Unsere Stallkatzen!

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  • Unsere Stallkatzen! Beitrag #1
Michse89

Michse89

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So, da ich gehört habe, das viele schlechte Urteile über Landwirte haben wie sie mit ihren Stallkatzen umgehen, möchte ich gerne einiges hier erklären ;)

Klar, es gibt viel Leid auf Bauernhöfe!
Doch ich sag mal, durch die schönen Milchpreise etc (das die hälfte der futterkosten gestiegen sind wird nie erwähnt... nur die milch wird teurer schreien alle -.-) sind die meisten Landwirte ziemlich in finanzielle schwierigkeiten gelandet.
Vater Staat hilft auch nich, und die deutsche bevölkerung sieht keinen wert mehr in tierischen Produkten, hauptsache billig...
So sry :)

Also, wir haben so knapp... 20-30 katzen bei uns...
natürlich keine Schmusetieger die sich gerne streicheln lassen etc.

Die Geier fressen ihre 6 Packungen Trockenfutter in der Woche und kriegen zusätzlich von nem Familienfreund Nassfutter und er füttert ebenfalls aufm Heuboden trockenfutter.
Katzenfeindlich ist hier keiner, warum sollten wir.
Wir haben keine Mäuse mehr, und keine Verluste an Futter.
Bloß das die Biester immer zu gerne aufm Silo sitzen und so löcher reinkommen -.- ^^

Wir hatten keine Kontrolle über die Katzen, doch ich startete eine Aktion mit dem TH und Tierschutz die Fallen aufbauen.
Wir hatten nach ein paar Tagen Hungern lassen relativ schnell alle zusammen.
Der Tierschutz übernahm den Großteil der Kosten und alle wurden kastriert!
Manche waren schon tragend. Die bekamen ihre Jungen und wurden danach ebenfalls kastriert.
Aus dem letzten Wurf entstand mein Hocki :)
Er ist seit geburt auf der einen Seite blind, doch das macht ihn absolut nischt aus, er ist ein verrücktes vieh, das sich gerne vor sich selber erschreckt, seine stündlichen 5 minuten bekommt und ist einfach wer, den man nur lieb haben kann.
Er ist die glückskatze aufm Hof, die mit in unsere wohnung darf! (dank flohhalsband^^)

Meine Oma hat eine schneeweiße katze, die gerne mal dreckig wird.

Aber ich sag so, nicht alle landwirte haben das Glück das der tierschutz mithilft. und geschweige denn das Geld, ihre Tiere medizinisch behandeln lassen zu können, da man diese eh nicht bekommt....
Aber die landwirte in unserer Umgebung sehen die Katzen als Freund und nich als Feind an, und handeln dementsprechend. Die meisten sind kastriert und gefüttert.

Wir behandeln unsere auch nicht. Und trotzdem gehts den meisten gut.
Wir haben sogar ne perserkatze.... die irendwo abgehauen ist, es sich keiner gemeldet hat und die seither bei uns lebt. Da sie auch zahm is, ne wirklich coole ;)

Ich finde man sollte nich auf Landwirte rumhacken...
Ihr hättet sicherlich auch kein geld dazu, 30 Tiere zu kastrieren.
Geschweige denn, wenn man schon eien ganztagsjob mit manchmal 16 stunden hat, zeit, sich um die tiere zu kümmern.

Meine oma ist immer noch so, wenn sie katzenkinder sieht, und sie sieht das sind eh schon "Murkel" (wie sie immer sagt), wird es kurz und schmerzlos gemacht.
Wozu soll sie die Kitten weiterleiden lassen? Nach ein paar wochen würden sie elendig sterben.

Deswegen bin ich froh, das wir nun keine Kitten mehr haben.
Da wir das VERMEHREN auch absolut NICHT unterstützen, find ich es gleich noch besser....

so, wer noch fragen hat, ich steh gerne zur verfügung ;)

Unseren Stallmietzen gehts gut, sie leben in harmonie mit unsern kälbern in einem riesen stall, wo sie ihre eigenen ecken mit schön fett stroh eingerichtet bekommen haben. Täglich gibt es fressen und milch bzw wasser. sie klauen den kälbern leider immer wieder den letzten schluck ^^

Wir haben auch eine Menge zahmer katzen... sie sind wohlgenährt, haben glänzendes fell und klare Augen!

Schlussendlich, den meisten fehlt es einfach an Geld, soviele Tiere behandeln zu lassen, und an Zeit...


LG.... die steffi :)
 
  • Unsere Stallkatzen! Beitrag #2
Hallo Steffi!

Schön, dass du meiner Bitte so schnell nachgekommen bist. Ungefähr so hatte ich das auch erwartet ^^
Vor allem, dass die Katzen kastriert sind, finde ich toll und wichtig. Schön, dass euer Tierschutz euch dabei unterstützt hat. Ich glaube aber auch, dass so einige Vereine das machen würden, denn es ist ja eines ihrer Hauptanliegen, dass keine Katzenbabies mehr zur Welt kommen, die entweder getötet werden oder über kurz oder lang doch im TH landen.

Das die finanzielle Situation vieler Landwirte eher schwierig ist, ist gar keine Frage. Und dass es auf so einem Hof mehr Arbeit gibt, als man eigentlich bewältigen kann, ist auch klar. Da steckt man natürlich all seine Energie in die eigenen Tiere.

Dennoch gibt es ja, wie euer Beispiel zeigt, häufig Möglichkeiten, die Situation zu entschärfen, ohne dass man die Katzen töten muss.

Danke für deinen Bericht :)
 
  • Unsere Stallkatzen! Beitrag #3
Dennoch gibt es ja, wie euer Beispiel zeigt, häufig Möglichkeiten, die Situation zu entschärfen, ohne dass man die Katzen töten muss.
Nur um Missverständnissen vorzubeugen:
Auch wenn es noch auf vielen Bauernhöfen praktiziert wird, ist es gesetzlich verboten, Kitten zu töten und wird somit strafrechtlich verfolgt!
 
  • Unsere Stallkatzen! Beitrag #4
Ja ich kann dich verstehen.
Wir haben Oma auch soweit gebracht das sie Kleinen weitgehend in Ruhe lässt.

Aber sollte sie sie am leben lassen sodass sie sich wochenlang quälen und letztendlich eh sterben?
denn da finde ich, das gehört verboten!!
Das grenzt nämlich vielmehr an Tierquälerei als ein kurzer schmerzloser Griff.

Leider werden auch viele Welpen ohne Grund ertränkt nur weil sie keinen Abnehmer finden.
Ich finde es auch abartig und würde sowas nie tun.
Ich hab meine Kitten mit Flasche aufgezogen.

Und leider kann man auch nicht von landwirten verlangen das sie die teure Spritze fürs einschläfern bezahlen. Weil in der Hinsicht kommen einem die Ta nicht entgegen und machen das mal eben so umsonst.


Und wir haben zum Beispiel jedes Frühjahr 6 neue Würfe bekommen.

Wir haben sie durchbekommen, aber diese Kosten kann sich leider nich jeder erlauben.
 
  • Unsere Stallkatzen! Beitrag #5
Und leider kann man auch nicht von landwirten verlangen das sie die teure Spritze fürs einschläfern bezahlen. Weil in der Hinsicht kommen einem die Ta nicht entgegen und machen das mal eben so umsonst.
Die Tierärzte dürfen ein gesundes Tier auch nicht einfach so einschläfern. In unserer Gegend gibt es leider auch diese Problematik mit den Kitten. Jedoch sind einige hingegangen und wenden sich inzwischen wegen Unterstützung bzw. Abnahme der Kitten an den Tierschutz.
 
  • Unsere Stallkatzen! Beitrag #6
Ich rede ja auch nicht von gesunden Katzen!
Wie ich schon erwähnt hatte, von Krüppeln, Kranken und Missgebildeten, die leider immer öfters durch Inzucht entstehen...

Gesunde sind bei uns ein willkommender Gast ;)
 
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