- schwer lesbarer THHund Beitrag #1
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Antigone
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Hallo!
Eigentlich habe ich ja im Hundebereich nicht viel zu suchen, ich schneie immer mal rein "Zuhause" bin ich aber bei den Katzen und Hamstern
Trotzdem möchte ich mich mit einer Frage an euch wenden, die ein bisschen viel Geschreibsel verlangen wird..:uups:
Recht regelmäßig gehe ich in einem kleinen TH Gassi und vor ca. 3 Wochen bin ich das erste Mal mit einem Brackenmix rausgegangen (wobei ich jetzt gelernt habe, dass das ja doch eine recht allgemeine Aussage ist, keine Ahnung was genau drin sein soll). Sie kommt aus Spanien, ist 6J alt und ist im spanischen TH geboren und augewachsen. Dieses Mädchen geht halt nicht mit jedem mit, ist absolut sympathieabhängig. Tja, mich mochte sie auch nicht :lol: und wir haben den ersten Spaziergang (immer nur 30 Minuten) damit verbracht, dass sie zurück wollte. Das äußerte sich so stark, dass sie sogar rückwärts lief, dadurch Anlauf nahm und volle Kraft ins Halsband (ja leider kein Geschirr) sprang. Wenn sie das nicht tat, stemmte sie sich einfach mit voller Kraft ins Halsband und Madame ist kräftig mit Schäferhundstatur
Von meiner Seite sah das so aus, dass ich mich hingehockt und gewartet habe. Jedes Verhalten, das nicht "Zurück" zum Ziel hatte, habe ich rein mit Stimme (Leckerchen dürfen wir nicht) belohnt, sprich schon ein Wenden des Kopfes bekam ein euphorisches "feeeeiiiin". Kam sie irgendwann zu mir, wurde sie natürlich über alle Maßen gelobt und zwar auch gerne mit Streicheln, dann ging ich wieder auf Leinenlänge (nur normale 2 m Leine) weg und es ging wieder von vorne los. Und hier kommt eben das erste, was ich an ihr so widersprüchlich finde: sie mag Menschen, ok, vielleicht nicht alle, aber sie hat keine Angst und wird gerne gekrault. Auf diesem ersten "Spaziergang" haben wir uns also ca. 50 m vom TH entfernt und ich habe ihn damit beendet, dass ich wieder zurück ging, als sie mal wieder auf mich zugegangen war.
Etwa 10 Tage später (viel zu tun) war ich wieder mit ihr draußen, zusammen mit meinem Freund. Das ging schon viel besser, wir gingen sogar entspannte an einem Hund vorbei (Rüde, kleiner Terriermix) und die ersten 10 Minuten waren problemlos, bis sie dann woanders abbiegen wollte, als ich
dann kamen uns zwei Retriever entgegen, vor denen sie doch etwas Schiss zu haben schien, also habe ich die Begegnung vermieden. Sie hat sich dann eine Zeitlang kraulen lassen, sich hingesetzt und das offenbar genossen, Augenkontakt gesucht. Als mein Freund sich einmal zu ihr beugte, knurrte sie. Obwohl ich sie gut im Auge hatte, kam das unvermittelt, sie machte aber keine Anzeichen zu schnappen.
Der Rückweg war dann ganz gut, wann immer sie zog, bin ich stehen geblieben und erst weiter gegegangen, wenn sie zurückkam, immer mit Lob verbunden.
Montag war ein super Tag, sie ist den größten Teil der Zeit absolut entspannt, an lockerer Leine gelaufen, als sie einen Leonberger sah, wollte sie hinterher (nicht aggressiv, nur eben stark ziehend), als er außer Sichtweite war, ging es wieder ganz gut, bei Ziehen gleiches Spiel wie davor die Male. Sie hat das auch schnell verstanden, zieht sie und ich blieb stehen, dauerte es keine 30 Sekunden, bis sie wieder zu mir gekommen war. :clap:
Dienstag war ein totaler Rückschritt :? Sie ging erst gut mit, bis hinter und zwei Hunde kamen (Rüde und Hündin, beide kastriert, kleiner als sie), ich wollte ausweichen, sie hat die Beine in den Boden gerammt. Als sie ein bisschen entfernt waren, konnten wir einen anderen Weg nehmen, keine 10 Schritte gegangen stand uns schon der nächste Hund vor der Nase..wir also gewartet und danach wars vorbei, fast so stark wie beim ersten Mal wollte sie einfach zurück. Der Unterschied: sie kam schneller wenn ich sie rief und es gab kein ins Halsband springen.
Heute konnte ich wegen der Hitze nicht hin (muss 14km mit dem Rad hinfahren, hab kein Auto)
Schwierig an ihr finde ich, dass sie keine sehr klare Körpersprache hat oder vielleicht weiß sie einfach selbst nicht, was sie will. :eusa_think:
In den Momenten z.B. in denen sie vom "zurück ziehen" ablässt und auf mich zu kommt, leckt sie sich regelhaft das Maul, kommt aber teilweise wedelnd und "fröhlich" trabend auf mich zu. Ob das Schnauzelecken jetzt als Beschwichtigung zu deuten ist, kann ich nicht sagen, ich habe sie eben stark beobachtet und das ist mir besonders aufgefallen. Ihr freudiges Kommen steht in meinen Augen total im Widerspruch zu ihrem "zurückziehen". Auch ist sie wie gesagt menschlicher Aufmerksamkeit keineswegs abgeneigt, streicheln steht hoch im Kurs, als sie meinen Freund anknurrte war er ihr wahrscheinlich zu nah gekommen. Zudem hat sie mich z.B. Montag am Tor des THs angeknurrt, das macht sie bei manchen Leuten aber immer nur am Tor.
In den nächsten Wochen kann ich (außer nächste Woche) fast täglich hingehen und würde dann gerne weiterhin mit ihr rausgehen (da nicht viele mit ihr rausgehen wohl kein Problem). Da würde mich halt interessieren, was ihr vielleicht als Ansatzpunkte seht, mit ihr zu arbeiten, besseren Kontakt aufzubauen. Ich würde diesen Hund gerne verstehen, es reizt mich, dahinter zu kommen, wie sie tickt.
Ich danke schonmal jedem, der den ganzen Text durchgelesen hat :clap: irgendwie fand ich halt alles wichtig :uups: und freue mich auf Antworten und Anregungen!
Caterina
Eigentlich habe ich ja im Hundebereich nicht viel zu suchen, ich schneie immer mal rein "Zuhause" bin ich aber bei den Katzen und Hamstern
Trotzdem möchte ich mich mit einer Frage an euch wenden, die ein bisschen viel Geschreibsel verlangen wird..:uups:
Recht regelmäßig gehe ich in einem kleinen TH Gassi und vor ca. 3 Wochen bin ich das erste Mal mit einem Brackenmix rausgegangen (wobei ich jetzt gelernt habe, dass das ja doch eine recht allgemeine Aussage ist, keine Ahnung was genau drin sein soll). Sie kommt aus Spanien, ist 6J alt und ist im spanischen TH geboren und augewachsen. Dieses Mädchen geht halt nicht mit jedem mit, ist absolut sympathieabhängig. Tja, mich mochte sie auch nicht :lol: und wir haben den ersten Spaziergang (immer nur 30 Minuten) damit verbracht, dass sie zurück wollte. Das äußerte sich so stark, dass sie sogar rückwärts lief, dadurch Anlauf nahm und volle Kraft ins Halsband (ja leider kein Geschirr) sprang. Wenn sie das nicht tat, stemmte sie sich einfach mit voller Kraft ins Halsband und Madame ist kräftig mit Schäferhundstatur
Etwa 10 Tage später (viel zu tun) war ich wieder mit ihr draußen, zusammen mit meinem Freund. Das ging schon viel besser, wir gingen sogar entspannte an einem Hund vorbei (Rüde, kleiner Terriermix) und die ersten 10 Minuten waren problemlos, bis sie dann woanders abbiegen wollte, als ich
Der Rückweg war dann ganz gut, wann immer sie zog, bin ich stehen geblieben und erst weiter gegegangen, wenn sie zurückkam, immer mit Lob verbunden.
Montag war ein super Tag, sie ist den größten Teil der Zeit absolut entspannt, an lockerer Leine gelaufen, als sie einen Leonberger sah, wollte sie hinterher (nicht aggressiv, nur eben stark ziehend), als er außer Sichtweite war, ging es wieder ganz gut, bei Ziehen gleiches Spiel wie davor die Male. Sie hat das auch schnell verstanden, zieht sie und ich blieb stehen, dauerte es keine 30 Sekunden, bis sie wieder zu mir gekommen war. :clap:
Dienstag war ein totaler Rückschritt :? Sie ging erst gut mit, bis hinter und zwei Hunde kamen (Rüde und Hündin, beide kastriert, kleiner als sie), ich wollte ausweichen, sie hat die Beine in den Boden gerammt. Als sie ein bisschen entfernt waren, konnten wir einen anderen Weg nehmen, keine 10 Schritte gegangen stand uns schon der nächste Hund vor der Nase..wir also gewartet und danach wars vorbei, fast so stark wie beim ersten Mal wollte sie einfach zurück. Der Unterschied: sie kam schneller wenn ich sie rief und es gab kein ins Halsband springen.
Heute konnte ich wegen der Hitze nicht hin (muss 14km mit dem Rad hinfahren, hab kein Auto)
Schwierig an ihr finde ich, dass sie keine sehr klare Körpersprache hat oder vielleicht weiß sie einfach selbst nicht, was sie will. :eusa_think:
In den Momenten z.B. in denen sie vom "zurück ziehen" ablässt und auf mich zu kommt, leckt sie sich regelhaft das Maul, kommt aber teilweise wedelnd und "fröhlich" trabend auf mich zu. Ob das Schnauzelecken jetzt als Beschwichtigung zu deuten ist, kann ich nicht sagen, ich habe sie eben stark beobachtet und das ist mir besonders aufgefallen. Ihr freudiges Kommen steht in meinen Augen total im Widerspruch zu ihrem "zurückziehen". Auch ist sie wie gesagt menschlicher Aufmerksamkeit keineswegs abgeneigt, streicheln steht hoch im Kurs, als sie meinen Freund anknurrte war er ihr wahrscheinlich zu nah gekommen. Zudem hat sie mich z.B. Montag am Tor des THs angeknurrt, das macht sie bei manchen Leuten aber immer nur am Tor.
In den nächsten Wochen kann ich (außer nächste Woche) fast täglich hingehen und würde dann gerne weiterhin mit ihr rausgehen (da nicht viele mit ihr rausgehen wohl kein Problem). Da würde mich halt interessieren, was ihr vielleicht als Ansatzpunkte seht, mit ihr zu arbeiten, besseren Kontakt aufzubauen. Ich würde diesen Hund gerne verstehen, es reizt mich, dahinter zu kommen, wie sie tickt.
Ich danke schonmal jedem, der den ganzen Text durchgelesen hat :clap: irgendwie fand ich halt alles wichtig :uups: und freue mich auf Antworten und Anregungen!
Caterina