- Obedience Beitrag #1
Y
yane
Guest
Hi,
da in einem anderen Unterforum die Anmerkung aufkam, Obedience sei wie BH, möchte ich hier einige nicht ganz unbedeutende Unterschiede aufzeigen.
Zunächst mal, Obedience ist eine eigene Sparte mit 4 verschiedenen Leistungsklassen.
Dann gibt es zwar ein paar Übungen, die dem Namen nach ähnlich sind. Allerdings sind die Ausführungen teilweise völlig anders.
Bsp. muss die Fußarbeit im Obedience sehr viel präziser und "perfekter" sein, als das, was idR bei Begleithundeprüfungen gezeigt wird. Heute noch hält mir eine Vereinskollegin, die freudestrahlend nach bestandener BH-Prüfung zu mir ins Obi-Training kam, lachend vor, was ich ihr während der ersten Trainingsstunde gesagt habe - "Eure Fußarbeit mag ja für eine BH reichen, aber für's Obedience kannst Du das vergessen, da darfst Du nochmal von vorn anfangen zu trainieren".
Dazu kommt, dass in der Fussarbeit beim Obedience weit mehr Elemente enthalten sind als bei der BH-Prüfung. Rechtskehrtwendung, Slalom, Achter, Seitwärtsschritte, Rückwärtsschritte, Winkel und Kehrtwendungen aus dem Stand, aus dem Langsamschritt und aus dem Laufschritt. Auch ist die Fußarbeit bsp. in der O3, der höchsten Leistungsklasse, rein von der Länge her weit jenseits dessen, was in einer BH-Prüfung gefordert wird. Und im Gegensatz zur BH-Prüfung wird das Team per Ansage geschickt. Was an sich schon eine Schwierigkeit darstellt, wenn man das nicht kennt.
Sitz, Platz, Steh aus der Bewegung - erfolgt nicht in gerader Linie, sondern in einem Viereck, wobei der Hund sich maximal mit dem Kopf zum HF umdrehen darf.
Abrufen erfolgt in den höheren Klassen mit Steh und mit Platz. Wobei der Hund einerseits schnell reinkommen soll, aber andererseits auch schnell stehen bzw. liegen soll.
Voranschicken erfolgt in ein Quadrat aus Pylonen (Box genannt). In der höchsten Klasse über Eck auf Richtungsanweisung.
Apport - verschiedene Materialien wie Kunststoff, Holz und Metall - auf ebener Erde, über Hürden und als Richtungsapport, bei dem Hund aus drei ausgelegten Hölzern das vom HF angewiesene apportieren muss
Geruchsidentifikation - Hund sucht aus 6 Hölzchen dasjenige aus, das HF kurz in der Hand hatte. Dabei darf der Hund die "falschen" Hölzchen nicht aufnehmen oder mit den Zähnen berühren.
Und zuguterletzt die Distanzkontrolle. Dabei führt der Hund je nach Leistungsklasse bis zu 6 Positionswechsel (Platz - Sitz, Platz - Steh, Sitz -Steh, Sitz - Platz, Steh - Sitz, Steh -Platz) hintereinander aus und darf sich dabei nicht von der Stelle bewegen.
Und das alles in einer Perfektion, die weit über dem steht, was in einer BH gefordert wird.
Ich versuche mal, ein paar Videos zu verlinken, wenn ich wieder Zeit habe.
da in einem anderen Unterforum die Anmerkung aufkam, Obedience sei wie BH, möchte ich hier einige nicht ganz unbedeutende Unterschiede aufzeigen.
Zunächst mal, Obedience ist eine eigene Sparte mit 4 verschiedenen Leistungsklassen.
Dann gibt es zwar ein paar Übungen, die dem Namen nach ähnlich sind. Allerdings sind die Ausführungen teilweise völlig anders.
Bsp. muss die Fußarbeit im Obedience sehr viel präziser und "perfekter" sein, als das, was idR bei Begleithundeprüfungen gezeigt wird. Heute noch hält mir eine Vereinskollegin, die freudestrahlend nach bestandener BH-Prüfung zu mir ins Obi-Training kam, lachend vor, was ich ihr während der ersten Trainingsstunde gesagt habe - "Eure Fußarbeit mag ja für eine BH reichen, aber für's Obedience kannst Du das vergessen, da darfst Du nochmal von vorn anfangen zu trainieren".
Dazu kommt, dass in der Fussarbeit beim Obedience weit mehr Elemente enthalten sind als bei der BH-Prüfung. Rechtskehrtwendung, Slalom, Achter, Seitwärtsschritte, Rückwärtsschritte, Winkel und Kehrtwendungen aus dem Stand, aus dem Langsamschritt und aus dem Laufschritt. Auch ist die Fußarbeit bsp. in der O3, der höchsten Leistungsklasse, rein von der Länge her weit jenseits dessen, was in einer BH-Prüfung gefordert wird. Und im Gegensatz zur BH-Prüfung wird das Team per Ansage geschickt. Was an sich schon eine Schwierigkeit darstellt, wenn man das nicht kennt.
Sitz, Platz, Steh aus der Bewegung - erfolgt nicht in gerader Linie, sondern in einem Viereck, wobei der Hund sich maximal mit dem Kopf zum HF umdrehen darf.
Abrufen erfolgt in den höheren Klassen mit Steh und mit Platz. Wobei der Hund einerseits schnell reinkommen soll, aber andererseits auch schnell stehen bzw. liegen soll.
Voranschicken erfolgt in ein Quadrat aus Pylonen (Box genannt). In der höchsten Klasse über Eck auf Richtungsanweisung.
Apport - verschiedene Materialien wie Kunststoff, Holz und Metall - auf ebener Erde, über Hürden und als Richtungsapport, bei dem Hund aus drei ausgelegten Hölzern das vom HF angewiesene apportieren muss
Geruchsidentifikation - Hund sucht aus 6 Hölzchen dasjenige aus, das HF kurz in der Hand hatte. Dabei darf der Hund die "falschen" Hölzchen nicht aufnehmen oder mit den Zähnen berühren.
Und zuguterletzt die Distanzkontrolle. Dabei führt der Hund je nach Leistungsklasse bis zu 6 Positionswechsel (Platz - Sitz, Platz - Steh, Sitz -Steh, Sitz - Platz, Steh - Sitz, Steh -Platz) hintereinander aus und darf sich dabei nicht von der Stelle bewegen.
Und das alles in einer Perfektion, die weit über dem steht, was in einer BH gefordert wird.
Ich versuche mal, ein paar Videos zu verlinken, wenn ich wieder Zeit habe.