- Schäferhund - Kotabsatzprobleme - Analfistel Beitrag #1
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Scratchy112
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Hallo,
wir haben mit unserem 4-jährigen Deutschen Schäferhund Probleme in Sachen Kotabsatz.
Uns fiel schon immer auf, dass er einen recht weichen und dünnen Stuhl hat und nicht die üblichen "3 Kringel mit Spitze" macht. Die Verteilung führten wir darauf zurück, dass er recht hektisch ist und auch beim Geschäft nicht ruhig bleibt sondern schnüffelt.
Allerdings waren diese Probleme nicht wirklich massiv, er machte einfach seinen recht weichen Haufen und es war OK. Grund dafür war - auch nach Tierarztmeinung - eventuell das Futter, dies versuchten wir mehrmals umzustellen.
Innerhalb des letzten Jahres wurden die Probleme aber massiv. Er bekam starke Probleme in Sachen Kotabsatz. Oftmals läuft er ganze Spaziergänge in gebückter Haltung und nur selten kommen einige wenige kleine "Würstchen".
Bei einer Untersuchung letzten Jahres wurde eine leichte Verdickung im Bereich Enddarm / Schließmuskel festgestellt und stark vereiterte Analdrüsen.
Der Arzt meinte, diese - bzw. die Schmerzen dadurch - wären Grund für die Kotabsatzprobleme.
Nach der Behandlung war es auch besser, immer noch war der Stuhl weich und die "Würste" dünn, aber es reichte 1 x Hinsetzen.
Mittlerweile ist es wieder schlimmer geworden, ganze Spaziergänge sind wieder in gebückter Haltung. Der Tierarzt stellte eine Umfangsvermehrung im Enddarm / Schließmuskel fest. Da seine erste Idee "Tumor" war riet er uns in eine bekannte große Klinik nahe Frankfurt zu fahren. Dort wurde alles wieder untersucht und sowohl Schnelltest als auch Labor stellten nur massive Entzündungsparameter fest, aber absolut keinen Krebs.
Die Diagnose lautete: Recht heftige Analfisteln die sich entzündet haben, bluten usw. Diese werden seit dem tägl. mit Atopica 150mg behandelt.
Auf diese Vorkommnisse möchte ich nun genauer eingehen.
(Momentane) Probleme:
- Weicher Stuhl, dünne Würste, sehr starke Blähungen
- Kotabsatzprobleme. Der Hund drückt ganze Spaziergänge. Von sagen wir mal 20 x Drücken kommt 1 x Kot und 2 x Luft
Behandlung
- Atopica 150mg / tgl.
- 14 Tage lang Schmerzmittel
- 14 Tage lang Antibiotika wg. der Entzündung im Bereich der Fisteln
Verlauf
Der Stuhl ist nach wie vor recht dünn, aber alleine das wäre kein so dringendes Problem. Nach dem Klinikbesuch waren die Probleme rückläufig, er machte weiche Haufen, aber 1 x pro Spaziergang, keine gebückten Spaziergänge.
Kurz nach absetzen des Antibiotikas wurde es wieder wie davor.
Außerdem wurde eine Vergrößerung der Prostata festgestellt. Diese wurde durch chemische Kastration per Chip für 6 Monate angegangen, die Prostata ist wieder abgeschwollen und kann keine Verengung mehr auslösen.
Auch die Umfangsvermehrung am Schließmuskel / Enddarm durch die Fisteln und Entzündung können laut Auskunft der Ärzte keine solche Engstelle bilden, dafür sind sie zu klein. Auch die Suche nach sonstigen Engstellen verlief ohne Befund.
Ein Arzttermin ist in einigen Wochen angesetzt, da man dem Atopica Zeit zum Wirken geben möchte.
Nun meine Frage: Kennt wer im Zusammenhang mit Analfisteln solche Kotabsatzprobleme?
=================================================
WICHTIG: Da das ganze nun einige Zeit geht habe ich mir einige Gedanken gemacht und einiges gelesen. Allerdings möchte ich meine Theorien erst hinten anstellen, um eure Meinungen frei von meinen Ideen zu hören.
Daher jetzt erst zu meinen Theorien:
- Es liegen 2 Erkrankungen vor. Die Blähungen, der weiche Stuhl... Verdauungsprobleme die ich in die Ecke "Futtermittelunverträglichkeit" schieben würde. Zu den genannten Problemen kommen 2 Anzeichen die mich bestärken: (1) Trotz Entwurmung usw. nimmt der Hund unglaublich schwer zu. Er ist im Normalbereich, aber dafür musste man Unmengen füttern. Wenn das Futter nicht richtig verwertet wird bleibt folglich auch wenig hängen. (2) Sowohl er als auch unser anderer Hund sind vollkommen wild darauf diese Haufen zu fressen. Aber eben nur diese Haufen. Irgendwas muss an diesen besonders schmackhaft oder nahrhaft sein, eine unvollständige Verwertung würde ja zwangsläufig auch bedeuten, dass noch mehr Nährstoffe als normal im Kot sind.
- Das ständige Pressen bei dem meist nichts kommt liegt an den Fisteln. Es ist nichts zu eng, sondern einfach ein falscher Alarm. Durch Zufall habe ich - da nix anderes da war - im Wartezimmer eines Arztes einen Leserbrief zum Thema "Probleme mit Analtampons
" gelesen.
In diesem wurde in der ärztl. Antwort beschrieben, dass im Bereich Enddarm / Schließmuskel Nerven sitzen, die den Reiz "zu müssen" auslösen. In diesem Bericht ging es darum, dass diese durch den Fremdkörper stimuliert werden. Dazu kommen verschiedene Aktivitäten des Darmes im tägl. Zyklus. Nun kam mir folgende Idee: Eine Umfangsvermehrung durch die Fisteln und Entzündung, dazu die gereizten Schleimhäute...all dies könnte ja auch diese Nerven reizen und "Blinde Alarme" auslösen. Dazu würde passen, dass er dauernd drückt und selten was kommt. Auch würde passen, dass diese Beschwerden unter Antibiotika - welches ja die Entzündung und somit die Schwellung zurückdrängt - besser wurden, frei nach dem Motto: Weniger Schwellung = weniger Reiz auf diese Nerven = weniger Fehlalarme.
Eine Umfangsvermehrung in der diagnostizierten Größe kann meiner Meinung nach durchaus als "Ersatzwurst" dienen die den "Ich muss, ab auf den Pott" Knopf drückt.
Wie gesagt, ärztl. Behandlung läuft, es geht mir hier nur um Erfahrungsberichte und ähnliche Fälle. Auch würde mich interessieren ob es diese Probleme im Zusammenhang mit anderen Krankheiten gibt.
Danke
wir haben mit unserem 4-jährigen Deutschen Schäferhund Probleme in Sachen Kotabsatz.
Uns fiel schon immer auf, dass er einen recht weichen und dünnen Stuhl hat und nicht die üblichen "3 Kringel mit Spitze" macht. Die Verteilung führten wir darauf zurück, dass er recht hektisch ist und auch beim Geschäft nicht ruhig bleibt sondern schnüffelt.
Allerdings waren diese Probleme nicht wirklich massiv, er machte einfach seinen recht weichen Haufen und es war OK. Grund dafür war - auch nach Tierarztmeinung - eventuell das Futter, dies versuchten wir mehrmals umzustellen.
Innerhalb des letzten Jahres wurden die Probleme aber massiv. Er bekam starke Probleme in Sachen Kotabsatz. Oftmals läuft er ganze Spaziergänge in gebückter Haltung und nur selten kommen einige wenige kleine "Würstchen".
Bei einer Untersuchung letzten Jahres wurde eine leichte Verdickung im Bereich Enddarm / Schließmuskel festgestellt und stark vereiterte Analdrüsen.
Der Arzt meinte, diese - bzw. die Schmerzen dadurch - wären Grund für die Kotabsatzprobleme.
Nach der Behandlung war es auch besser, immer noch war der Stuhl weich und die "Würste" dünn, aber es reichte 1 x Hinsetzen.
Mittlerweile ist es wieder schlimmer geworden, ganze Spaziergänge sind wieder in gebückter Haltung. Der Tierarzt stellte eine Umfangsvermehrung im Enddarm / Schließmuskel fest. Da seine erste Idee "Tumor" war riet er uns in eine bekannte große Klinik nahe Frankfurt zu fahren. Dort wurde alles wieder untersucht und sowohl Schnelltest als auch Labor stellten nur massive Entzündungsparameter fest, aber absolut keinen Krebs.
Die Diagnose lautete: Recht heftige Analfisteln die sich entzündet haben, bluten usw. Diese werden seit dem tägl. mit Atopica 150mg behandelt.
Auf diese Vorkommnisse möchte ich nun genauer eingehen.
(Momentane) Probleme:
- Weicher Stuhl, dünne Würste, sehr starke Blähungen
- Kotabsatzprobleme. Der Hund drückt ganze Spaziergänge. Von sagen wir mal 20 x Drücken kommt 1 x Kot und 2 x Luft
Behandlung
- Atopica 150mg / tgl.
- 14 Tage lang Schmerzmittel
- 14 Tage lang Antibiotika wg. der Entzündung im Bereich der Fisteln
Verlauf
Der Stuhl ist nach wie vor recht dünn, aber alleine das wäre kein so dringendes Problem. Nach dem Klinikbesuch waren die Probleme rückläufig, er machte weiche Haufen, aber 1 x pro Spaziergang, keine gebückten Spaziergänge.
Kurz nach absetzen des Antibiotikas wurde es wieder wie davor.
Außerdem wurde eine Vergrößerung der Prostata festgestellt. Diese wurde durch chemische Kastration per Chip für 6 Monate angegangen, die Prostata ist wieder abgeschwollen und kann keine Verengung mehr auslösen.
Auch die Umfangsvermehrung am Schließmuskel / Enddarm durch die Fisteln und Entzündung können laut Auskunft der Ärzte keine solche Engstelle bilden, dafür sind sie zu klein. Auch die Suche nach sonstigen Engstellen verlief ohne Befund.
Ein Arzttermin ist in einigen Wochen angesetzt, da man dem Atopica Zeit zum Wirken geben möchte.
Nun meine Frage: Kennt wer im Zusammenhang mit Analfisteln solche Kotabsatzprobleme?
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WICHTIG: Da das ganze nun einige Zeit geht habe ich mir einige Gedanken gemacht und einiges gelesen. Allerdings möchte ich meine Theorien erst hinten anstellen, um eure Meinungen frei von meinen Ideen zu hören.
Daher jetzt erst zu meinen Theorien:
- Es liegen 2 Erkrankungen vor. Die Blähungen, der weiche Stuhl... Verdauungsprobleme die ich in die Ecke "Futtermittelunverträglichkeit" schieben würde. Zu den genannten Problemen kommen 2 Anzeichen die mich bestärken: (1) Trotz Entwurmung usw. nimmt der Hund unglaublich schwer zu. Er ist im Normalbereich, aber dafür musste man Unmengen füttern. Wenn das Futter nicht richtig verwertet wird bleibt folglich auch wenig hängen. (2) Sowohl er als auch unser anderer Hund sind vollkommen wild darauf diese Haufen zu fressen. Aber eben nur diese Haufen. Irgendwas muss an diesen besonders schmackhaft oder nahrhaft sein, eine unvollständige Verwertung würde ja zwangsläufig auch bedeuten, dass noch mehr Nährstoffe als normal im Kot sind.
- Das ständige Pressen bei dem meist nichts kommt liegt an den Fisteln. Es ist nichts zu eng, sondern einfach ein falscher Alarm. Durch Zufall habe ich - da nix anderes da war - im Wartezimmer eines Arztes einen Leserbrief zum Thema "Probleme mit Analtampons
In diesem wurde in der ärztl. Antwort beschrieben, dass im Bereich Enddarm / Schließmuskel Nerven sitzen, die den Reiz "zu müssen" auslösen. In diesem Bericht ging es darum, dass diese durch den Fremdkörper stimuliert werden. Dazu kommen verschiedene Aktivitäten des Darmes im tägl. Zyklus. Nun kam mir folgende Idee: Eine Umfangsvermehrung durch die Fisteln und Entzündung, dazu die gereizten Schleimhäute...all dies könnte ja auch diese Nerven reizen und "Blinde Alarme" auslösen. Dazu würde passen, dass er dauernd drückt und selten was kommt. Auch würde passen, dass diese Beschwerden unter Antibiotika - welches ja die Entzündung und somit die Schwellung zurückdrängt - besser wurden, frei nach dem Motto: Weniger Schwellung = weniger Reiz auf diese Nerven = weniger Fehlalarme.
Eine Umfangsvermehrung in der diagnostizierten Größe kann meiner Meinung nach durchaus als "Ersatzwurst" dienen die den "Ich muss, ab auf den Pott" Knopf drückt.
Wie gesagt, ärztl. Behandlung läuft, es geht mir hier nur um Erfahrungsberichte und ähnliche Fälle. Auch würde mich interessieren ob es diese Probleme im Zusammenhang mit anderen Krankheiten gibt.
Danke