Patellaluxation

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Janina

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Hallo,
bei unserem Mischlingsrüden BArney wurde am Montag von der Tierärztin festgestellt, dass seine Kniescheibe von Zeit zu Zeit rausspringt. Er ist jetzt 10 Monate alt und ein Jack Russel/Chi Tzu Mischling. Uns war besonder in den letzten Monaten des vergangenen Jahres aufgefallen, dass er bei Anstrengung(schnelleres Rennen z.B.) danach mit dem rechten Hinterbein hinkt, was sich aber nach einiger Zeit gegeben hatte. In letzter Zeit gab es gar keine Anzeichen mehr für irgendeine Erkrankung. Also kein Humpeln, kein Hinken gar nix. Was wahrscheinlich mit seinem Wachstum zusammen hing.
Und als wir jetzt routinemäßig zum Tierarzt gegangen sind, wollt ich das einfach mal nachfragen und dann kam die Diagnose mit der Patellaluxation. Die Tierärztin meinte, dass wir ihn spätestens in 2 Monaten operieren lassen sollten, damit nicht zu viel Knorpel durch das Rumrutschen der Kniescheibe abgerieben wird.
Habt ihr dazu Erfahrungen? Wenn ja was habt ihr bei euren Hunden gemacht? Kennt jemand die Tierklinik in Recklinghausen? Die wurde uns nämlich von unserer Tierärztin empfohlen? Wisst ihr was sowas kostet?
Viele Fragen und ich hoffe ihr könnt mir viele Antworten geben.
 
  • Patellaluxation Beitrag #2
Das taucht auch beim Menschen auf, ich würde mal googeln, dieses Wort eingeben, was dann beim Menschen hilft, das könnte auch dem Hund zu Gute kommen.
Gruß HelgaK
 
  • Patellaluxation Beitrag #3
Hey, danke für deine Antwort, sowas hab ich schon gemacht. Dass so etwas beim Menschen vorkommt, weiss ich auch, ich arbeite beim Orthopäden. Mich würde hier halt mehr interessieren, was für Erfahrungen ihr mit euren Hunden dabei gemacht habt und welche Tierklinik ihr im Raum NRW empfehlen würdet!
 
  • Patellaluxation Beitrag #4
Hallo,

du musst unbedingt abklären, ob die Gleitfläche (oder Furche oder wie das auch immer heißt) ausreichend tief ist oder nicht. Wenn sie zu flach ist, MUSS operiert werden. Abgeklärt werden kann das durch eine sog. Skyline-Aufnahme, das wurde bei meinem Linus damals gemacht. So eine Aufnahme bildet diese Furche und die äußeren "Rollkämme" ab, dann weiß man mehr.

Falls diese Furche tief genug ist, muss nicht operiert werden. Dann kann auch z. B. eine nicht optimale Hüfte Auslöser sein (durch verkümmerte Muskulatur schlackernde Bänder), falls ich das richtig verstanden habe. Bei Linus (Boxer-Mix) war das so, er musste nicht operiert werden sondern ich habe bei ihm eine Goldakupunktur machen lassen. Danach ist es nie wieder passiert und es geht ihm super!
 
  • Patellaluxation Beitrag #5
Ah ok, also irgendeine Aufnahme müsste vorher so oder so gemacht werden, weil unsere TÄ das ja nur durch Tasten festgestellt hat, obwohl sie halt meinte das diese Furche, von der du sprichst, zu flach wäre. :-(
 
  • Patellaluxation Beitrag #6
Hallo zusammen,


Da ihr einen kleinrassigen Hund habt gehe ich mal davon aus das die Luxation keinen traumatischen sondern einen angeborenen Hintergrund hat-
Erst einmal muss die Stufe der Luxation festgestellt werden. Bei alles ab Stufe 2 wird zur OP geraten und Knorpelschäden zu vermeiden.
Bei eurem Hund tritt die Sympotamtik ja habituell auf (also er lahmt nur ab und an und nicht permanent) daher könnte sein das es sich um einen niedrigen Grad handelt.
Um das festzustellen ist eine Röntgenuntersuchung angezeigt.
Stufe 1 und 2 können dabei nur bei "gehaltenen Aufnahmen" diagnostiziert werden. Das bedeutet das das Tier in einer bestimmten Stellung gehalten und gezogen werden muss. Das ist zwar nicht schmerzhaft bedeutet aber Stress für das Tier. Trotzdem würde ich zur Abklärung des Grades unbedingt dazu raten.
Stufe 1 wird im normafall nicht operiert. Da das Tier nicht in seiner Lebensqualität eingeschränkt wird und es kaum bis gar nicht zu Schäden an Knorpeln und Knochen kommt.
Stufe 2 wird ähnlich behandelt wie Stufe 1.

Konservative Therapie hat eine untergeordnete Rolle bei PatellaLuxationen.

Grüße
Elstertier
 
  • Patellaluxation Beitrag #7
Ah ok, das heisst aber nicht unbedingt, dass man die Aufnahmen in Vollnarkose machen muss oder?
Ich werde mich dann demnächst mal nach geeigneten Tierkliniken hier im Umfeld erkundigen, die sowas per Röntgenaufnahme feststellen könnten.
Wie sieht denn danach die Weiterbehandlung aus? Uns wurde gesagt, dass unser Hund sechs Wochen nur an der Leine laufen darf, auf was muss man nach so einer OP sonst noch achten? Und wie wird das ganze überhaupt operiert?
 
  • Patellaluxation Beitrag #8
Nein, die Aufnahme selbst muss nicht unter Vollnarkose bzw. Sekadtion durchgeführt werden, die OP dann natürlich schon.

Falls operiert werden muss (bitte - gehe zu einem Spezialisten, nicht dass vorschnell operiert wird) wird diese Gleitfurche einfach vertieft, optimal würde selbst BEI OP zusätzlich ein Goldakupunktur unterstützend sein, sagte mir damals mein TA. Bei mir musste zum Glück nicht operiert werden, bei mir hat Gold ausgreicht, obwohl mir das vorher 2 TÄ sagten. Ohne diese spezielle Aufnahme, wo sie es gar nicht beurteilen konnten.

Danach wäre Physio begleitend super, 6 Wochen an der Leine gehen ist wohl die Regel.

LG

dieschnupels
 
  • Patellaluxation Beitrag #9
Nein, die Aufnahme selbst muss nicht unter Vollnarkose bzw. Sekadtion durchgeführt werden, die OP dann natürlich schon.

Patienten lassen diese Prozedur auch ohne Sedation über sich ergehen.
Das lässt nicht so allgemein sagen. Im Normfall kann auf eine Sedation verzichtet werden. Da es sich allerdings hierbei um eine Aufnahme handelt bei der das Tier in eine bestimmte position gezogen werden muss, und das unangenehm bis schmerzhaft sein kann, kommt es auf das Tier drauf an.
Wichtig ist das das Tier in der richtigen Position geröngt wird, ansonsten kann man sich die Aufnahme schenken. Die meistenPatienten lassen diese Prozedur so über sich ergehen aber eben nicht alle. Da muss eben geschaut werden wie der Hund reagiert.

Falls operiert werden muss (bitte - gehe zu einem Spezialisten, nicht dass vorschnell operiert wird) wird diese Gleitfurche einfach vertieft,

Ähm, das kann man defitiv auch nicht verallgemeinern. Es gibt verschiedene Op-Verfahren die unter berücksichtigung der Umstände ausgewählt und ggf. auch kombiniert werden. Dabei spielt das Alter des Patienten, seine Lebensumstände, die Ursache, der Muskelaufbau und noch diverse anderen Faktoren eine Rolle.
Die Vertiefung des Patellagleitlagers was Du meinst ist nur eine von vier Hauptmethoden.
Die Wahl der Methode trifft der TA eben nach den jeweiligen Umständen.


optimal würde selbst BEI OP zusätzlich ein Goldakupunktur unterstützend sein, sagte mir damals mein TA. Bei mir musste zum Glück nicht operiert werden, bei mir hat Gold ausgreicht, obwohl mir das vorher 2 TÄ sagten. Ohne diese spezielle Aufnahme, wo sie es gar nicht beurteilen konnten.


Von Goldakupunktur habe ich persönlich noch nichts gehört. Wenn sie Deinem Tier geholfen hat ist das toll.

Danach wäre Physio begleitend super, 6 Wochen an der Leine gehen ist wohl die Regel.

Die Leinenpflicht nach der OP ist umungänglich. Auch zuhause muss darauf geachtet werden das Toben vermieden wird. Der Hund bekommt nach der OP Schmerzmittel und wird sich daher nicht schonen.
Eine falsche Belastung des Kniegelenks kann jedoch zur Folge haben das die ganze OP umsonst war und wiederholten werden muss.

Grüße
Elstertier
 
  • Patellaluxation Beitrag #10
Wenn das Knie nicht arthrotisch verändert und/ oder entzündet ist, MUSS er nicht schlafen. Eine Sedation ist allgemein für korrekte Aufnahme (genau wie beim HD gelagerten Röntgen) immer besser, na klar. Aber wenn man dies umgehen könnte, ok.


Klar, Bänderdurchtrennung, Fixation (lat. release, med. reefing/Kapselstraffung, Versetzung der Tuberositas tibiae), Knorpelaufbau... (hab ich selbst schon alles bei mir selbst durch...). Letztendlich - ob man's glaubt oder nicht, hab ich mir nach 9 Operationen selbst Gold implatieren lassen. Interessante Erfahrung! Ich habe (ohne irgendwelches Aufbautraining) danach richtig Muskelkater bekommen, obwohl ich nicht bewusst irgendwie anders gelaufen bin, denn ich wusste ja selbst auch nicht, wie ich eigentlich laufe. Kurzum: Ich hatte 9 OPs in 10 Jahren, war vorher Leistungssportlerin. Konnte nix - aber auch gar nichts mehr - an Sport machen, selbst beim Autofahren tat es weh. 3 Monate nach der GA konnte ich wieder anfangen, zu trainineren und gehe nun fast jeden Tag wieder Joggen, ohne irgendwelche Probleme oder Schmerzen... Von daher bin ich wohl überzeugte Gold-Anhängerin :lol: .

Aber die Vertiefung der Furche wäre bei einer notwendigen OP der 1. Schritt, denke ich. Vielleicht auch abhängig davon, wie es im Knie aussieht. Bevor das andere gemacht wird, ist die Vertiefung des Patellagleitlagers die Methode, die am häufigsten gemacht wird.

Nochmal zum Thema Goldakupunktur und Knie: Viele raten zu einer OP, ohne genau abgeklärt zu haben, ob wirklich operiert werden muss oder nicht das Knie einfach nur funktionell überlastet ist aufgrund von FOlgeersheinungen, Schonhaltung, schlechten Hüften, dadurch bedingte Muskelathrophie und lockere Bänder etc. Wenn operiert werden muss, ist unterstützend die GA eine gute Sache, weil sie Arthrosenbildung verhindert, muskuläre Rückkopplungsmechanismen entgegenwirkt und den gesamten Bewegunsapparat berücksichtigt.

Wenn nicht operiert werden muss, ist die GA ebenso super, für die o.g. Punkte, insbesondere Muskelaufbau.
 
  • Patellaluxation Beitrag #11
Hey, danke nochmal für eure ausführlichen Antworten, ich werde mich demnächst darum kümmern, dass wir mit unserem Kleinen mal in eine Tierklinik fahren, um ihn da Röntgen zu lassen, damit wir endlich mal Gewissheit haben.
Ich denke aber inzwischen schon, dass bei unserem Hund ne kleine Schlafspritze angebracht wäre, da er nach nem mehr oder weniger traumatischen Erlebnis bei unserem vorherigen TA jetzt immer ein bisschen Angst hat und sich nicht so gerne genauer von Fremden begutachten und anfassen lässt.
 
  • Patellaluxation Beitrag #12
Ja, dann auf jeden Fall. Jeder gute TA trifft da aber auch die richtige Entscheidung. Mein einer hat so viel durch, da könnte man meinen, dass er sich beim TA gar nicht mehr anfassen lässt. Es ist aber das komplette Gegenteil: Er beamt sich komplett weg, lässt wirklich alles mit sich machen und ist nicht wirklich anwesend.

Manche sind cool, andere hippelig und verkrampft. Da wäre die Sedation auf jeden Fall besser.
 
  • Patellaluxation Beitrag #13
nochmal Patella-Luxation

Hallo,
der Tread ist zwar schon über ein Jahr alt, aber ich wollte nicht noch einen dazu aufmachen.

Bei uns bzw. Sandy ist folgendes:
vor 2 Monaten hatte sie es schon einmal, seit gestern wieder. Sie zieht den linken Hinterlauf hoch und humpelt. Beim ersten Mal dachten wir, sie hätte beim Toben eine Grätsche gemacht und sich eine Verstauchung an der Hüfte zugezogen. Der TA war auch der Meinung und sie bekam eine Spritze und Tabletten. Nach ein paar Tagen Zwangsleine war alles wieder in Ordnung.
Seit gestern Mittag machte sie das gleiche Spiel nochmal. Humpeln, später bei leichter Bewegung leises Aufjaulen. Der Besuch beim TA (Chef persönlich) kam heraus, dass ihre Kniescheibe nach innen springt (akute Patella-Luxation). Er hat mir genau erklärt, was dann vor sich geht und warum, dass normalerweise kleine Hundearten sehr anfällig dafür sind, es aber auch mal bei größeren auftreten kann. Sie bekam 2 Injektionen (gegen Schmerzen und Antibiotika gegen die Entzündung).
Auf meine Frage, was man auf längere Sicht denn dagegen machen kann, antwortete er, dass man, wenn es öfters passiert, eine OP machen kann, wo dann das Außenband verkürzt wird, damit die Scheibe nicht mehr so schnell rausspringen kann. Sonst können Meniskusschäden, Bänderriss und Knorpelschäden auftreten.

Hat das jemand schon einmal machen lassen?
Wie lange würde so eine OP dauern und ungefähr kosten?

Sandy ist heute 8 Jahre alt geworden und sonst topfit.
Narkosen hat sie eigentlich gut vertragen (1 mal Kastration mit knapp 1,5 Jahren, 1 mal Ohr nähen mit ca 3 Jahren).

lg Claudia
 
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