- Du fehlst mir immer noch... Beitrag #1
Wuscheline
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Es ist zwar schon etwas her, aber er fehlt mir immer noch, mein über alles geliebter Kater Garfield... und ich möchte dem einfach etwas Luft machen...
Dein junges Leben begann auf dem Bauernhof, auf dem Du wahrscheinlich unter Inzucht entstandest, denn niemand kümmerte sich dort um die Tiere. Die Katzen waren oft so reichlich, dass sie ohne Rücksicht überfahren wurden. Aber Du, Du nicht. Als ich Dich sah, wusste ich das wir zusammen gehören und obwohl Dich die anderen Kinder immer gejagt hatten und Du so scheu warst, kamst Du zu mir, armes, kleines Würmchen und hast Dich streicheln lassen.
Als ich dann nach Hause musste, schnappte ich mir meinen Bruder und wir bequatschten meine Mutter so lange, bis wir am nächsten Tag losfuhren, alles einkauften und Du zu uns ziehen konntest.
Doch meine Mutter entschied das Du meinem Bruder gehören solltest. Er nahm Dich mit in sein Zimmer und ich durfte nicht zu Dir, Dich nicht streicheln und nicht bei Dir sein. Aber das alleinige Wissen das Du in meiner Nähe warst, wo Dir nichts passieren konnte, tat gut genug.
Irgendwann, nur wenige Tage vergingen, war mein Bruder genervt von Dir und Du durftest in unserer Wohnung umherstreunen. Und Du kamst zu mir, hast mit mir geschmust und gespielt. Es war eine schwere Zeit für mich, mitten in der Pubertät und meine Eltern hatten sich erst frisch geschieden. Nacht um Nacht lagst Du dicht neben meinem Kopf, hast Dir meinen Schmerz zuflüstern lassen und mit deinem Fell meine Tränen getrocknet. Du warst immer da für mich und Du warst mein ein und alles. Du hast es ertragen, wenn ich wütend von meinem Vater nach Hause kam und geschrieen habe, getobt und mein Zimmer demoliert habe. Jedesmal kamst Du danach zu mir, hast mich angemaunzt, geschnurrt und dich auf meinen Schoß gelegt.
Wir verbrachten gemeinsam ein glückliches Weihnachten, ich habe Dir extra Leckerlies gekauft und Fisch. Ich war bei Dir und habe gelacht, als Du so neugierig den Schnee auf unserem Balkon erkundet hast, ehe zu strampelnd schnell zu mir gekommen bist, wo es warm und schön war.
Aber bald darauf fingst Du an sehr krank zu werden, aber Du warst so tapfer. Du konntest dein Futter nicht mehr bei Dir behalten, hast immer erbrochen und bekamst schlimme Atembeschwerden. Aphatisch saßt Du immer da und hast um Luft gerungen, nichtmal auf mein Rufen hast Du reagiert. Ich hatte immer solche panische Angst um Dich. Der Weg zum TA war für uns beide immer eine Tortour, die wir gemeinsam überstanden.
Die Diagnose war Felines Asthma... Du warst auf dein eigenes Fell allergisch, auf Staub und alles drum herum. Es hat deine Atemwege auf dauer blockiert. Du musstest spezielles Futter bekommen, jeden Tag hab ich Dich mehrfach gebürstet und geputzt. Die Spritzenkur hast Du ohne zu Klagen über Dich ergehen lassen. Du warst mein kleiner Kämpfer, der nie aufgab.
Als meine Mutter mich dann mit 15 aus der Wohnung warf, musste ich Dich zurücklassen. Wir haben beide darunter gelitten. Ich durfte Dich nicht sehen, musste Tag für Tag mein Leben bei meinem damaligen Freund verbringen, der mich schlug und mich zu vielem zwang, gegen das ich mich nicht wehren konnte. Und Du saßt immer am Fenster oder vor der Tür und hast gewartet das ich nach Hause kam.
Ich wollte mir oft das Leben nehmen, aber ich tat es nie, ich wollte dich, meinen armen, kranken Schatz, nicht allein lassen. Und bald wollte Dich meine Mutter nicht mehr. Deine Krankheit störte sie so sehr das sie dich ins TH abgeben wollte. Das konnte ich nicht zulassen, also nahm ich Dich zu mir. Ich habe mit Dir deine Krankheit durchgestanden und ertragen, wenn mein Freund nach Hause kam, denn Du warst dann immer da und hast mich getröstet. Ich hatte gerade mal 300€ im Monat um zu leben, oft habe ich gehungert, weil Deine TA-Rechnungen so hoch waren. Aber ich wollte immer nur das es Dir gut ging, ich hatte ja nur noch Dich.
Irgendwann sind wir dann gemeinsam weggezogen, haben meinen damaligen Freund hinter mir gelassen. Meine neue Wohnung war zwar klein, aber Du durftest immer raus. Wir hatten einen Garten und um uns herum nur Felder, kleine Straßen, die fast nie befahren wurden. Und du blühtest richtig auf. Deine Tabletten und Spritzen brauchtest Du bald nicht mehr. Nur noch das spezielle Futter. Alles war gut.
Doch irgendwann fingen die Nachbarn an dich zu füttern, mit Futter das Du nicht vertrugst. Tierquälerin, haben sie mich beschimpft, wenn du einen asthmatischen Anfall vom falschen Futter hattest und sie nicht verstanden das sie dich nicht füttern durften. Weggenommen haben sie dich mir einmal, als ich nach Hause kam, warst Du einfach weg. Ich war über ein Wochenende weg und hatte meine Mutter gebeten sich um dich zu kümmern. Ein schrecklicher Fehler. Meine Wohnung haben sie vom Vermieter aufmachen lassen, Tierfänger haben dich gejagt und eingefangen und schließlich ins TH gebracht.
Noch am selben Tag habe ich Dich rausgeholt, verängstigt, verstört und mit falschen Medikamenten behandelt. Die Zeit danach war so schlimm, ich hatte immer solche Angst, weil deine Anfälle immer schlimmer wurden. Nächte lag ich wach und hab deinen Atem überwacht.
Aber irgendwann haben wir den Kampf verloren... keine Spritzen oder Tabletten halfen mehr gegen deine Anfälle. Nur wir beide waren beim TA, als ich dich das letzte Mal in den Armen hielt, dein Fell unter deinen Fingern gespürt habe, deinem Atem gelauscht habe, der langsam endete, als Du deinen Weg über die RBB gegangen bist. Ich habe Wochen um Dich geweint... ich war gerade 18 geworden... und konnte mich nicht darüber freuen. Du warst weg... für immer. Wir haben soviel miteinander durchgemacht, wir waren beide Kämpfer, aber Du hast verloren und nichts was ich tat, konnte Dir mehr helfen. Es tut mir so leid, mein Liebling... mein kleiner, tapferer Garfield. Noch heute weine ich manchmal um Dich, so wie jetzt. Ich denke immer an Dich und niemals wird dich eine andere Katze ersetzen.
Ich hoffe es geht dir gut auf der Regenbogenwiese und du denkst manchmal an mich, so wie ich an Dich. Auf das du dort spielen und toben kannst, ohne Schmerzen und Leiden.
In Liebe und ewiger Erinnerung...
Dein junges Leben begann auf dem Bauernhof, auf dem Du wahrscheinlich unter Inzucht entstandest, denn niemand kümmerte sich dort um die Tiere. Die Katzen waren oft so reichlich, dass sie ohne Rücksicht überfahren wurden. Aber Du, Du nicht. Als ich Dich sah, wusste ich das wir zusammen gehören und obwohl Dich die anderen Kinder immer gejagt hatten und Du so scheu warst, kamst Du zu mir, armes, kleines Würmchen und hast Dich streicheln lassen.
Als ich dann nach Hause musste, schnappte ich mir meinen Bruder und wir bequatschten meine Mutter so lange, bis wir am nächsten Tag losfuhren, alles einkauften und Du zu uns ziehen konntest.
Doch meine Mutter entschied das Du meinem Bruder gehören solltest. Er nahm Dich mit in sein Zimmer und ich durfte nicht zu Dir, Dich nicht streicheln und nicht bei Dir sein. Aber das alleinige Wissen das Du in meiner Nähe warst, wo Dir nichts passieren konnte, tat gut genug.
Irgendwann, nur wenige Tage vergingen, war mein Bruder genervt von Dir und Du durftest in unserer Wohnung umherstreunen. Und Du kamst zu mir, hast mit mir geschmust und gespielt. Es war eine schwere Zeit für mich, mitten in der Pubertät und meine Eltern hatten sich erst frisch geschieden. Nacht um Nacht lagst Du dicht neben meinem Kopf, hast Dir meinen Schmerz zuflüstern lassen und mit deinem Fell meine Tränen getrocknet. Du warst immer da für mich und Du warst mein ein und alles. Du hast es ertragen, wenn ich wütend von meinem Vater nach Hause kam und geschrieen habe, getobt und mein Zimmer demoliert habe. Jedesmal kamst Du danach zu mir, hast mich angemaunzt, geschnurrt und dich auf meinen Schoß gelegt.
Wir verbrachten gemeinsam ein glückliches Weihnachten, ich habe Dir extra Leckerlies gekauft und Fisch. Ich war bei Dir und habe gelacht, als Du so neugierig den Schnee auf unserem Balkon erkundet hast, ehe zu strampelnd schnell zu mir gekommen bist, wo es warm und schön war.
Aber bald darauf fingst Du an sehr krank zu werden, aber Du warst so tapfer. Du konntest dein Futter nicht mehr bei Dir behalten, hast immer erbrochen und bekamst schlimme Atembeschwerden. Aphatisch saßt Du immer da und hast um Luft gerungen, nichtmal auf mein Rufen hast Du reagiert. Ich hatte immer solche panische Angst um Dich. Der Weg zum TA war für uns beide immer eine Tortour, die wir gemeinsam überstanden.
Die Diagnose war Felines Asthma... Du warst auf dein eigenes Fell allergisch, auf Staub und alles drum herum. Es hat deine Atemwege auf dauer blockiert. Du musstest spezielles Futter bekommen, jeden Tag hab ich Dich mehrfach gebürstet und geputzt. Die Spritzenkur hast Du ohne zu Klagen über Dich ergehen lassen. Du warst mein kleiner Kämpfer, der nie aufgab.
Als meine Mutter mich dann mit 15 aus der Wohnung warf, musste ich Dich zurücklassen. Wir haben beide darunter gelitten. Ich durfte Dich nicht sehen, musste Tag für Tag mein Leben bei meinem damaligen Freund verbringen, der mich schlug und mich zu vielem zwang, gegen das ich mich nicht wehren konnte. Und Du saßt immer am Fenster oder vor der Tür und hast gewartet das ich nach Hause kam.
Ich wollte mir oft das Leben nehmen, aber ich tat es nie, ich wollte dich, meinen armen, kranken Schatz, nicht allein lassen. Und bald wollte Dich meine Mutter nicht mehr. Deine Krankheit störte sie so sehr das sie dich ins TH abgeben wollte. Das konnte ich nicht zulassen, also nahm ich Dich zu mir. Ich habe mit Dir deine Krankheit durchgestanden und ertragen, wenn mein Freund nach Hause kam, denn Du warst dann immer da und hast mich getröstet. Ich hatte gerade mal 300€ im Monat um zu leben, oft habe ich gehungert, weil Deine TA-Rechnungen so hoch waren. Aber ich wollte immer nur das es Dir gut ging, ich hatte ja nur noch Dich.
Irgendwann sind wir dann gemeinsam weggezogen, haben meinen damaligen Freund hinter mir gelassen. Meine neue Wohnung war zwar klein, aber Du durftest immer raus. Wir hatten einen Garten und um uns herum nur Felder, kleine Straßen, die fast nie befahren wurden. Und du blühtest richtig auf. Deine Tabletten und Spritzen brauchtest Du bald nicht mehr. Nur noch das spezielle Futter. Alles war gut.
Doch irgendwann fingen die Nachbarn an dich zu füttern, mit Futter das Du nicht vertrugst. Tierquälerin, haben sie mich beschimpft, wenn du einen asthmatischen Anfall vom falschen Futter hattest und sie nicht verstanden das sie dich nicht füttern durften. Weggenommen haben sie dich mir einmal, als ich nach Hause kam, warst Du einfach weg. Ich war über ein Wochenende weg und hatte meine Mutter gebeten sich um dich zu kümmern. Ein schrecklicher Fehler. Meine Wohnung haben sie vom Vermieter aufmachen lassen, Tierfänger haben dich gejagt und eingefangen und schließlich ins TH gebracht.
Noch am selben Tag habe ich Dich rausgeholt, verängstigt, verstört und mit falschen Medikamenten behandelt. Die Zeit danach war so schlimm, ich hatte immer solche Angst, weil deine Anfälle immer schlimmer wurden. Nächte lag ich wach und hab deinen Atem überwacht.
Aber irgendwann haben wir den Kampf verloren... keine Spritzen oder Tabletten halfen mehr gegen deine Anfälle. Nur wir beide waren beim TA, als ich dich das letzte Mal in den Armen hielt, dein Fell unter deinen Fingern gespürt habe, deinem Atem gelauscht habe, der langsam endete, als Du deinen Weg über die RBB gegangen bist. Ich habe Wochen um Dich geweint... ich war gerade 18 geworden... und konnte mich nicht darüber freuen. Du warst weg... für immer. Wir haben soviel miteinander durchgemacht, wir waren beide Kämpfer, aber Du hast verloren und nichts was ich tat, konnte Dir mehr helfen. Es tut mir so leid, mein Liebling... mein kleiner, tapferer Garfield. Noch heute weine ich manchmal um Dich, so wie jetzt. Ich denke immer an Dich und niemals wird dich eine andere Katze ersetzen.
Ich hoffe es geht dir gut auf der Regenbogenwiese und du denkst manchmal an mich, so wie ich an Dich. Auf das du dort spielen und toben kannst, ohne Schmerzen und Leiden.
In Liebe und ewiger Erinnerung...