Bei jeder Rolligkeit schüttet eine Katze eine große Menge dieser Hormone aus, womit sich das Risiko für sexualhormon-induzierte Krebsformen erhöht. Beim Mammakarzinom (Brustkrebs) bspw. ist das Risiko für eine unkastrierte Kätzin im Vergleich zu einer kastrierten um den Faktor 7 erhöht [
6,
7]. Ein Mammakarzinom ist äußerst bösartig, weshalb die Prognose für eine erkrankte Katze sehr schlecht ist [
8]. Eine Kastration verringert übrigens unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Durchführung das Risiko für Karzinome deutlich [
9,
10]. Zum Glück sind Mammakarzinome bei der Katze nicht so häufig wie beim Hund. Weitere von Krebs betroffene Organe sind Eierstöcke und Gebärmutter. Die Verringerung dieser Karzinomgefahr ist
ein wichtiges Argument für die Kastration einer Katze [
11]. (...) Ein
weiteres Argument für eine Kastration ist eine mitunter
tödlich verlaufende Komplikation unkastrierter Katzen, die man unter dem Sammelbegriff des Pyometra-Endometritis-Komplexes zusammenfaßt. Hierbei handelt es sich um entzündliche Prozesse der Gebärmutter (Pyometra), der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) und/oder Gewebeveränderungen (Hyperplasie).