- Überzeugungsarbeit bei familiärem "Ninchen-Notfall"? WIE? Beitrag #1
D
Dready
Guest
Hallo!
Erstmal: Ich hoffe sehr, dass ihr mir hierbei ein wenig helfen könnt
Ich vermute nämlich, dass es ziemlich schwierig wird, das hinzukriegen 
Also, ein paar wenige von euch wissen bereits, was es hiermit auf sich hat. Ich habe auch überlegt, ob ich überhaupt diesen Thread eröffnen soll, weil es eben ja auch ein heikles Thema ist (schlechte Haltung etc), dann auch noch innerhalb der Familie (meines Freundes)...
Naja, nun komm ich mal zum Thema:
Die Schwester meines Freundes hat seit fast 5 Jahren ein Löwenkopfzwergkaninchen namens Ron. Er lebt in einem (viel zu kleinen) Käfig mit falscher Ernährung in Einzelhaft
Leider ist das ja schon fast ein alltägliches Bild, hier bündeln sich wohl nur die Ausnahmen, bei denen es die Tiere gut haben.
Früher war mir das gar nicht sooo sehr bewusst wie jetzt, wo ich selbst 4 Kaninchen habe. Klar hat er mir irgendwie immer Leid getan, aber jetzt muss endlich mal was getan werden.
Wie gesagt, im Sommer wird der süße weißgrannenfarbige Löwe (den man eigentlich kaum als Löwen erkennt mit seinen paar Pinseln da
) 5 Jahre alt und hat so mindestens sein halbes Leben einsam und allein verbracht.
Natürlich bekommt er auch Freilauf, so ist es ja nicht, aber das wurde im Laufe der Zeit auch immer weniger. Die Schwester meines Freundes ist auch eine ganz Liebe, aber sie weiß es bzgl. Kaninchenhaltung auch nicht besser und mittlerweile kümmert sie sich auch kaum noch um den Kleinen Kerl.
Ron weist auch schon erste psychische Störungen auf, ist allerdings trotzdem ein absolut liebes, ruhiges und sehr zutrauliches -> menschenbezogenes Kaninchen (na, wär hätte das gedacht
).
Er lieebt es, gekrault und bespielt zu werden, leider kriegt er das ja kaum noch
Wir waren letztens zu Besuch und haben ihn dann mal rausgelassen. Ich hab ihn kurz gekrault, danach hat er förmlich an mir geklebt... lief mir nach wie ein Hund, hat mich angestupst, wollte immer wieder gestreichelt und gekrault werden, und das mache ich dann natürlich auch gern, man sieht wirklich, dass dem Süßen so einiges fehlt
Die Eltern meines Freundes haben das auch beobachtet und fanden es toll, wie er aufblühte, als ich mich um in gekümmert habe. Als wir gingen (sind über die Terrasse raus), verfolgte er mich bis zur Tür. Und dann tat er etwas, das er sich vorher noch nieee getraut hatte: er sprang auf die Terrasse und wollte noch hinterher :shock:
Ich hätte ihn natürlich am liebsten sofort eingepackt, aber ich hab mich zusammen gerissen.
Ich habe auch immer mehr das Gefühl, dass Ron der Familie mit der Zeit immer "lästiger" wurde... sitzt er in der Küche "och mensch Ron! Du bist aber auch immer im Weg!"
Sie meinen es ja nicht böse, sie mögen ihn auch sehr, das merkt man schon. Aber für mich steht fest: entweder die Haltung muss sich komplett ändern und er braucht nen Kumpel ODER er muss weg (sprich: zu uns!)
Aber da ist jetzt das Problem... ich schildere euch jetzt mal den ungefähren Ablauf, wie es sicherlich auch in etwa sein wird:
1. sind den Eltern unsere 4 Monsterchen noch gänzlich unbekannt *dumdidum* :uups:
2. werden sie erstmal dezent ausflippen, wenn sie sehen, dass wir Kaninchen haben
3. nach einer kurzen Erholungsphase nach dem Kaninchenschock kann es sein, dass die Mutter meines Freundes merkt, wie süüß meine Nickels sind (Vermutung meines Freundes)
4. Sie werden die artgerechte Haltung bemerken und viellleiiiiicht sehen, dass so ne Hasengruppe ganz witzig und schön anzusehen ist. Es kann allerdings auch sein, dass sie nur den finanziellen Aspekt beäugen, sagen, dass das ja ach so viel Arbeit ist und das nicht sein müsse. Ich hoffe natürlich, dass ersteres zutreffen wird, aber ich mach mir mal nicht die größten Hoffnungen.
Hier würde langsam die Überzeugungsarbeit beginnen müssen, wenn sie sich nicht allzu sehr aufregen. Im absoluten Idealfall würde zumindest die Mutter meines Freundes anklingen lassen, dass wir Ron nehmen könnten, das vermutet mein Freund zumindest. Ich würde mir da allerdings nicht so große Hoffnungen machen, ich glaub eher, dass wir viel mehr Überzeugungsarbeit leisten müssen, und dann müssen wir ja auch noch zusätzlich die Schwester meines Freundes überzeugen, die ja trotz allem an ihrem Ron hängt, auch wenn sie sich nicht mehr wirklich um ihn kümmert.
Unsere Argumente werden natürlich sein:
- "Er darf nicht allein gehalten werden, Ron braucht Gesellschaft"
- "Er braucht ein größeres Gehege und anderes Futter"
- "Er hat leider durch die Einzelhaltung bereits einen leichten psychischen Knacks."
- "Er benötigt viel mehr Beschäftigung und Abwechslung"
- "wir sollten für ihn das Beste wollen und er sollte daher mindestens ein halbes artgerechtes und schönes Leben haben."
Die Gegenargumente stelle ich mir in etwa so vor:
- "Er war sein Leben lang alleine und kennt keine Gesellschaft"
- "in seinem Alter ist er schon zu alt"
- "ihr habt schon genug Hasen."
- "es geht ihm gut so und er hat Auslauf"
Wie kommt man dagegen an? Was sagt man da? Klar, ein Kaninchen ist in dem Alter sicherlich noch nicht zu alt, er wird jetzt bald 5...
Klar, seine Schwester hängt an ihm und will ihn sicherlich behalten -> wird seehr schwierig. Aber man muss einfach die Option sehen:
"Hole ihm bitte entweder einen Partner und schaffe ein größeres Gehege an, oder gebe ihn zu uns. Hier hat er es gut und im Sommer sorgen wir zusätzlich für Gartenauslauf, und du könntest ihn so oft besuchen, wie du möchtest."
Aber ob das reicht, wage ich zu bezweifeln. Ich will den kleinen Kerl nicht aufgeben und versauern lassen, man muss sie irgendwie überzeugen, dass es für Ron das Beste ist.
Nur wie kann ich gegen die Argumente der "Gegenpartei" dann ankommen? Was kann ich tun? Bitte helft mir, wir machen das alles im Sinne und zum Wohl von Ron....
sorry, dass der Thread jetzt so ewig lang ist.... ich hoffe, ihr verzeiht mir, aber das Thema und Ron liegen mir sehr am Herzen
Erstmal: Ich hoffe sehr, dass ihr mir hierbei ein wenig helfen könnt
Also, ein paar wenige von euch wissen bereits, was es hiermit auf sich hat. Ich habe auch überlegt, ob ich überhaupt diesen Thread eröffnen soll, weil es eben ja auch ein heikles Thema ist (schlechte Haltung etc), dann auch noch innerhalb der Familie (meines Freundes)...
Naja, nun komm ich mal zum Thema:
Die Schwester meines Freundes hat seit fast 5 Jahren ein Löwenkopfzwergkaninchen namens Ron. Er lebt in einem (viel zu kleinen) Käfig mit falscher Ernährung in Einzelhaft
Leider ist das ja schon fast ein alltägliches Bild, hier bündeln sich wohl nur die Ausnahmen, bei denen es die Tiere gut haben.
Früher war mir das gar nicht sooo sehr bewusst wie jetzt, wo ich selbst 4 Kaninchen habe. Klar hat er mir irgendwie immer Leid getan, aber jetzt muss endlich mal was getan werden.
Wie gesagt, im Sommer wird der süße weißgrannenfarbige Löwe (den man eigentlich kaum als Löwen erkennt mit seinen paar Pinseln da
Natürlich bekommt er auch Freilauf, so ist es ja nicht, aber das wurde im Laufe der Zeit auch immer weniger. Die Schwester meines Freundes ist auch eine ganz Liebe, aber sie weiß es bzgl. Kaninchenhaltung auch nicht besser und mittlerweile kümmert sie sich auch kaum noch um den Kleinen Kerl.
Ron weist auch schon erste psychische Störungen auf, ist allerdings trotzdem ein absolut liebes, ruhiges und sehr zutrauliches -> menschenbezogenes Kaninchen (na, wär hätte das gedacht
Er lieebt es, gekrault und bespielt zu werden, leider kriegt er das ja kaum noch
Wir waren letztens zu Besuch und haben ihn dann mal rausgelassen. Ich hab ihn kurz gekrault, danach hat er förmlich an mir geklebt... lief mir nach wie ein Hund, hat mich angestupst, wollte immer wieder gestreichelt und gekrault werden, und das mache ich dann natürlich auch gern, man sieht wirklich, dass dem Süßen so einiges fehlt
Ich hätte ihn natürlich am liebsten sofort eingepackt, aber ich hab mich zusammen gerissen.
Ich habe auch immer mehr das Gefühl, dass Ron der Familie mit der Zeit immer "lästiger" wurde... sitzt er in der Küche "och mensch Ron! Du bist aber auch immer im Weg!"
Sie meinen es ja nicht böse, sie mögen ihn auch sehr, das merkt man schon. Aber für mich steht fest: entweder die Haltung muss sich komplett ändern und er braucht nen Kumpel ODER er muss weg (sprich: zu uns!)
Aber da ist jetzt das Problem... ich schildere euch jetzt mal den ungefähren Ablauf, wie es sicherlich auch in etwa sein wird:
1. sind den Eltern unsere 4 Monsterchen noch gänzlich unbekannt *dumdidum* :uups:
2. werden sie erstmal dezent ausflippen, wenn sie sehen, dass wir Kaninchen haben
3. nach einer kurzen Erholungsphase nach dem Kaninchenschock kann es sein, dass die Mutter meines Freundes merkt, wie süüß meine Nickels sind (Vermutung meines Freundes)
4. Sie werden die artgerechte Haltung bemerken und viellleiiiiicht sehen, dass so ne Hasengruppe ganz witzig und schön anzusehen ist. Es kann allerdings auch sein, dass sie nur den finanziellen Aspekt beäugen, sagen, dass das ja ach so viel Arbeit ist und das nicht sein müsse. Ich hoffe natürlich, dass ersteres zutreffen wird, aber ich mach mir mal nicht die größten Hoffnungen.
Hier würde langsam die Überzeugungsarbeit beginnen müssen, wenn sie sich nicht allzu sehr aufregen. Im absoluten Idealfall würde zumindest die Mutter meines Freundes anklingen lassen, dass wir Ron nehmen könnten, das vermutet mein Freund zumindest. Ich würde mir da allerdings nicht so große Hoffnungen machen, ich glaub eher, dass wir viel mehr Überzeugungsarbeit leisten müssen, und dann müssen wir ja auch noch zusätzlich die Schwester meines Freundes überzeugen, die ja trotz allem an ihrem Ron hängt, auch wenn sie sich nicht mehr wirklich um ihn kümmert.
Unsere Argumente werden natürlich sein:
- "Er darf nicht allein gehalten werden, Ron braucht Gesellschaft"
- "Er braucht ein größeres Gehege und anderes Futter"
- "Er hat leider durch die Einzelhaltung bereits einen leichten psychischen Knacks."
- "Er benötigt viel mehr Beschäftigung und Abwechslung"
- "wir sollten für ihn das Beste wollen und er sollte daher mindestens ein halbes artgerechtes und schönes Leben haben."
Die Gegenargumente stelle ich mir in etwa so vor:
- "Er war sein Leben lang alleine und kennt keine Gesellschaft"
- "in seinem Alter ist er schon zu alt"
- "ihr habt schon genug Hasen."
- "es geht ihm gut so und er hat Auslauf"
Wie kommt man dagegen an? Was sagt man da? Klar, ein Kaninchen ist in dem Alter sicherlich noch nicht zu alt, er wird jetzt bald 5...
Klar, seine Schwester hängt an ihm und will ihn sicherlich behalten -> wird seehr schwierig. Aber man muss einfach die Option sehen:
"Hole ihm bitte entweder einen Partner und schaffe ein größeres Gehege an, oder gebe ihn zu uns. Hier hat er es gut und im Sommer sorgen wir zusätzlich für Gartenauslauf, und du könntest ihn so oft besuchen, wie du möchtest."
Aber ob das reicht, wage ich zu bezweifeln. Ich will den kleinen Kerl nicht aufgeben und versauern lassen, man muss sie irgendwie überzeugen, dass es für Ron das Beste ist.
Nur wie kann ich gegen die Argumente der "Gegenpartei" dann ankommen? Was kann ich tun? Bitte helft mir, wir machen das alles im Sinne und zum Wohl von Ron....
sorry, dass der Thread jetzt so ewig lang ist.... ich hoffe, ihr verzeiht mir, aber das Thema und Ron liegen mir sehr am Herzen