inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit?

Diskutiere inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? im Meerschweinchen Haltung Forum im Bereich Meerschweinchen Forum; Es geht hier immer wieder nur ums eigene Tier,alles andere ist zu brutal, um darüber nach zu denken ----------------------------------------------...
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  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #21
Es geht hier immer wieder nur ums eigene Tier,alles andere ist zu brutal, um darüber nach zu denken
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Ist nicht böse gemeint
 
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  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit?

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  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #22
Also erstmal: angreifen wollte ich Dich persönlich natürlich nicht, wie käm ich auch dazu, ich kenne Dich kein Stück...
Interessant find ich aber, dass Du meine obere Aussage auf Dich beziehst, so war sie nämlich nich gemeint....

Sorry, aber ich stamme vom Bauernhof, meine Eltern haben seit Jahren ein Schlachtviehtransportunternehmen ..... sind wir deshalb jetzt dumm oder gar Tierquäler?
Das kommt drauf an, wie ihr die Tiere behandelt. Wenn der Boden des Transporters mit Schweinen gerammelt voll ist und ihr schmeißt dann noch n paar Säue oben drauf um eure niedrigen Preise zu rechtfertigen, dann ja.

Aber da ich die Umstände, unter denen die Tiere bei euch behandelt werden, nicht kenne kann ich dazu natürlich auch nichts sagen.

Die BK-Geschichte hab ich selbst schon so erlebt und wollte sie als Beispiel nennen und nich um Dich damit bloß zu stellen oder anzugreifen.
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Es geht hier immer wieder nur ums eigene Tier,alles andere ist zu brutal, um darüber nach zu denken
Ja, so ähnlich hab ich das auch schon erlebt... 3Sat bringt ne Reportage über ne Hühner-Fabrik mit diesen Greifarm-Stromstoß-Tötungsmaschinen und was macht der gemeine Zuschauer in dem Moment? Sagt "das is ja schrecklich! das kann ich mir nich angucken...", schaltet um auf ein unterhaltsameres Programm, geht in die Küche und zieht sich genüsslich n Hähnchenschenkel rein...
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du kannst die sogenannte Massenvermarktung als Verbraucher nur regeln, wenn man hier ins besondere auf Bio-produkte ausweicht. Nur wer kann sie sich auf dauer leisten?
Dazu fällt mir auch noch ein netter Spruch ein...
"Wer will, der findet Wege.... wer nicht will, der findet Gründe..."
 
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  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #23
Liebes Fröschlein, ich muss allen anderen usern vollkommen recht geben!!
du versuchst die ganze Zeit verzweifelt zwei vollkommen vershiedene dinge zu vergleichen.Willst du die Urmenschen verurteilen,weil sie mammuts gejagt haben??? Es ist doch vollkommen natürlich sich aus der Natur Nahrung zu nehmen. Wenn jemand eine andere Meinung hat, wird das von der gesellschaft akzeptiert, aber du kannst niemanden dafür verurteilen.

Gruß Fynn
 
  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #24
Chris ich habe mit vielen Verbänden in Sachen Tierschutz Kontakt bekomme fast täglich Mail von denen.
Ich verstehe voll und ganz was du meinst ,genauso wie ich wirst du dir kaum Freunde schaffen.
Gruß silke
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...lieber erstmal vor der eigenen Türe kehren.


Besser vor der eigenen Käfigtür.
 
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  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #25
Hallo!

Ist ja alles schön und gut, aber ich verstehe auch nicht was das eine mit dem anderen zu tun haben soll.

Man kann doch eine Tierquälerei nicht mit einer anderen rechtfertigen. Oder darf man nichts dagegen sagen (bzw. tun), wenn ein Kind in einem einzelnen Zimmer leben muss (soll ja des öfteren vorkommen) weil man Kleider kauft, die auf Basis von Kinderarbeit hergestellt wurden?

Natürlich sollten viele Menschen mal dringend über ihr Konsumverhalten nachdenken. Massentierhaltung ist schrecklich, genauo wie vieles andere. Und jeder sollte das ihm Mögliche tun, um Leid (ob "Tier oder Menschen") zum aufhören zu bringen. Verantwortung trägt man schließlich für alles, was man tut.
 
  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #26
Moment mal bitte: habt ihr beide eigendlich auch mal darüber nachgedacht, was die welt eigendlich ohne Tierprodukte ist?

Fröschlein, du solltest dich auch einmal mit dem Thema EU-Verordnung zum Transport von Schlachtvieh auseinander setzen. Hast du so einen Transporter schon einmal von innen gesehen? wenn nicht möchte ich dir kurz beschreiben wie die Transporter aussehen:

Das Tier geht über eine Laderampe (maximal 10 grad steigung lt. verordnung) die LKW´s sind mit einer hydraulischen Hebevorrichtung ausgestattet um verletzungen zu vermeiden. der LKW besitzt 3 Böden, bei dem sind je 3 Abteile wo 20 Schweine LIEGEND) reinpassen. Als Bodengrund muß Streu eingefüllt werden. Jeder Boden ist mit sogenannter Fussbodenheizung ausgestattet für den Winter. Im Sommer sind auf jeder Ebende in jeden Abteil 4 Ventilatoren um Überhitzung zu vermeiden. Alle Abteile sind mit automatischen Tränkanlagen ausgestattet, der Tank dazu ist unter dem LKW. Um den Tieren den stress so gering wie möglich zu halten, werden beim Ein/ Ausladen, der Hänger mit dem LKW ineinander gehängt, so das die Tiere eine steigung haben und nicht so gestresst werden. ausserdem werden die tiere beim schlachthof tierärztlich kontrolliert. seit einigen jahren, ist gerade in Deutschland der Transport von Lebendtieren zu einer heiklen aufgabe geworden ... ein LKW mit Anhänger kostet mal auf die schnelle 500.000 € wenn du alle Vorschriften befolgen willst.

also wenn du mal rechnen magst:
20 Schweine x 3 Boxen sind : 60 Schweine
3 Boden sind drin macht also: 180 Schweine
Anhänger und LKW macht dann: 360 Schweine

Wenn Babyferkel transportiert werden passen 30 in ein abteil das sind dann 540 Ferkel.

ich verstehe nur den sinn deines "aufstandes" hier nicht so ganz
 
  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #27
Moment mal bitte: habt ihr beide eigendlich auch mal darüber nachgedacht, was die welt eigendlich ohne Tierprodukte ist?

Fröschlein, du solltest dich auch einmal mit dem Thema EU-Verordnung zum Transport von Schlachtvieh auseinander setzen. Hast du so einen Transporter schon einmal von innen gesehen? wenn nicht möchte ich dir kurz beschreiben wie die Transporter aussehen:

Das Tier geht über eine Laderampe (maximal 10 grad steigung lt. verordnung) die LKW´s sind mit einer hydraulischen Hebevorrichtung ausgestattet um verletzungen zu vermeiden. der LKW besitzt 3 Böden, bei dem sind je 3 Abteile wo 20 Schweine LIEGEND) reinpassen. Als Bodengrund muß Streu eingefüllt werden. Jeder Boden ist mit sogenannter Fussbodenheizung ausgestattet für den Winter. Im Sommer sind auf jeder Ebende in jeden Abteil 4 Ventilatoren um Überhitzung zu vermeiden. Alle Abteile sind mit automatischen Tränkanlagen ausgestattet, der Tank dazu ist unter dem LKW. Um den Tieren den stress so gering wie möglich zu halten, werden beim Ein/ Ausladen, der Hänger mit dem LKW ineinander gehängt, so das die Tiere eine steigung haben und nicht so gestresst werden. ausserdem werden die tiere beim schlachthof tierärztlich kontrolliert. seit einigen jahren, ist gerade in Deutschland der Transport von Lebendtieren zu einer heiklen aufgabe geworden ... ein LKW mit Anhänger kostet mal auf die schnelle 500.000 € wenn du alle Vorschriften befolgen willst.

also wenn du mal rechnen magst:
20 Schweine x 3 Boxen sind : 60 Schweine
3 Boden sind drin macht also: 180 Schweine
Anhänger und LKW macht dann: 360 Schweine

Wenn Babyferkel transportiert werden passen 30 in ein abteil das sind dann 540 Ferkel.

ich verstehe nur den sinn deines "aufstandes" hier nicht so ganz
Und du glaubst an die einhaltung?
Chris genau das ist das was ich meinte .
Gruß Silke
 
  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #28
Silke, ich mag dich nicht persönlich angreifen, nur versteht auch einmal die menschen die davon leben müssen.........
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Lauft ihr beide eigendlich nackt rum?
 
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  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #29
Ja ,verstehe ich,
kenne auch einen Bauern.
Nur vesteht auch einmal was das Gesetz vorschreibt wird selten eingehalten.
Gruß Silke
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Auf dem Rücken der Tiere wird unser Ignoranz ausgetragen.
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Silke, ich mag dich nicht persönlich angreifen, nur versteht auch einmal die menschen die davon leben müssen.........
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Lauft ihr beide eigendlich nackt rum?
Genau das ist es was ich meine.
 
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  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #30
nun verstehe ich nicht mehr
 
  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #31
Ignoranz.
meinst du die Menschheit hat läuft Nackt rum wenn die Massentierhaltung auf hörrt?
Gruß Silke
 
  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #32
das nicht, aber das ist ja dann auch EURE doppelmoral ..... sei denn du achtest darauf das du schuhe kaufst, aus bilogischen leder .... oder Wollpullis aus Biologischen Schafsherden ..... so kann man das ganze weiter tragen ....
Ach und die Schuhe müssen dann selbstvertändlich getackert sein, denn der Leim wird ja aus Knochen hergestellt ....


verstehst du jetzt?
 
  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #33
Silke, ich mag dich nicht persönlich angreifen, nur versteht auch einmal die menschen die davon leben müssen.........
Das is auf der einen Seite natürlich richtig, allerdings stellt sich dann die Frage, wo man die Grenze zieht. Die Wal- und Robbenfänger machen das ja auch nich als Hobby sondern ihrer Familie wegen... aber rechtfertigt das die Ausrottung einzelner Wal- und Robbenarten?
Oder (bewusst überzogenes Beispiel) der Berufskiller... der tötet auch seines Berufes wegen.... "er mache ja nur seinen Job" wird er sagen, wenn ihn jemand fragt, ob er findet, dasses ok ist was er da tut...

Ich schreib's auch gerne nochmal hin, es geht weniger um die, die das Angebot bereitstellen sondern um die, die die Nachfrage nach oben treiben.
Wenn keiner Spielzeug aus echtem Robbenfell kaufen würde und die Japaner nich immernoch glauben würden, dass der zermahlene Robbenpenis aphrodisierend wirke würds den Robben besser gehen.
Und wenn man jetzt Apollos Ansatz wieder aufgreift und jeder seinen Fleischkonsum auf das von ihr beschriebene Maß bringen würde gäbs wesendlich weniger Leid unter den Tierchen.

Lauft ihr beide eigendlich nackt rum?
Hab bei dieser Frage jetzt irgendwie wieder Schwierigkeiten, die Brücke zum eigentlichen Thema zu ziehen. Nein, ich (und wohl auch Silke) laufen nicht nackt rum, was uns schon das ein oder andere Mal vorm Tod durch erfrieren oder einer ordentlichen Geldstrafe wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses gerettet hat. Kleidung ist ein notwendiges muss, wenn man den Alltag bestreiten will... versteh nich, was das mit übermäßigem Fleischkonsum oder den anderen Sachen zu tun hat....

Wegen den Verordnungen der Tiertransporte: dass es solch strenge Auflagen gibt war mir nicht bekannt, zeigt mir aber auch, dass sich keine Sau dran hält (müder Wortwitz, ich weiß...). Wenn ich manches Mal die Transporter auf den Rastplätzen sehe kommt mir das Grausen.
Dass es solche Auflagen gibt is ja schonmal was wert, leider wird das aber wohl nur sehr sporadisch kontrolliert.
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das nicht, aber das ist ja dann auch EURE doppelmoral ..... sei denn du achtest darauf das du schuhe kaufst, aus bilogischen leder .... oder Wollpullis aus Biologischen Schafsherden ..... so kann man das ganze weiter tragen ....
Ach und die Schuhe müssen dann selbstvertändlich getackert sein, denn der Leim wird ja aus Knochen hergestellt ....
verstehst du jetzt?
Prinzipiell auch n netter Ansatz aber ich könnte mir denken, dass das Leder, das der Mensch braucht (so es kein besonderes Leder ist) und auch der Leim aus dem Überbleibsel der Schlachthöfe verwertet wird.

Aber prinzipiell hast Du natürlich recht, ich habe ja oben auch geschrieben, dass ich Milch zu mir nehme....
Allerdings stellt sich die Frage, was Du damit eigentlich sagen möchtest. Die Tiere werden des Fleisches wegen geschlachtet und nicht, weil wir die Knochen für'n Kleber brauchen. Und wenn die Schuhe 5% teuerer werden würden, weil der Kleber künstlich hergestellt werden muss wär mir das nur recht. Aus diesem Grund kauf ich die teure Milch...
 
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  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #34
Hier geht es einfach darum, dass jeder erstmal über seine Fehler nachdenken sollte, bevor er/sie andere für etwas beschuldigen.

Ich finde, dass alles was mit der Ausbeutung mit Tieren zu tun hat, sei es Einsperren, Essen, um Eier berauben oder ihnen das Fell nehmen.. Im Grunde geht es immer um das Gleiche: Man nutzt die Tiere (aus), also verstehe ich nicht wieso für euch Heimtierhaltung und Schlachttierhaltung etwas völlig anderes ist. Es ist genau das selbe. Ob Schwein oder Hund, ob Katze oder Huhn - man sollte jedes Tier schützen.

Keiner kann wirklich jemanden etwas vorschreiben.. Auch ich mache sicher noch Fehler und schade dem ein oder anderen Tier damit. Man kann es immer weiter treiben, klar, aber jeder Tierfreund sollte alles Mögliche machen um keine Ausbeutung zu unterstützen. Meine Meinung.
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Die Tiere werden des Fleisches wegen geschlachtet und nicht, weil wir die Knochen für'n Kleber brauchen.

Aber die Mastbetriebe machen Geld aus dem "Überbleibseln". Alles wird verwertet und durch beispielsweise den Kauf von Leder unterstützt man (meist) die Massentierhaltung.

Wusstet ihr eigentlich, dass nicht nur Hunde- und Katzenpelze sondern auch deren Leder nach Deutschland kommt? ;) Und viele wissen nicht wen sie da tragen..
 
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  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #35
Es geht auch nicht darum Fleisch zu essen es geht darum einmal genau darüber nachzudenken woher kommt mein Braten auf dem Teller was hat das Tier für Leid hinter sich.
Oder was richte ich an wenn ich Züchte (böses Wort)
Gruß Silke
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Leider endet bei vielen Tier-Freunden die liebe zum Tier an der Käfigtür und da werden wir auch nichts mehr andern.
Gruß Silke
 
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  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #36
Leider endet bei vielen Tier-Freunden die liebe zum Tier an der Käfigtür und da werden wir auch nichts mehr andern.

Klasse formuliert! :clap: (und nein, wir wollen mit solchen Aussagen niemanden angreifen... im schlimmsten Fall mal zum Nachdenken anregen...)

Immerwieder erstaunlich, wie ne Aussage, für die ich ganze Seiten schreiben muss in einem Satz zusammengefasst werden kann :mrgreen:.
 
  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #37
Hallo Frosch!
Muss da mal etwas geraderücken....
Mein Beispiel, was ich selbst tun kann bzw. wogegen ich selbst nichts tun kann, war auf mich persönlich gemünzt. Nach Afrika wird ich wohl nie kommen, daher kann ich mir um die Schnitzereien auch keine Gedanken machen. Ich meinte halt nur, ich fang da an, wo ich kann.

Zu deiner Antwort, dass ich – was Atommüll betrifft – die Möglichkeit habe, innenpolitisch umzusatteln und die Grünen zu wählen, muss ich sagen: Im Landkreis, in dem ich lebe, wird viel Grün gewählt, aber trotzdem bekommen wir Atommüll nach Gorleben. Da nützt auch das Wählen nix. Und da das einen Großteil der Menschen in der BRD nicht juckt (weil Strom ja aus der Steckdose kommt), gehe ich selbst mit auf die Straße (bis letztes Jahr fuhr der Castor noch an meinem Küchenfenster vorbei). Nicht nur, um den Castor zu stoppen, sondern um für Grundrechte zu demonstrieren (die hier immer wieder auf`s Neue verkappt werden) und um aufmerksam zu machen. Mit einfach nur „Grün“ wählen ist`s leider nicht getan. Daher fand ich den Ansatz „wenn 10000 sagen, ich kann da nix machen“ für mich unzutreffend. Ich wälze mich jedes Jahr unter ca. 3000 Leute mit dem Gedanken „Wir können was machen“. (Nur leider wird der Protest in den Medien nicht mehr genügend erwähnt, weil die Atomkonzerne den Daumen auf der Presse haben.) Ich merke, ich schweife aus, und hier geht’s ja nicht um Atommüll...Na wie auch immer, ich meinte jedenfalls mit meinen Beispielen, dass ich den Hebel da ansetze, wo ich kann. Meeries aus dem Tierheim, Energie aus Sonne und Holz und viele kleine Dinge (kennst du das Buch: We are what we do?).
Ach ja, gegen Bush hab ich auch was, aber den kann ich ja nicht erschießen....

Und nun das Negativ: Ja, ich bin manchmal gezwungen, Fleisch aus dem Supermarkt zu günstigen Preisen zu kaufen. Das kommt schonmal vor. Ich persönlich esse dann lieber Eierkuchen, aber wenn mein Mann dann ein Schnitzel auf dem Teller haben möchte.... Bei dem, was er in seinem Scheiß-Schichtsystem leistet, möchte ich ihm das auch nicht verweigern. Dann kneife ich die Augen beim Kauf zu und beruhige mich damit, dass es nicht so oft vorkommt. Ich weiß, dass es nicht richtig ist. Da kommt dann wieder Angebot/Nachfrage ins Spiel. Zumindest versuche ich, die positiven Dinge zu unterstützen und die Augen aufzuhalten nach negativen Dingen. Ich verstehe, was du meinst (von wegen den fetten Burger reinpfeifen und freuen, dass man der Katze ein so gutes Leben ermöglicht). Da ist was dran, wenn man von sich behauptet, alle Tiere zu mögen und gegen Tierquälerei protestieren zu wollen. Es regt zum Nachdenken an.
Und es wäre schön, wenn jeder persönlich versuchen würde, es umzusetzen. Wobei es wie schon gesagt wurde nicht jedermann kann, wohl aus finanziellen Gründen.

Um etwas abzuschweifen: Auf alles und jenes ist der Wille, für jedes Tier ein Herz zu haben und ständig nur auf die Umwelt zu achten, in unserer Zeit nicht umzusetzen. Ich könnte nächtelang Petitionen gegen Tierquälerei, Massentierhaltung, Pelze, Walfang etc. unterschreiben, aber ich muss morgens auch noch arbeiten gehen. Ich hätte wesentlich mehr Solar auf dem Dach, eine Biotoilette, ein Regenwasser-Aufbereitungssystem fürs Haus und ein Biodiesel-Auto, wenn ich es mir leisten könnte.
Wenn du speziell damit meinst, ich sollte kein Fleisch essen: Das kommt für mich nicht in Frage. Ich esse hin und wieder Fleisch und ich esse es gerne. Und die Hühner meiner Eltern sterben nicht davon, wenn ihnen hin und wieder ein Ei aus dem Hintern ins Stroh plummst. Unsere Schweine wurden immer zu zweit oder dritt auf Stroh gehalten und hatten bis eine Minute vor dem Bolzenschussgerät keine Ahnung, was kommt. Dass ich mal Fleisch aus dem Supermarkt esse – nun, darüber sollte ich nun nachdenken.

Du hast mich nicht beleidigt oder verstimmt. Ich fand deine Frage gar nicht so unberechtigt, auf jeden Fall konfrontierend (und dass muss ja nicht negativ sein). Einer der User hat hier einen Signatur-Spruch, steht so etwas drin wie: Lob macht zufrieden, Kritik fördert.

So, jetzt bin ich bis zum Beitrag über den Tiertransporter vorgedrungen.... Meine Meinung dazu ist: Die Vision des „guten“ Tiertransporters lässt sich vergleichen mit der Geschichte vom „sicheren Castor“. Beides ist unnütz, die Sicherheitsbedingungen werden hochgelogen, die Kosten so niedrig gehalten wie möglich und die Wahrheit wird nicht erzählt. Könnte ja jemanden aufregen. Ich persönlich halte nichts davon, dass damit jemand seinen Lebensunterhalt verdient. Rechtfertigt sich genau so wenig wie das Robbenschlachten. (wobei mir gerade einfällt: sch...., auch das unterstütze ich ja gelegentlich. Also doch lieber zum Orts-Fleischermeister.

Du hast schon ganz Recht, Frosch, die Nachfrage ist das Problem. Aber alles vermag man nicht zu boykottieren. Insofern muss ich Iceage recht geben; der Gedanke seines Beispiels ist wohl eher allgemein gemeint, nicht im speziellen Sinn: Es ist nicht möglich, auf ALLES zu achten. Zumindest mir ist das nicht möglich, ich weiß ja nicht, wie es anderen geht.

Wir leben in einer Welt, die so schnelllebig und konsument (kann man so so nennen?) geworden ist, dass es schwer ist, daraus auszubrechen. Aber allein der Versuch zählt. Und führt er zum Erfolg, um so besser. Und gegen den Strom schwimmen ist gar nicht so schwer (geworden). Wenn man es will. Und wenn man es sich leisten kann. Leider.

Das ist nun ein bisschen mehr geworden, als ich dachte. Ups!

LG
Wölfi
 
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  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #38
Hallo Frosch :D

Dieser Thread ist offensichtlich thematisch ordentlich “ausgefranst“ . . . Metzger ./. Supermarkt, Massentierhaltung ./. Bioproduktion, Schlachttiertransport ja oder nein, Pelzträger ./. Karnivore, Marktwirtschaft, Wal- und Robbenfang, Politik . . . usw. usw. . . .

Ursprünglich ging es doch um etwas ganz anderes:
inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit?
Du hast unter diesem Titel eine philosophisch moralische Betrachtung der Frage eröffnet, ob die unterschiedliche Bewertung und Handhabe der Bedürfnisse von Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen und Tieren, die als Begleiter und Hausgenossen des Menschen dienen, gerechtfertigt werden kann. Genauer gesagt, forderst Du von uns eine entsprechende Rechtfertigung ein, wobei Du gleichzeitig für Dich postulierst, dass eine unterschiedliche Bewertung und/oder Handhabe nicht gerechtfertigt ist.

Dein ebenso geschickt wie durchsichtig in eine Frage gekleidetes Postulat begründest Du im weiteren Verlauf des Threads leider nur fragmentarisch und, wie ich meine, ganz und gar nicht schlüssig. Letztlich kann ich darin weder Synthesen, noch Kausalität, geschweige denn Beweise finden. Vielmehr finde ich Behauptungen, Schlussfolgerungen aus Behauptungen sowie unpräzise Argumentationsketten.
z.B.:
Ich behaupte mal, dass es vielen Meeries und Ninis trotz Einzelhaft wesendlich besser geht als den Schweinen und Kühen in den Produktionsstätten....
Wie Du richtig sagst, ist es eine Behauptung. Erhebt sich die Frage welche Parameter Du für den Vergleich des Leids und die abwägende Bewertung angelegt hast, was Dich diese Behauptung aufstellen ließ?
Tierquälerei ist doch auch dann Tierquälerei, wenn es sich statt um ein Meeri um ein Pferd oder einen Hund oder eine Ente oder einen Karpfen handelt.
Ja, das ist sicher richtig. Allerdings sehe ich keinen Zusammenhang zu Deiner These.
Ich denke, dass der Leidensweg eines konventionellen Schlachtviehs wesendlich länger und beschwerlicher ist als das Leben eines einzeln gehaltenen Meerschweins oder eines Sittichs, der keinen Ausflug bekommt.
Ab wann auf seinem Lebensweg, wodurch und warum genau leidet Schlachtvieh? Was unterscheidet konventionelles Schlachtvieh von anderen, welche Parameter setzt Du für diese Unterscheidung an? Sind die Grenzen starr oder fließend? Ist alles was nicht konventionell ist gleich?
Die Frage, wie Du das Leid abwägst und bewertest habe ich ja schon gestellt.
Nun, ich persönlich finde das es doch einen gewissen Unterschied gibt zwischen Nutz- oder Heimtieren
Eben genau das versteh ich nicht. Beide Tiere fühlen Schmerz, beide Tiere haben Angst... bei dem einen wird es toleriert, bei dem anderen verflucht...

Natürlich muss man auch hier unterscheiden, woher man sein Fleisch bezieht... als Beispiel meine Eltern... sie leben buchstäblich auf dem Lande, da ziehen sich die Metzger ja quasi das Viehzeug selbst noch groß. Ähnlich wie es auch in einem der Threads, die Okapi verlinkt hatte, stand, da haben die Viecher 10 minuten bis zur Schlachtbank und gerade auf dem Lande geht das Schlachten an sich noch lange nicht so mechanisch vonstatten wie in den voll automatisierten Schlacht-Maschinerien (die eben einfach nur bestialisch sind).
Welche Schlachtmethoden wendet der Metzger bei Deinen Eltern auf dem Land an? Worin genau unterscheiden sie sich von den Schlachtmethoden größerer Betriebe? Worin begründet sich, dass die eine Schlachtmethode für Dich tolerabel ist und die andere nicht? Ist der durch die Tötung zugefügte Schmerz beim Metzger auf dem Land kleiner oder kürzer? Wie und von wem wird das bemessen? Sind 10 Minuten Tiertransport vom Stall zur Schlachtung die maximal tolerable Transportzeit? Wie lässt sich begründen oder erklären, dass 10 Minuten Angst auf Grund des Transports unproblematisch sind, aber z.B. eine Stunde nicht?
Tier is doch Tier... ich versteh nich, wo (und vor allem warum!) ihr da ne Grenze zieht...
Nun, ich verstehe auch nicht, wo und vor allem warum Du da Deine Grenzen ziehst? Denn, wie oben zitiert, ist für Dich ja Schlachtvieh nicht gleich Schlachtvieh und erlittener Schmerz nicht gleich erlittener Schmerz.
Also wenn wir schon Tiere so ausnehmen um deren Fleisch oder Fell oder sonstige Sachen zu verwerten, dann sollten wir doch zumindest sichergehen, dass die Tiere bis zu ihren Tod so wenig leiden müssen wie nötig...
Wie viel ist so wenig wie nötig? Was ist nötig? Wer hat aus welchem Grund die Berechtigung das festzulegen?

Um auf Deine Kernfrage zurückzukommen:
Ist der Verzehr von Fleisch in Verbindung mit Massentierhaltung denn nicht ein viel größeres Vergehen an den Tier-Rechten, als wenn man ein Meerschwein alleine hält?
Ich habe Dich doch recht verstanden, dass jedes Tier Deiner Meinung nach so wenig wie möglich leiden darf, . . . was ganz klar impliziert, dass Meeris und Ninis eben nicht einzeln gehalten werden dürfen.
Ich verstehe Dich ebenfalls richtig, dass jedes der Fleischverwertung o.ä. zugeführte Tier so wenig leiden darf wie nötig, . . . was doch ganz klar impliziert, dass Leid in diesem Fall unausweichlich ist.

Ich kann im Postulat eines fleischverzehrenden Meerihalters gegen Einzelhaltung weder inkonsequente Tierliebe noch Scheinheiligkeit erkennen – wie bewiesen, Du auch nicht !

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, meine Fragen sind rein rhetorischer Natur. Ich erachte diesen Thread als erledigt.



Bussi
Amalie
 
  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #39
[quote=Amalie]

Krass.... meine Antwort is zu lang.... daher in 2 Posts...

Huiuiui.... viiiieeeel Text :mrgreen:

Erstmal @Wölfi: ich war fast schon gerührt als ich Deinen Post gelesen hab, find's klasse, dass Du Dich doch so mit diesem Thema (und anderen, über die der gemeine, gut bürgerliche Deutsche wohl selten einen Gedanken verschwendet) auseinandersetzt, hab Dich dann wohl falsch verstanden bzw schlicht falsch eingeschätzt... sorry dafür!
Ich verlange ja gar nicht, dass jetzt plötzlich alle Menschen zu Vegetariern werden, mein "Ziel" ist es eigentlich, dass man etwas bewusster Lebt und sich auch mal Gedanken macht, welche Konsequenzen das eigene Handeln mit sich bringt. Kann hier nur nochmal auf Apollos Post hinweisen, wenn man das Fleischessen reduziert auf ein sinnvolles Maß und das reichhaltige Angebot, das der Wohlstand so mit sich bringt eben in sinnvoller Weise mal links liegen lässt, dann hat man auch viel eher die finanziellen Mittel, sich "gutes" Fleisch zu leisten als wenn man 2x am Tag n Schnitzel isst.


Wir leben in einer Welt, die so schnelllebig und konsument (kann man so so nennen?) geworden ist, dass es schwer ist, daraus auszubrechen. Aber allein der Versuch zählt. Und führt er zum Erfolg, um so besser. Und gegen den Strom schwimmen ist gar nicht so schwer (geworden). Wenn man es will. Und wenn man es sich leisten kann. Leider.
Ich finde schon, dass das Schwimmen gegen den Strom anstrengend ist. Oft kommt es zB vor dass wir (meine Freundin ist ja auch Vegetarierin) gefragt werden "warum esst ihr kein Fleisch?"
Die Frage an sich zeigt ja Interesse oder Neugier und ihr ist so erstmal nichts negatives anzumerken.
Nach meiner Erfahrung verlaufen dann aber 80% dieser Gespräche etwa so:
er: "warum esst ihr kein Fleisch?"
ich: "aus ethischen Gründen, uns tuen die Tiere leid..."
er: "aber schmecken tut es euch eigentlcih?"
ich: "nicht alles, aber einiges schon, ja."
er: "esst ihr denn Käse und Eier?"
ich: "naja, da muss ich eingestehen sind wir wohl selbst etwas inkonsequent, da wir Milch trinken und auch manchmal Eier essen. Wir haben auch ein, zwei Kleidungsstücke aus Leder. Allerdings muss man dazusagen, dass wir die teure Milch kaufen, bei der (zumindest will uns das die Internetpräsenz der Firma glauben lassen) auf artgerechte Tierhaltung geachtet wird. Eier kriegen wir vom Opa, der hat 5 Hühner im Stall (müssen wegen der Vogelgrippe ja überdacht gehalten werden, vorher sind sie auf der Wiese rumgelaufen)..."
er: "Und Lederschuhe habt ihr beide auch an, das is ja dann wohl mal total widersprüchlich, auf der einen Seite tut ihr so, als ob euch die Tiere was bedeuten, auf der anderen tragt ihr Lederschuhe..."

Und das is dann meistens so der Punkt wo ich dann keine Geduld mehr hab, weil ich dieses Gespräch vorher schon 1000 Mal geführt hatte.
Man versucht, etwas positives zu bewirken durch sein Handeln, muss sich dafür dann rechtfertigen und kriegt am Ende noch dumme Sprüche gedrückt oder es wird versucht die Message "Mann, seid ihr bescheuert" mit provokativen Fragen zu verdecken ... kann ich nich nachvollziehen muss ich sagen.

Leider bin ich kein großer Schreiber, daher fehlen mir die Worte, die Situation verständlich zu erläutern. Ich hoffe trotzdem, dass der letzte Absatz halbwegs nachvollzogen werden kann.

Selbst ich als Vegetarier zum Veganern werden würde, was würde das bringen? Sicherlich nicht mal ansatzweise so viel, wie wenn jemand mal über die in diesem Thread angesprochenen Themen nachdenkt und den Konsum von Billig-Fleisch einstellt.

Aber darum ging es mir beim Eröffnen des Threads eigentlich gar nicht...

Gegen den Strom zu schwimmen finde ich oft sehr anstrengend, aber das nehme ich (noch) gerne in Kauf.

@ Amalie: Beim ersten Lesen Deines Beitrags war ich ziemlich beeindruckt von Deiner Wortgewandheit und Deiner Ausdrucksweise.... leider war mir aber am Ende Deines Posts immernoch nicht klar, was Du mir eigentlich sagen wolltest...
Oft kommt es mir so vor, als versuchest Du mit Deiner Fragerei (entweder ich hab manche Fragen einfach nicht gerafft oder sie ergeben keinen Sinn, aber dazu gleich mehr) mich genauso in die Enge zu trieben wie ich es weiter oben beschrieben hatte.

Ich denke, nicht der Vegetarier muss beweisen, dass er mit seinem Handeln Gutes tut sondern sein Gegenüber muss beweisen, dass er (der Vegetarier) nichts Gutes tut.
Ähnlich wie bei dem Castor... es darf nicht sein, dass bewiesen werden muss, dass dieser Transport schädliche Auswirkungen hat (um ihn dann zu verbieten) sondern es muss bewiesen werden, dass er KEINE hat um ihn überhaupt erstmal zu erlauben.

Das Zurückspielen des Balles is natürlich oft ein cleverer Schachzug, ist hier IMHO aber einfach unzulässig.

Du hast unter diesem Titel eine philosophisch moralische Betrachtung der Frage eröffnet, ob die unterschiedliche Bewertung und Handhabe der Bedürfnisse von Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen und Tieren, die als Begleiter und Hausgenossen des Menschen dienen, gerechtfertigt werden kann. Genauer gesagt, forderst Du von uns eine entsprechende Rechtfertigung ein, wobei Du gleichzeitig für Dich postulierst, dass eine unterschiedliche Bewertung und/oder Handhabe nicht gerechtfertigt ist.
Sie ist es dann nicht, wenn man sich selbst als tierlieb definiert.
Wobei auch ich mir dahingehend Ausnahmen erlaube, wenn ich in unserer Kellerwohnung wiedermal einen Ohrenkneifer oder ein Silberfischchen entdecke. Die sammel ich auch nicht einzeln ein und siedel die gewaltfrei in den Garten um, die hau ich platt.
Wiederum auf der anderen Seite könnte man sagen dass der Tot durch Platthauen wohl angenehmer ist als der durch Verhungern...


Dein ebenso geschickt wie durchsichtig in eine Frage gekleidetes Postulat begründest Du im weiteren Verlauf des Threads leider nur fragmentarisch und, wie ich meine, ganz und gar nicht schlüssig.
*Bahnhof*... weiß nicht, von welchem Postulat jetzt die Rede ist, ich gehe mal davon aus dieses "isses ok, sich drüber aufzuregen dass jemand eine Meerwutz alleine hält, wenn es dieser Person zeitgleich aber egal ist, wie die Nerze ihres Nerzmantels gehalten wurden?"
Das war ja eigentlich die Frage, die ich an die Community gestellt hab... nich andersrum...

Letztlich kann ich darin weder Synthesen, noch Kausalität, geschweige denn Beweise finden. Vielmehr finde ich Behauptungen, Schlussfolgerungen aus Behauptungen sowie unpräzise Argumentationsketten.

z.B.:

Wie Du richtig sagst, ist es eine Behauptung. Erhebt sich die Frage welche Parameter Du für den Vergleich des Leids und die abwägende Bewertung angelegt hast, was Dich diese Behauptung aufstellen ließ?

Meinst Du das ernst? Willst Du mir weißmachen, dass es einem mehr oder weniger als Familienmitglied angesehenes, halbwegs vernünftig ernährtes und ärztlich versorgtes Haustier schlechter geht als einem Nutztier das in erster Linie auf Profitgründen großgezogen wird?

Klar gibts auch Leute, die ihre Meerschweine durch die Luft werfen und solche Sachen, aber davon war ja nicht die Rede...

Ja, das ist sicher richtig. Allerdings sehe ich keinen Zusammenhang zu Deiner These.
Dh Du denkst, die Kühe haben ihren Spaß in den engen stickigen Ställen und beim Verladen in die Transporter? Du denkst, den Hühnern machts nix aus, wenn sie kopfüber mit den Beinen in eine Maschine gehakt werden, die sie in ein Wassebecken fährt und mit einem Stromstoß betäubt (was nicht allzuselten fehl schlägt) um ihnen dann den Hals durchzusägen?

Ab wann auf seinem Lebensweg, wodurch und warum genau leidet Schlachtvieh?
Ok, jetzt fangen die meines Erachtens ausschließlich der Provokation dienlichen Fragen an, die, mit gesundem Menschenverstand betrachtet, keinerlei Sinn ergeben...
Wenn Du Dir die Reportagen anschaust und die Artikel der PETA liest und mich dann fragst, wo genau dabei das Tier leidet, setzts bei mir aus, wenn Du das dann nich selbst siehst werd ich's Dir auch nich erklären können.

Was unterscheidet konventionelles Schlachtvieh von anderen, welche Parameter setzt Du für diese Unterscheidung an?
Das war doch die Frage, die ICH gestellt hatte... wo wird die Grenze gezogen? Dem Meerschwein muss es gut gehen, der Kuh nicht... Silke hat das sehr nett formuliert: "Bei vielen Tier-Liebhabern hört die Tierliebe vor der Käfigtür auf..."


Welche Schlachtmethoden wendet der Metzger bei Deinen Eltern auf dem Land an? Worin genau unterscheiden sie sich von den Schlachtmethoden größerer Betriebe?
Wenn Dich das interessiert dann musst Du Googlen oder die PETA anschreiben...
Aber auch da gilt wieder, gesunden Menschenverstand benutzen...
Der Metzger auf dem Land, der am Tag vielleicht 20 Hühner tötet braucht keine Tötungsmaschinerie, wahrscheinlich könnte er sich die auch weder finanziell noch aus Platzgründen leisten.
Auch wie Wölfi schrieb, wenn das Schwein auf dem Dorf mit dem Bolzen getöten wird hat es bis zu dem PENG keinen Schimmer, der Tod tritt unerwartet und plötzlich ein.
Die dafür aufgewendete Arbeitszeit ist natürlich wesendlich höher als bei Schlachthöfen, die 5000 am Tag töten. Dort ist das Tier durch die ganze Hetzerei und das Quieken der anderen Schweine doch großem Stress ausgesetzt, oder nicht?
 
  • inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit? Beitrag #40
Worin begründet sich, dass die eine Schlachtmethode für Dich tolerabel ist und die andere nicht?
:roll: Frag mich echt ob Du diese Fragen ernst meinst...

Bolzenschuss -> tot find ich besser als
Tier an den Hinterbeinchen aufhängen, Halsschlagader aufschneiden und verbluten lassen

Nun, ich verstehe auch nicht, wo und vor allem warum Du da Deine Grenzen ziehst? Denn, wie oben zitiert, ist für Dich ja Schlachtvieh nicht gleich Schlachtvieh und erlittener Schmerz nicht gleich erlittener Schmerz.
und wieder *Bahnhof*...
wenn ich mir aufn Finger haue is das doch n anderer Schmerz als wenn ich mit den Finger absäge... versteh die Frage nicht.

Und dass ich ne Grenze ziehe war mir bisher nicht bewusst, also entweder hast Du da was falsch verstanden oder ich kapier's wiedermal einfach nicht...

Wie viel ist so wenig wie nötig? Was ist nötig? Wer hat aus welchem Grund die Berechtigung das festzulegen?
Silke hatte mir die Tage mal ne PN geschrieben in der sie meinte, dass sie solche Diskussionen schon zigmal hatte, immer mit dem gleichen Ergebnis, dass nicht der Fleischkonsument mal überlegt, ob an dem was der Weltverbesserer schreibt was dran ist sondern dass der Fleischkonsument fast immer versucht, den Weltverbesserer in die Ecke zu drängen und so gar nich groß selbst nachdenken braucht...

Drum war ich auch von Wölfis Post so positiv überrascht...
Weiter oben wurde zB auch gefragt, ob wir nackt rumlaufen... Ähnliche Situation, ne völlig unsachliche Frage wird gestellt um den Ball zurückzuspielen und mich davon zu überzeugen, einfach besser die Schnute zu halten.
ich hatte es ja auch schon geschrieben, wenn alle Vegetarier nackt rumlaufen würden, wievielen Tieren wäre dann geholfen?
Wenn alle Fleischesser bewusster konsumieren und eben nicht gierig dem Wohlstand frönen wie's leider viel zu oft vorkommt (nein, ich greife damit niemanden an, ich hab ja keine Ahnung, wie euer Konsum aussieht), wie vielen Tieren wäre dann geholfen?

Ich hab überhaupt nichts dagegen, wenn man mich vernünftig und argumentativ kritisiert, aber oft denk ich halt "Junge, bevor ich mir von Dir ein schlechtes Gewissen einreden lasse weil ich 1 paar Lederschuhe im Schrank hab, begeb Du Dich erstmal auf "mein Level" des sich Gedanken um sein Handeln Machens bevor Du mich angreifst.
Wenn ein Veganer mich anmotzt weil ich Milch trink hab ich dem nix entgegenzusetzen... er hat recht, würde ich keine Milch trinken würde es weniger Kühen scheiße gehen. Aber er hat auch alles Recht, mir das zu sagen, er selbst machts ja besser als ich...

Ich habe Dich doch recht verstanden, dass jedes Tier Deiner Meinung nach so wenig wie möglich leiden darf, . . . was ganz klar impliziert, dass Meeris und Ninis eben nicht einzeln gehalten werden dürfen.
Stimmt


Ich verstehe Dich ebenfalls richtig, dass jedes der Fleischverwertung o.ä. zugeführte Tier so wenig leiden darf wie nötig, . . .
Ersetz das "darf" durch ein "sollte" und dann stimmts auch

was doch ganz klar impliziert, dass Leid in diesem Fall unausweichlich ist.
Nö, das is Keks... ich weiß nich, ob ich das in diesem Thread geschrieben hatte oder irgendwo anders, aber wenn cih zB nach Brasilien oder so auswandern würde, irgendwo in den Urwald, mir da meinen kleinen Bauernhof halten würde, dann würde ich wohl auch Hühner und Kühe halten, Eier und Milch abstauben und die Tiere schlachten und essen.... könnte ich mir zumindest vorstellen.
Hühnerhaltung impliziert doch nicht, dass die Tiere leiden. Wenn die drei, vier schäne Bäume haben und ich mir jeden 2. Tag n Ei hole seh ich kein Leid.

Ich kann im Postulat eines fleischverzehrenden Meerihalters gegen Einzelhaltung weder inkonsequente Tierliebe noch Scheinheiligkeit erkennen – wie bewiesen, Du auch nicht !
Also erstmal war's nie meine Absicht, irgendwas zu beweisen, ich wollte eine argumentativ ausgelegte Diskussion führen und nicht euch allen meine Meinung aufschwätzen.
ich wollte allerdings zum Nachdenken anregen, ob man selbst nicht vielleivht doch mehr in der Hand hat als man glaubt...
Eben "bewusster werden" und mal wieder nachdenken ;)

Ich bin einfach mal so frei und verlinke Silkes Website, sie hat wohl einige Videos die das Widerspiegeln was wir anprangern.
Ich selbst habe die Videos noch nicht gesehen, werde sie mir wohl auch nicht ansehen... hab sowas schon zu oft gesehen, das wirft mich dann wieder für Wochen aus der Bahn...

*solche Videos möchten wir aus Jugendschutzgründen nicht in unserem Forum haben*
Danke


Und noch ne nette Seite:


 
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inkonsequente Tierliebe, Scheinheiligkeit oder einfach nur Gedankenlosigkeit?

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