- Gedicht eines traurigen Tieres.... Beitrag #1
TierMami09
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So sitz´ ich hier, ich junges Ding,
und frage mich, wo komm´ ich hin?
Bei Mama sollte ich noch sein,
bin doch noch viel zu klein!
Doch sagte Mum, so sei die Welt,
es ginge immer nur um´s Geld.
Nun, so sitz´ ich hier, ich junges Ding,
und frage mich, wo komm´ ich hin?
Dieser Kasten hier zu klein,
ständig schauen Leute rein.
Da bleibt ein kleines Kindlein stehen
Und will mich doch so gerne sehen.
Es geht zur Großen, tippt sie an,
beide kommen nun heran.
„Mama schau doch mal hier
Das, ja das, wünsch ich mir.“
„Der rote Mann, der merkt es sich,
nur wenn du brav warst, sonst nich!“
Da geh´n sie nun, aus dem Laden,
kann ich raus, soll ich´s wagen?
Aus dem kleinen Haus schau ich,
der Schreck aus mei´m Herzen wich.
So sitz´ ich hier, ich junges Ding,
und frage mich, wo komm´ ich hin?
Später kommt die Große rein,
sagt zur Frau, ja ich soll´s sein.
Sie griff -ich lief- von oben,
ich hör sie mich hoch loben.
Doch ich will nicht, nein,
will zu Mami nach Daheim!
Sie schimpft laut und hält mich fest,
ich geb´ von der Kraft den Rest.
In eine Box tut sie mich nun,
was soll ich bloß hier drinnen tun?
So sitz´ ich hier, ich junges Ding,
und frage mich, wo komm´ ich hin?
Es rumpelt, rappelt und hör´ Geschrei,
doch dann ein Licht, ja, ich bin FREI!
Doch da greift etwas nach mir,
ich mein´ ganzen Mut verlier.
Ich werd „geschmust“ und geknuddelt,
mein Fell wird hart durchgerubbelt.
Sie rennt mit mir wie wild herum,
sagt, sie hat mich lieb, darum.
Nun komm ich in ein Plastikding,
bin kaputt, leg mich leis´ hin.
Bin ganz hinten in dem Haus,
will hier nie, nie wieder raus!
So lieg ich hier, und denke mir,
nun bin ich da, was soll ich hier?
Kann weder rennen, springen, sein,
Mami, bin allein, ich will Heim!
____________________________________________
Seit Jahren sitz´ ich jetzt schon hier,
bin unwichtig, bin nur ein Tier.
So bin ich nun groß und schwer geworden,
hat sie das Interesse verloren.
Ich bin jetzt lästig, bleib links liegen,
wo ist denn nur die Liebe geblieben?
Weg soll ich nun gehen,
muss ich das verstehen?
So sitz´ ich hier, ich altes Ding,
und frage mich, wo komm´ ich hin?
__________________________________
Ich komm in´s große Heim für Tiere,
meinen Lebenswillen ich verliere.
Ich bin allein und alt, es liebt mich keine,
hab das Leben verpasst, wie ich nu meine.
Was soll´s, ich geh nun,
werd in Frieden ruh´n.
So sag ich nur:
Ich wünsch es keinem,
es ist nur zum weinen.
Bitt´ ich euch, dass ihr an die Tiere denkt,
denn wir sind doch kein Weihnachtsgeschenk!
Ein kleiner Versuch von mir (M. Zielonka), die Leute auf den Kaufwahnsinn aufmerksam zu machen.
Bin im reimen nicht die begabteste...
Liebe Grüße
__________________
und frage mich, wo komm´ ich hin?
Bei Mama sollte ich noch sein,
bin doch noch viel zu klein!
Doch sagte Mum, so sei die Welt,
es ginge immer nur um´s Geld.
Nun, so sitz´ ich hier, ich junges Ding,
und frage mich, wo komm´ ich hin?
Dieser Kasten hier zu klein,
ständig schauen Leute rein.
Da bleibt ein kleines Kindlein stehen
Und will mich doch so gerne sehen.
Es geht zur Großen, tippt sie an,
beide kommen nun heran.
„Mama schau doch mal hier
Das, ja das, wünsch ich mir.“
„Der rote Mann, der merkt es sich,
nur wenn du brav warst, sonst nich!“
Da geh´n sie nun, aus dem Laden,
kann ich raus, soll ich´s wagen?
Aus dem kleinen Haus schau ich,
der Schreck aus mei´m Herzen wich.
So sitz´ ich hier, ich junges Ding,
und frage mich, wo komm´ ich hin?
Später kommt die Große rein,
sagt zur Frau, ja ich soll´s sein.
Sie griff -ich lief- von oben,
ich hör sie mich hoch loben.
Doch ich will nicht, nein,
will zu Mami nach Daheim!
Sie schimpft laut und hält mich fest,
ich geb´ von der Kraft den Rest.
In eine Box tut sie mich nun,
was soll ich bloß hier drinnen tun?
So sitz´ ich hier, ich junges Ding,
und frage mich, wo komm´ ich hin?
Es rumpelt, rappelt und hör´ Geschrei,
doch dann ein Licht, ja, ich bin FREI!
Doch da greift etwas nach mir,
ich mein´ ganzen Mut verlier.
Ich werd „geschmust“ und geknuddelt,
mein Fell wird hart durchgerubbelt.
Sie rennt mit mir wie wild herum,
sagt, sie hat mich lieb, darum.
Nun komm ich in ein Plastikding,
bin kaputt, leg mich leis´ hin.
Bin ganz hinten in dem Haus,
will hier nie, nie wieder raus!
So lieg ich hier, und denke mir,
nun bin ich da, was soll ich hier?
Kann weder rennen, springen, sein,
Mami, bin allein, ich will Heim!
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Seit Jahren sitz´ ich jetzt schon hier,
bin unwichtig, bin nur ein Tier.
So bin ich nun groß und schwer geworden,
hat sie das Interesse verloren.
Ich bin jetzt lästig, bleib links liegen,
wo ist denn nur die Liebe geblieben?
Weg soll ich nun gehen,
muss ich das verstehen?
So sitz´ ich hier, ich altes Ding,
und frage mich, wo komm´ ich hin?
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Ich komm in´s große Heim für Tiere,
meinen Lebenswillen ich verliere.
Ich bin allein und alt, es liebt mich keine,
hab das Leben verpasst, wie ich nu meine.
Was soll´s, ich geh nun,
werd in Frieden ruh´n.
So sag ich nur:
Ich wünsch es keinem,
es ist nur zum weinen.
Bitt´ ich euch, dass ihr an die Tiere denkt,
denn wir sind doch kein Weihnachtsgeschenk!
Ein kleiner Versuch von mir (M. Zielonka), die Leute auf den Kaufwahnsinn aufmerksam zu machen.
Bin im reimen nicht die begabteste...
Liebe Grüße
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