Ich habe 'geht so' gewählt.
Zum Einen gibt es hier in Deutschland wenige Roundpens, meist sind es Longierzirkel. Im Roundpen ist ein Pferd mit dem Menschen allein! Es kann nicht nach draußen blicken und ist abgeschirmt.
Ich halte das nicht für alle Pferde für Sinnvoll.
Ganz davon ab, halte ich auch die Arbeit im Longierzirkel nur bedingt für Sinnvoll. Es liegt natürlich viel am Geschick des Menschen und vor Allem auch an der Größe des Longierzirkels.
Ein Roundpen/Longierzirkel ist u.A. hervorragend für die Arbeit mit dem Jungpferd geeignet, jedoch kann ein Pferd auch im Roundpen/Longierzirkel bei ungeschickter Arbeit oder zu kleinem Zirkel nie sein Gleichgewicht finden und lehnt sich immer an der Bande an. Auch sind in vielen Betrieben die Round Pens/Longierzirkel leider die Stiefkinder des Betriebes, d.h. der Boden lässt gegenüber Reitplatz oder Halle oft zu Wünschen übrig und wird nicht entsprechend gepflegt (er braucht nun mal mehr Pflege), was wiederum die Verletzungsgefahr arg erhöht. auch muss man natürlich sehr auf die Ausführung achten. Ich sehe immer noch viele Zirkel, die zu Mindest im unteren Bereich zu offen sind. Die Pferde können sich so leicht verletzen. Am Besten ist ein sehr großer Round Pen, im unteren Teil mit Gummimatten, im Oberen Teil geschlossen, damit das Pferd auch in der Sicht nicht abgelenkt ist und meint, es hätte nach außen hin viel Platz. Das schützt einfach vor Unfällen und zu weitem nach Außen laufen (Steilwandrennen) der Pferde, denn gerade Jungpferde, die noch nicht so koordiniert sind, verletzen sich einfach zu schnell, wenn das Temperament mit ihnen durchgeht oder sie widersetzlich sind. Auch kann es leichter passieren, dass sch junge Pferde den Kopf an einer Stange (Dachabstützung) anschlagen, weil sie erst das Gefühl haben, dass oben alles frei ist, daher zu weit nach außen laufen, und dann einfach die Koordination fehlt schnell nach innen zu kommen, wenn der Pfeiler erkannt wird.
Ich arbeite Jungpferde nie ausschließlich im Roundpen, sondern auch genausogern in der Bahnmitte ohne seitliche Abstützung und in der freien Bahn (zur Not halbiert).