- Über Unfälle und unnötige Auslöser Beitrag #1
SoylentGreen
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Hallo !
Ich möchte hier ein paar kleine Geschichten über grobe Fahrlässigkeit erzählen, die vielleicht den einen oder anderen zum nachdenken bringen sollten. Vielleicht trägt es auch dazu bei, dass sich einige mal etwas vertrauter mit dem Verhalten ihres Pferdes machen und fatale Fehler vorbeugen.
Ich glaube, man braucht erst Horrorgeschichten, damit man begreift, wie gefährlich es sein kann, wenn man falsch mit einem Pferd umgeht.
Ich würde es begrüßen, wenn sich hier andere mit ähnlichen Geschichten mit Aussage (!) anhängen würden.
Es sollte dabei nicht vergessen werden, dass in einer Pferdeherde natürlich immer etwas passieren kann, schließlich sind es Pferde und keine Wattebäuschchen. Aber vieles kan vermieden werden, wenn man einfach mal nachdenkt, bevor man tut.
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Futterneid 1:
Es gibt bei uns im Stall jemanden, der sein Pferd stets im Offenstall gefüttert hat und immer daneben gestanden hat, um ein anderes Pferd fortzujagen, das natürlich jedes mal aufs Neue ankam und sich das Futter selber zu Eigen machen wollte.
Das Pferd dieses jemanden war das rangniedrigste aus der Herde, somit also den Launen aller anderen ausgesetzt.
Nun trug es sich die Tage zu, dass dieses rangniedrigste Pferd von eben jenem futterneidischen Kollegen ordentlich eins auf die Glocke bekommen hat. Es wurde dabei am Kopf getroffen und erlitt einen Schädelbruch. Ob das gut aus geht ist noch nicht sicher. Einen Schönheitsfehler hat das Pferd jedenfalls weg: Sein eines Auge ist seltsam nach hinten weggedreht und wird evtl. auch nicht wieder in seine alte Position zurückkommen. Fraglich ist noch, ob der Bruch splittert und das Pferd einen größeren Schaden erleiden muss. Und das schlimmste ist, dass es sich auch noch um ein recht junges Pferd handelt.
Anbei ist die Tierarztrechnung auch nicht gerade billig gewesen. Und da jenes Pferd eigentlich ein Verkaufpferd sein sollte, ist auch in dem Sinne ein erheblicher Schaden entstanden, da der Wert des Pferdes so drastisch sinkt - aber das nur am Rande.
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Laufen lassen in bespiegelten Hallen:
In unserer ehemaligen Reithalle gab es eine große Spiegelanlage an der Hallenwand, so wie es inzwischen fast jede gute Reithalle zu bieten hat.
Da die Halle sehr groß war, dachten sich wohl einige, man könne sein Pferd dort mal laufen lassen.
Das ging so lange gut, bis sich das Pferd stark erschreckte und in Panik mit einem Satz in den Spiegel sprang.
Das Pferd erlitt viele und auch große Schnittwunden an Kopf, Brust und Hals.
Es musste genäht werden und konnte lange Zeit nicht bewegt werden, da die Nähte sonst aufgerissen wären.
Inzwischen ist alles längst verheilt und es bleiben nur noch Narben. Diesem damals noch junge Pferd hätte diese Erfahrung dennoch erspart werden können.
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Hengstige Wallache 1:
Es gab damals in unserer Weidenherde einen recht hengstigen Wallach, der wohl von einem minderwertigen Tierarzt gelegt worden war... Er war schon immer der Boss in der Herde gewesen und bezweifelt hat das eigentlich auch kein Pferd.
Doch eines Tages hat irgendein Mensch eine Stute auf diese Weide laufen lassen. Da kannte dieser Wallach nichts.
Mein Pferd erlitt starke Bisswunden überall am Körper verteilt, so wie zwei weitere Pferde auch.
Irgendein Pferd drehte in dieser Situation wohl durch, stieg oder trat dem Hengstwallach ordentlich gegen das Vorderfußwurzelgelenk und hinterließ dadurch eine dermaßen starke Verletzung, dass der Tierarzt sich einen Ganzjahresurlaub nur durch dieses eine Pferd hätte leisten können. Das Pferd konnte monatelang nicht bewegt werden und trug auch danach einen leichteren Schaden davon.
Hengstige Wallach 2:
Auch hier dreht es sich wieder um einen Hengstwallach, der eine Stute erblickte.
Dieser Wallach verbiss sich im Hals meines Pferdes und wollte einfach nicht wieder loslassen. Mein verzweifeltes Pferd galoppierte panisch mit diesem Pferd am Hals über die Weide, bis es glücklicherweise jemand beenden konnte.
Mein Pferd hatte daraufhin panische Angst vor diesem Pferd und seine Blessur, die er davontrug, musste ebenfalls tierärztlich für teuer Geld behandelt werden. Die Narbe sieht man auch heute noch.
Ich möchte hier ein paar kleine Geschichten über grobe Fahrlässigkeit erzählen, die vielleicht den einen oder anderen zum nachdenken bringen sollten. Vielleicht trägt es auch dazu bei, dass sich einige mal etwas vertrauter mit dem Verhalten ihres Pferdes machen und fatale Fehler vorbeugen.
Ich glaube, man braucht erst Horrorgeschichten, damit man begreift, wie gefährlich es sein kann, wenn man falsch mit einem Pferd umgeht.
Ich würde es begrüßen, wenn sich hier andere mit ähnlichen Geschichten mit Aussage (!) anhängen würden.
Es sollte dabei nicht vergessen werden, dass in einer Pferdeherde natürlich immer etwas passieren kann, schließlich sind es Pferde und keine Wattebäuschchen. Aber vieles kan vermieden werden, wenn man einfach mal nachdenkt, bevor man tut.
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Futterneid 1:
Es gibt bei uns im Stall jemanden, der sein Pferd stets im Offenstall gefüttert hat und immer daneben gestanden hat, um ein anderes Pferd fortzujagen, das natürlich jedes mal aufs Neue ankam und sich das Futter selber zu Eigen machen wollte.
Das Pferd dieses jemanden war das rangniedrigste aus der Herde, somit also den Launen aller anderen ausgesetzt.
Nun trug es sich die Tage zu, dass dieses rangniedrigste Pferd von eben jenem futterneidischen Kollegen ordentlich eins auf die Glocke bekommen hat. Es wurde dabei am Kopf getroffen und erlitt einen Schädelbruch. Ob das gut aus geht ist noch nicht sicher. Einen Schönheitsfehler hat das Pferd jedenfalls weg: Sein eines Auge ist seltsam nach hinten weggedreht und wird evtl. auch nicht wieder in seine alte Position zurückkommen. Fraglich ist noch, ob der Bruch splittert und das Pferd einen größeren Schaden erleiden muss. Und das schlimmste ist, dass es sich auch noch um ein recht junges Pferd handelt.
Anbei ist die Tierarztrechnung auch nicht gerade billig gewesen. Und da jenes Pferd eigentlich ein Verkaufpferd sein sollte, ist auch in dem Sinne ein erheblicher Schaden entstanden, da der Wert des Pferdes so drastisch sinkt - aber das nur am Rande.
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Laufen lassen in bespiegelten Hallen:
In unserer ehemaligen Reithalle gab es eine große Spiegelanlage an der Hallenwand, so wie es inzwischen fast jede gute Reithalle zu bieten hat.
Da die Halle sehr groß war, dachten sich wohl einige, man könne sein Pferd dort mal laufen lassen.
Das ging so lange gut, bis sich das Pferd stark erschreckte und in Panik mit einem Satz in den Spiegel sprang.
Das Pferd erlitt viele und auch große Schnittwunden an Kopf, Brust und Hals.
Es musste genäht werden und konnte lange Zeit nicht bewegt werden, da die Nähte sonst aufgerissen wären.
Inzwischen ist alles längst verheilt und es bleiben nur noch Narben. Diesem damals noch junge Pferd hätte diese Erfahrung dennoch erspart werden können.
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Hengstige Wallache 1:
Es gab damals in unserer Weidenherde einen recht hengstigen Wallach, der wohl von einem minderwertigen Tierarzt gelegt worden war... Er war schon immer der Boss in der Herde gewesen und bezweifelt hat das eigentlich auch kein Pferd.
Doch eines Tages hat irgendein Mensch eine Stute auf diese Weide laufen lassen. Da kannte dieser Wallach nichts.
Mein Pferd erlitt starke Bisswunden überall am Körper verteilt, so wie zwei weitere Pferde auch.
Irgendein Pferd drehte in dieser Situation wohl durch, stieg oder trat dem Hengstwallach ordentlich gegen das Vorderfußwurzelgelenk und hinterließ dadurch eine dermaßen starke Verletzung, dass der Tierarzt sich einen Ganzjahresurlaub nur durch dieses eine Pferd hätte leisten können. Das Pferd konnte monatelang nicht bewegt werden und trug auch danach einen leichteren Schaden davon.
Hengstige Wallach 2:
Auch hier dreht es sich wieder um einen Hengstwallach, der eine Stute erblickte.
Dieser Wallach verbiss sich im Hals meines Pferdes und wollte einfach nicht wieder loslassen. Mein verzweifeltes Pferd galoppierte panisch mit diesem Pferd am Hals über die Weide, bis es glücklicherweise jemand beenden konnte.
Mein Pferd hatte daraufhin panische Angst vor diesem Pferd und seine Blessur, die er davontrug, musste ebenfalls tierärztlich für teuer Geld behandelt werden. Die Narbe sieht man auch heute noch.