- Probleme mit Buddy - Hundeschule Beitrag #1
Kiki2603
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Hallo zusammen,
in diesem Thread: https://www.tierforum.de/t46097-probleme-mit-buddy-was-ist-richtig.html
habe ich schon einiges über meinen Problem- und Sorgenfall Buddy berichtet.
Seit Oktober haben wir eine sehr gute Hundeschule.
Ich hatte zu dieser Zeit kein Internet, und habe darum eine Art Hundeschulentagebuch geführt, was ich euch jetzt zeigen möchte
Über Kritik, Anregugen etc. und Kommentare freue ich mich
Ich kopiere jetzt aus Word:
Vor ein paar Wochen habe ich mit Sophie im Wald in Hünxe, in so einem tollen Sandwald wie Dünen, nette Leute getroffen, die auch aus Oberhausen kommen – wie wir.
Vorher haben wir diese Leute schon mal bei uns zu Hause im Wald getroffen mit Sophie alleine, ihr Hund ist gerade mal 7Monate alt. Sie hatten damals schon von ihrer Hundeschule erzählt, aber alle finden ihre Hundeschule immer gut. Aber dieses 2. Mal haben sie mir gesagt, wie die Hundeschule arbeitet und das hat sich super klasse angehört.
Am nächsten Tag bin ich dann zu der Hundeschule hin gefahren und habe mir ein paar Infoblätter und die Telefonnummer geben lassen. Es war gerade Training und ich wollte nicht stören.
Das, was in den Infos stand, hörte sich super an. Die Hundeschule gibt es erst seit Mai diesen Jahres, wird von Mann und Frau geführt. Er ist Wesenstester, sie hat eine umfangreiche Ausbildung beim BHV gemacht. Das, was sie sagte hörte sich gut an, er war auch klasse.
Sie rieten mir beide zu Einzelstunden – erstmal. Ich dachte mir, testen können wir es ja mal und ich habe Ralf zu uns nach Hause eingeladen. Er kam zu uns und Buddy tickte wirklich total aus. Es hat gut eine halbe Stunde gedauert, bis Ralf richtig reinkommen konnte und sich setzen konnte.
Buddy hatte natürlich einen Maulkorb auf.
Dann haben wir gut 2Std gesprochen. Vorher habe ich mir schon mal Gedanken gemacht, zu Buddys „traurigem“ Werdegang und habe ihn protokolliert, damit ich nichts wesentliches vergesse.
Die nächsten Trainingsstunden sind auf dem Platz bei ihnen.
Ihre „Diagnose“ lautet: Buddy hat es sich zur Aufgabe gemacht, mich zu beschützen und mir zu zeigen, wo es lang geht. Durch seine Beißerfolge und seine Unsicherheit und dem Drang mit zu beschützen zeigt er dieses Verhalten.
Das Training: Buddy soll eingeschränkt werden. Er soll mir in der Wohnung nicht bei jedem Schritt folgen, sondern soll auf seinem Platz bleiben. Das klappt sehr gut!
Die Küche ist ab sofort tabu, das ist mein Platz.
Beim Gassi gehen machen wir Linkswendungen, um den Hund einzuschränken.
Ich hätte nicht gedacht, dass Buddy da so extrem drauf reagiert. Er ist ein unsicherer Hund, das war mir bisher nie aufgefallen, aber jetzt schon.
Wenn ich ihn auf seinen Platz schicke in der Wohnung und ihn beim gassi gehen so einschränke wirkt er sehr verunsichert. Wenn er sich so verhält, wie ich es möchte (liegt entspannt auf seinem Platz, achtet an der Leine auf mich und sieht mich an) wird er natürlich belohnt!
Am Freitag hatten wir die 3. Trainingsstunde und haben das Clickern begonnen und Buddy konditioniert. Das klappt es gut. Meine Aufgabe zum nächsten Mal ist es weiter mit dem Clicker zu arbeiten. Erstmal nur in zwei Situationen. Einmal wenn er sich lieb in seinem Korb liegt, dann wird er geklickt und dann wenn er beim gassi gehen ohne Kommando auf mich achtet und mich ansieht. Das klappt wirklich super gut.
Auf dem Platz hat es auch klappt geklappt. Ralf lief neben mir hinter dem Zaun, Anfangs wollte Buddy ihn auch durch den Platz anfallen. Als ich mit ihm gearbeitet habe, hat er ihn gar nicht interessiert. War ein schönes Gefühl, dass Buddy so toll läuft, obwohl Ralf dort lief.
Die Stunden auf dem Platz mache ich mit seiner Frau, Angelika. Weil wenn Ralf dabei ist, ist Buddy unter Stress und das soll er nicht, sagen sie.
Mit Angelika komme ich auch super klar. Sie ist sehr nett und vor allem hat sie viel Ahnung, finde ich. Sie macht das echt klasse. Genau so was wie sie, habe ich schon immer gesucht. Wenn ich die mal eher gefunden hätte...
Die 3. Stunde ist nun um. Ich habe erstmal eine 10er Karte gekauft, für 200€... ganz schön viel Geld, aber ich erhoffe mir viel davon und ich finde wir sind schon relativ weit gekommen – hätte ich nicht mit gerechnet.
Sophie ist bei uns. Und das wird sie, wie es aussieht, auch bleiben. Der Hausverwalter ist dagegen, erlaubt es nicht. Wir leben aber in einem 2. Familienhaus und die Nachbarn unter uns haben nichts gegen 2 Hunde – ganz im Gegenteil. Sie hatten selber immer zwei, der eine ist vor kurzem gestorben.
Die Hundeschule, wo wir nun sind, bietet auch Dog Dancing an. Ich freue mich sehr drüber.
Nach meinen 10 Einzelstunden werde ich in eine Trainingsgruppe integriert und werde wenn möglich parallel dazu im Dog Dancing einsteigen mit Buddy.
Am 29.10.08 hatten wir dann wieder Training. Als erstes hat Angelika geguckt, wie gut wir geübt haben und wie gefestigt es alles bei Buddy ist. Sie hat gesagt, dass es super aussieht und echt schön ist uns beim Üben zu zugucken. Wir wären ein klasse Team und er hat eine gute Bindung zu mir.
Auf jeden Fall konnten wir dann schnell zum nächsten Schritt rübergehen.
Angelika hat selber zwei Hunde. Einen Tibet Terrier (Oskar) und einen Do Khy (Vince). Zuerst holte sie Oskar. Sie ging mit ihm auf den zweiten Platz hinter den Zaun, ich war auf dem anderen Platz, damit ich mich erstmal sicher fühlte und Buddy auch ohne Maulkorb nicht auf ihn drauf kann. Wir wollten erstmal sehen, wie er reagiert. Er reagierte gar nicht und achtete nur auf mich, so wie er es auch sollte, wurde viel gelobt und geclickert. Dann kam Angelika mit Oskar rüber zu mir auf den Platz und wir haben den Abstand immer verringert. Buddy hat Oskar kein bisschen beachtet. Egal wie nahe ich dran war an ihm. Er hatte seine Blicke nur bei mir.
Dann war Vince dran. Er ist natürlich viel größer, wirkt bedrohlicher. Den fand Buddy nicht ganz so klasse. Auch er war erst mit Angelika hinter dem Zaun. Buddy hat ihn ein paar mal angeknurrt. Dieses Verhalten haben wir ignoriert. Ich habe lediglich eine andere Richtung eingeschlagen und sobald Buddy wieder aufmerksam war, wurde er natürlich ganz doll gelobt. Als es dann gut geklappt hat, kam auch sie rüber zu mir auf den Platz. Da hat Buddy sich gar nicht mehr an Vince gestört und war sehr auf mich fixiert.
Danach durften Vince und Oskar bei Angelika auf Platz zwei frei laufen. Ich war alleine mit Buddy auf Platz eins. Buddy war an der Schleppleine. Also auch fast frei und ohne Kommando. Er konnte machen, was er wollte. Ich glaube 1 oder 2 mal hat er ein Wenig Palaver am Zaun gemacht wegen Vince, der aber auch schön mit fixiert hat, Angelika hat Vince dann dabei unterbrochen, ich bin einfach mit der Schleppleine in die anderen Richtung vom Platz gelaufen, dann war gut. Und Buddy wurde natürlich gelobt, wenn er dann zu mir kam und mich anschaute.
Dann durfte Buddy ein paar Minuten spielen und Pause machen.
Anschließend kam jemand mit seiner Hündin. Ein Mädchen vll. 20 Jahre alt mit einer Schäferhundmixhündin. Angelika bat sie, ihren Hündin zu holen. Sie war dann bei Angelika mit Vince und Oskar. Und durfte auch frei laufen.
Buddy hat sie auch zwei Mal angeknurrt, ich bin dann mit der Schleppleine wieder in die andere Richtung gegangen und habe dann gelobt, wenn er sich an mir orientiert war und mich ansah.
Beim dritten Mal rannte Buddy wieder zum Zaun.... und ..... er wollte spielen mit dem Mädchen.
Buddy bekam dann seinen Maulkorb auf und das Mädchen kam auf unsere Seite mit Angelika und dem Frauchen. Den Maulkorb bekam Buddy wegen dem Frauchen auf. Er hat sich dann aber super verhalten auch dem Frauchen gegenüber, kein bisschen auffällig.
Am 01.11.08 haben wir am Abend gegen 22Uhr Mona mit Lia getroffen. Lia ist ein Labradrmädchen, 2 Jahre alt. Sie spielt sehr gerne mit Sophie. Gestern Abend war ich aber mit Buddy raus. Leider nur zum schnellen Lösen nochmal, hatte also weder Clicker, noch Leckerchen dabei... dafür hätte ich mir in den Po beißen können. Wir blieben stehen und unterhielten uns, als ich ihr sagte, dass sie bitte ein Wenig Abstand halten soll. Sie war super nett und bat sich zum Üben an. Sie sagte, sie klingelt mal an, dann können wir zusammen gassi gehen und üben. Sie geht echt klasse mit ihrer Lia um, sieht man hier leider eher selten, dass jemand so top mit seinem Hund umgeht.
Auf jeden Fall war ich dann den Sonntagmorgen, 02.11.08 mit Buddy morgens raus. Natürlich mit voller Ausrüstung. Ich hatte Buddy das Startsignal gegeben, dass wir nun arbeiten. Buddy arbeitete toll mit und hatte viel Freude daran. Im Wald war relativ viel los. Schon auf dem ersten Stück kam uns ein Dalmatiner entgegen. Er war an der Flexi Leine. Die Frau sah, dass ich mit Buddy sehr weit links ging und nahm ihren Hund auch ran. Buddy war sehr aufmerksam bei mir und ich habe fleißig geclickert und gelobt. Die Frau ging an mir vorbei, ich ging auch weiter. Buddy machte einen Satz und wollte zu diesem Dalmatiner. Ich konnte ihn in so weit einschätzen, dass er sich nicht auf ihn stürzen wollte, sondern er wollte sehr freudig hin. Ich habe ihn dann auch gelassen, habe der Frau vorher gesagt, dass ich leicht verwirrt bin, da Buddy sich im Normalfall nicht mit anderen Hunden versteht. Dann hat sie ihn dennoch auch hingelassen. Ich war super happy. Der Dalmatiner war so um die 5 Jahre alt und ein kastrierter Rüde. Buddy wollte spielen wie verrückt. Ich konnte ihn aber nicht laufen lassen, weil das Risiko, dass er das Frauchen von dem Dalmatiner beißt, mir zu hoch war. Aber immerhin, ich habe mich riesig gefreut.
Dann sind wir weiter gelaufen und haben Mona getroffen mit Lia. Sie hat dann direkt gesagt, dass wir gerne eine Runde zusammen gehen können. Buddy hat Lia ein paar mal angeknurrt. War er dann wieder aufmerksam bei mir, habe ich ihn natürlich ganz doll gelobt. Danach wollt er er noch ein paar mal zu Lia hin, ich hatte das Gefühl, dass er nicht beißen wollte, sondern eher einfach nur schnuppern. Weil ICH mir da aber noch zu unsicher war, habe ich es lieber gelassen. Ich möchte ja nicht, dass Buddy nochmal ein Erfolgserlebnis hat.
Am 03.11.08 kam ich leider erst etwas später nach Hause. Hatte mir dann aber schon überlegt, was ich an diesem Tag mit Buddy machen wollte. Gegen 16 Uhr sind wir dann im Bus zum Park gefahren. Bus sind wir schon sehr sehr lange nicht mehr zusammen gefahren, weil ich immer die Angst hatte, dass er dort jemanden beißen würde. Natürlich hatte er sicherheitshalber einen Maulkorb drauf. Die Fahrt dauerte gut 10 Minuten, Buddy verhielt sich super. Selbst beim Aussteigen, als ein großer Mann gleich neben uns stand, hat er sich ganz unauffällig verhalten. Dann sind wir zum Park gelaufen. Das ist der Park bei meiner Mama in der Nähe, wo wir früher immer waren, wo auch die Hundewiese ist und wir einige Hunde kennen. Im Park habe ich Buddy den Maulkorb abgemacht, meine Bauchtasche umgetan und ihm das Startsignal zum Clickern gegeben. Nach gut 5 Minuten haben wir auch schon die nächsten Hunde getroffen. Es war ein fremder Hund und einmal der 5jährige Golden Retriever Rüde Monty. Das war nun aber schon ca. 3 Jahre her, dass Buddy Monty das letzte Mal gesehen hat und ich war mir sehr unsicher, ob mit ihm noch gut Kirschen essen war, darum zog ich Buddy den Maulkorb drüber. Leider wollte Buddy sich mit ihm nicht mehr verstehen. Sehr schade. Nach kurzem Schnuppern wollte Buddy ihn beißen. Wir sind dann noch ein bisschen in der Nähe von Monty und ihrem Frauchen stehen geblieben, sie kennt Buddy auch nur als super lieben Hund, wie gesagt, ist ja schon 3 Jahre her.. Da war er noch kein Jahr alt.
Auf die kurze Entfernung beim Unterhalten störte Buddy sich kein bisschen an Monty, so konnte ich ihn dann ganz viel loben, weil er ruhig war. Es sind uns noch ein paar Hunde begegnet, an denen wir im „Fuß“ vorbei gegangen sind. Das hat sehr gut geklappt. Danach bekam Buddy dann immer ganz besondere Leckerchen, und zwar getrockneten Fisch, den liebt er ja so sehr. Den habe ich auf der Hundemesse gekauft in Dortmund.
Im Park ist ein großer See, da durfte Buddy dann zum Schluss noch was trinken und im niedrigen Wasser planschen. Zwischen dem „Fuß“ gehen hat er natürlich immer Pausen, muss nicht die ganze Zeit konzentriert laufen, dann toben wir schon mal ganz gerne und spielen mit dem Ball.
Nach gut 2 Stunden, als es schon dunkel war, wollten wir wieder mit dem Bus zurückfahren. Der erste Bus war super voll. Da sind wir nicht eingestiegen, da quetschten sich die Leute schon total. Der zweite Bus war dann besser, aber immer noch recht voll. Buddy und ich haben ihn dennoch genommen, weil ich musste ja auch zur Schule und die Zeit drängte schon. Wir haben eine Sitzplatz bekommen und Buddy war eh total müde und legte sich direkt hin, sein Kopf baumelte zum Gang raus und es war alles super eng. Sah echt süß aus, wie er da lag. Natürlich hatte er den Maulkorb inzwischen wieder an. Es hat Spaß gemacht mit ihm, das werden wir auf jeden Fall wiederholen. .
Der Rest folgt! Es waren zu viele Zeichen:uups:
in diesem Thread: https://www.tierforum.de/t46097-probleme-mit-buddy-was-ist-richtig.html
habe ich schon einiges über meinen Problem- und Sorgenfall Buddy berichtet.
Seit Oktober haben wir eine sehr gute Hundeschule.
Ich hatte zu dieser Zeit kein Internet, und habe darum eine Art Hundeschulentagebuch geführt, was ich euch jetzt zeigen möchte
Über Kritik, Anregugen etc. und Kommentare freue ich mich
Ich kopiere jetzt aus Word:
Vor ein paar Wochen habe ich mit Sophie im Wald in Hünxe, in so einem tollen Sandwald wie Dünen, nette Leute getroffen, die auch aus Oberhausen kommen – wie wir.
Vorher haben wir diese Leute schon mal bei uns zu Hause im Wald getroffen mit Sophie alleine, ihr Hund ist gerade mal 7Monate alt. Sie hatten damals schon von ihrer Hundeschule erzählt, aber alle finden ihre Hundeschule immer gut. Aber dieses 2. Mal haben sie mir gesagt, wie die Hundeschule arbeitet und das hat sich super klasse angehört.
Am nächsten Tag bin ich dann zu der Hundeschule hin gefahren und habe mir ein paar Infoblätter und die Telefonnummer geben lassen. Es war gerade Training und ich wollte nicht stören.
Das, was in den Infos stand, hörte sich super an. Die Hundeschule gibt es erst seit Mai diesen Jahres, wird von Mann und Frau geführt. Er ist Wesenstester, sie hat eine umfangreiche Ausbildung beim BHV gemacht. Das, was sie sagte hörte sich gut an, er war auch klasse.
Sie rieten mir beide zu Einzelstunden – erstmal. Ich dachte mir, testen können wir es ja mal und ich habe Ralf zu uns nach Hause eingeladen. Er kam zu uns und Buddy tickte wirklich total aus. Es hat gut eine halbe Stunde gedauert, bis Ralf richtig reinkommen konnte und sich setzen konnte.
Buddy hatte natürlich einen Maulkorb auf.
Dann haben wir gut 2Std gesprochen. Vorher habe ich mir schon mal Gedanken gemacht, zu Buddys „traurigem“ Werdegang und habe ihn protokolliert, damit ich nichts wesentliches vergesse.
Die nächsten Trainingsstunden sind auf dem Platz bei ihnen.
Ihre „Diagnose“ lautet: Buddy hat es sich zur Aufgabe gemacht, mich zu beschützen und mir zu zeigen, wo es lang geht. Durch seine Beißerfolge und seine Unsicherheit und dem Drang mit zu beschützen zeigt er dieses Verhalten.
Das Training: Buddy soll eingeschränkt werden. Er soll mir in der Wohnung nicht bei jedem Schritt folgen, sondern soll auf seinem Platz bleiben. Das klappt sehr gut!
Die Küche ist ab sofort tabu, das ist mein Platz.
Beim Gassi gehen machen wir Linkswendungen, um den Hund einzuschränken.
Ich hätte nicht gedacht, dass Buddy da so extrem drauf reagiert. Er ist ein unsicherer Hund, das war mir bisher nie aufgefallen, aber jetzt schon.
Wenn ich ihn auf seinen Platz schicke in der Wohnung und ihn beim gassi gehen so einschränke wirkt er sehr verunsichert. Wenn er sich so verhält, wie ich es möchte (liegt entspannt auf seinem Platz, achtet an der Leine auf mich und sieht mich an) wird er natürlich belohnt!
Am Freitag hatten wir die 3. Trainingsstunde und haben das Clickern begonnen und Buddy konditioniert. Das klappt es gut. Meine Aufgabe zum nächsten Mal ist es weiter mit dem Clicker zu arbeiten. Erstmal nur in zwei Situationen. Einmal wenn er sich lieb in seinem Korb liegt, dann wird er geklickt und dann wenn er beim gassi gehen ohne Kommando auf mich achtet und mich ansieht. Das klappt wirklich super gut.
Auf dem Platz hat es auch klappt geklappt. Ralf lief neben mir hinter dem Zaun, Anfangs wollte Buddy ihn auch durch den Platz anfallen. Als ich mit ihm gearbeitet habe, hat er ihn gar nicht interessiert. War ein schönes Gefühl, dass Buddy so toll läuft, obwohl Ralf dort lief.
Die Stunden auf dem Platz mache ich mit seiner Frau, Angelika. Weil wenn Ralf dabei ist, ist Buddy unter Stress und das soll er nicht, sagen sie.
Mit Angelika komme ich auch super klar. Sie ist sehr nett und vor allem hat sie viel Ahnung, finde ich. Sie macht das echt klasse. Genau so was wie sie, habe ich schon immer gesucht. Wenn ich die mal eher gefunden hätte...
Die 3. Stunde ist nun um. Ich habe erstmal eine 10er Karte gekauft, für 200€... ganz schön viel Geld, aber ich erhoffe mir viel davon und ich finde wir sind schon relativ weit gekommen – hätte ich nicht mit gerechnet.
Sophie ist bei uns. Und das wird sie, wie es aussieht, auch bleiben. Der Hausverwalter ist dagegen, erlaubt es nicht. Wir leben aber in einem 2. Familienhaus und die Nachbarn unter uns haben nichts gegen 2 Hunde – ganz im Gegenteil. Sie hatten selber immer zwei, der eine ist vor kurzem gestorben.
Die Hundeschule, wo wir nun sind, bietet auch Dog Dancing an. Ich freue mich sehr drüber.
Nach meinen 10 Einzelstunden werde ich in eine Trainingsgruppe integriert und werde wenn möglich parallel dazu im Dog Dancing einsteigen mit Buddy.
Das Training
Am 29.10.08 hatten wir dann wieder Training. Als erstes hat Angelika geguckt, wie gut wir geübt haben und wie gefestigt es alles bei Buddy ist. Sie hat gesagt, dass es super aussieht und echt schön ist uns beim Üben zu zugucken. Wir wären ein klasse Team und er hat eine gute Bindung zu mir.
Auf jeden Fall konnten wir dann schnell zum nächsten Schritt rübergehen.
Angelika hat selber zwei Hunde. Einen Tibet Terrier (Oskar) und einen Do Khy (Vince). Zuerst holte sie Oskar. Sie ging mit ihm auf den zweiten Platz hinter den Zaun, ich war auf dem anderen Platz, damit ich mich erstmal sicher fühlte und Buddy auch ohne Maulkorb nicht auf ihn drauf kann. Wir wollten erstmal sehen, wie er reagiert. Er reagierte gar nicht und achtete nur auf mich, so wie er es auch sollte, wurde viel gelobt und geclickert. Dann kam Angelika mit Oskar rüber zu mir auf den Platz und wir haben den Abstand immer verringert. Buddy hat Oskar kein bisschen beachtet. Egal wie nahe ich dran war an ihm. Er hatte seine Blicke nur bei mir.
Dann war Vince dran. Er ist natürlich viel größer, wirkt bedrohlicher. Den fand Buddy nicht ganz so klasse. Auch er war erst mit Angelika hinter dem Zaun. Buddy hat ihn ein paar mal angeknurrt. Dieses Verhalten haben wir ignoriert. Ich habe lediglich eine andere Richtung eingeschlagen und sobald Buddy wieder aufmerksam war, wurde er natürlich ganz doll gelobt. Als es dann gut geklappt hat, kam auch sie rüber zu mir auf den Platz. Da hat Buddy sich gar nicht mehr an Vince gestört und war sehr auf mich fixiert.
Danach durften Vince und Oskar bei Angelika auf Platz zwei frei laufen. Ich war alleine mit Buddy auf Platz eins. Buddy war an der Schleppleine. Also auch fast frei und ohne Kommando. Er konnte machen, was er wollte. Ich glaube 1 oder 2 mal hat er ein Wenig Palaver am Zaun gemacht wegen Vince, der aber auch schön mit fixiert hat, Angelika hat Vince dann dabei unterbrochen, ich bin einfach mit der Schleppleine in die anderen Richtung vom Platz gelaufen, dann war gut. Und Buddy wurde natürlich gelobt, wenn er dann zu mir kam und mich anschaute.
Dann durfte Buddy ein paar Minuten spielen und Pause machen.
Anschließend kam jemand mit seiner Hündin. Ein Mädchen vll. 20 Jahre alt mit einer Schäferhundmixhündin. Angelika bat sie, ihren Hündin zu holen. Sie war dann bei Angelika mit Vince und Oskar. Und durfte auch frei laufen.
Buddy hat sie auch zwei Mal angeknurrt, ich bin dann mit der Schleppleine wieder in die andere Richtung gegangen und habe dann gelobt, wenn er sich an mir orientiert war und mich ansah.
Beim dritten Mal rannte Buddy wieder zum Zaun.... und ..... er wollte spielen mit dem Mädchen.
Buddy bekam dann seinen Maulkorb auf und das Mädchen kam auf unsere Seite mit Angelika und dem Frauchen. Den Maulkorb bekam Buddy wegen dem Frauchen auf. Er hat sich dann aber super verhalten auch dem Frauchen gegenüber, kein bisschen auffällig.
Am 01.11.08 haben wir am Abend gegen 22Uhr Mona mit Lia getroffen. Lia ist ein Labradrmädchen, 2 Jahre alt. Sie spielt sehr gerne mit Sophie. Gestern Abend war ich aber mit Buddy raus. Leider nur zum schnellen Lösen nochmal, hatte also weder Clicker, noch Leckerchen dabei... dafür hätte ich mir in den Po beißen können. Wir blieben stehen und unterhielten uns, als ich ihr sagte, dass sie bitte ein Wenig Abstand halten soll. Sie war super nett und bat sich zum Üben an. Sie sagte, sie klingelt mal an, dann können wir zusammen gassi gehen und üben. Sie geht echt klasse mit ihrer Lia um, sieht man hier leider eher selten, dass jemand so top mit seinem Hund umgeht.
Auf jeden Fall war ich dann den Sonntagmorgen, 02.11.08 mit Buddy morgens raus. Natürlich mit voller Ausrüstung. Ich hatte Buddy das Startsignal gegeben, dass wir nun arbeiten. Buddy arbeitete toll mit und hatte viel Freude daran. Im Wald war relativ viel los. Schon auf dem ersten Stück kam uns ein Dalmatiner entgegen. Er war an der Flexi Leine. Die Frau sah, dass ich mit Buddy sehr weit links ging und nahm ihren Hund auch ran. Buddy war sehr aufmerksam bei mir und ich habe fleißig geclickert und gelobt. Die Frau ging an mir vorbei, ich ging auch weiter. Buddy machte einen Satz und wollte zu diesem Dalmatiner. Ich konnte ihn in so weit einschätzen, dass er sich nicht auf ihn stürzen wollte, sondern er wollte sehr freudig hin. Ich habe ihn dann auch gelassen, habe der Frau vorher gesagt, dass ich leicht verwirrt bin, da Buddy sich im Normalfall nicht mit anderen Hunden versteht. Dann hat sie ihn dennoch auch hingelassen. Ich war super happy. Der Dalmatiner war so um die 5 Jahre alt und ein kastrierter Rüde. Buddy wollte spielen wie verrückt. Ich konnte ihn aber nicht laufen lassen, weil das Risiko, dass er das Frauchen von dem Dalmatiner beißt, mir zu hoch war. Aber immerhin, ich habe mich riesig gefreut.
Dann sind wir weiter gelaufen und haben Mona getroffen mit Lia. Sie hat dann direkt gesagt, dass wir gerne eine Runde zusammen gehen können. Buddy hat Lia ein paar mal angeknurrt. War er dann wieder aufmerksam bei mir, habe ich ihn natürlich ganz doll gelobt. Danach wollt er er noch ein paar mal zu Lia hin, ich hatte das Gefühl, dass er nicht beißen wollte, sondern eher einfach nur schnuppern. Weil ICH mir da aber noch zu unsicher war, habe ich es lieber gelassen. Ich möchte ja nicht, dass Buddy nochmal ein Erfolgserlebnis hat.
Am 03.11.08 kam ich leider erst etwas später nach Hause. Hatte mir dann aber schon überlegt, was ich an diesem Tag mit Buddy machen wollte. Gegen 16 Uhr sind wir dann im Bus zum Park gefahren. Bus sind wir schon sehr sehr lange nicht mehr zusammen gefahren, weil ich immer die Angst hatte, dass er dort jemanden beißen würde. Natürlich hatte er sicherheitshalber einen Maulkorb drauf. Die Fahrt dauerte gut 10 Minuten, Buddy verhielt sich super. Selbst beim Aussteigen, als ein großer Mann gleich neben uns stand, hat er sich ganz unauffällig verhalten. Dann sind wir zum Park gelaufen. Das ist der Park bei meiner Mama in der Nähe, wo wir früher immer waren, wo auch die Hundewiese ist und wir einige Hunde kennen. Im Park habe ich Buddy den Maulkorb abgemacht, meine Bauchtasche umgetan und ihm das Startsignal zum Clickern gegeben. Nach gut 5 Minuten haben wir auch schon die nächsten Hunde getroffen. Es war ein fremder Hund und einmal der 5jährige Golden Retriever Rüde Monty. Das war nun aber schon ca. 3 Jahre her, dass Buddy Monty das letzte Mal gesehen hat und ich war mir sehr unsicher, ob mit ihm noch gut Kirschen essen war, darum zog ich Buddy den Maulkorb drüber. Leider wollte Buddy sich mit ihm nicht mehr verstehen. Sehr schade. Nach kurzem Schnuppern wollte Buddy ihn beißen. Wir sind dann noch ein bisschen in der Nähe von Monty und ihrem Frauchen stehen geblieben, sie kennt Buddy auch nur als super lieben Hund, wie gesagt, ist ja schon 3 Jahre her.. Da war er noch kein Jahr alt.
Auf die kurze Entfernung beim Unterhalten störte Buddy sich kein bisschen an Monty, so konnte ich ihn dann ganz viel loben, weil er ruhig war. Es sind uns noch ein paar Hunde begegnet, an denen wir im „Fuß“ vorbei gegangen sind. Das hat sehr gut geklappt. Danach bekam Buddy dann immer ganz besondere Leckerchen, und zwar getrockneten Fisch, den liebt er ja so sehr. Den habe ich auf der Hundemesse gekauft in Dortmund.
Im Park ist ein großer See, da durfte Buddy dann zum Schluss noch was trinken und im niedrigen Wasser planschen. Zwischen dem „Fuß“ gehen hat er natürlich immer Pausen, muss nicht die ganze Zeit konzentriert laufen, dann toben wir schon mal ganz gerne und spielen mit dem Ball.
Nach gut 2 Stunden, als es schon dunkel war, wollten wir wieder mit dem Bus zurückfahren. Der erste Bus war super voll. Da sind wir nicht eingestiegen, da quetschten sich die Leute schon total. Der zweite Bus war dann besser, aber immer noch recht voll. Buddy und ich haben ihn dennoch genommen, weil ich musste ja auch zur Schule und die Zeit drängte schon. Wir haben eine Sitzplatz bekommen und Buddy war eh total müde und legte sich direkt hin, sein Kopf baumelte zum Gang raus und es war alles super eng. Sah echt süß aus, wie er da lag. Natürlich hatte er den Maulkorb inzwischen wieder an. Es hat Spaß gemacht mit ihm, das werden wir auf jeden Fall wiederholen. .
Der Rest folgt! Es waren zu viele Zeichen:uups: