Puah, ja kann ich

Also ich persönlich habs folgendermaßen gemacht:
Ein altes Aquarium (30x20x30) und einen entsprechenden Deckel aus Plexiglas zugeschnitten. Ich hatte keine Lüftungen reingemacht, damit sich die Luftfeuchtigkeit besser hält, die Schaben überleben auch ohne Frischluft bzw da ich das Aquarium alle 1-2 Tage geöffnet habe, findet ja ein gewisser Austausch statt. Ist so viel einfacher als mit großen Lüftungsflächen.
Ins Aquarium etwas ungedüngte Erde und zum Verstecken ein paar Schichten Eierkartons und leere Klopapierrollen (z.B. aufrecht hinstellen, werden so sehr gerne als Versteck genutzt). Ein kleiner Tipp dazu, je mehr Versteckmöglichkeiten, desto geringer ist die Chance, dass gerade alle Viecher am Deckel hängen, während du ihn öffnen möchtest
Ich hab die Erde dann zusätzlich mit weißen Asseln "besetzt", um der Schimmelbildung vorzubeugen. Tote Tiere, Essensreste, Schimmel wird alles von denen beseitigt, war sozusagen meine Müllabfuhr.
Als Futter hab ich alle 1-2 Tage was kleines reingeworfen, sodass nicht unbedingt ein riesiger Brocken übrig blieb, die weißen Asseln beugen Schimmel zwar sehr gut vor, aber herausfordern wollte ich es dann doch nicht. Füttern kannst du eigentlich alles an Obst und Zeugs, z.B. Steinobst, Bananen, Karotte, etc. Wenn du keine Lüftungen hast, hält sich ja die Luftfeuchte besser, dh du musst auch weniger sprühen. Das ist nämlich auch so ne heikle Sache, die Biester sind sauschnell und klettern überall hoch, wenn du den Boden nachfeuchtest, solltest du drauf achten, dass du die Schaben nicht direkt ansprühst, z.B. an mehreren Ecken des Aquariums etwas Wasser in die Erde laufen lassen oder eben sprühen, wenn sich die meisten Schaben gerade versteckt halten.
Ich kam ohne meine Lüftungen locker ein paar Wochen aus, ohne zu sprühen, das vereinfacht die Sache natürlich auch, wenn man mal in Urlaub will. Meine Mutter hätte mich hochkant rausgeworfen, wenn ich sie gefragt hätte, ob sie sich nich um die kümmern könnt während ich weg bin :mrgreen:
Auch gut geeignet als Behälter sind natürlich solche Curverboxen (Griffe zukleben) oder größere Plastikbehälter. Die größe ansich ist nicht gerade entscheidend, da die Zucht auch schon in sehr kleinen Behältnissen gut läuft.
Die Temperatur sollte etwa 30-35°C betragen, einziger wirklicher Nachteil ist, dass es recht lange dauert, bis die Zucht mal angelaufen ist. Die Entwicklung dauert etwa 5-6 Monate und deshalb sollte man in den ersten Monaten möglichst wenig oder keine Tiere entnehmen, bis das ganze halt richtig läuft und es im Behälter schön wimmelt

Außerdem ist die Zucht in einem Behälter auch nicht unbedingt etwas, woraus große Mengen entnommen werden können, also immer mal wieder ein paar Tiere, aber nie zu viel, außer natürlich der Bestand ist mit etwas Geduld mächtig angewachsen.
Joa, was noch? Ich denke das wars großteils, zumindest war das alles, was mir auf die Schnell einegefallen ist :mrgreen: Ich hoffe das hilft dir weiter, ansonsten, frag!
Kleiner Tip noch, kaltstellen bevor du länger in der Box herumhantierst, die Biester sind schnell, können an Glas klettern und die ausgewachsenen auch kurze Strecken fliegen, es ist zwar machbar und man gewöhnt sich schnell dran, aber es muss ja nicht sein, dass die Dinger im Haus herumschwirren. Noch ein Vorteil von Panchlora nivea: Einmal draußen überleben sie in der Regel nicht lange und können sich erst recht nicht vermehren.
Männchen und Weibchen können ansich recht gut unterschieden werden, die Weibchen sind einfach viel breiter als die Männchen, im Vergleich fällt das sehr gut auf.
Liebe Grüße
Patricia