Tut mir leid, aber ich muss jetzt mal wieder einen Roman schreiben, also:
Seit ich Survivor-Willi habe, war ich jetzt eben das erste mal wieder dort spazieren, wo ich ihn gefangen habe. Früher bin ich da fast täglich mit den Hunden gelaufen, aber ich konnte die Gegend jetzt irgendwie nicht mehr sehen, ich brauchte eine Pause davon, deshalb war ich da die letzten 2 Wochen nicht mehr.
Inzwischen ist dort sogar das Unterholz so licht, da hätte der Kleine kein einziges Versteck mehr gehabt. Selbst wenn er vor den anderen Wildtieren in Form von Haken schlagen davon gekommen wäre, für die ganzen Spaziergänger und Hunde wäre er sichtbar gewesen. Und dass da eine Menge Müll drin liegt, habe ich ja schon erzählt, aber jetzt wo das so licht ist, sieht man erst mal, was da wirklich alles liegt. Zig tausend Glasflaschen und Scherben! Der Kleine hat echt einen Schutzengel gehabt und irgendwie kommt es mir auch so vor, dass er seine Freiheit bis zum letzten Tag genossen hat. Es scheint wirklich, er hätte sich genau am letzten Tag den er noch geschafft hätte zum überleben sich fangen lassen. Unglaublich wie die Natur sich in zwei Wochen verändert, wenn man mal genau hinschaut.
Gerade habe ich eine Mail bekommen, von einem Tierheim, bei dem ich nach einer kastrierten Dame anfragte, da ich zu dem Zeitpunkt dieser Anfrage noch nicht wusste, dass ich auch einen kastrierten Rammler beisetzen kann. Jedenfalls schrieben die, dass es schwer ist eine kastrierte Dame zu finden, das wird in der Regel nicht gemacht, da das 100 Euro kosten würde, aber sie haben bisher immer schon nach zwei Wochen die Kastraten zu den Mädchen gesteckt und es wäre nie was passiert, also ich solle die 6 Wochen Quarantäne nicht einhalten. Sollte es ein Tierheim nicht besser wissen?
Nun zu meinem Gehegeproblem. Da ich inzwischen zig "angefangene" Gehege habe und die halbe Nacht das Haus vermessen habe, wo ich die 6 m Gitterelemente, welche ursprüngelich als Übergang für draußen gedacht waren, unterbringe hatte ich auf einmal die naheliegenste Idee. Egal wo im Haus, diese 6 m würden immer im Weg rumstehen und frei laufen lassen kann ich die Häschen ja nicht wegen den Hunden. Da ich nun nicht weiß, ob drinnen oder draußen, kam mir die Blitzidee: Weder drinnen noch draußen. Mein Balkon der ja von einer Seite verglast ist, und logischerweise auf einer Seite eine Hauswand besitzt, hat ja nur noch zwei offene Seiten. Davon ist ja eine Seite inzwischen auch mit einer transparenten Folie zu. Jetzt werde ich die letzte noch offene Seite auch zu machen. Und dann das Gittergehege direkt auf den Boden des Balkons stellen, mit samt der Schutzhütte. Soll heissen, sie haben dann in der Länge ca. 6 m, in der Breite leider nur 1 m, aber auf den 6 m Länge können sie ja schon einen richtigen Hoppler machen. Der Balkon ist ja auch noch überdacht. Der Boden ist aus Holz, welcher wiederrum im Abstand von ca. 8 -10 cm über einem Fertiggaragendach gebaut wurde, darunter Luft. Luft ist die beste Isolierung die es überhaupt gibt. Zusätzlich muss ich aber trotzdem auf dem Holzdeck einen Teppich legen, da die Holzdielen mit Fugen verlegt sind. Also letztendlich ist das dann ein absoluter Wind- und Regenschutz bei einem Klima von ca. 6 -10 Grad tagsüber. In der Nacht können sie ja dann hoppeln, kuscheln oder in die Schutzhütte.
Ich denke, das ist die idealste Lösung, für Innenhaltungskaninchen als auch für draußen lebenden. Frost kommt auf gar keinen Fall auf den Balkon durch die Folie. Es wird da immer einige Grade wärmer sein, als ganz draußen. Auch nachts. Heisst es ist nicht so warm wie im Haus und nicht so kalt und frostig wie draußen.
Willi hatte bisher ja keine Schutzhütte und keinen Auslauf und keinen Kuschelpartner und immer noch eine Balkonseite offen, deshalb vllt. sein aufblähen. Wenn ich die Probleme jetzt löse, denke ich schafft es auch Knobi, der mir immer noch nicht zugesichert wurde.
Ganz auf dem Balkon hoppeln lassen das geht nicht, da von dort eine Treppe in den Garten führt den die Hunde benutzen. Deshalb muss das Gehege auf den Balkon.
Ich werde jetzt gleich anfangen mit auf- und umbauen und werde dann, sollte ich heute fertig werden, Fotos gegen Abend reinstellen.
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
Fellnase01 schrieb nach 16 Minuten und 46 Sekunden:
Gerade kam DER ANRUF!
Ich darf Knobi morgen um 11.00 Uhr abholen!!!!!
Na dann habe ich ja jetzt den restlichen Mittag/Abend/Nacht, noch ne Menge zu tun!
Übrigens sagte die TÄ vom TH gerade am Tel. es kann schon auch sein, dass die sich blutig beißen, wäre auch nicht soooo dramatisch, man mus halt nur aufpassen, dass sich kein Abzess bildet.
Leute, wenn ich ehrlich bin, habe ich mich so lange auf Willis VG gefreut, aber jetzt wo sie so kurz bevor steht, wünschte ich mir, einer von euch wäre hier und könnte das mit mir zusammen beobachten.