- Glockenspiele Beitrag #1
Mike1024
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Glockenspiele
Katzen sind sehr verspielt, ohne Zweifel.
Sie spielen mit allem, was sie in die Krallen bekommen, ohne Rücksicht auf das Objekt.
Und je mehr man es ihnen verwehrt, desto intensiver sind sie interessiert.
So auch Miezka.
Das folgende dokumentiert einen solchen Spielablauf.
Ich weiss nicht genau, wie ich es ausdrücken soll.
Es berührt, wie soll ich sagen, ein etwas delikates Thema.
*
Die ganze Nacht schon hatte Miezka keine Ruhe gegeben.
2 Uhr, aufwachen, spielen.
Na gut, aber dann lässt du mich weiterschlafen.
4 Uhr, aufwachen, spielen.
Wenn’s denn sein muss.
Total gerädert stehe ich um 7Uhr auf, um 9:30 Uhr muss ich in Karlsruhe sein.
Das morgendliche Ritual nimmt seinen Lauf.
Erst muss Dosi den Futternapf füllen, dann auf die Toilette.
Anschliessend unter die Dusche.
Ich weiss nicht wie andere es so halten, aber ich steige normalerweise unbekleidet in die Dusche.
Miezka sitzt derweil auf der kleinen Ablage und schaut dem Ganzen zu.
Dann vor den Spiegel, Zähneputzen.
Das Urwaldgestrüpp in meinem Gesicht muss auch weg, ich will ja nicht aussehen wie ein biblischer Prophet.
Seit einiger Zeit bin ich stolzer Besitzer eines dieser praktischen Akkurasierer.
Also, Ladekabel ausgesteckt und los geht’s mit dem Rasenmähen.
Miezka beginnt mit dem herunterhängenden Ladekabel zu spielen.
Das habe ich jetzt weniger gern.
Ergo wird das Ladekabel auf die höhere Ablage gelegt.
Miezka, ihres Spielzeuges beraubt, springt auf den Boden.
Und weiter geht’s mit der hairstylistischen Gesichtstrimmung.
Miezka streicht mir um die Beine.
Der Rasierer brummt vor sich hin.
Sie will immer noch spielen.
Aber ja, doch, wenn ich fertig bin.
Mit einem Mal durch durchfährt mich ein Schmerz.
„Auuuu!!!!!!“
Nicht irgendwie.
Nicht irgendwo.
Er durchfährt mich an empfindlicher Stelle.
An sehr empfindlicher Stelle.
In extrem kurzen Abständen.
Katzen lieben Dinge, die baumeln.
Sie lieben sie mit voll ausgefahrenen Kallen.
Ist mir ja egal, wenn es ein Plüschtier ist, aber an besagter Stelle befindet sich alles andere als ein Plüschtier.
Die blutigen Kratzer sind jedenfalls nicht zu übersehen.
Und es schmerzt.
Der Schrei, den ich bei der liebvollen Annäherung ausgestossen habe, hat Miezka ziemlich erschreckt.
Sie lässt sofort von ihrem neuen Spielzeug ab und flüchtet auf die Ablage.
Da sitzt sie und kann kein Wässerchen trüben.
Wenn ich will, kann ich lästerlich fluchen und genau danach ist mir jetzt.
Himmelherrgottsakramentleckmichamarschscheisglumpverecktes!
Irgendwie schaut das Katzentier jetzt ziemlich belämmert und schuldbewusst aus.
So, als wüsste sie, dass sie an besagter Stelle nichts zu suchen hat.
Ich jedenfalls muss mich erst mal verarzten.
Die Schilderung dieser etwas unangenehmen Prozedur überlasse ich lieber der Phantasie des Lesers.
Und ich vermute auch, dass ich am Abend Katharina gegenüber in einem gewissen Erklärungsnotstand bin.
Miezka beeindruckt das ziemlich wenig, sie scheint sagen zu wollen: „Ich weiss nicht was du überhaupt willst.“
Ich will dass sie spielt, aber nicht mit Dingen, die ihr nicht zustehen.
Wird sie das begreifen?
Will sie das überhaupt begreifen?
Wenn nicht, bleibt mir nur noch, das Badezimmer in Zukunft in einer mittelalterlichen Rüstung zu betreten.
Katzen sind sehr verspielt, ohne Zweifel.
Sie spielen mit allem, was sie in die Krallen bekommen, ohne Rücksicht auf das Objekt.
Und je mehr man es ihnen verwehrt, desto intensiver sind sie interessiert.
So auch Miezka.
Das folgende dokumentiert einen solchen Spielablauf.
Ich weiss nicht genau, wie ich es ausdrücken soll.
Es berührt, wie soll ich sagen, ein etwas delikates Thema.
*
Die ganze Nacht schon hatte Miezka keine Ruhe gegeben.
2 Uhr, aufwachen, spielen.
Na gut, aber dann lässt du mich weiterschlafen.
4 Uhr, aufwachen, spielen.
Wenn’s denn sein muss.
Total gerädert stehe ich um 7Uhr auf, um 9:30 Uhr muss ich in Karlsruhe sein.
Das morgendliche Ritual nimmt seinen Lauf.
Erst muss Dosi den Futternapf füllen, dann auf die Toilette.
Anschliessend unter die Dusche.
Ich weiss nicht wie andere es so halten, aber ich steige normalerweise unbekleidet in die Dusche.
Miezka sitzt derweil auf der kleinen Ablage und schaut dem Ganzen zu.
Dann vor den Spiegel, Zähneputzen.
Das Urwaldgestrüpp in meinem Gesicht muss auch weg, ich will ja nicht aussehen wie ein biblischer Prophet.
Seit einiger Zeit bin ich stolzer Besitzer eines dieser praktischen Akkurasierer.
Also, Ladekabel ausgesteckt und los geht’s mit dem Rasenmähen.
Miezka beginnt mit dem herunterhängenden Ladekabel zu spielen.
Das habe ich jetzt weniger gern.
Ergo wird das Ladekabel auf die höhere Ablage gelegt.
Miezka, ihres Spielzeuges beraubt, springt auf den Boden.
Und weiter geht’s mit der hairstylistischen Gesichtstrimmung.
Miezka streicht mir um die Beine.
Der Rasierer brummt vor sich hin.
Sie will immer noch spielen.
Aber ja, doch, wenn ich fertig bin.
Mit einem Mal durch durchfährt mich ein Schmerz.
„Auuuu!!!!!!“
Nicht irgendwie.
Nicht irgendwo.
Er durchfährt mich an empfindlicher Stelle.
An sehr empfindlicher Stelle.
In extrem kurzen Abständen.
Katzen lieben Dinge, die baumeln.
Sie lieben sie mit voll ausgefahrenen Kallen.
Ist mir ja egal, wenn es ein Plüschtier ist, aber an besagter Stelle befindet sich alles andere als ein Plüschtier.
Die blutigen Kratzer sind jedenfalls nicht zu übersehen.
Und es schmerzt.
Der Schrei, den ich bei der liebvollen Annäherung ausgestossen habe, hat Miezka ziemlich erschreckt.
Sie lässt sofort von ihrem neuen Spielzeug ab und flüchtet auf die Ablage.
Da sitzt sie und kann kein Wässerchen trüben.
Wenn ich will, kann ich lästerlich fluchen und genau danach ist mir jetzt.
Himmelherrgottsakramentleckmichamarschscheisglumpverecktes!
Irgendwie schaut das Katzentier jetzt ziemlich belämmert und schuldbewusst aus.
So, als wüsste sie, dass sie an besagter Stelle nichts zu suchen hat.
Ich jedenfalls muss mich erst mal verarzten.
Die Schilderung dieser etwas unangenehmen Prozedur überlasse ich lieber der Phantasie des Lesers.
Und ich vermute auch, dass ich am Abend Katharina gegenüber in einem gewissen Erklärungsnotstand bin.
Miezka beeindruckt das ziemlich wenig, sie scheint sagen zu wollen: „Ich weiss nicht was du überhaupt willst.“
Ich will dass sie spielt, aber nicht mit Dingen, die ihr nicht zustehen.
Wird sie das begreifen?
Will sie das überhaupt begreifen?
Wenn nicht, bleibt mir nur noch, das Badezimmer in Zukunft in einer mittelalterlichen Rüstung zu betreten.