Hündin nach Pyometraoperation gestorben

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alina13

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Hallo,

vielleicht könnt Ihr mir weiter helfen. Meine Hündin ist einen Tag nach einer (Not)-Pyometra-OP am vergangenen Samstag gestorben. Im Nachhinein wenn ich über den Krankheitsverlauf, die Diagnoseerstellung, die Untersuchungen, die der Tierarzt nicht gemacht hatte, keine bzw. falsche Aufklärung, kein Ernstnehmen meiner Beschreibung ihrer Beschwerden etc, denke, sehe ich grobe Behandlungsfehler. Ich kann mir nicht verzeihen, dass ich keine zweite Meinung eingeholt habe und meine Hündin von ihm operieren lies. Und dann bei den ersten Anzeichen von Komplikationen, nicht sofort zur Notaufnahme bin. Ich war so unter Schock und verunsichert, dass scheinbar mein gesunder Menschenverstand ausgesetzt hatte und das Offensichtliche für mich nicht mehr sichtbar war.

Der Arzt sagte mir z.B., dass der Hund beim Aufwachen aus der Narkose Laute von sich geben wird, die wie Schmerzenschreie sich anhören könnten, aber dass ich das ignorieren soll, denn Hunde, besonders Schäferhunde, machen einfach solche Geräusche, wenn sie aus der Narkose aufwachen, das hätte nichts zu bedeuten. Er hatte mir auch keinerlei Schmerzmittel für sie mitgegeben. Und ich saß dann die ganze Nacht beim schreienden Hund, konnte ihr nicht helfen und fühlte zwar intuitiv, dass das nicht normal ist, aber andererseits vertraute ich auch dem, was der Arzt mir gesagt hatte. Ich ärgere mich so sehr, dass ich so dumm war. Ich hätte den Hund sofort zur Notaufnahme bringen sollen. Am nächsten Morgen sah er immer noch keinen Grund zur Beunruhigung, obwohl 12 Stunden nach der OP der Hund immer noch nicht aus der Narkose aufgewacht war. Es interessierte ihn auch nicht, dass der Hund in der Nach Blut aus der Nase gespuckt hatte. Erst nachdem er die Temperatur gemessen hatte ging’s dann los mit den Infusionen und irgendwelchen Spritzen. Um 11 war der Hund gestorben. Und da hieß es auf einmal, der Hund wäre schon älter und es wäre ja eine Not-OP gewesen, und ich hätte damit rechnen müssen.

Jetzt habe ich die Rechnung erhalten und ich bin nicht bereit, dafür zu zahlen, dass meine Hündin jetzt tot ist. Ich bin zwar weder Tierärztin noch sonstige Medizinerin, aber ich bin mir sicher, dass hier grobe Behandlungsfehler vorliegen, angefangen bei der Erstuntersuchung, über die medikamentöse Behandlung vor der OP, dann die OP selbst, die Nachbehandlung. Also alles. und dass meine Hündin nicht hätte sterben müssen, wenn sie richtig behandelt worden wäre. Und vor allen Dingen denke ich, dass sie erst gar nicht hätte operiert werden sollen.

Kann mir jemand sagen, wie das rechtlich aussieht? Bin ich dazu verpflichtet, die Rechnung zu bezahlen, obwohl die Leistung (Gesundung des Hundes) nicht erbracht wurde? Ich muss dazu sagen, dass keinerlei Aufklärung über mögliche Komplikationen erfolgte, ganz im Gegenteil: ich hatte eigentlich vor, morgen in Urlaub zu fahren und der Hund sollte heute zur Tierpension, das wäre 6 Tage nach OP. Der Arzt meinte, das wäre absolut OK und bis dahin wäre der Hund schon fit.

Oder ist hier als Leistung die OP als solche zu sehen, unabhängig vom Ergebnis (keine Gesundung statt dessen Tod)? Kann ich irgendwie gegen den Arzt vorgehen? Mir geht es weniger um Schmerzensgeld, außer natürlich dass ich seine Rechnung nicht bezahlen möchte, sondern um die Einsicht des Arztes und eine Entschuldigung. Natürlich habe Ich ihn darüber konfrontiert, er ist sich keiner Schuld bewusst und fest der Meinung, erhätte alles richtig getan.

Danke für Eure Hilfe
Gruß
Alina
 
  • Hündin nach Pyometraoperation gestorben Beitrag #2
Wenn du gegen den Tierarzt vorgehen willst, hol dir einen Anwalt zur Hilfe und melde seine Vorgehensweise vor allem dass es normal sein soll, dass ein Hund nach 12 Stunden noch nicht aus der Narkose aufgewacht ist, bei der Tierärztevereinigung. Das letztere würde ich auf jeden Fall tun.
Die Rechnung wirst du bezahlen müssen, vielleicht kannst du da etwas mit einem Anwalt errreichen, aber ohne sicher nicht.
Was mir noch eingefallen ist, geh nochmal zu diesem Tierarzt und lass dir die Patientenakte ausdrucken, dazu hast du das Recht, für die Ausdrucke wirst du wahrscheinlich ein paar € bezahlen müssen, aber dann hast du was in der Hand, mach das noch bevor du sonst irgendwas machst, also schnell.
Ich wünsch dir viel Kraft für die nächste Zeit:056:

lg
 
  • Hündin nach Pyometraoperation gestorben Beitrag #3
Hat der Arzt dich über Narkoserisiko aufgeklärt? Was für Symptome hatte deine Hündin, dass Diagnose Pyometra gestellt wurde? Wie genau hat er die Diagnose festgesetllt? (Ultraschall/Röntgen?)
Es ist wirklich so dass manche Rassen nach eine Narkose, beim wach werden laut jaulen. Stehen auf deinem Rechnung irgendwelche Medikamente? Ich würde auch jaulen wenn mich einer operiert und kein Schmerzmittel gegeben hat. 12 Stunden nach eine OP und die war nicht wach, liegt wahrscheinlich da dran, dass sie unterkühlt war. Nach eine OP ist es wichtig Tiere auf Decken zu legen,ggf mit Wärmematte oder Lampe (je nach Größe des Tieres). Ständige Temperaturkontrolle müssen auch sein.

Haustierärzte haben sehr oft keine Stationen wo ein Tier unter ständiger Beobachtung wach werden kann. Nach eine NOT-OP dierekt Hund abzugeben ist mehr als bescheuert!!! Bei uns bleiben die mind. 1. Tage nach eine Pyometra. Und falls die Besitzer sie doch mit nehmen wollen, erst nur wenn das Tier geh-und stehfähig ist und seine Umgebung wahrnehmen kann.
 
  • Hündin nach Pyometraoperation gestorben Beitrag #4
hi,
danke für die schnellen Antworten.

Sie hatte nach der Läufigkeit starken Durst und häufiges Pinkeln, nach einer Woche ging ich zum Arzt, er gab nach manueller Untersuchung Antibiotika. Nach weiterer Woche verschlechterte sich der Zustand, sie ist ziemlich schwach geworden, wollte nicht mehr Treppen steigen, nicht mehr ins Auto springen. Ich ging wieder zu ihm, er gab ihr andere Antibiotika und machte einen Ultraschall der Gebärmutter. Er sagte mir sie wäre sehr stark entzündet und der Hund müsste so schnell wie möglich operiert werden. Wir machten für den nächsten Tag 18 Uhr einen Termin. Sie wurde operiert, nach der OP sagte er mir, die Gebärmutter wäre zwar entzündet gewesen, aber nicht so sehr, wie er vermutet hatte. Er hätte auch gesehen, dass der Dickdarm verstopft war und hätte diese Verstopfung entfernt (Koprostase). 2 Stunden nach der OP trugen wir dann gemeinsam den Hund ins Auto, weil er noch nicht aus der Narkose erwacht war. Er sagte mir, es wird noch 4-5 Stunden dauern, gab mir kein Schmerzmittel und sagte, wenn der Hund jault, hat das nichts zu bedeuten. Um ca. 24 Uhr, also 6 h nach der OP hat der Hund angefangen zu schreien und sah aus, als ob er Krämpfe hätte.

Ich bin der Meinung, dass sie nicht hätte operiert werden sollen, weil sie so schwach war, und weil sie wohl letztendlich an Lungenversagen gestorben war, und ich habe von Anfang an die Vermutung gehabt, dass es die Lunge ist, aber er wollte nichts davon hören. Direkt vor der OP sprach ich ihn wieder darauf an, er sagte,, der Hund atmet schwer, weil er Schmerzen hat.

Gruß
Alina
 
  • Hündin nach Pyometraoperation gestorben Beitrag #5
Hallo Alina,

zunächst mal: mein Beileid, dass dein Hund gestorben ist.

Prinzipiell ist es möglich zu klagen (was jeder Tierarzt nur zu gut weiß, denn heutzutage klagen die Tierbesitzer wegen jedem Scheiß, teilweise ungerechtfertigt). Dafür muss aber sicher ein Behandlungsfehler vorliegen und deine Beschreibungen sind derzeit zu grob als dass man dort einen eindeutigen Behandlungsfehler rauslesen könnte.

Zunächst mal ein paar Fragen: wie alt war die Hündin?
Welche Symptome hat sie gezeigt?
Wann und warum bist du mit ihr zum Tierarzt?
Welche Untersuchungen hat er durchgeführt, um zur Diagnosestellung zu kommen?
Wie hat er sie präanästhetisch untersucht? Welche Untersuchungsergebnisse hat er dabei bekommen?
Mit welchem Medikament wurde die Narkose prämediziert, eingeleitet und erhalten? Wie wurde sie aufgeweckt? War sie überhaupt schon wach als du sie wiederbekommen hast?
Wurde sie während der Narkose mit Infusionen behandelt?
Wurde wirklich überhaupt keine Aussagen zu möglichen Komplikationen gemacht?
Hat die Hündin während der OP eine Schmerzmedikation erhalten?

Der Arzt sagte mir z.B., dass der Hund beim Aufwachen aus der Narkose Laute von sich geben wird, die wie Schmerzenschreie sich anhören könnten, aber dass ich das ignorieren soll, denn Hunde, besonders Schäferhunde, machen einfach solche Geräusche, wenn sie aus der Narkose aufwachen, das hätte nichts zu bedeuten.

Das stimmt auch. Schäfer sind die größten Jammerlappen, die auf dieser Welt existieren. Ich bekomm jedesmal nen Anfall, wenn einer von denen auf der Station liegt, wenn ich Nachtdienst habe, weil 12 Stunden durchheulen hält niemand lang aus.
Davon mal abgesehen wäre noch interessant wie schwer dein Hund war und wieder ganz wichtig: welche Medikamente wurden für die Narkose verwendet?


Er hatte mir auch keinerlei Schmerzmittel für sie mitgegeben.

Das ist auch vollkommen normal, denn Pyos sind sehr schmerzhaft und werden deswegen mit Opioiden behandelt. Die wiederum sind Suchtmittel und dürfen deswegen nur in Ausnahmefällen an den Besitzer abgegeben werden. Normalerweise bekommen sie eine Viertel Stunde vor Ende der OP eine Spritze, die wirkt dann sobald sie aufwachen und hält für gut 6 Stunden. Die nächste Spritze sollten sie dann am nächsten Tag bei der OP Nachversorge Untersuchung erhalten, wenn sie mit nach Hause gegeben werden bzw. halt gut 6 Stunden später, wenn sie stationär aufgenommen werden.

Und ich saß dann die ganze Nacht beim schreienden Hund, konnte ihr nicht helfen und fühlte zwar intuitiv, dass das nicht normal ist, aber andererseits vertraute ich auch dem, was der Arzt mir gesagt hatte. Ich ärgere mich so sehr, dass ich so dumm war.

Du brauchst dich nicht ärgern. Wenn sie wirklich nur geschrieen hat, dann war das wirklich normal für nen Schäfer. Glaub mir, die sind wirklich alle so. Ich mach mir eher Sorgen, um nen Schäfer, der nicht jammert und schreit, weils dem gehts meistens richtig schlecht.
Davon mal abgesehen ist hier aber die wichtigste Frage wieder wie alt war deine Hündin? Denn bestenfalls hätte sie post OP nicht sofort zu dir gehört, sondern hätte eine Nacht am Tropf hängen sollen.


Am nächsten Morgen sah er immer noch keinen Grund zur Beunruhigung, obwohl 12 Stunden nach der OP der Hund immer noch nicht aus der Narkose aufgewacht war.

Hier ist die wichtiste Frage: wie schwer war deine Hündin und mit welchem Medikament wurde die Narkose durchgeführt? Vor allem ist aber auch noch wichtig: warum hattest du den noch nicht wachen Hund überhaupt bei dir? Patienten gehören nur bei vollem Bewusstsein zum Besitzer!

Es interessierte ihn auch nicht, dass der Hund in der Nach Blut aus der Nase gespuckt hatte.

Ok, das ist jetzt natürlich Alarmglocken schlagend! Und ich kann mir grad auch überhaupt nicht erklären wie es dazu kam. Wurde sie während der OP intubiert?


Und da hieß es auf einmal, der Hund wäre schon älter und es wäre ja eine Not-OP gewesen, und ich hätte damit rechnen müssen.
Das stimmt zwar, aber das hätte er dir auch vorher schon sagen können.

EDIT: was mir grad noch einfällt: du brauchst eigentlich, um eine Klage durchzubringen, nen Pathologie und dafür ist es jetzt schon zu spät, wenn dein Hund vor 6 Tagen gestorben ist. Denn dort könnte erkannt werden, ob grobe Fehler gemacht wurde. BTW: aufgegangene Nähte sind keine groben Fehler, denn das ist menschlich und es kann und wird jedem Tierarzt mal passieren.
 
  • Hündin nach Pyometraoperation gestorben Beitrag #6
Hallo Apollo13,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Deine Fragen kann ich nicht alle beantworten, da ich vieles nicht weiß, z.B. welches Medikament der Arzt für die Narkose verwendet hat oder ob sie Schmerzmittel erhalten hat oder ähnliches.
Sophie war 9,5 und hat 30 kg gewogen. Sie war schon sehr geschwächt, als die OP stattfand. Ich habe von Anfang an vermutet, dass etwas mit der Lunge nicht stimmt, weil sie sehr schwach war und schwer atmete. Der Arzt meinte, dass würde von den Schmerzen, die sie hatte, herrühren. Er hatte die Lunge gar nicht untersucht.
Er hat auch sonst fast nichts untersucht. Eine manuelle Untersuchung, Temperaturmessung und ein Ultraschall, das wars, kein Blut, kein Röntgen, nichts. Er war sich sehr sicher, dass es Pyometra ist. Es fand gar keine Aufklärung über ein Narkose oder sonstiges OP-Risiko statt. Er hat mir keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Ich habe meinen Hund 2 h nach OP im noch narkotisierten Zustand erhalten, der Arzt und ich trugen sie gemeinsam ins Auto. Sie ist auch gar nicht mehr aufgewacht.

Ich bin mir sicher, dass das OP-Risiko bei ihr einfach zu groß war. Sie hätte erst gar nicht operiert werden sollen, sie war zu schwach. Ausserdem war seine Diagnose falsch, er sagte selbst, dass die Gebärmutter entzündet war, aber nicht so sehr, wie er es angenommen hatte. Die Symptome sprachen zwar dafür, und es war ja auch eine Entzündung vorhanden, aber wahrscheinlich hatte sie was an der Lunge und die Sache mit dem Darm kam dazu, das hätte er alles vorher untersuchen sollen, anstatt blind zu operieren. Sie hatte schon 2 mal in dr Vergangenheit gleiche Symptome nach der Läufigkeit (Durst und häufiges Urinieren) und beide male haben Medikamente das hingekriegt. Da sie schon vorher bei ihm in Behandlung war, ist er wohl davon ausgegangen, dass es wieder das gleiche ist, und hat mir nicht wirklich zugehört und den Hund nicht eingehend untersucht.

Na ja, das sind alles Vermutungen. Mein Hund ist tod, und wenn sie nicht operiert worden wäre, wäre sie noch am Leben. Man hätte sie genau untersuchen sollen, bevor man sie aufschneidet.

Gruß
Alina
 
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