Shiela, wir vermissen Dich ..

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dhjamila

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Liebe Shiela,

gestern hörte für viele Stunden, für uns, die Erde auf sich zu drehen.

Wir musten Abschied nehmen von Dir.

Langsam, ganz langsam geht es weiter für uns und die Tränen
beginnen den schönen Erinnerungen zu weichen.

Sehr hatten wir uns eine kleine Katze gewünscht und waren
glücklich als die Nachricht kam, daß ihr geboren wurdet.
Die Tage bis wir Euch zum erstenmal besuchen durften
wollten einfach nicht vergehen.

Dann war es soweit !

Voller Aufregung haben wir uns auf dem Weg zu Eurer
Kinderstube gemacht.
Uns auf das Sofa gesetzt und Euch kleine tapsigen Wesen
beobachtet.
Es dauerte keine 3 Minuten, dann kamst Du und sichertest Dir,
kaum die Augen geöffnet,selbstbewusst und ganz bestimmt,
den Platz auf Angelos Schoß und in unserem Herzen!
So klein noch, aber schon ganz sicher, dass es keinen besseren
Platz auf der Welt für Dich gibt !
Sofort wurde auch Dein Name gefunden: SHIELA !
Angelo hat Dich oft besucht und Du hast ihn immer erkannt!
Dann kam der Tag, als Angelo sehen muste, dass Du in Deiner
Kinderstube nicht so gut aufgehoben warst.
Wir haben Dich sofort in Dein neues zu Hause geholt,
Du warst noch keine 7 Wochen alt,

DANN WARST DU DA!

und hast uns die Nächte zum Tag gemacht -
Kartenspielzeug *pfffftttttt ......*

Dein Spielzeug waren unsere Füße unter der Bettdecke,
der Inhalt des Wohnzimmerregales, die Vorhänge und noch vieles mehr.
Nur nicht, die kleinen Sachen, von denen manche Menschen,
die sich Produktdesigner nennen, dachten dass sie Dir gefallen könnten.
Manchmal musten wir Dich aussperren,
denn Du warst nicht nur Nachtaktiv, Du warst ein Nachtaktivist.
Wenn Du müde warst hast Du es Dir, auf unseren Hälsen oder
über unseren Köpfen bequem gemacht und genüsslich unsere Haare gekaut .

Die Milch für`s Frühstück mochtest Du mindestens genausosehr wie wir.
Den Tisch eine Minute ausser Acht gelassen und schon,
hast Du mit Deiner Tatze - schwupps - die Milch umgekippt und Dich
genüsslich drüber her gemacht.

Im Frühjahr nach Deiner Geburt, dachten wir, dass es nun an der Zeit
sei, Dir die Welt draussen zugänglich zu machen.
Ich nahm Dich, setzte Dich auf die Blümchenwiese in unserem Hof,
und dachte dass es nun besser sei, Dich ersteinmal allein zu lassen.
Von unserem Küchenfenster aus hatte ich alles unter Kontrolle -
dachte ich.
Da saßt Du nun, Du kleine Maus, etwas ängstlich aber doch neugierig.
Dann klingelte mein Telefon und ich war ein paar Minuten abgelenkt.
Als ich wieder zum Fenster kam, sass der große Straßenkater von nebenan
auf der Blümchenwiese.
Klein Shiela war verschwunden !
Wir haben uns unendlich gesorgt, Dich gesucht und gerufen.
Bis Angelo plötzlich ein leises maunzen hörte welches aus unserem Keller kam.
Da warst Du, ganz hinten in der Ecke, zwischen 3 Opelmotoren,
ziemlich verstaubt und mit Ölflecken im Fell,
aber glücklich und laut schnurrend, darüber dass wir Dich gefunden
hatten !

Von da an, warst Du verschwunden, sobald die Wohnungstür sich
öffnete und machtest auch sonst den größtmöglichen Bogen darum !
Die Zeit verging und Du entwickeltest Dich, von dem kleien Rabauken,
aufmüpfigen Teenie zu einer sehr selbstbewusten stattlichen und
wunderschönen Katzendame.

Die alle 4- und 2- Beiner in ihrer Nähe wohlwollend duldete,
nur keine anderen Katzen oder Kater!
Du hast Deinen Papa, von unserem Balkon vertrieben und Deiner
Mama so den Garaus gemacht, dass die 3 Tage lang auf dem
Überboden in unserem Korridor wohnen muste.
Du hast Burschi das Leben in seinem Revier zur Hölle gemacht,
so dass er sich unter Opis Bett verzog und da nicht mehr hervorkommen wollte,
für die Zeit unseres Besuches.
Du warst sehr unsozial zu Deinen Artgenossen,
aber woher solltest Du denn von sozialverhalten wissen,
welches die Katzenmamas Ihren Katzenkindern erst ab der 9. Woche
beibringen.
Da waren wir Menschen schon Deine Familie.
Vielleicht lag es auch daran, dass Du uns, beim streicheln und kraulen,
von einer Sekunde zur anderen, erst noch genüsslich schnurrend und in der
nächsten Sekunde und fauchend die Ohren angelegt in die Hand gebissen hast.
Wir haben aber gemerkt, dass Du uns nicht wirklich weh tun wolltest
und dass es Dir leid tat und Dir deshhalb jeden Kratzer und Biss ganz
schnell wieder verziehen.
Nur die Dich nicht so gut kannten wie Angelo und ich, hatten manchmal etwas Angst vor Dir.
Es gab Zeiten, da haben wir zu dritt gewohnt, dass fandest Du nicht so gut und hast Möbelstücke oder Wohnungsecken zur Katzentoilette umfunktioniert.
Bei Rolf hattest Du ein sehr sicheres Gespür, dem hast Du gleich einen großen Haufen auf das Kopfkissen gelegt - was ihn vertrieben hat, und das war gut für mich.
Auch das haben wir Dir immer verziehen und Dich doch trotzdem so geliebt
wie Du warst, eine bezaubernde, liebende Katzendame manchmal mit Ecken, Kanten und vorallem einen EIGENEN Kopf!

Die Zeit verging, oft sind wir mit Dir umgezogen und es dauerte keine 10 Minuten dann hast Du Dein neues zu Hause erkundet und akzeptiert.
In der Pestalozzistrasse, hast Du mich, wenn Du mein Auto gehört hast,als ich Nachts von der Arbeit kam, schon oben vom Balkon begrüßt um Sekunden später wie der Blitz über Rüdiger zur Wohnungstür zu sausen.

Und einmal hatten wir ganz früh morgens Besuch von einem unsichtbaren Wesen, welches Deinen Namen rief. Du saßt da, auf der Balkonbrüstung schautest in die Luft und fingst an zu schnurren.
Ich muste mich ganzganz doll kneifen um zu glauben, was ich da erlebte.
Seither weiß ich ganz sicher das es noch vieles andere außer Wolken, Vögel und Flugzeuge zwischen Himmel und Erde gibt

Du warst 5 Jahre alt und dann kam Simitti.
Die kleine tapsige Hundenervensäge.
Ihr aber habt Euch sehr schnell angefreundet.

Du mochtest Smitti vorallem deshalb, sie Dir immer ganz
viel von ihrem Welpenfutter übrig gelassen hat.
Interresiert standest Du vor Smittis Babykorb und hast beobachtet was die kleine da drin so treibt.
Smitti liebte Dich, das zeigte Sie Dir mit ganz viel Schwanzwedeln und
manchmal zu vielen Hundeküsschen.
Die Du auch das ein- oder andere mal, mit Fauchen und einem Pitsch,
auf Smittis Nase abwehren mustest.
Aber auch Smitti hat das sofort wieder vergessen und 5 Minuten später
wart ihr wieder dicke Freunde.
Smittis kleinen Freund Hugo mochtest Du von Anfang an,
der war ganz schüchtern zu Dir.
Ich sehe Euch drei noch ganz genau, alle auf dem ehemals weißen Sofa,
eingekuschelt und friedlich beieinander schlafend.
Dann kamen oft fremde Leute in unsere Wohnung und die, die Du besonders mochtest, hast Du sehr schnell zu Deinem Dosenöffner gemacht. Die durften erst dann die Wohnung verlassen, nachdem Du ihnen mit eindringlichen maunzen, bettelblick und ein paar bissen in die Ferse klargemacht hast, das Du JETZT SOFORT frühstücken möchtest - genauso wie uns.
Da wir diesen bei eindringlichen bitten nieee hart bleiben konnten,
warst Du eine sehrsehr umfangreiche aber wunderschöne Katze.
Im Sommer, wenn unten auf dem Hof die Kätzinnen Ihr Geschrei
anstimmten und die Kater sich prügelten, saßt Du erhaben auf dem Fensterbrett, Deine Blicke haben Bände gesprochen ... "SCHÖN DAS ICH DA JETZT NICHT MITMISCHEN MUSS !"
Lebendes Spielzeug gab es für Dich auch in unserer Wohnung genug!
Wir waren immer Falter und Fliegen frei.
Trotz Deines Umfanges, warst Du sehr schnell und wegwaren sie,
die Fliegentiere.

Sehr lange war Dein Lieblingsplatz im Bad auf dem Wäscheschrank,
gegenüber unserer Toilette von dem aus Du Dir das treiben in aller Ruhe von oben anschauen konntest. Was für unsere Gäste manchmal ungewöhnlich war, aber Du mit Deinem Charme hast alle verzaubert und keiner hat sich an Deinenn Studien gestört!
Im Winter hast Du Dir am Ofen, auf der Sofalehne, eine beträchtliche Kuhle, ganz für Dich allein gebaut ..
Wenn jemand vor Dir saß, war Deine Lieblingbeschäftigung, die Haare
zu kauen und zu lecken. Wahrscheinlich wolltest Du uns "putzen".

Die Jahre vergingen mit Dir, Du hast uns in schweren Stunden getröstet uns zum lachen gebracht und ganz viel wärme gegeben auch manchmal genervt

und und wir dachten, daß würde immer so sein ...

Bis Dir plötzlich das Fressen keinen Spaß mehr gemacht und Du den
Appetit verloren hast.
Angelo dachte Du seiest traurig, weil er so oft weg war, auch manchmal
über Nacht.
Als ich Dich am Sonntag vor einer Woche gesehen habe, war ich erschrocken, aus Dir war plötzlich eine schlanke Katze geworden.
Doch nachdem wir hier ankamen, hast Du ich sofort über Smittis Trockenfutter
hergemacht und ich dachte"Okay, die Shiela hat nun auch eingesehen, dass es besser sei weniger zu wiegen" und hab mir auch noch keine große Sorge gemacht nur
ein ganzklein wenig...
Die Sorge kam erst am Dienstag, da wolltest Du gar nichts essen,
am Mittwoch wurde es schlimmer und Du hast viel gebrochen.
Donnerstag hast Du wieder gefressen, aber das auch wieder rausgebracht.
Dann sind wir mit Dir zum Tierarzt gefahren...
das was wir da hören musten hat uns sehr traurig gemacht,
aber ersteinmal war es nur eine Vermutung, dass sich vielleicht etwas böses in Dir breitgemacht hat.
Nach dem Tierarztbesuch warst Du zwar schwach, aber ganz tapfer,
hast Dich bei Angelo eingekuschelt und so laut geschnurrt,
das ich dachte "NEIIIINNN", so schlimm kann dass alles nicht sein.
Bei den nächsten 2 Tierarztbesuchen, warst Du so tapfer,
hast Dir mit ganz wachen Augen alles da angeschaut,
hast in Deinem Körbchen, die Infusionen ertragen, ohne zu murren,
zu knurren oder zu fauchen. Du wustest das Dir das gutut!
Zurück im Garten, wolltest Du die Umwelt erkunden
und bist von der Terrasse runter auf Wanderschaft gegangen,
hast den Vögeln zugehört, Dich genüsslich in die Sonne gesetzt,
etwas Gras gefressen an Deinem Trinknapf geschlabbert,
als ich Thunfisch und Lachs für das Sushi geschnitten habe,
hast Du Dich sogar auf die Hinterpfoten gestellt und gebettelt.
Ein ganz klein wenig konntest Du essen und wie Du dabei geschnurrt hast !!!!
Nachts hast Du Dich zu uns ins Bett gekuschelt und ich war mir ganz sicher, das Du noch eine Weile bei uns bleibst.
Dann kam der Dienstag, am Nachmittag plötzlich, hast Du
nicht mehr auf unsere Anrede reagiert und der Omi ist es zuerst aufgefallen,
dass Du an uns vorbei ins ... schaust.
Wahrscheinlich hast Du dann schon etwas gesehen, was wir nicht sehen konnten, den Anfang der Regenbogenbrücke. Und da die so schön ist, hast Du beschlossen, bald darüber zu gehen!
Abends zu Hause dann, hast Du Dich zurück gezogen um in Ruhe über
Deinen Entschluss nachdenken zu können.
Du mochtest weder Smitti noch mich in Deiner Nähe,
die halbe Nacht hast Du bis morgens auf dem Balkon gebracht.
Da muste auch ich verstehen, dass Du nicht mehr auf dieser Welt sein möchtest.
Aber auch mit diesen Wissen, hatte ich doch immer noch Hoffnung,
die durch den Ultraschall bitter enttäuscht wurde.
Somit habe ich beschlossen, Dich nicht aus der Narkose aufwachen zu lassen, bin zu Dir gekommen und habe Abschied genommen.
Du lagst da, ganz entspannt und hast mich mit Deinen wunderschönen großen Augen angeschaut und mir gesagt, "bitte lass mich gehen..."

Auch wenn wir wissen, dass es Dir da wo Du jetzt bist, besser geht,
das Du keine Schmerzen mehr hast und Du sicher über die Regenbogenbrücke gegangen bist, auf der anderen Seite alte Freunde getroffen hast und Ihr da jetzt alle miteinander spielt und glücklich seit fällt es doch so unglaublich schwer loszulassen.

In unserem Herzen wirst Du immer sein und vielleicht kommst Du uns mal besuchen und gibst uns ein Zeichen.

Wir vermissen Dich so sehr !

Leipzig, den 12.06.2008
 

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Die Geschichte ist echt süß und doch traurig :089:

Fühl dich gaanz doll gedrückt und ich bin mir sicher dass sie bei euch ein gutes Katztenleben hatte. Irgentwann werdet ihr sich wider sehen.
Und sie wird auf euch warten!
 
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Shiela, wir vermissen Dich ..

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