zu finden). Meinen Sohn hat er kürzlich einmal gezwickt. Daraufhin hat er einen Maulkorb verpasst bekommen, was er gar nicht mag, den er eine Zeitlang tragen musste. Der wurde ihm dann wieder abgenommen und auf den Couchtisch gelegt. Dort liegt er noch immer. Wenn er anfangs noch Anstalten machte, zu "spinnen", genügte ein Fingerzeig auf den Maulkorb, um ihn kleinlaut auf seinen Platz zu schicken. Inzwischen ist er lammfromm und macht überhaupt keine Zicken mehr. Er schaut aber immer wieder zu dem Maulkorb hin.
Zwar könnte man jetzt sagen: Wunderbar, funktioniert ja. Aber er benimmt sich offenbar nur, weil er Unannehmlichkeiten vermeiden will. Der Maulkorb liegt quasi als "Rute im Fenster" auf dem Tisch. Das ist sicher nicht das Wahre. Außerdem: manchmal muss er den Maulkorb ja tragen, in öffentlichen Verkehrsmitteln zum Beispiel. Da fragt er sich womöglich, was er jetzt angestellt hat, dass er "bestraft" wird.
Wir hatten im Prinzip vor, auch wegen seines Verhaltens zu anderen Hunden, im März eine spezielle Hundeschule bzw. einen Spezialisten für solche Sachen zu besuchen. Wir sind uns jetzt nicht sicher, ob wir das vorverlegen sollen.
Wir fragen uns auch, was die Sylvestergeschichte bei ihm ausgelöst hat. Kann es sein, dass er, weil wir ihn quasi nicht beschützen konnten, das Vertrauen zu uns verloren hat und uns nicht mehr zutraut, die Chefrolle einzunehmen? Ist das der Grund für seinen Verhaltensumschwung?
Gruß
plofre