Zusammenleben mit sehr scheuer Katze?

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  • Zusammenleben mit sehr scheuer Katze? Beitrag #1
woelfchen

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Hallo

also um es vornweg zu sagen es geht hier nicht direkt um mich, sondern um meine Arbeitskollegin. Sie hat mir von ihrer Katze erzählt, und weil mich das die ganze Zeit so beschäftigt wollte ich euch Katzenbesitzer einfach mal um Rat fragen.
Die Dame ist Rentnerin und wohnt alleine in einer Mietwohnung, sie kommt aber ca. für 3 Wochen einmal jährlich arbeiten. Sie hat mir erzählt dass sie seit ca. 1,5 Jahren eine Katze hat welche sehr Scheu ist. Wie alt die Katze jetzt genau ist weiss ich nicht mehr, ich frage sie nochmal.
Zur Vorgeschichte: Die Tochter der Dame hat besagte Katze damals aus dem Tierheim geholt, es hat sich jedoch herausgestellt dass sie sehr scheu war und da die Tochter selbst Kinder hat, war das einfach zuviel für die Katze. Also hat die Dame (ich nenn sie mal Frau K.) sich der Katze angenommen, sie meinte anfangs wäre sie nicht soooo begeistert gewesen, aber da sie ja alleine lebt wollte sie es mal versuchen.
Was mit der Katze vor dem TH war weiss man nicht 100%, aber es soll wo so gewesen sein dass die Katze im Garten bei einem Mann gelebt hat welcher die Katze geschlagen hat, und irgendwann ist sie ausgebüchst und wurde ins TH gebracht.
Jedenfalls stellt sich das Leben mit dieser Katze jetzt für Frau K. wie folgt dar: Sobald Frau K. einen Raum betritt flitzt die Katze sofort in ein Versteck (meistens unters Bett oder in den Schrank). Frau K. sagt sie müsse manchmal nur den Fuß rühren und die Katze flüchtet schon. Allerdings scheint die Katze recht zutraulich zu sein wenn Frau K. im Bett liegt, denn dann kommt die Katze auch mal vorsichtig ins Schlafzimmer.
Anfassen lässt sie sich natürlich nie. In den ersten Wochen hat die Katze statt in das Katzenklo immer in die Badewanne gepinkelt. Dann hat Frau K. sie mal dabei erwischt und erschreckt, damit die Katze es nicht mehr macht, was jetzt auch der Fall ist, aber ob das so gut war weiss ich nicht. :eusa_eh:
Die Katze benutzt auch nie den Kratzbaum oder die verschiedenen Kratzmatten, sondern immer den Teppich, aber na ja das sehe ich als das kleinste Problem an. Ich habe Frau K. gefragt ob sie die Katze mal mit etwas Futter locken und sich attraktiv machen kann, aber sie frisst weder rohes Fleisch noch Dosenfutter, sondern nur ein bestimmtes Trockenfutter.
Jedenfalls bedrängt Frau K. die Katze nie. Sie zwingt sie zu nichts, redet immer sehr vorsichtig mit ihr (wenn die Katze denn nicht grade geflüchtet ist), und sorgt auch gut für sie. Aber Frau K. ist schon traurig, dass ihre Katze selbst nach 1,5 Jahren nicht ein bisschen Vertrauen zu ihr aufgebaut hat. Ich frage mich ob man es überhaupt noch schaffen könnte, diese Katze an Frau K. zu gewöhnen. Schwierig ist es ja z.b. wenn die Katze zum TA muss...Frau K. sagte das sei ein absoluter Streß, weil die Katze natürlich eingefangen werden muss. :(
Vielleicht habt ihr ja Tipps dazu, und könnt sagen was einfach das Beste ist mit dieser Katze zusammen zu leben.
lg
 
  • Zusammenleben mit sehr scheuer Katze? Beitrag #2
hii

das klingt wirklich nach einem schwierigen Fall.

Da es eine reine Wohnungskatze ist (wie ich jz verstanden habe), ist eine 2. Katze eigentlich wichtig. Aber ob das klappen wird:?.

Wichtig wäre jetzt mal das Alter der Katze. Wenn sie geschlagen wurde, kann es sehr schwer sein, die Katze an Menschen zu gewöhnen. Es dauert halt sehr lange Vertrauen wiederaufzubauen. Frau K. sollte versuchen der Katze zu zeigen, dass es bei ihr nur gutes gibt, also von der Hand füttern und so (wenn es klappt). Es gibt von Gimpet verschiedene Pasten (Multi-Vitamin, Malt, Käse). Vielleicht steht die Katez auf sowas, dann kann Frau K. sie damit locken und einfach schlecken lassen (nicht anfassen!). Die Katze wird irgendwann merken, dass es bei Frau K. gute sachen gibt und dann freiwillig kommen ;)

viel glück lg andie

PS: TroFu ist nicht sehr gut (sollte nur als Leckerchen gegeben werden), da es die Nieren sehr belastet. Außerdem trinken Katzen dann meist zu wenig.
 
  • Zusammenleben mit sehr scheuer Katze? Beitrag #3
Wir haben auch so eine Katze, aber das ist eine Wildkatze, die ist früher immer weg gerannt. Jetzt nach drei Jahren kommt sie mit in unsere Wohnung, läßt sich streicheln und frißt aus der Hand. Und die ist schon ca. 12 Jahre alt. Wir sind die Einzigen von denen sie sich streicheln läßt. Sie wird allerdings panisch, wenn sie merkt, daß wir die Terassentür schließen, dann läßt sie sich auch kaum von leckerem Futter ablenken.

Eine scheue Katzen mit schlechten Erfahrungen kann man durchaus zahm bekommen, aber es dauert sehr lange und man muß sehr behutsam mit solchen Tieren umgehen. Das Erschrecken der Katze war da wirklich nicht hilfreich. Da sie mit Futter nicht zu locken ist, würde ich mir entweder ein Spray namens Felliway holen, das soll Katzen ein Gefühl von Wohlbehagen vermittel. Damit müßte sie die ganze Wohnung einsprühen. Oder die Dame soll sich mal Katzenminze besorgen. Damit könnte sie zum Beispiel ihre Hände ein wenig einreiben, dann ließe sich die Katze sicher streicheln. Wenn die Katze verspielt ist, könnte man damit auch eine Futterkugel füllen.
Vielleicht würde aber auch eine zweite zutrauliche Katze helfen, der anderen ein Gefühl von Sicherheit zu geben.
 
  • Zusammenleben mit sehr scheuer Katze? Beitrag #4
Das erinnert mich so sehr an meine "Spezialexemplare" Minki und Möhrchen hier...
Die 2 Grazien kommen von draussen, wo sie wohl auch geschlagen wurden..:evil:
Die beiden Damen wohnen nun schon über 3 Jahre hier und sind immer noch extrem schreckhaft. Hochnehmen geht gar nicht und das werde ich auch nie aus ihnen rausbekommen, das weiss ich.
Der letzte TA-Besuch mit Minki war das reinste Drama. Ich musste sie "mit Gewalt" einfangen und bei der TÄ musste sie eine Beruhigungsspritze bekommen, anders ging es leider nicht.

Nach einem halben Jahr durfte ich sie das erste mal überhaupt ganz leicht und kurz berühren!
Das war schon ein Fortschritt und ich hatte Tränen in den Augen, weil es so schön war:uups:
Mittlerweile sind es die reinsten Schmusebacken, aber nur auf dem Teppich oder am Boden..
Auf den Arm kommen sie nie und auch nicht auf den Schoss.
Aber ich aktzeptiere die beiden eben so..

Deine Arbeitskollegin sollte sich immer nur ganz langsam "von vorne" mit der Hand annähern, so dass die Katze die Hand sieht und merkt, dass davon keine Gefahr ausgeht. Niemals von oben, das wird als Bedrohung angesehen.

Ansonsten hilft nur unendlich viel Geduld und Liebe. Die kleine zu nichts zwingen und sich eine gebückte Haltung angewöhnen;)
Und langsam durch die Wohnung schleichen..

Ich drücke die Daumen, dass auch bei der kleinen Maus das Eis bald gebrochen ist und sie Vertrauen fasst.
 
  • Zusammenleben mit sehr scheuer Katze? Beitrag #5
Hi,
also für mich hört sich das alles zusammengenommen so an, daß die gute Frau zur Katze gekommen ist wie die Jungfrau zum Kind und sie und auch die arme Katze im Grunde mit der Gesamtsituation unzufrieden sind.
Pinkeln in die Badewanne... Kratzen auf dem Teppich... mangelndes Vertrauen...
Sicher bekommt Frau K. auch manchmal Besuch von Tochter und Enkelkindern, oder etwa nicht. Dann hat die Katze denselben Streß, als wenn sie bei der Tochter geblieben wäre. Der Umzug zur Mutter hat dem Tier also sicher nicht geholfen und war nur eine naheliegende Notlösung.

Mir scheint, diese Katze ist bei Frau K. leider schlicht und einfach fehl am Platz.
Ich weiss, daß ältere Menschen oft sehr sehr tierlieb sind und lieber ein paar Unanehmlichkeiten auf sich nehmen, damit das Tierchen versorgt ist. Eigentlich hätte sie nichts gegen eine Schoßschmusekatze. Nun hat die Katze aber leider solche Angst und will gar nicht schmusen. Dumm gelaufen. ( nur so als Beispiel, ihr wisst was ich meine, oder? )
Frau K. sollte die Katze abgeben zu Leuten, die gelassener mit einem scheuen Tiger umgehen und nicht unbedingt einen Schmusetiger brauchen. Gut wäre bestimmt auch mit Freilaufmöglichkeit. Da braucht man auch kein schlechtes Gewissen oder Bedenken haben, daß man sich nicht richtig um die Katze kümmern würde oder sowas. Katze ist halt nicht gleich Katze. Und wenn Frau K. wieder eine Katze haben möchte, weil es schön ist, ein Lebewesen um sich zu haben, dann soll sie sich nicht scheuen und sich im Tierheim IHRE Katze aussuchen. Es gibt für jeden Topf ein Deckelchen.

PS. sorry, ich sag es lieber direkt.
 
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