Hallo Emily,
mensch, die Diagnose ist traurig!
Ich glaube aber viel machen können wirst du, so hart es auch klingt, nicht, außer dem Kaninchen noch eine schöne Zeit zu machen.
Ich hatte ein ähnliches Schicksal. Ich habe 3 Kaninchen mit Krebs gehabt, alle drei sind bereits über die RBB gehoppelt. Schoko mit Lymphkrebs, die Monate nach einer OP starb, Nicky mit Gebärmutterkrebs, Amy mit Gebärmutterkrebs und Mammatumore, die bereits Lymphknoten befielen.
Nicky ist ganz ähnlich wie bei dir. Ich kastriere Kaninchen vorbeugend. Vor genau 2 Jahren habe ich Nicky im Alter von 7 1/2 Jahren kastrieren lassen, den Termin habe ich so gelegt, dass ich danach noch Zeit hatte für die Nachsorgung. Letztenendes ist es nämlich wirklich so das die OP bei einem Kaninchen nicht das schlimmste ist, sondern die Nachsorge! Genau am OP-Morgen fing sie an zu bluten. Die Operation zeigte dann natürlich ein Adenokarzinom, wie man ihn selten sieht: Alle Schichten der Gebärmutter wurden bereits durchdrungen! Wir ließen uns dann auf ein halbjähriges Röntgenbild ein. 1 Jahr nach der OP dachten wir sie hätte es überwunden, da käme nichts mehr. Auf der Lunge waren zwar Schatten erkennbar, aber die wurden innerhalb eines Jahres nicht größer.
1 1/2 Jahre darauf fiel mir auf das Nicky arge Atemprobleme hatte. Die Nase hoch hielt, richtig pumpte und später auch das Maul mit aufrieß. Schnell fuhr ich in unsere Tierklinik, die einen Kardiologen hatte. Zu einem Herzultraschall kam es erst gar nicht, ich dachte es würde am Herzen liegen. Wir ließen sie vorab Röntgen und da fiel direkt die Diagnose: Die komplette Lunge ist voll mit Metastasen! Die Diagnose war so schrecklich für mich, dass ich Tränen überseht die Tierklinik verließ! Ich habe ebenfalls Cortison mitbekommen, was ihr aber keine Besserung verschafft hat. Ich hab ihr vorsichtshalber auch Novalgin gegeben (Schmerzmittel, auch für Krebspatienten).
Ich gab ihr nur noch eine Woche mit dieser Diagnose, es war April und ich ließ sie noch die letzten Tage im freien verbringen. Ich dachte mir aber ehe Nicky erstickt, lasse ich sie jetzt gehen. Mir ist im letzten Dezember ein Kaninchen erstickt, ich weiß wie schnell es geht und unsere Tierklinik war 5 Minuten von uns entfernt, auf dem rasanten hinweg dorthin, hat das Kaninchen den Kampf aufgegeben. Ich wollte nicht das Nicky so stirbt, weil der Erstickungstod ein sehr krasser Tod ist! Aufgrung ihrer krampfhaften Atmungen und das es einfach nicht mehr besser werden kann bis ich Freitags spät Abends zum einschläfern in die Tierklinik gefallen. Sie schlief schnell und sanft in meinen Armen ein!
Nicky lebte 9 Jahre lang bei mir!
Ich habe auch darüber nachgedacht sie Homöophatisch zu behandeln. Aber da wir die Diagnose bereits hatten und wenn die Lunge bereits so stark in Mitleidenschaft gezogen ist, gibt es nun mal kein Ausweg mehr, habe ich mich dagegen entschieden und mich lieber für die Rechtzeitige Erlösung entschieden. Es ist schwer den richtigen Zeitpunkt zu finden, ich wollte nicht das es ihr noch schlechter geht. Am selben Tag putzte sie noch ihren Partner, knabberte am Karton. Aber alleine das an ihr nichts mehr dran war, ihr Bauch Luftgefüllt war durch die Atmung, war es einfach nur noch vernünftig sie gehen zu lassen!
Es ist äußerst hart darüber nachzudenken, dass verstehe ich sehr gut! Ich hoffe das du noch sehr, sehr viel Zeit mit deinem Kaninchen verbringen kannst und ihm noch zeigen kannst wie schön das Leben sein kann. Aber eine Heilung wird es sicherlich nicht mehr geben, ich vertraue Dr. Ewringmann, sie ist eine Kaninchenexpertin!
Ich drücke euch und denke an euch!
lg