Auf alles Agressiv???

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gizmo29

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Hallo zusammen,
ich bin seit gerade eben neu hier, weil ich einfach nicht mehr weiter weiss.
Ich habe einen 2 Jährigen Chihuahuamix (Rüde), es lief bis vor ein paar Wochen eigentlich immer alles super, nur das er halt nicht alleine bleiben kann, aber das ist ein anderes thema.
Er war heute wieder so agressiv mir gegenüber, er hat mich mal wieder Blutig gebissen beim einfachen krallen schneiden, hat er nie probleme mit gehabt.
Er macht es aber nicht nur wegen dem Krallen schneiden, sondern ständig, ich brauche nur mal sein bettchen auf seite schieben wenn ich da gerade an den Schrank muss oder so, dann beisst er direkt zu, oder fletscht die Zähne und fängt an zu knorren.
Mir ist mehrfach gesagt worden das es sich ändern würde wenn man ihn Kastriert hat, aber eigentlich bin ich nicht so dafür, zumal ich mir nicht wirklich vorstellen kann das es dadurch besser wird.
Er ist ja nicht nur uns gegenüber agressiv, ein beispiel:
Gestern war ich mit ihm draussen, den weg wie sonst auch, da kam ein kleiner Junge mit einem 10 wochen alten chihuahuawelpen um die ecke, natürlich an der leine, und mein Gizmo hatte nix besseres zutun als den kleinen Welpen solange wegzubellen bis das der kleine anfing richtig los zu schreien, das tat mir so leid, der kleine war wirklich nur ne Hand voll, der Junge musst den Welpen dann auf den arm nehmen, hätte ich ihn nicht an der leine gehabt hätte er den kleinen zerfetzt, und das ist nicht das erste mal, das macht er ständig, egal wie gross die Hunde sind, zum grössten teil unterwerfen sich die anderen noch vor ihm.
Ich sage gleich vorweg, er hat noch nie schlechte erfahrungen gemacht, weil er erst seit ca. einem jahr regelmäßig raus geht, vorher wollte er nie, er wurde von anfang an von den Züchtern aufs katzenklo gesetzt, was er heute leider immer noch ab und an macht, er fühlt sich direkt unsicher wenn ich es wegnehme, macht mir dann die Bude voll, aber darum geht es ja nicht, ich würde gerne wissen was ich noch machen kann?
Habe keine lust ständig ins Kh zu fahren und mir ein Finger nach dem anderen Nähen lassen zu müssen, klingt vielleicht heftig, ist aber so.
Denkt man eigentlich nicht von so einem kleinen Hund, aber zum Teil hab ich echt Angst vor ihm, was er sicher merkt.
Sorry das es so lang geworden ist, aber ich hoffe ihr könnt mir helfen.

P.s: Bin am überlegen mich beim Hundeprofi zu Bewerben.
Vielen dank im vorraus ;)
 
  • Auf alles Agressiv??? Beitrag #2
Hallo!

Also als erstes würde ich gerne wissen, wie du reagierst, wenn er dich anknurrt oder sogar beißt?

Wie war es vorher, weil du sagtest, das Problem wäre noch nicht so lange...?

Für mich hört es sich so jetzt erstmal nach starkem Dominazverhalten an. Wie hast du den Kleinen erzogen und hörte er sonst gut auf Dich?

Das dieses Verhalten nach einer Kastration weg geht wird dir niemand versprechen... Manchmal ist das so und manchmal nicht. Außerdem wird wohl kein Tierarzt einen absolut gesunden Hund operieren....

Wenn es was mit Dominaz zu tun, wie ich jetzt mal so ins Blaue vermute, heißt das, dass DU an DIR arbeiten mußt. Wenn der Kurze nämlich glaubt, dass Du für´s Chefsein nicht geeignet bist und meint, das er die Führung übernehmen muss kann es durchaus zu so einem Verhalten kommen.

Das ist schon echt extrem wenn der eigene Hund nach einem beißt. Vielleicht suchst Du dir mal Unterstützung bei einem guten Hundetrainer in deiner Nähe.

Lieben Gruß
Marion
 
  • Auf alles Agressiv??? Beitrag #3
Hallo Marion, vielen dank für die erste antwort, also ich reagiere eigentlich nicht Böse oder so, ich bestrafe ihn einfach damit, das er in sein Bett muss, er versucht dann immer mich zu veräppeln, so von wegen, mal gucken ob die "olle" merkt wenn ich jetzt ausm Bett gehe.
Er hört sonst super gut, das ist nicht das Problem.
Er macht das wie gesagt seit ein paar Wochen, vielleicht 5 Wochen ungefähr.
Manchmal merke ich auch das er extra Stur bleibt, und er wird wohl merken das ich mitlerweile echt Angst vor ihm habe, denn ich musste bis jetzt 4 mal genäht werden wenn er gebissen hat.
Wie kann/muss ich denn mein verhalten ändern?
Ich dachte immer das ich alles soweit richtig mache, und mit ihm Gassie gehen wird auch immer schwerer, er bellt wirklich alles an und fletscht, selbst wenn ich ne bekannte treffe und wir nen moment reden, er will am liebsten auf sie los.
Bin echt verzweifelt, und weiss nicht mehr weiter.
 
  • Auf alles Agressiv??? Beitrag #4
Hallo!

Tja, dass Du Angst hast merkt der bestimmt! Und jemand der Angst hat, ist nicht der Boss!!!! Seh es mal aus seiner Sicht. Ein Hund ist ein Rudeltier.... Rudeltiere brauchen und wollen einen Führer. Du hast Angst und bist total unsicher, also ist es aus seiner "Sicht" nur logisch, dass er statt Dir der Boss ist.

Der Kleine wäre froh wenn er es nicht sein müsste, weil die Verantwortung als "Boss" ziemlich hoch ist.

Also mußt Du an Dir arbeiten. Wenn er Dich anknurrt oder sogar beißt, reicht es nicht ihn ins Bettchen zu schicken! Mach klar und deutlich, dass Du der Chef bist und Dir so ein Verhalten nicht bieten läßt. Das gilt eigentlch für alles. Sei ganz klar in dem was du willst und in dem was du nicht willst.

Wenn er aus dem Bettchen aufsteht, will er Dich nicht veräppeln, er demonstriert dir damit, dass er auf Dich nicht hören will, weil Du ihm nichts zu sagen hast, weil ER entscheidet. Wenn Du ihn ins Platz legst, ins Sitz oder steh, hat er so lange zu liegen oder zu sitzen bis du das Kommando wieder aufhebst. Übe das mal. Leg ihn kurz ins Platz und sage dann "auf" oder ähnliches. Als Zeichen, dass Du ihm nun ihm nun gestattest sich wieder "frei" zu bewegen.

Übernehme wieder die Führung!!!!! Wenn er andere Hunde anmacht, zeige ihm deutlich, dass Du ihm das nicht erlaubst und unterbinde das Verhalten.

Es ist natürlich nicht nötig mit Gewalt zu arbeiten. Es ist auch alles sehr anstrengend und geht an die Nerven, aber wenn er kapiert hat, dass er mit dir nicht so umspringen kann wird er das unerwünschte Verhalten auch wieder ablegen.

Der Auslöser bist Du selbst! Sei wieder der "Boss" und verhalte Dich so. Hunde richen Unsicherheit und nutzen das gnadenlos aus.

Vielleicht suchst Du dir wirklich mal eine GUTE Hundeschule und läßt Dir da mal zeigen wie es geht. Schau Dir aber vorher die Hundeschulen gut an, da gibt es solche und solche.

Lieben Gruß
Marion
 
  • Auf alles Agressiv??? Beitrag #5
Wie Marion schon sagte, hat dein Hund offenbar eine unfreiwillige Führungsposition übernommen.
Hunde die von sich aus die Führung übernehmen möchten gibt es sehr, sehr selten, in den meisten Fällen wird der Hund von seinen Besitzern unbeabsichtigt in diese Position "gedrängt" indem sie inkonsequent sind und sich in den Augen des Hundes ständig widersinnig verhalten.
Wenn der Mensch so unsouverän erscheint fühlt sich der Hund genötigt selbst den Ablauf zu organisieren und seinen Menschen zu "dominieren".
Damit ist der Hund überfordert, er leidet unter dieser Situation und zeigt durchaus Aggressionen (als Dominanzgesten oder aus Frust).

Wichtig ist das du dich jetzt mit deinem Hund beschäftigst, mit ihm Übungen machst (z.B. den Grundgehorsam durchgehen) das du dabei konsequent bist und für den Hund verständlich.
Wenn dein Hund z.B. wieder aus seinem Korb aufsteht heißt das er sieht es nicht als verbindlich an wenn du ihn auf seinen Platz schickst.
Du solltest mit ihm üben im Korb zu bleiben, bis du ein Auflöskommando gibst.
Fange mit ein paar Sekunden Korbliegen an, belohne ihn wenn er durchgehalten hat und dann hebe das Kommando auf (ich sage für sowas "lauf", das heißt nicht das der Hund laufen muss, sondern dass er jetzt tun kann was er möchte).
Dann kannst du die Zeiten in denen er im Korb liegen soll steigern, belohne ihn wenn er brav dringeblieben ist und sage ein lautes "Nein" wenn er den Korb vorzeitig verlassen will. Bestimmt wird er es schnell verstehen, das er im Korb warten soll bis du ihm erlaubst aufzustehen.

In allen Bereichen solltest du solche Konsequenz zeigen, damit dein Hund verstehen kann, was du von ihm möchtest.
Überlege auch, ob er vielleicht knurrt weil ihm eine Situation unangenehm ist, viele Hunde fürchten sich z.B. vor dem Krallenschneiden und knurren oder schnappen aus Angst, da muss man den Hund dann mit viel Geduld und Lob langsam dran gewöhnen.

Wenn er draußen Aggression gegenüber anderen Hunden zeigt ist das nochmal etwas ganz anderes und hat nicht unbedingt etwas mit der Rangfolge unter euch zu tun. Es gibt viele Rüden, die sich einfach nicht mit anderen Rüden verstehen. Ich bin immer der Meinung, das nicht jeder Hund alle anderen Hunde mögen muss (Ablehnung gegenüber Rudelfremden ist durchaus natürliches Hundeverhalten). Wenn man weiß das der eigene Hund sich nicht mit jedem versteht sollte man ihn an die Leine nehmen wenn Fremde kommen und erstmal abklären in wie weit Kontakt unter den Hunden erwünscht ist und ob sie sich vertragen würden.
Natürlich kann es auch sein, das dein Hund einfach unsicher ist im Umgang mit anderen Hunden.

Viele ausgewachsene Hunde mögen z.B. keine Welpen und sind genervt wenn ihnen so ein kleines, quirliges Etwas ständig am Maul hochspringt. Man muss dem Hund dann keinen Kontakt aufzwingen, es würde für alle Beteiligten nur Stress bedeuten.

An fremden Hunden ruhig an der Leine vorbeizugehen sollte ein Hund aber schon lernen, dazu braucht es ein konsequentes Training zur Leinenführigkeit.

Zum Thema Katzenklo:
Warum geht der Hund aufs Katzenklo? Auch ein zwei Jahre alter Hund kann lernen sich nur draußen zu lösen, auch das ist eine Frage der Konsequenz und der Bestätigung zum richtigen Zeitpunkt.
Nimm das Katzenklo raus und verfahre notfalls wie mit einem Welpen indem du alle paar Stunden mit ihm nach draußen gehst und ihn jedesmal lobst, wenn er sich gelöst hat. Falls du ihn drinnen auf frischer Tat ertappst (aber auch wirklich nur dann) kannst du ihn auch mit "Nein" ausschimpfen bevor du schnell mit ihm nach draußen gehst.


Lerne konsequent zu sein, belohne den Hund im richtigen Moment und sage ihm klar was er nicht darf, beobachte warum er sich in verschiedenen Situationen aggressiv verhält (Unsicherheit, Dominanz, Stress, Angst...) und gehe mit dem Training darauf ein.
Ein Hund will seinen Menschen nicht "veräppeln" und macht auch nicht einen auf "extra stur" das sind menschliche Eigenschaften die wir nur in den Hund hineininterpretieren, im Grunde verhält er sich nur so wie wir ihm (bewusst oder unbewusst) gezeigt haben wie er sich verhalten kann/darf/soll.

Nur Mut, arbeite mit deinem Hund und versuche wieder das Ruder zu übernehmen ;)
Falls du wirklich bereits tiefer sitzende Angst vor ihm hast und deswegen vielleicht in einigen Situationen überfordert bist wäre wirklich ein Hundetrainer angebracht.

Der "Hundeprofi" hat übrigens nicht nur eine Sendung, sondern betreibt auch Hundeschulen, vielleicht wäre das ja sonst was für euch.
 
  • Auf alles Agressiv??? Beitrag #6
dass du mittlerweile Angst vor deinem Hund hast, finde ich ganz schlimm. das macht es für dich nicht leicht, mit ihm zu arbeiten. Aber wenn mein Hund mich schon einige Male gebissen hätte, hätte ich auch Angst. Des Pudels Kern ist , wie schon alle geschrieben haben, dass du wieder Chef werden musst. Als unser Großer anfing gegenüber unserem Sohn den Dicken zu markieren, haben wir das Füttern zu einem Ritual zwischen den beiden gemacht. Jonas(Sohn) hat den Napf mit Trockenfutter in einer Hand gehalten und erstmal genüßlich und für Tano(Hund) gut sichtbar einige Kekse gegessen, die wir vorher auf das Futter gelegt hatten. Der Hund hat das fassungslos beobachtet und sein Futter erst bekommen, wenn Jonas scheinbar satt war. Jonas hat auch die Spielsachen verwaltet. Sie kamen raus, wenn Jonas spielen wollte. Hatte er keine Lust mehr, hat er sie weggeräumt. Und ganz erstaunliche Reaktionen löst du aus, wenn du deinen Hund mal für einen Tag völlig ignorierst. Kein Anschauen, kein Streicheln, kein Wort. Füttern, anleinen, gassi gehen, fertig. Denn der rudelführer buhlt nicht um die Gunst seiner Artgenossen.
das Problem zwischen Hund und Sohn war bei uns binnen kürzester Zeit gelöst.
wenn dir aber die angst im Weg ist, kann ich dir den Weg zu einem Profi unbedingt ans Herz legen. Martin Rütter hat zahlreiche Trainer ausgebildet, die in fast ganz Deutschland tätig sind. Google einfach "Rütter", da findest du eine Auflistung aller Standorte, vlt. gibt´s auch einen in deiner Nähe.
Ich wünsche dir viel Glück und erfolg, damit du das Zusammenleben mit deinem Hund wieder genießen kannst.
Lg Claudia
 
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