Es ist der 02.10.06 Abends unsere Ninchen tobt total ausgelassen durch das Zimmer, zerwühlt unsere Couch und buddelt und knabbert Löcher in ihre Kuscheldecke. Bis sie irgendwann total geschafft in ihren Schlafstall trottet und alle Viere von sich streckt.
Am nächsten Morgen saß sie in ihrer Toilettenecke, als sie mich sieht stolpert sie ganz komisch über diese Toilettenecke und kommt so mit ach und krach aus ihrem Stall hüppelnd zu mir…ich dachte mir erstmal nichts weiter dabei.
Dann bemerkte ich das sie beim kratzen der Ohren mit der Hinterpfote ständig umfiel. Am wenigsten Gleichgewicht hielt sie aber wenn sie ihr Mäulchen putzte…es ging gar nichts mehr. Beim näheren Betrachten sah ich, das sie ihren Kopf leicht schief hielt und die Augen immer stark nach hinten abtriffteten. Sie fraß auch nichts mehr…nicht mal ihren leckeren Apfel. Da ich schon viel über E.C. gelesen habe schoß mir dieses auch gleich den Kopf, daher schnappte ich mir das Telefon und rief in der Tierklinik den Bereitschaftsdienst an, es war ja Feiertag!
Diese sagte mir ich solle vorbeikommen und sie versuche zu retten, was noch zu retten ginge.
Ich mir meine Kleine geschnappt und ab zur Tierärztin.
Dort wurde sie auf den Tisch gestellt und da sah man dann erst wie schlecht es ihr ging, konnte sich kaum auf den Beinen halten und ihr Kopf wippte sehr stark hoch und runter (es sah aus wie bei einem Wackeldackel….es war furchtbar!)
Sie bekam gleich alles mögliche gespritzt, Prenidsolon (Cortison 0,1 mg), ein Antibiotikum (0,2 mg), und ein Vitamin-B Komplex (0,5 mg)…ebenfalls gab sie ihr per Pipette 0,4 mg Panacur!
Sie gab mir Cortisontabletten (eine Tablette = 0,4mg) mit, je ¼ sollte ich ihr 2 Wochen lang geben.
Dann das Vitamin-B Komplex (pro Tag 0,5mg) das ich ihr ebenfalls wie das Panacur (0,4mg pro Tag) über Pipette für 2 Wochen verabreichen sollte.
Ich musste auch jeden Tag, 2 Wochen lang mit ihr zu meinem Tierarzt (Fußmarsch: 5min von mir entfernt, ist dann zum Glück nicht ganz so viel Streß für die Kleine, gerade bei dieser Krankheit brauchen sie viel Ruhe) und ließ ihr Antibiotikum spritzen, hätte ich selber machen können, aber ich kann kaum hinschauen, geschweige denn selber spritzen!
Ich nahm nun eine Woche Urlaub, da ich auch immer Nachts bei ihr vorbeischaute wie es ihr geht und ob sie frisst…wollte sie nicht zwangsernähren deshalb machte ich ihr die Möhren und Äpfel klein…was sie dann auch etwas fraß! Um ihr die notwendige Ruhe zu geben dunkelte ich in der Zeit ihr Zimmer ab…(sie kam in der Zeit auch nicht mehr groß aus ihrem Stall raus…genoss aber jegliche Streicheleinheiten!)
Jeden Tag und jede Nacht gab es nun jede Stunde eine Spritze ohne Nadel (2,5 mg, mehr schaffte sie erstmal nicht) warmen Kamillentee mit einmal am Tag einen Tropfen 0,1 mg Kolloidales Silber (= Silber Wasser, tötet jegliche Art von Bakterien und Parasiten ab…ähnliche Wirkung wie Antibiotika, Zungen spalten sich über die Wirkung…ich bin überzeugt von dieser!!!) um ihr die Infusion zu ersparen.
Nach 3 Tagen mit dieser Behandlung schaut sie mich wenigstens schon mal wieder normal an und fraß wieder besser, Kräuter, Heu und etwas Grünzeug…alles andere blieb so, auch hatte sie immer noch sehr starken Durst.
Nach 1 Woche kam sie wieder etwas öfter aus ihrem Stall, auch versuchte sie sich wieder zu putzen, was noch nicht so gut gelang…aber es war ein Anfang.
Nach 2 Wochen war sie wieder fast die Alte…sie trank wieder selbstständig frisches Wasser, hatte den gleichen Appetit wie eh und je und fiel beim Putzen nicht mehr um.
Kleine Sachen blieben aber noch, leichte Kopfschiefhaltung und sie plumpste immer auf ihren Hintern, wenn sie einen Freudenhaken machte.
Nach dieser 2 Wöchigen Behandlung fuhr ich wieder mit ihr in die Tierklinik, Cortison und Antibiotika konnten abgesetzt werden, das Vitamin-B Komplex und Panacur sollte ich ihr noch weitere 2 Wochen verabreichen, was ich auch tat.
Nach diesen 2 Wochen holten wir ihren Partner dazu, dem wir ebenfalls Panacur für 2 Wochen als Vorsorge verabreichten!
Seitdem der Kleine Mann da ist, sind die restlichen Symptome bei unserer Ninchen auch wie verschwunden.
Wenn ich sie mir beide jetzt immer so anschaue und sie beobachte, kann ich nur jedem empfehlen…kämpft, kämpft, kämpft egal wie die Diagnose lautet, denn das Schönste auf dieser Welt ist, wenn sich Tiere dankbar zeigen!!!