Schenkelweichen funktioniert nur halb

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  • Schenkelweichen funktioniert nur halb Beitrag #21
Hallo Ihr!

Stimmt, da hast du recht Iza!
Aus der Formulierung hätte ich das auch falsch verstanden :eusa_think:
Also ich meine wirklich ich reite im Uhrzeigersinn und stelle mein Pferd nach links und lasse ihn den linken Schenkel weichen.

Habe ich vorher was anderes gesagt? :eusa_eh:

Also auf jedenfall werde ich nachher mal einfach versuchen, aus der geraden ihn zu stellen und mal weichen zu lassen.
Es wäre ja tendenziell praktischer dem Bein weichen zu lassen, wo auch die Gerte liegt, für die Begrenzung und dem antouchieren, gelle?
Also Ich wechsel meine Gertenseite normalerweise nicht :)

Jetzt will ich unbedingt zum Hotte, üben.
Sowas nagt an mir, wenn ich weiß, er kann's vom Boden, aber vom Sattel aus klappt das Zusammenspiel noch nicht :eusa_doh:

Liebe Grüße
Federchen
 
  • Schenkelweichen funktioniert nur halb Beitrag #22
Huhu!

Es ist empfehlenswert, die Gerte in die Hand zu nehmen, wo du den Schenkel weichen lassen willst.
Somit kannst du unterstützend einwirken und auch richtig touchieren - touchiert wird übrigens NICHT dort, wo der Schenkel liegt bzw. liegen soll, sondern direkt an der Hinterhand.
Das Pferd weiß dann "aha, ich muss jetzt mit der rechten/linken "Hinterbacke" weichen".

Und vom Gertenwechseln verquält man sich auch keinen. :silence: :mrgreen:

Schau' mal, ausbilden ist wie das Sprechen lernen: Auch du konntest noch kein perfektes Hochdeutsch, als du angefangen hast zu sprechen - das ganze Leben ist ein reiner Lernprozess, der mal schneller, mal langsamer geht.
Bei den Pferden ist es dasselbe, du kannst nicht erwarten, dass Pak sofort alles richtig kombinieren und umsetzen kann - Geduld ist da angebracht. ;)

Wie lief's denn heute? Ich labere wieder zu viel. *g*

Liebe Grüße
 
  • Schenkelweichen funktioniert nur halb Beitrag #23
Hallöchen :)

Ja gut, mit der Gerte mache ich das nämlich auch so, wie du beschrieben hast, Schlange.
Ich touchiere ihn an der linken Pobacke, wenn die nicht mitkommen möchte.

Was ich mit dem Gertenwechsel meinte: Für gewöhnlich trage ich die Gerte "immer" links, also im Gelände und weitestgehend auch auf dem Platz, obgleich ich mal gelernt (und das ist mir hängen geblieben) habe, beim Wechsel der Hand auch die Gertenseite zu wechseln.

Im Gelände ging das Üben gestern nicht, der einzige Weidezaun, an dem es möglich gewesen wäre, war gestern nicht mehr da :eusa_doh:
Allerdings hatte Pak eine Situation, wo er so einen E-Mark-Stromkasten gruselig fand und den anstierte.
Das direkt mal ausgenutzt (weil ich weiß, dass er da hinstarren wird) und habe ihn direkt gestellt und weichen lassen (dieses Mal dem rechten Schenkel).
Das klappte sehr sehr gut.

Auf dem Heimführen Stall --> Weide habe ich ihn nochmal kurz gegen den Berg rückwärts geschickt und auf der Geraden per Hand weichen lassen.
Das klappte auch wieder sehr sehr gut.

Mir ist aufgefallen, dass Pak sich lieber biegt, als sich stellen zu lassen.
Die einzige Situation, in der er bisher ja gestellt wird/wurde, war beim weichen, ansonsten haben wir immer viel darauf geachtet, dass er sich an der Longe und beim reiten schön biegt.
Ist das schlimm?

Liebe Grüße
Federchen
 
  • Schenkelweichen funktioniert nur halb Beitrag #24
Huhu!

Wie gesagt, beim Schenkelweichen unterstützt die Gerte eben nur - wenn du sie in der falschen Hand hast, bringt dir das nicht viel.
Im Gelände wechsel' ich auch nur selten, weil ich rechts einfach ein sicheres Gefühl habe, wenn ich dort eine Gerte habe. Mit links komme ich mM nach nicht so gut "ran".

Mir ist aufgefallen, dass Pak sich lieber biegt, als sich stellen zu lassen.
Die einzige Situation, in der er bisher ja gestellt wird/wurde, war beim weichen, ansonsten haben wir immer viel darauf geachtet, dass er sich an der Longe und beim reiten schön biegt.
Ist das schlimm?

Pfff... ob das schlimm ist, ist die Frage. :102:
Mir ist aufgefallen, dass Pak wenig Muskeln am Hals entwickelt hat (wenn man das auf Fotos so sehen kann), vor allem im unteren Drittel.
Das könnte natürlich daher herrühren, denn biegen ist nicht alles.
Wenn du oben draufsitzt, musst du in erster Linie ja nach innen stellen (nach der FN-Lehre) und wenn dein Pferd immer dagegen hält, dann endet das in einer reinen Zickerei bzw. in einem Machtkampf.

Ein Pferd, das sich nicht stellen lässt, wird sich auch niemals ordentlich biegen lassen.

Hier steht da teilweise sogar noch was zu:

Was muss man eigentlich machen wenn man ein Pferd mit Anlehnung reiten will, das hat doch auch was mit halben Paraden zu tun. Die Biegung hat da ja auch was damit zu tun. Was ist der Unterschied zwischen Biegung und Stellung?


Antwort von Markus:
Um dein Pferd zu biegen und zu stellen, solltest du grundsätzlich immer auf gebogenen Linien, sprich Zirkel oder größeren Volten, reiten. Eine Biegung geht immer durch den ganzen Pferdekörper (von Kopf bis Schweif), darf aber nie durch die innere Hand erzwungen werden. Diese erreichst du nur über die Arbeit mit deinem inneren Schenkel, indem du immer wieder kontinuierlich mit dem jeweils inneren Schenkel an deine äußere Hand herantreibst. Das heißt, Du stellst dein Pferd auf die Zirkellinie ein, in Verbindung einer leichten Abstellung des Halses (das ist die sogenannte Stellung), so dass du leicht das Pferdeauge und den Nüsternrand schimmern siehst.

Zu deiner Frage, welchen Unterschied es zwischen Stellung und Biegung gibt, gibt es Folgendes zu sagen:

Das Pferd kann immer gestellt sein (z.B. also auch auf der Geraden), aber es gibt nie eine Biegung ohne Stellung.

  • Eine halbe Parade besteht aus einer beidseitig belastenden Gewichtshilfe, einer beidseitig vorwärts treibenden Schenkelhilfe und aus einer annehmenden und nachgebenden Zügelhilfe. Die einzelnen Hilfen werden auch in dieser Reihenfolge gegeben. Und das wiederum bedeutet für Dich, dass Du vornehmlich darauf achten musst, dass Du zunächst einmal richtig zum Sitzen und zum Treiben kommst. Denn nur so kannst Du auch eine korrekte halbe Parade geben.
Sobald das Pferd nachgibt, musst Du auch bereit sein nachzugeben, was nicht bedeutet den Zügel wegzuschmeißen, sondern lediglich ein Mitgehen mit der Hand in Richtung des Pferdemauls. Und auch beim Nachgeben musst Du sofort wieder an das Weitertreiben des Schenkels denken, damit Dein Pferd Dir in der gewünschten Anlehnung bleibt.

Quelle:

Wenn du magst, kann ich dir gern noch Übungen zum Thema Stellen raussuchen. ;)

Liebe Grüße
 
  • Schenkelweichen funktioniert nur halb Beitrag #25
Übungen wären echt Klasse!

Zwecks schlechtem Unterricht kenne ich dahingehend nämlich sogut wie nichts :(

Pak hat eigentlich schon einen bemuskelten Hals, allerdings herrscht bei ihm dasselbe Phänomenen wie bei einigen Dressur-Cracks:
Wenn der Hals nicht gerade mal etwas gebogen wird, sieht man nicht viel.

Und das ätzenste:
Er hat einen leichten Unterhals, weil er auf der Weide immer den Kopf in die Luft streckt.

Das Stellen in der Bahn kenne ich, zumindest rein optisch (ich erinnere mich nicht mehr an alle RU's, aber zumindest im letzten wurde darüber nie ein Wort verloren).
Im Gelände gestellt ist er eigentlich nicht, im Gegenteil, ich bin froh, wenn er ausnahmsweise mal nach vorne guckt und sich auf den Weg konzentriert ;)
 
  • Schenkelweichen funktioniert nur halb Beitrag #26
Huhu,

also, zunächst einmal würde ich ganz langsam beginnen, am besten nimmst du z.B. den inneren Zügel ein wenig an, lässt den äußeren anstehen und drehst deine innere Hand ein wenig ein (zu dir hin), dabei treibst du unablässig weiter.
Am Anfang kannst das auf einem großen Zirkel machen, dort bist du nämlich sofort in einer Biegungshaltung, was dir ein wenig Arbeit ersparen dürfte.

Du merkst ja, wenn er nachgibt. Gib' mit der inneren Hand nach (entrolle die Hand ein wenig) und lasse sie so stehen.
Pak sollte dann entspannt gestellt auf einem Zirkel gehen.

Wenn ihr das sicher im Schritt beherrscht, kannst du es auf einer geraden Linie weitermachen, stellen, loslassen, stellen, loslassen. Immer und immer wieder, bis es *knack* im Genick des Pferdes macht und er locker und entspannt (aber in Anlehnung!) vorwärts läuft.

Im Trab wird das Ganze schon schwieriger, da musst du stets drauf achten, dass du gut treibst und er an den Hilfen steht. Für den Anfang wäre da ein Martingal nicht schlecht.

Du musst nur wissen, dass Stellen und Biegen oft einher gehen, du musst immer ein wenig biegen, wenn du stellen willst und andersherum.
Also Schenkel in Verbindung mit dem Zügel - aber das weißt du ja. ;)

Richtig konkrete Übungen suche ich dir nachher oder morgen raus, je nachdem, wie viel Zeit ich finde, meine Nase in die Bücher zu stecken. :angel:
 
  • Schenkelweichen funktioniert nur halb Beitrag #27
Das mit dem Martingal habe ich mir auch schon überlegt.
Dann könnte ich solche Übungen auch wesentlich einfacherer im Gelände üben, dort läßt er sich nämlich relativ kompliziert Richtung Senkrechte bewegen.
 
  • Schenkelweichen funktioniert nur halb Beitrag #28
Was mir gerade noch dazu einfiele: Du reitest Schenkelweichen ja an der Bande entlang. Da ist ein vorwärts ja kaum möglich, weil die Bande das Pferd ja gerade von der Bande abgehalten wird vorwärts zu laufen.
Wenn ich Schenkelweichen machen möchte wechsel ich durch die Länge der Bahn und fange kurz nachdem mein Pony gerade gestellt ist an vorwärts seitwärts E bzw. B anzustreben. Durch die eigene Orientierung (Man guckt halt dahin, wo man hin will) gibt man dem Pferd schon indirekt die Richtung vor.
Dann sollte man, wenn das Pferd zu extrem versucht seitwärts zu laufen, den seitwärts treibenden Schenkel etwas weniger gebrauchen und vermehrt den vorwärts treibenden benutzen.
 
  • Schenkelweichen funktioniert nur halb Beitrag #29
Pak nutzt die Bande nur teilweise als Begrenzung, wenn der Winkel nicht groß genug ist, läuft er mit dem Po einfach wieder gen Wand und richtet sich gerade, trotz seitwärts treibenden Schenkel.
Wir müssen da viel dran üben :(
 
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