Mein Hund meldet sich nicht!!

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  • Mein Hund meldet sich nicht!! Beitrag #1
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wattewoelkchen

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Hallo zusammen!Habe ein Problem mit der Sauberkeitserziehung.Mein Hund 4 Monate alt,meldet sich nicht wenn er muß!Ich muß aber dazu erklären,dass er zusammen mit seinen Geschwistern und Eltern in einem extra Raum,ausgestattet mit einer Wurfkiste und Zugang zu einem separaten Hof (wo alle Pipi und Kacker machen konnten wenn nötig)aufwuchs.Ich bekam ihn mit 8Wochen.Wenn ich alle 2 Std. mit Ihm rausging hat er auch immer groß und klein gemacht,bekam ein Leckerli und viel Lob.Leider geht er nicht gern freiwillig Gassi,da er richtig doll Angst vor allen Geräuschen,Hunden,Menschen und vor allem vor Kindern hat.Deshalb will ich viel Gassi gehn.Er sträubt sich dann,muß gelockt werden und neue Wege geht er schon garnicht.Wenn uns dann jemand entgegen kommt,bellt und knurrt er den Menschen an,was auch funktioniert,weil jeder gleich weg geht.Wenn weit hinter uns jemand ist,rennt er immer schneller und schaut sich dabei dauernd um.Jetzt zu dem eigentlichen Problem:Da er ja nicht gern Gassi geht,meldet er sich auch nicht wenn er muß.Wenn ich ihn also nicht einfach nehme und Gassi geh,macht er einfach irgendwo hin.Da ich ihn dabei selten erwische,kann ich auch nicht schimpfen.Jetzt hab ich mir überlegt,dass ich nicht mehr von mir aus geh,sondern ihn nur beobachte,bis er macht,um ihm dann zu zeigen,dass mir das nicht gefällt.Jetzt macht er gar kein Geschäft,bis zu 5-6 Std.Dann geh ich doch mit ihm,weil ich Angst hab er bekommt nen Blasenkrampf.Was soll ich also eurer Meinung nach tun,dass er lernt Laut zu geben,wenn er muß?Oder,was mach ich nur falsch?
 
  • Mein Hund meldet sich nicht!! Beitrag #2
Nils meldete sich auch nicht. Er machte einfach unter sich. Kein Piep. Erst mit der Zeit gab er Anzeichen, z.B. dass er mich ansah, zur Tür ging, unruhig wurde... Gejammert hat er nur im Restaurant, wenn er da musste...

Allerdings ging und geht Nils immer noch gerne Gassi. Wie kommt es, dass er vor allem Angst hat? Er ist doch "schon" vier Monate und müsste bereits bei dir einiges kennen gelernt haben, oder nicht? Wie reagierst du auf sein Verhalten?

Wenn er Angst hat, liegt es an dir, ihm die Angst zu nehmen, Sicherheit zu geben. Einfach nicht rauszugehen ist keine Lösung. Du musst ihm die Welt zeigen, ihn langsam gewöhnen... Dass er sich nicht meldet, wenn er muss, ist noch dein kleinstes Problem. Das hat Nils erst viel später.
Beobachte ihn, wenn es Anzeichen gibt, geh mit ihm raus. Geh lieber öfter und dafür kurz Gassi.

Mich würde noch interessieren, was für eine Rasse es ist?

Die Antworten auf meine Fragen würden mir helfen, mir ein besseres Bild der Situation machen zu können. Ich bin ja nicht vor Ort und kann nur deinen Text beurteilen...
 
  • Mein Hund meldet sich nicht!! Beitrag #3
Mein Hund ist ein Malteser/Havaneser-Mix.Ich geh mit ihm einfach so oft wie möglich Gassi.Ich reagiere nicht auf seine Angst,sondern tu so als wäre alles o.k.Habe mich mit ihm gestern an eine Bushaltestelle voll mit Kindern gestellt(wurde mir vom TA geraten).Er wollte erst fliehen,oder an mir hoch.Jetzt soll ich da ja bleiben,bis er entspannt da sitzen bleibt.Aber das Problem ist,dass die Kinder alle mit dem Bus abgefahren sind.Also bin ich auch wieder gegangen.Und so mache ich jeden Tag irgend etwas.Zum Beispiel in die Fußgängerzone gehen.Oder Fremde ermutigen,ihm ein Leckerli zu geben.Oder ist das alles falsch?
 
  • Mein Hund meldet sich nicht!! Beitrag #4
Hallo Wattewölckchen!

Wirklich Bescheid geben kann ein Hund in dem Alter meist noch nicht. Er kann ja noch kaum die Blase kontrollieren, also auch nicht Bescheid geben und so lange anhalten. Das kommt von allein mit der Zeit, da Hunde ihr "Nest" nicht beschmutzen wollen. Ich kann Geromina nur beipflichten: Das mit der Stubenreinheit ist noch Dein kleinstes Problem! Die Ängstlichkeit Deines Hundes würde mir viel mehr Sorgen bereiten. Offenbar ist er sehr abgeschirmt aufgewachsen? Das ist oft ein echtes Dilemma, dass Züchter den Welpen nicht genügend "zumuten" an Geräuschen und Außenreizen!

Wichtig ist jetzt, dass Du Dich von der Ängstlichkeit Deines Hundes nie beirren lässt! Jedes noch so winzige Zögern Deinerseits, wenn der Hund zögert, bedeutet in seinen Augen, dass auch Du Angst hast, seine Angst also berechtigt ist. Du musst Dich immer so verhalten, als gäbe es keinen Grund für irgendeine Angst (den es ja in der Tat meist auch nicht gibt!), und ihn sanft aber bestimmt mit all den Dingen unseres Alltags konfrontieren. Das machst Du schon ganz gut! Wenn er nicht allein laufen will, nimmst Du ihn halt auf den Arm, aber ohne ihn zu trösten.

Damit er jetzt viele positive Kontakte hat zu Menschen, solltest Du tatsächlich die Leute bitten, ihm Leckerchen zu geben, damit er mit Menschen etwas Positives verbindet. Lade so oft wie möglich Freunde zu Euch ein und dergl. mehr! Auch zu Kindern sollte der Welpe Kontakt haben! Hier musst Du natürlich schauen, dass es nie unangenehm ist für den Kleinen, also nicht gleich in große schreiende Kinderscharen hinein gehen, sondern ruhige, verständige Kinder bitten, Dir zu helfen, indem sie sich vorsichtig mit dem Hund beschäftigen.

Zu der Situation an der Bushaltestelle: Wenn er sich entpannt hat in der Situation, ist es nicht schlimm, wenn die Kinder dann mit dem Bus wegfahren. Ungünstig wäre, wenn er noch kläfft und sie dann gehen. Ich würde an Deiner Stelle einzelne Kinder ansprechen, die einen Moment Zeit haben. Eigentlich finden Kinder Welpen ja immer süß und mögen sich gern mit ihnen beschäftigen.

Natürlich braucht Dein Welpe auch Ruhe. Vielleicht kann er sich draußen leichter lösen, wenn Ihr dazu ruhige Ecken aufsucht. Lob ihn, wenn das gut klappt! Darauf zu warten, bis er sich drinnen löst, um dann mit ihm zu schimpfen, ist keine gute Idee. Es hört sich so an, als sei ihm das so unangenehm (weil er als Welpe schon immer ins Freie konnte, wenn er mal musste), dass er lieber anhält - das kann nicht gesund sein! Auf die Weise würde er das Bescheid sagen nicht lernen. Vor allem wenn er generell eher ängstlich ist, würde Schimpfen ihn nur zusätzlich verunsichern.
 
  • Mein Hund meldet sich nicht!! Beitrag #5
Erstmal danke für Eure Antworten!Tatsächlich macht mir seine Angst mehr zu schaffen.Aber das ist schon etwas besser geworden.Die Geschwister von meinem Hund haben die selben Probs.Ich geh seit 2 Wochen in die Welpenschule und werde auch dort bestimmt Rat und Hilfe bekommen.Es ist nur sehr deprimierend zu sehen und zu erleben, dass für unseren Teddy jedes Gassi gehen ein Spießrutenlauf ist.Entweder er geht auf die Menschen zu und bellt sie an,oder er läuft genau hinter meinen Füßen,wobei sein Schwänzchen ganz nach unten hängt.Also Angst pur.Ich hätte so gerne,dass er sich freut mit mir gassi zu gehn.
 
  • Mein Hund meldet sich nicht!! Beitrag #6
Das wird schon! Du musst nur sehr viel Geduld haben und ihm die Möglichkeit geben, Fremdes/Angsteinflößendes kennen zu lernen, als etwas Normales zu akzeptieren. Das braucht seine Zeit, aber du machst das schon richtig!

Überfordere ihn nicht, sei ruhig und gelassen! Jeder Tag eine neue "Herausforderung" und von Zeit zu Zeit etwas wiederholen (z.B. öfter an die Bushaltestelle). Das mit der Bushaltestelle habe ich mit Nils auch gemacht, als er klein war. Das ist schon mal ein Anfang. Wenn du das öfter machst, wird er merken, dass er bei dir sicher ist und ihm nichts passiert. Nur achte darauf, dass er keine schlechten Erfahrungen macht!

Viel Glück!
 
  • Mein Hund meldet sich nicht!! Beitrag #7
Du kannst ihm das Gefühl geben, dass er bei Dir sicher ist, egal was Ihr gemeinsam erlebt, indem Du immer ruhig und souverän auftrittst. Wenn er Angst hat, dann rede möglichst nicht mit ihm und streichle ihn auch nicht, sondern setz Dich neben ihn hin, sodass er neben Dir oder zwischen Deinen Knien einfach Schutz findet. Auf keinen Fall trösten! Besser gar nichts reden. Oder (wenn es um den Kontakt zu Menschen geht) Du redest ganz normal in lockerem Ton fröhlich mit den Leuten.

Nimm Dir für alles möglichst viel Zeit, sodass Dein Kleiner die Möglichkeit hat, sich in einer Situation zu entspannen, ehe Ihr wieder nach Hause geht.

Wenn Ihr Menschen begegnet, die bereit sind mitzumachen, dann achte drauf, dass sie sich nicht von oben zu dem Hund herunter beugen. Gerade für einen so kleinen Hund hat das leicht etwas Bedrohliches. Besser, die Leute hocken sich hin, anfangs sogar eher seitlich zum Hund als direkt vor ihn. Auch ist es zunächst gut, wenn sie ihn nicht direkt ansehen und auch nicht auf ihn einreden. Während Du Dich mit ihnen unterhältst, können sie dem Hund ein Leckerli hinhalten. Einfach nur hinhalten. Gebt ihm Zeit, sich allein stückchenweise vorzuwagen. Irgendwann siegt sicher die Neugier - oder der Appetit!

Nun wünsche ich Dir vor allem, dass Du ganz viele nette Hilfspersonen findest! :039: Mit der Zeit wird es bestimmt besser! :)
 
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