Verlassensängste und 'allein sein'

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DyingDream

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Ja, ich weiß - es gibt hier im Forum schon eine Menge Thread's zum Thema 'Wie bringe ich dem Hund bei alleine zu bleiben?'

Ich mag dennoch mal mein 'Problem' aufschreiben in der Hoffnung noch den einen oder anderen Tipp zu bekommen.

--
Pepsi war damals unser erster Hund so sind auch so manche Fehler in den ersten Jahren geschehen... Die Erziehung erfolgte von Hundeschule, schlechten Erziehungsbüchern und 'Hörem-Sagen'.

Nun ja - So musste Pepsi die ersten 1,5 Jahre jede Nacht alleine in der Küche schlafen, was damals auch relativ -gut- ging aber im Nachhinein natürlich ein riesiger Fehler war... *seufz* ...meine Eltern bestanden damals nur leider darauf und es musste erst mein Kaninchen sterben, dass Pepsi bei mir im Zimmer schlafen durfte...
Der nächste Fehler von uns war dann, dass unser Urlaub ganz schlau 2-3 Wochen nach Pepsi's Einzug gebucht war und sie für 2 Wochen zu meinem Großvater uns seiner Lebensgefährtin kam. Sie hatte es dort auch gut - aber da war eben wieder dieses dumme Verhalten von uns... :(

Nächster Punkt der unser 'Problem' vertiefte war dann, dass zwar nach kurzer Zeit die Verabschiedung recht kurz viel aber die Begrüßung Jahrelang ein riesen Aufstand von Pepsi und mir und meinen Eltern war. ... *seufz*

Pepsi ist inzwischen extrem fixiert auf mich und hält es schon nicht aus, wenn sie nur in 2 Meter Abstand liegen muss. Anders natürlich, wenn sie sich selbst wie jetzt in ihrer Ecke reinlegt - da kann ich auch gerne das Zimmer verlassen, etc.

Sie ist ruhig, wenn wir uns im Hause bewegen und keine Anzeichen vom 'Gehen' machen. Und sie ist relativ ruhig, wenn sie im Auto warten darf. Ruhiger ist sie auch, wenn sie im Haus bleibt, nachdem wir -weg- sind.

An einem Tag in der Woche müssen die Hunde für ca. 4 Stunden und dann nach 2 Stunden noch mal für 2-4 Stunden alleine bleiben.
Dafür sollen die zwei dann natürlich am besten auf Terasse und Garten, wo mit Hundehütte und Überdachung und Decken und Sofa natürlich auch Schutz vor Kälte oder Wärme besteht, wenn es kühler oder nass ist bekommt Pepsi zusätzlich noch einen Mantel an, damit sie nicht friert.
Aber sie hat einfach schreckliche Verlassensängste durch unsere anfänglichen Fehler bekommen. Sie fängt das jaulen an, wenn wir nur morgens zusammen zum 'Pipi machen' in den Garten gehen. Und da kann ich mich auch gerne mal für 3-4 Stunden nach draußen setzen oder arbeiten... Pepsi wuselt mir die ganze Zeit zwischen den Beinen rum und liegt sie auf ihrem Platz wimmert sie durchgehend. Ist sie dann mal ein paar Sekunden still brauche ich mich nur kurz bewegen, etwas sagen oder zu hier schauen und sie jault wieder etwas los.
Ich lenke sie inzwischen schon immer nach einiger Zeit am anderen Ende des Gartens ab und trage sie dann rein, damit ich nicht stundenlang vor der Tür mit ihr stehe, weil ich sie ja auch schlecht reinlassen kann, wenn sie jault.
Verabschiedung oder Begrüßung fällt bei mir inzwischen gleich Null aus. Mein Vater versteht das alles nicht und es gehört für ihn zum guten Ton zumindest kurz jeden zur Begrüßung einmal kurz zu berühren. *seufz*
Aber viel bringen tut es auch nach 5 Monaten nicht viel. Wobei wir auch die letzten Jahre die Verabschiedung schon sehr kurz gehalten haben und die Begrüßung auch nicht mehr so extrem wie früher machten...
Ja, früher hatte sie dann bei der Begrüßung immer einen 'Ausraster', wir haben kurz gespielt und dann war sie glücklich und zufrieden. Dieses Ignorieren macht sie fertig. (Und ja - mich selbst vermutlich auch.)

Bei Tacka fruchtet alles super und sie kann ohne Probleme einige Stunde alleine bleiben. Nur dann jault Pepsi immer mal wieder und Tacka macht dann teilweise einfach mal mit... *seufz*
Ebenso tat es Tacka super gut, dass die Hunde draußen waren und ich sie Monatelang immer ganz kurz alleine gelassen habe, was dann auch gesteigert wurde... Aber Pepsi jaulte ja schon bevor sie überhaupt raus gekommen war... :(

Unsere Nachbarin ist leider auch nicht sehr hilfreich, wenn sie dann mitunter mit ihrem Besen gegen die Sichtschutzwand klopft oder 'scheiß Tölen' und andere Schimpfwörter durch die Gegend schreit. -.-

Aber haltet es hier jetzt blos nicht für eine extrem Ruhestörung. Ich übe in erster Linie morgens für 2 Stunden, weil Tagsüber oder Abends Frau Pepsi ja nicht so einen Aufstand macht.
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Und dabei ist es ja auch ein meistens leises Wimmern von Pepsi. An einem Tag in der Woche sind die Hunde ein paar Stunden alleine und dort 'jaulen' sie halt auch nicht am Stück, sondern immer mal wieder kurz, wie mir andere Nachbarn bestätigen. Also da ist eine etwas überempfindliche Lehrerin als Nachbarin die sich auch schon über unsere Vögel und den Wasserfall des Gartenteichs aufregte.

Ach...
Dieses 'allein sein' und dieses 'ignorieren' ist für Pepsi einfach immer eine riesige Belastung, was ja auch nicht gut für ihr Herz ist...
Aber was kann ich noch tun? Sollte ich das 'allein-sein-üben' bei ihr abbrechen, um ihr wenigstens an den anderen Tagen den Stress zu ersparen? ...ich habe ohnehin das Gefühl, dass es dadurch alles noch schlimmer geworden ist... :( ...oder wie gehe ich vor, wenn Hundi morgens schon nicht aufstehen mag, weil es ja sein könnte, dass wir 'allein-sein-üben'.
Wie komme ich mit Pepsi am besten wieder in das Haus rein, wenn sie ständig jault?
Sie hat einen festen Platz auf der Terasse. Ich habe Massenweise 'Ablenkungen', wie Suchspiele, Spielzeug, Pakete auspacken, Kauknochen, etc. mit draußen. ...aber so etwas wird natürlich von Pepsi ignoriert, wenn ich nicht mit dabei bin.

Ach... Bei Tacka hat das alles so gut geklappt und es fruchtet alles wunderbar, aber bei Pepsi sitzen die Verlassensängste so tief, dass ich im Moment nicht mehr weiter weiß... :(

Ich will sie doch gar nicht alleine lassen, aber an dem einen Tag geht es eben nicht anders und da soll es für die Hunde so stressfrei wie möglich sein.

Auspowern vor dem 'alleine sein' wird natürlich auch immer gemacht, aber da könnte ich bei Pepsi 12 Stunden mit Kopf- und Körperarbeit unterwegs sein und sie hätte immer noch die Zeit alles in die Wege zu leiten, damit sie nicht bei mir sein kann...
Ach... Es zerbricht mir so das Herz sie so zu sehen und dann 'hart' bleiben zu sollen. Und ich könnte mich verfluchen, dass ich mich früher nicht besser informiert habe und meine Eltern von anderen Wegen überzeugt habe... :(


Es tut mir leid für den langen Text... Aber die Situation auch nur so halbwegs zu beschreiben ist recht schwierig... :/
~§~
 
  • Verlassensängste und 'allein sein' Beitrag #2
huhu erstmal :)

ZUnächst einmal: ich kann dich und deine gefühe vollkommen nachvollziehen, finde aber, dass du dir keine vorwürfe machen musst, denn früher ist hundeerziehung halt anders abgelaufen also heute...da kann man nichts zu und rückgängig machen kann man es ja auch nicht. also: positiv in die zukunft schauen :)

ganz wichtig (und jetzt hebe ich meinen zeigefinger ;) ): dein hund "leidet" NICHT darunter, wenn du ihn ignorierst. das kannst du mir ruhig glauben! er ist es "von natur aus" gewohnt, von ranghöheren rudelmitgliedern ignoriert zu werden und damit ein miteinander mit einem hund funktioniert, MUSS man das durchziehen, wie du schon selber festgestellt hast. da leidest du hundert pro mehr als dein hund ;)

da du sehr viel geschrieben hast, weiß ich nicht, ob ich es vllt überlesen habe, aber warum genau kommen die hunde in den garten, wenn ihr wegseid?
denn zum einen ist der garten natürlich nicht so vertraut wie das körbchen im haus ansich und zum anderen ist es dort (gerade zu dieser jahreszeit) unglaublich ungemütlich für die hunde, ist ja klar ;) deshalb verbindet deine hündin sicherlich totale ängste mit dem garten, da sie leidet, wenn sie "gezwungen" wird, dort einige stunden zu übernachten. deshalb auch das nervöse fiepen, wenn du mit ihr zusammen in den garten gehst.
nach möglichkeit sollte das eingestellt werden (und was die nachbarin angeht, kann ich es verstehen, dass die langsam die nerven verliert und sich irgendwie versucht gegen das gefiepe zu wehren ;) ). es ist sogar unabdingbar, dass es eingestellt wird!!!

ich denke, du möchtest sicherlich wissen, wie du das alleinbleiben deinem hund stressfreier machen kannst. ich werd mal versuchen zu erklären, was ich in deiner situation machen würde. muss aber nicht heißen, dass es richtig oder perfekt ist:

zunächst einmal muss die ganze familie an einem strang ziehen. wenn einer nicht mitmacht, könnt ihr es auch gleich seinlassen. sprich: der hund wird beim kommen und gehen ignoriert und es wird sich so natürlich wie möglich verhalten (deine hunde merken, wenn es dir schlecht geht und dir geht es ja schlecht, weil du ein schlechtes gewissen wegen des ignorierens hast). ihr müsst souverän und absolut sicher rüberkommen, damit die hunde merken, es ist alles in ordnung.
zu hause musst du das alleinlassen wieder von anfang an trainieren...sprich den hund wirklich "zwingen", sich mal ins körbchen zu legen und auch dort zu bleiben ohne dir in einen anderen raum zu folgen (das "folgen" muss sofort unterbunden werden, sobald sie es tut. denn das hat sie nicht zu machen. es ist dein gutes recht, dich auch mal allein irgendwohin zu begeben, später dann ja auch mal aus dem haus raus ohne sie). oder die tür mal hinter dir schließen, damit sie dir nicht folgen kann und und...minutenweises aufbauen halt. mal den müll rausbrigen, zum bäcker gehen. oder auch mal zwischendurch die jacke anziehen, schuhe anziehen und sie im selben moment wieder ausziehen, den schlüssel klimpern lassen etc, damit der hund diese rituale nicht mit dem verlassenwerden verknüpft. sollte der hund sich dann hochpuschen, wenn du solche dinge tust, schick sie sofort wieder ins körbchen und lob sie dort mit leckerchen. dann lernt sie, dass sie dir gefallen kann, wenn sie ruhig bleibt und sich ablegt. auch wenn sie wieder aufsteht, musst du da am längeren hebel sein. ziel ist, dass DU ihr irgenwann erlaubst, wieder aufzustehen, nicht sie sich selber.
ich würde in nächster zeit auch einfach mal ohne hund in den garten gehen. dann wird sie wieder neugierig darauf. du "verbietest" ihr quasi den garten und irgendwann erlaubst du es ihr mitzukommen. wenn sie dann anfängt zu fiepen, schick sie sofort wieder rein, lass die tür aber ruhig offen. so lernt sie, dass sie nur zu dir darf, wenn sie aufhört du weinen. und vllt verliert sie dann auch wieder die angst und skepsis gegenüber dem garten.

das ist so das erste, was mir spontan dazu einfallen würde. melde mich bei bedarf auch gern nochmal, um was zu ergänzen ;)

LG
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

sorry. das übernachten bedeutet "verweilen" :D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Verlassensängste und 'allein sein' Beitrag #3
wie war das, die hunde sind einmal 4 und einmal 2 stunden alleine? aber das schaffen sie doch auch ohne pipi-machen, also im haus!? dort kannst dann z.b. radio laufen lassen, oder waschmaschine. hintergrundgeräusche.

wenn es echt so schlimm ist, würde ich dir empfehlen, mal einen experten (oder mehrere, weil jeder eine andere taktik hat und nicht jede dir passen wird) zu rate zu ziehen, der sich die situation bei dir zuhause anschaut.
z.b. wie verhält sich der hund zu anderen familienmitgliedern oder auch warum ist er so auf dich fixiert? er scheint dir nicht zu trauen...

wie alt ist er, sind die anderen hunde, welche rassen,...
 
  • Verlassensängste und 'allein sein' Beitrag #4
von hintergrundgeräuschen halte ich allerdings gar nichts. denn der hund verbindet mit ihnen nichts. auch nicht wenn er stimmen im radio hört. er weiß trotzdem, dass er allein ist ;)
 
  • Verlassensängste und 'allein sein' Beitrag #5
schon klar. aber er ist nicht mehr so hellhörig auf jedes geräusch, entspannt also schneller.
ausserdem entstehen bei gemeinsamkeit auch hintergrundgeräusche wie z.b. fernseher, radio, papierrascheln, tippen, je nachdem halt, was der mensch macht. und dann wird fiffi allein gelassen und alles ist totenstill... alle geräte off.

obwohl in diesem fall ja immerhin mehrere hunde zusammen sind...
 
  • Verlassensängste und 'allein sein' Beitrag #6
hmm ja klingt irgendwie logisch, muss ich ja zugeben ;)
 
  • Verlassensängste und 'allein sein' Beitrag #7
...

Na, so 'schlimm', dass wir einen 'Profi' vor Ort brauchen ist es m.E. nicht.
Und auch unsere Nachbarin ist da wirklich etwas überempfindlich, wie uns alle anderen Nachbarn bestätigen oder es ja auch von uns Stichprobenartig überprüft wird.
Wenn wir 'weg' sind, sind die Hunde relativ ruhig. Alle 40-50 Minuten kommt dann nur mal ein jaulen=Rufen oder wenn ein Katze am Zaun entlang läuft wird kurz gebellt. Und das ist ja auch nur an dem einen Tag in der Woche.

Pepsi ist übrigens eine '98 geborene Terrier-Mischlingshündin und seit Juni ist nun Tacka (10 Monate) - Straßenhund-Mischling hier.

Im Garten hatten wir Pepsi eigentlich all die Jahre zuvor auch schon, wenn sie mal alleine sein musste, weil es nicht anders ging. Nur wenn es wirklich Frost-Temperaturen waren blieb sie in der Wohnung. Wir sind da einfach davon ausgegangen, dass es für einen Hund 'spannender' ist im Garten zu sein als im Haus zu versauern.

Für Tacka ist das so auch alles ideal. Sie freut sich inzwischen wie nichts gutes, auf den Tag, wo sie mit Pepsi alleine im Garten sein kann. Wenn sie Leckerlies suchen kann und rumschüffeln und durch die Nachbargärten schauen. Inzwischen wird da auch nicht mehr jeder angebellt und es fruchtet einfach alles bei der jungen Lady.

Notfalls müssen die Hunde eben im Haus bleiben - aber ist es für Hunde in einem Garten nicht viel schöner? (Nass-kaltes oder ungemütliches Wetter jetzt mal ausgenommen?) Meinen Eltern ist es nur immer noch lieber, wenn die Hunde draußen sind, weil sie Tacka und ihre ersten Tage, wo sie einiges kaputt gemacht hat zu sehr in Erinnerung haben.
Die Hund trennen, dass Pepsi drinnen und Tacka draußen ist will ich auch nicht. Pepsi würde sie sich vermutlich freuen, aber dann würde Tacka draußen am Rad drehen.

Das 'ständige' Gefiepe von Pepsi ist erst schlimmer geworden, seitdem ich das 'allein sein' wieder von Null angefangen habe. Tacka musste es ja ganz neu lernen und da hatte Pepsi alles von Grund auf neu mitgemacht.
Innerhalb der Wohnung ist es meistens auch kein Problem - aber den Garten verbindet sie einfach viel zu sehr mit negativen Sachen. ...aber da muss ich ihr diese 'Zone' doch auch wieder etwas schmackhafter machen können...
Das nächste ist ja auch, dass sie Tagsüber oder Abends auch nicht rumfiept. Nur morgens, wo wir eben die letzten Monate in erster Linie das allein-sein geübt haben. Pepsi wurde von mir dabei auch auf ihren festen Platz draußen geschickt und hatte da liegen zu bleiben. Aber das sie dabei ruhig blieb, so dass ich sie wirklich mal kurz belohnen konnte war/ist mehr als Nervenaufreibend. Teilweise stehe ich da dann 20-30 Minuten regungslos, um mal 2 Sekunde zu erhaschen, wo Pepsi ruhig ist und für das ruhig sein belohnt wird. Oder ich krame selbst viel draußen rum ohne sie großartig zu beachten. Gehe rein und komme gleich wieder raus oder stehe in der Tür und mache immer nur Tür auf und zu und auf und zu und auf und zu und auf und zu und...

Und was meint ihr wie oft ich schon mit Jacke, Schlüssel und Schuhen Stundenlang durch das Haus gegeistert bin. Wenn ich da zu 'wenig' Schauspielere juckt es sie nicht die Bohne und wenn ich dann mal richtig so tue als würde es gleich los gehen, bekommt Pepsi sich auch nach 2 Stunden nicht wieder ein oder fängt bei jeder Bewegung von mir wieder an.

Im Auto hat sie dagegen wieder die Ruhe weg, wenn sie dort kurz warten muss. Wenn sie auf dem Hundeplatz mal auf einem anderen Platz (=Zaun dazwischen) ist, steht sie auch dort nur vor dem Zaun. Wenn ich sie vor dem Supermarkt ablege hatte sie auch eine Zeitlang gejault aber es hat irgendwann gefruchtet, dass ich sie beim Gehen und Kommen ignoriere und erst losgehe, wenn sie ruhig ist und sie dann erst ein paar Meter weiter kurz für das Warten belohne. Inzwischen ist sie in dieser Situation auch relativ ruhig...

An Hintergrund-Geräusche hatte ich auch schon mal gedacht - aber das würde bei Tacka vermutlich sehr gut funktionieren, aber bei Pepsi macht es wenig unterschied. Wenn ich Tacka eine CD aufnehme, wo ich etwas erzähle oder irgendwelche Kommandos gebe, findet sie es spannend aber Pepsi weiß da schon ganz genau, dass es nicht 'real' ist...

Ja, Pepsi traut mir in dem Zusammenhang nicht, dass ich sie 'allein lassen könnte', weil das eben in den ersten Jahren leider falsch gemacht wurde, was ich zutiefst bereue.

Die Hunde sind beide auf mich fixiert, weil meine Eltern für die Hunde wirklich nur eine Nebenrolle spielen. Wir leben im selben Haus, aber die Bezugsperson und bin ich für die Hunde. Ich arbeite viel mit beiden Hunden. Bin mit beiden ständig unterwegs. Das sie auf mich fixiert sind, ist für unseren Hundesport verdammt wichtig und das will ich auch gar nicht ändern.
Genau da liegt vermutlich auch der Hase begraben. *seufz*
Je enger ich die Hunde an mich 'binde', desto schwerer wird es, dass sie auch mal ein paar Sekunden-Stunden ohne mich sein müssen.

Wie sich Pepsi mir, bzw. meinen Eltern gegenüber verhält? Du meinst jetzt in der Situation, wo jemand weg gehen will? *grübel*
Gehen meine Eltern und ich bleibe, gibt es eigentlich überhaupt keine Probleme. Es wird von den Hunden natürlich aufmerksam geschaut und evtl. mal kurz durch die Beine gewuselt, wenn sie nicht auf ihren Plätzen bleiben müssen, aber dann ist alles okay... Wenn ich gehe und meine Eltern bleiben zu Hause sind die Hunde natürlich mehr aufgedreht und wollen mit. Aber es hält sich alles in Grenzen. Bin ich dann eine Zeit weg und meine Eltern sind noch immer da, wird von den Hunden erst einmal das Haus und Garten nach mir abgesucht. Pepsi liegt dann meistens traurig in der Ecke. Als ich einmal über eine Woche weg sein musste, hat sie die komplette Woche nur getrauert und so gut wie gar nichts gefressen, etc. ... aber das ist jetzt auch schon länger her, weil ich es komplett vermeide, dass die Hunde länger als ein paar Stunden von mir getrennt sein müssen. Das will 'ich' auch einfach nicht.
Aber weiter... Wenn ich da bin, hören die Hunde lediglich auf mich. Wenn ich weg bin erst auf meine Mutter und wenn diese weg ist auch auf meinen Vater. (Eben eine klare Rollenverteilung. ;))
Bringt meine Mutter die Hunde morgens raus ist das selbe 'Theater' von Pepsi wie, wenn ich sie raus lasse. Bei meinem Vater gab es die Situation schlicht-weg noch nie, weil er immer als erstes ohne nur mit uns zusammen weg geht. Beim zurück kommen wird bei allen von uns Menschen der gleiche inzwischen kürzere Aufstand gemacht, wenn die Hunde komplett alleine waren. Wenn ich oder wer anders jetzt z.B. zu Hause war und jemand kommt, sagen die Hunde inzwischen nur noch kurz bescheid 'da ist wer' und haben auch auf ihren Platz zu bleiben (oder zumindest nicht zur Tür zu stürmen).
Die 'Begrüßung' ist inzwischen auch weniger das Problem. Das ist bei beiden Hunden schon in Ordnung so.

Ach weh...
Aber wie macht man einem Vater begreiflich, dass es Kontraproduktiv ist die Hunde zu begrüßen. Selbst wenn es nur ganz kurz ist? :/ Ihr glaubt gar nicht wie oft ich deswegen schon mit ihm aneinander gerasselt bin. Meistens macht er es ja ganz automatisch. Und dann sieht er Tierfilme von Wölfen, etc. wo sich die Tiere ja auch begrüßen, wenn sie zurück kommen. *argh* Mein Vater ist einfach wenig konsequent und er hat natürlich auch Recht wenn er sagt, dass es meine Hunde sind und er mit der Erziehung nichts zu tun hat... :|
Aber wenigstens hält er die Reihenfolge ein, damit nicht auch noch Rangordnungsprobleme gefördert werden. ...


Aber gut... Jetzt über den Winter werde ich Pepsi mal versuchen den Garten etwas zu verbieten und wenn es dann etwas wärmer ist draußen noch mal wieder von Null anfangen. Da kann ich dann auch besser die Tür geöffnet lassen.

Verabschiedung und Begrüßung wird weiter ignoriert und Eltern eingetrichtert, wie sie sich zu verhalten haben. Im Winter kann man dann auch wieder ganz gut mit Jacke und Schuhen im Haus rumhocken. Mit den Schlüsseln spiele ich Ringel-Rasseln und was kann ich noch tun? :angel:
~§~
 
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