Strassenhund?

Diskutiere Strassenhund? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; hello zusammen also einfach mal vorne weg, ich möchte mir keinen strassenhund von irgendwo her jetzt holen. Ich verfolge aber seit einiger zeit...
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  • Strassenhund? Beitrag #1
AnnaKyoyama

AnnaKyoyama

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hello zusammen

also einfach mal vorne weg, ich möchte mir keinen strassenhund von irgendwo her jetzt holen. Ich verfolge aber seit einiger zeit die mini-serie auf VOX von Dukkha dem ehemaligen strassenhund und daher ist die frage aufgetaucht zu strassenhunden adoptieren.

und nun zur eigentlichen frage:

angenommen ich würde in die türkei gehen und mich dort in einen strassenhund verlieben. dürfte ich den dann einfach mitnehmen? also mir ist schon klar dass man zuerst herausfinden muss ob er nicht doch jemandem gehört. aber was müsste man beim tierarzt denn alles machen lassen und wie viel kostet das denn etwa? aber kann man dort einen ev. verwahrlosten hund mitnehmen?

wie ist eure meinung dazu? (ich möchte hier keinen streit entfachen, sondern einfach gerne konstruktive pros und contras hören) und was für probleme könnten auftauchen und wie löst man sie?

also ich finde die idee einen strassenhund zu holen nicht schlecht. allerdings sollte man sich auch bewusst sein dass dieser noch nichts vom leben hier kennt...

lg anna
 
  • Strassenhund?

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  • Strassenhund? Beitrag #2
Nein, so einfach ist das nicht, um einen Hund nach Deutschland einzufliegen, brauch er einen Pass, also alle Impfungen und ein Gesundheitzeugniss das heißt eine gewisse Quarantänezeit um sicher zugehen das der Hund gesund ist und nicht Tollwut einschleppt.
Die Bestimmungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Türkei soll sehr streng geworden sein mit der Einfuhrgenehmigung. Also privat würde ich persönlich es keinen Empfehlen sich selbst einen Hund von der Straße zu holen, es gibt einige Organisationen die Hunde aus dem Ausland holen, die wissen welche Voraussetzungen sie erfüllen müssen.
Ist jetzt die Kurzfassung:D
 
  • Strassenhund? Beitrag #3
vorallem lässt sich nicht jeder Hund automatisch einfangen, dazu gehört viel erfahrung und zeit.
Schau mal zb. hier rein: das ist eine Orga die sich um Strassen Hunde kümmert...
Unterstütze doch lieber die Organisationen durch eine Flugpatenschaft...
 
  • Strassenhund? Beitrag #4
Ich glaube, um einen Hund aus dem Ausland nach Deutschland zu bringen, musst du den Nachweis der gängigen Impfungen haben, und die sollten etwa 3 (?) Wochen zurückliegen, damit der Impfschutz auch da ist. Empfehlenswert ist auch der sog. Mittelmeercheck. es gibt viele Organisationen, bei denen du untersuchte und geimpfte Tiere übernehmen kannst, auch vor Ort in der Türkei. Am besten informierst du dich im Internet.
 
  • Strassenhund? Beitrag #5
Hallo
ich würde einen Hund auch nur über ne Orga holen.. und mich dabei vorab sehr gut informieren (Es gibt auch da leider einige schwarze Schafe)

Außerdem- so hab ich das neulich in nem buch über Straßenhunde gelesen, sind tatsächlich diverse Impfungen entscheidend. hierbei gilt es jedoch auch wieder zu unterscheiden ob der Hund auch einem EU- oder Nicht-Eu-Land kommt.

Als Faustregel stand dort, dass ein Hund der nicht mindestens den 7.Lebensmonat vollendet hat, niemals legal aus einem nicht-EU-Land nach D gebracht werden wird/darf/kann..

Und gerade wenn man Hunde auf gut Glück aus dem Urlaub mitbringt kann es bei einer Kontrolle (Zoll) echt zum bösen Erwachen kommen.
Neulich kam im TV ne Flughafenreportage wo ein kleines Katzenmädchen auf Grund fehlender gesundheitlicher Zeugnisse in Karantäne bleiben musste- bzw innerhalb der nächsten 4 Stunden wieder ausreisen konnte.. War für die Familie die das Kätzchen mitbrachten, vor allem aber für das Tier selbst sehr schlimm.

Über eine gute Orga hast Du vorab schon mal Infos zum Gesundheitszustand etc.

LG
 
  • Strassenhund? Beitrag #6
Eine bekannte hatte den drang nach dem Tod ihres Hundes etwas gutes tun zu wollen und hat sich einen Hund aus griechenland kommen lassen. Mittlerweile ist der Hund knapp 2 jahre alt und sie ist absolut glücklich damit :) toll!

Ich persönlich bin immer für das ausmerzen der Probleme im eigenen Land und finde dass wir genug junge und "arme" Hunde bzw Tiere in den Tierheimen Sitzen haben...
 
  • Strassenhund? Beitrag #7
wer einen hund aus dem ausland auf eigene faust mit nach hause nimmt, macht sich strafbar. es ist verboten! nicht umsonst muss man auch innerhalb der EU von seinen tieren nachweisen können, dass sie gesund sind (impfpass) und dass sie einem gehören (chip). wenn du zum beispiel mit hund nach australien reisen würdest, muss er, trotz dass er gechipt und geimpft ist, 2-4 wochen in quarantäne bleiben, bis er wieder zu seinen besitzern kann!!
ich würde auch so nie auf die idee kommen, einen straßenhund mit nach deutschland zu nehmen, man kann ja gar nicht erkennen, wie krank der eventuell ist oder welche verhaltensstörungen er hat! diese tiere müssen erstmal beobachtet werden und tierärztlich untersucht werden. stell dir mal vor so ein tier hat tollwut und beißt eines der familienmitglieder...nein danke! :)

LG
 
  • Strassenhund? Beitrag #8
Nurmal angenommen...man "findet" einen Strassenhund...und verliebt sich unsterblich würde ich, wenn man ihn denn überhaupt zu fassen bekommt (wir htten so einen zutraulichen Fall auf Mallorca...der Hund ist inzwischen glücklich bei seinem "Finder" in Frankfurt) , zu einer dortigen (am besten deutschen) Organisation bringen - mit dem dringlichen Hinweis, daß man den Hund gerne zu sich nach Deutschland holen möchte.

Dann würde ich eine ordentliche Spende machen - damit die sehen daß man es ernst meint und fragen was man alles noch tun kann....um den Hund sobald wie möglich ein neues zu Hause geben zu können.
Scheint mir der beste, oragnisierteste und einfachste Weg zu sein.
 
  • Strassenhund? Beitrag #9
Also Jerry war ein Straßenwelpe aus Griechenland und Hannas Papa ist ein polnischer Straßenhund den ich kurz kennenlernen durfte. Sehr dankbare Hunde. Jerry kannte das Straßenleben ja nun eher nicht so sehr, aber Hannas Papa war unglaublich dankbar für jedes Wort und jede Streicheleinheit.

In der Regel würde ich mich immer bei einer Tierschutzorganisation melden, wenn ich einen Hund gefunden habe. Vor meinem Kretaurlaub habe ich mir diverse Nummern von Hilfen dort gespeichert, falls ich einen "besonders harten" Fall finde. Die haben in der Regel auch einen Stammtierarzt, der die Behandlungen ein bissl preisgünstiger macht. Der Hund muss auf jedenfall geimpft, gechipt und meines Wissens auch entwurmt werden. Bei den nicht EU-Ländern dauert das ganze meines Wissens aber mehrere Wochen, bis er dann eine Erlaubnis hat auszureisen, also kann man ihn dann natürlich nicht direkt mitnehmen. Man müsste ihn dann sowieso nachträglich bei der Fluggesellschaft anmelden und das müssen die auch ca. ne Woche vor dem Flug wissen, sonst kann es schonmal passieren, dass kein Platz mehr ist. Kommt auch immer auf die Fluggesellschaft an, manche nehmen gar keine Hunde mit, oder für einen recht hohen Preis.

So eine Schutzgebühr ist ja immer so zwischen 200-350 Euro pro Hund. Ich denke mal soviel wird dann auch ca. die Untersuchung/Behandlung kosten (wenn der Hund denn sonst nichts weiteres an Krankheiten hat).
 
  • Strassenhund? Beitrag #10
danke viel mal für die erklärungen^^. Es ist mir einfach lange im Kopf rumgeschwirrt wie das dort so läuft. Im internet habe ich keine guten Beiträge dazu gefunden, daher danke an euch!
Aber jetzt hab ich eine andere Frage noch dazu. Wenn man einen Hund aus ner orga nehmen würde... Die geben einem den Hund ja sicher nicht einfach mit. Aber wenn man z.b. einen monat auf mallorca Ferien macht und sich während dieser zeit einen hund bei einer Organisation anschauen würde und auch regelmässig vorbeikommen würde. Gäbe es da immernoch solch "probleme"? also viele geben ihre schützlinge ja nur ab, nachdem sie das zu hause etc gesehen haben. Ist das dann dort auch so? oder reicht es wenn man bilder von dem ev zukünftigen haus des hundes zeigen würde?

lg anna

ps: immernoch. es interessiert mich einfach, aber ich möchte mir keinen holen x) (nur dasses noch mals gesagt ist)
 
  • Strassenhund? Beitrag #11
Hey,

bei Bekannten war das so (Hund aus Türkei) , dass die Orga jemanden vor Ort in BRD hatte....und dann nochmal zu Gunsten des Hundes und für diese Leute ein klares JA sagten...
 
  • Strassenhund? Beitrag #12
Guten Morgen,

eine seriöse Organisation wird IMMER eine Vorkontrolle machen.
Oftmals suchen sie sich in Deutschland ansässige Tierschützer die das übernehmen. Oder zb auch im Zergportal. Also daran würde es im Normalfall nicht scheitern.

Jedoch sollte man immer, trotz gemachter ärztlicher Untersuchungen vor Ort, sobald der Hund in Deutschland ist auf eigene Faust einen tierärztlichen Rundumcheck durchführen lassen.
Leider sind noch nicht alle deutschen tierärzte richtig fit was die Behandlung von Auslandshunden betrifft.

Aus südlichen Ländern stammenden Hunde müssen unbedingt einem kompletten Mittelmercheck unterzogen werden.
Für die osteuropäischen Vierbeiner ohne Küstennähe gibt es spezielle Profile, man sollte sich vorab nach dem richtigen Institut umschauen zu dem die Proben geschickt werden, es gibt diese leider nur vereinzelt (Ich glaube in Züchrich ist ein sehr gutes).

Außerdem muss man trotz Vorabuntersuchung im Aufenthaltsland zuhause eine Parasiten-Kotprobe abgeben, evtl auch Milben und andere äussere Störenfriede.

Wer sich einen Hund aus dem Ausland holt muss damit rechnen dass enorme Kosten für die weitere Behandlung auf einen zukommen können.
Besonders aus den südlichen Ländern (Leishmaniose etc).


Meine Mara ist ein ehemaliger Strassenhund aus Ungarn, kam dort in ein Tierheim und wurde von einer Orga nach Deutschland gebracht.
Sie ist jetzt ca 6 wochen bei uns- und wir sind immer noch in tierärztlicher Behandlung, obwohl es "nur" Giardien sind, die sie mitbrachte.
Das geht ordentlich ins Geld, also mit nur der Schutzgebühr ist es in den meisten Fällen nicht getan.
Jedoch, und so ist es schließlich mit der Liebe ;-) sie fällt immer dahin wo sie möchte, versetzt Berge und besteht aus Nehmen und geben..
Für mich ist sie mein größtes Glück. Ich hab diesen hund so lieb als wär sie schon immer bei mir.


Es ist eine Herausforderung. Nicht nur dieser Akt der Formalitäten, des Wartens und Bangens bis er endlich zuhause ist, sondern eben auch die Zeit miteinander.
Straßenhunde ticken nunmal anders. Das sollte man sich unbedingt, auch wenn ein Streuner noch so süß und hilfsbedürftig wirkt, immer vor augen halten.
Es ist kaum zu vergleichen mit einem Hunde den man sich zb von einer deutschen Zucht holt.
diese Hunde bringen zumeist ein riesiges Bündel an Lebenserfahrung mit. Die leider nicht nur aus positiven eindrücken besteht.
Man muss immer wieder aufs neue umdenken. Viele gute Erziehungsbücher zb und die Tipps daraus können helfen- müssen dies aber nicht zwingend.


Leute jetzt hab ich das Gefühl ich würd hier fast nur negatives berichten. Das soll nicht so rüber kommen. Es gibt einfach nur soviel zu bedenken. Und es ist nunmal so dass eine Adoption aus einer Laune bzw aus Mitleid heraus spätestens in Deutschland dann oftmals in die Hose geht. Es ist einfach wichtig sich so viele Infos wie möglich einzuholen. Auch die eingewöhnungsphase ist langwierig. Fast mit der eines Welpen zu vergleichen. Die Hunde kennen oft nichts, sind nicht stubenrein, bringen Ängste und Angewohnheiten mit die viel Zeit und Geduld erfordern. Da ist es mit 3-4 Tagen Urlaub nehmen dann meist einfach nicht getan.

Es sollte gut überlegt sein, denn ich glaube es muss die Hölle sein für einen Hund der aus seinem gewohnten Umfeld, aus seiner Wahrheit (oft kennen sie nichts anderes wie das Leben auf der Strasse) herausgerissen wird, der dann aber, weil es anstrengend ist bzw Probleme auftreten, wieder abgegeben wird.

Ich hab in einem buch auch eine gute Checkliste gefunden wie man erkennen kann ob eine solche Orga seriös ist oder nicht. Werde ich nachher mal zusammenfassend einfügen- jetzt muss ich aber erstmal Gassi gehen und mein Töchterlein schulfertig machen (Sie schnarcht nämlich schon wieder) :D

LG

20Augen
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

So, nochmals kurz zu der Seriösität einer Auslandsorga..

Anzeichen für eine sehr wahrscheinlich gute Organisation:

-Es findet immer eine Vorkontrolle statt


-(evtl) auch eine Nachkontrolle

-Die Vorgespräche sind gründlich, es wird einem zugehört, es ist Platz für die eigenen Vorstellungen, Ängste, Wünsche und es wird gemeinsam geschaut ob der Hund tatsächlich in die Lebensssituation passt.

-Es gibt einen schriftlichen Vertrag über die Übernahme des Tieres.

Wichtige Klausel, so finde ich persönlich, ist die, dass der Hund nicht einfach weitergegeben werden darf! Die Orgsnisation hat hierbei Mitsprache- und Handlungsrecht auf Lebzeit.

- Im Vertrag ist eindeutig festgehalten dass der Hund hundgerecht zu halten ist. D.h familienbezogen, weder an der Kette noch im Zwinger.

- Die Beratung und Unterstützung gestaltet sich über die Vermittlung hinaus. sprich, man kann bei Problemen mit den Vermittlern Rücksprache halten.

-Es gibt immer eine Schutzgebühr! Außerdem wird die höhe der Kosten erklärt.

-Die Orga besteht darauf dass nicht kastrierte Welpen diese nach erreichen der dazu erforderlichen Reife kastriert werden und dass dies belegt werden muss.

- Ebenso verpflichtet sich der Übernehmer Welpen oder aus anderen Gründen (Krankheit etc) nicht kastrierte Hunde nicht zur Vermehrung einzusetzen.

-Ebenso deutet ein "Angebot" eines bunten Querschnittes von Alter und Rassen der Hunde auf eine seriöse Orga hin.

-Genaue Auskunft (soweit möglich) über den Gesundheitszustand des Hundes plus Herausgabe aller vorhandenen Nachweise; Impfpass, etc.

-Freundliche Erklärung der Arbeit der Orga plus ruhiger Ablauf der Vermittlung immer zum Wohle des Hundes.






Wahrscheinlich nicht so seriöse Orgas erkennt man an :

- keine Vorkontrollen

-das Umgehen gestellter Fragen. Keine intensiven Gespräche über das tier wie die Lebensumstände des zukünftigen Halters erwünscht, bzw werden abgewürgt (angeblicher Zeitdruck etc).

-Es gibt nur mündliche Absprachen (angeblich folgt das schriftliche dann nach Ankunft des Hundes)

-Das Geld spielt DIE zentrale Rolle. (also noch vor den Fragen zum Tier etc)

- Es werden ausschließlich oder fast nur Junghunde und Welpen angeboten. Zumeist in den beliebten Farben und Mixen.

-Kein Belegen ärztlicher Untersuchungen.

-Das Schlechtmachen anderer Orgas.

-Ausüben von Druck. Zb durch die Drohung, das Tier anderen Interessenten zu übergeben.

-Keine weitere Beratung nach Adoption des Hundes

-keine öffentliche Arbeit (sprich, man findet kaum Infos über die Orga)



dies läßt sich beliebig erweitern. War jetzt nur mal eine kurze Zusammenfassung.

LG

Also falls jmd ergänzen mag :)
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Auskunft über die Einfuhrbestimmungen bei Hunden findet man bei : mit dem suchbegriff "Einfuhr Hund" .


Infos zu typischen "Mitbringkrankheiten" ausländischer Hunde findet man unter :

, ,
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Strassenhund? Beitrag #13
...

*seufz*
...meine Tacka habe ich leider von einer nicht so tollen Organisation her... :/

In einem größeren Tiergeschäft haben sie immer ihren kleinen Stand und als ich vor einigen Monaten grade auf der Suche nach einem neuen Hund war hatte ich eben auch dort geschaut... Na ja... Ich kam ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass mein 'Traumhund' wohl grade dort wäre.
Laut Auskunft müsste ich mich aber total beeilen, weil grade die jungen Hunde schnell wieder -weg- wären... Dazu bekam ich noch Info's über die Hunde aus Rumänien und wie schlimm sie dort leben, etc. ...

Na ja... Ich hatte mich dann natürlich beeilt und war am nächsten Tag dort bei der "Tierhilfe". Ich wartete etwas und dann brachte man die 4 jungen Hunde nach draußen in den Auslauf. Ich erzählte von mir aus etwas und stellte meine Fragen. Dann war ich auch noch einmal kurz mit bei den Hunden drin, was aber auch nicht wirklich eine entspannte Situation war...

Am Ende des 'Treffens' wollten sie mir am liebsten den Hund sofort mitgeben. Nachdem ich hier noch wenigstens eine Nacht drüber schlafen wollte und eh nicht das Geld dabei hätte, geschweige denn das Haus 'Junghundgerecht' gemacht hätte... Nun ja... Auf jeden Fall kam dann auf einmal zur Sprache, dass ausgerechnet für 'meinen' Traumhund noch andere Interessenten wären - aber man würde den Hund natürlich lieber an mich vermitteln.
Am Abend rief ich dann noch mal an, um zu fragen, wie es nun ausschaut und am nächsten Tag war ich wieder dort, um Tacka abzuholen.

Erst ins Büro, wo der Schutzvertrag unterschrieben wurde, das Geld bezahlt und ich den Impfausweis in die Hände gedrückt bekam.
Dann sollte jemand 'den Hund' holen und auch noch die 'beiden Tabletten', wo ich schon wieder skeptisch wurde...
Der Hund hätte noch etwas Husten vom Transport... Hm...

Nun denn...
Am nächsten Tag war ich dann sofort beim Tierarzt, weil sich der Husten als recht schlimm darstellte. Dazu kam Durchfall und Juckreiz.
Alles mögliche an Parasiten wurde behandelt. Einige Tage später (als Tacka nicht mehr so ängstlich war) entdeckten wir dann noch eine große stark entzündete Bisswunde, die ebenso behandelt werden musste.
Was den Husten betraf verfolgte uns das Thema gut 2 Monate bis es endlich etwas besser wurde. Meine zweite ältere Hündin steckte sich an dem 'Zwingerhusten' leider auch noch an, was bei ihr fast lebensgefährlich wurde... :(

Auf meine eMails meldete sich der Verein nur selten und ach... :/


Das ging da alles so schnell und ich wurde regelrecht und Zeitdruck gesetzt.
Wenn ich das nun in Ruhe betrachte kann ich mir eigentlich nur noch Vorwürfe machen, dass ich auf diesen Verein reingefallen bin.

Dennoch bin ich natürlich überglücklich meinen rumänischen Straßenhund nun bei mir zu haben und würde sie um nichts in der Welt wieder hergeben.
~§~
 
  • Strassenhund? Beitrag #14
Also ich muss sagen, die vereine wo wir Nacho, Jacky und Mico her haben, waren alle wirklich top (Nacho und Mico kommen vom selben verein..)
Wir werden auch regelmässig angeschrieben, und ab und zu kommt mal jemand nach schaun wie es den Hunden geht.
Auch unsere Tiny ist aus dem TS und auch hier wurden wir super beraten.
Im Adoptionsvertrag stand drinnen, das der Hund bzw. Katze (falls wir nicht mehr behalten koennen/wollen) an den Verein zurück gegeben wird, und nicht ohne einverständnis weiter vermittelt werden darf.
Unteranderem duerfen die Hunde nicht an der Kette gehalten werden, und es steht sogar drinnen, das die Tiere jeden Tag frisches Wasser und Futter zur verfuegung haben MÜSSEN, wir wurden auch anfangs befragt, wie wir wohnen, ob weitere Tiere da sind, Kinder, Haus, Garten etc.
Naja, also ich bin von den beiden vereinen begeistert =D
 
  • Strassenhund? Beitrag #15
Hallo DyingDream,

das wichtigste ist, dass es Tacka heute gut geht :D (und so hübsch!!! *schwärm)

Manchmal geht das Schicksal komische Wege. Bestimmt hat es so sein sollen. Und im Endeffekt warst Du das beste was Tacka passieren konnte, denn ein Leben ist nicht weniger wert nur weil jene die es anbieten miese Schw*ine sind!
Ich bin froh dass es so gut ausgegangen ist- auch wenn es sicher schwer war. Und , Du hast nun die Möglichkeit Deine gemachten Erfahrungen mit anderen Leuten zu teilen. Zu warnen und aufzuklären.

Liebe Grüße

20Augen
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

und, nein bitte keine Vorwürfe machen :(

Wir hatten damals, das ist schon gut 10 Jahre her, einen kleinen Kater von einem Mann abgekauft der ihn aus einem "Notfallwurf" inserierte. Die Anzeige klang echt schlimm so wie als herrschte dort wirklich große Not. Damals hatten wir auch kein Internet, die Möglichkeiten sich Informationen einzuholen waren also durchaus begrenzt.
Aus Mitleid, welches nach dem Telefonat mit dem Mann noch größer wurde, entschlossen wir uns ihn persönlich zu treffen. Er hatte tatsächlich die Katze dabei. Ein winziges Fellknäuel das unbedingt weg müsse- ich glaube auf Grund eines Unglücks in der Familie oder dem Tod der mutterkatze- ich hweiß es nicht mehr so genau.

Dieser Mann übte genau so Druck aus wie oben beschrieben. Er war nicht mehr nett gewesen wie am Telefon sondern machte deutlich klar dass , würden wir das Kätzchen nicht nehmen, er es anderweitig entsorgen würde. Das war eine ganz grausige Situation. Ich war völlig überfordert. auch wie er sie hielt, ich weiß nicht wie viel Geld wir ihm gaben , hauptsache das Kätzchen war in Sicherheit- es muss einiges gewesen sein. Alles was wir mit bei hatten.

ZuHause angekommen saßen wir nun mit nem Kätzchen, angeblich 8 wochen, sehr anhänglich , lieb und das alles. Sind am selben Tag noch zur Tierärztin- diese schätze die kleine Blubber auf 5-6 wochen. Wir bekamen allerhand Dinge mit zum füttern doch leider merkte man sehr schnell dass es ihr gar nicht gut ging. Wir gabe sie dann in eine tierklinik wo sie noch einige Tage auf der Intensivstation war. Morgens kam der Anruf dass Blubber verstorben war. wenn ich mich richtig erinnere hatte sie mehrere Krankheiten. Irgendwas mit Leukose und/ oder Katzenaids- ich weiß es nicht mehr es ist lange her und mit Katzenkrankheiten kenn ich mich nicht so gut aus.

Ich war völlig am Boden zerstört weil ich dachte dass ich vielleicht Fehler mit der Fütterung oder sonst was gemacht haben könnte. Der Arzt der Klinik erzählte dass es in der letzten Zeit häufig zu solchen Fällen kam, er nannte auch den Ort in dem die Leute die Katzen und wie sich rausstellte auch Hundewelpen anschauen wollten und dann genau wie wir unter Druck gesetzt wurden.

Also bin ich zur Polizei gegangen. zum Glück traf ich auf einen sehr engagierten Beamten der ein großes Herz für tiere hat. Einen anwalt habe ich auch eingeschaltet der aber eher Freund des schnell verdienten Geldes wie Freund der Tiere war :x
Wir sammelten Annoncen die die gleiche Handynummer hatten, meine Mutter rief als Interessent dort an und bekam heraus dass man dort alles besorgen konnte. Sämtliche Farben, Rassen etc.
Beim anwalt war ich zwei drei Mal- dann verlief sich das im Sande.
Irgendwann rief der Polizist an und erzählte dass die dort zuständige Behörde einen ganzen Ring von diesen Vermehrern aufgedeckt habe und dass nun auch irgendein Amt Anzeige erstattet hat. Weitere Infos durfte er mir nicht geben- ich bin trotz Anzeige auch sonst nie mehr wegen des Falles angeschreiben worden.

Du siehst dass solche Menschen sehr genau wissen wie sie die Tiere los bekommen. Ich hätte den Gedanken nicht ertragen die Katze weiterhin bei diesem ********** zu lassen.

Heutzutage würde ich niemals mehr zu einem solchen Inserenten fahren. Vielleicht , um die Zustände aufzudecken . Das Lehrgeld waren weit über 1000 DM und einige verheulte Nächte.

Heute sage ich mir dass ich Blubber so wenigstens aus den Händen dieses monsters befreien konnte. auch wenn es nur für einige Tage war.

LG
ZwanzigAugen
 
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  • Strassenhund? Beitrag #16
oh das klingt ja schlimm :(...! Die armen Tiere..
aber ich finde es gut, dass auch zu sprache kommt, dass es auch viele guten orgas gibt. Wenn ich mal ein tier hole werde werde ich sicher zuerst mal im tierheim vorbeischauen. diese tiere haben ja auch ein recht auf ein schönes leben.
vielen dank für die ausführlichen beiträge. ich finde es wirklich toll, dass ihr aus eigenen erfahrungen zählt, damit sowas anderen nicht auch noch passiert ;)

lg anna
 
  • Strassenhund? Beitrag #17
Hi ,unsere beiden haben wir auch über dem TS geholt ,Lupito ist auch Strassenhund gewesen und mann merkt in seinen Reaktionen auch immer noch manchmal seine vorsicht fremden gegenüber. Und ich würde das auch immer nur über einen TS machen grade wenn mann fremd im Land ist . Da wir hier vor Ort leben haben wir sie selber aus dem TH abgeholt und uns worden auch diverse fragen gestellt , Wohnverhältnisse und dergleichen . Und wir haben auch so einen Adoptionsvertrag so das wir nicht ohne weiteres die beiden weggeben dürften (was wir bestimmt nicht vorhaben ).
und selbst noch nach 1 jahr erkundigten sie sich immer noch wie es den beiden geht.
Mitlerweile helfe ich selbst mit in dem Tierheim und habe grosse Hochachtung vor deren Arbeit, von der Spanischen sowie auch von der Deutschen seite her die überall in Deutschland ihre ansprechpartner haben ,somit auch vor Ort immer nach dem "Rechten" schauen sozusagen.
Lieben gruss
Carmen
 
  • Strassenhund? Beitrag #18
Sorry ich kanns nicht verstehen warum man Hunde aus irgendwelchen Ländern importieren sollte. Es sitzen genug heimatlose in den hiesigen Tierheinem denen man mehr und mehr die Chance nimmt auf ein schönes Zuhause. Eigentlich ein Witz, man jammert rum wenn einer einen Welpen vom Züchter holt weils ja genug Tiere in den TH's gäbe und schlussendlich macht man nicht grad was besseres wenn man einen aus dem Ausland zu sich nimmt :x

Erst vor der eigenen Tür kehren!!
 
  • Strassenhund? Beitrag #19
Da Du ja die Leute ansprichst, die sich über die Hunde vom Züchter aufregen gehe ich mal davon aus dass du mich nicht angesprochen hast:D
Das "Vor der eigenen Haustüre kehren" trifft es eigentlich ganz gut. Jeder sollte das tun was er für richtig hält. Sei es nun ein Hund aus dem Ausland, vom Züchter oder aus einem deutschen Tierheim.

ICH würde MIR auch keinen Hund von einem Züchter holen vor allem mal weil ich keinen Welpen möchte. Mara selbst ist nun zwar auch ein Junghund (etwas über ein Jahr schätzungsweise), ich ging jedoch davon aus dass die Schätzungen des ungarischen Tierarztes richtig seien denn es hieß 2-3 Jahre sei sie alt.

Im Endeffekt ist es doch völlig egal woher ein Hund kommt. auch dies ist wieder nur meine eigene Meinung. Jeder kann das sehen und handhaben wie er möchte. Wie könnte ich es mir anmaßen zu urteilen?
Ist ein Hund vom Züchter mehr wert (nicht vom Kaufpreis her, ich meine den wert ansich)? Hat ein Tierheimhund mehr anrecht darauf adoptiert zu werden wie vielleicht ein behüteter Junghund vom Züchter?

Das sind einfach Dinge die jeder für sich ganz allein entscheiden muss.

Es wird uns niemals gelingen alles Leid der Welt, ob in Spanien, Ungarn oder auch Deutschland abzustellen. Das ist Utopie. Aber wenn man nur einem dieser vielen tausenden ein gutes Zuhause geben kann, wer stellt sich denn dann noch die Frage woher er kommt ?

Ich kann eine solche Denkensweise wie "erstmal in Deutschland alles ins Lot bringen" nachvollziehen, denn keine Frage, auch hier gibt es viele arme Seelen die eine Chance verdient haben.

Und auch wenn jemand keinen notfallhund bei sich aufnehmen möchte sondern sich lieber beim züchter umschaut, ja wo ist da das Problem? Wenn dieser Mensch das so möchte wird es schon richtig sein, auch wenn ich persönlich diesen Weg nicht gehen würde.

Wir reden hier ja nicht von irgendwelchen Dingen, wir reden von Tieren. Und keines dieser Tiere hat es sich ausgesucht als Hund vom Züchter, Strassenhund oder zukünftiger Tierheimhund geboren zu werden. Und doch haben sie allesamt eines gemeinsam. Das Anrecht auf ein gutes Zuhause. Ganz egal wo sie gerade darauf warten.

Liebe Grüße

20 augen
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Und ich möchte noch anmerken dass es nicht wenige Tierheime sind die sich ganz gezielt Hunde aus dem ausland importieren lassen, eben die Welpen, die kleinen und süßen Hunde, mit guten chancen auf Vermittlung. Ganz gezielt wird nach genau einem solchen hundetyp geschaut. Ich habe auch schon mitbekommen dass dann, zumindest mal in den Beschreibungen auf der Homepage nichts davon vermerkt ist, woher denn dieses Tier tatsächlich kommt. Ob es bei einem Interessentengespräch erwähnt wird kann ich nicht beurteilen. Aber es ist längst keine Seltenheit mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Strassenhund? Beitrag #20
@Zwanzigaugen
Ich hab eigentlich nicht gezielt damit angesprochen. Einfach nur meine Meinung zu Auslangshunden gesagt. Was orgas usw betrifft, hast du da schon mal einen so richtig hässlichen Hund gesehen? Da wird doch aussortiert, Die hübschen und jungen und dann noch die Behinderten die durch die Mitleidsschiene vermittelt werden. Die, die niemand sehen will werden einfach unter den Teppich gekehrt, bzw. in den Tötungsstationen gelassen. Ist auch nicht so ok, oder?

Das ganze mit diesenStrassenhunden könnte mal auf Dauer eindämmen wenn eher mal Spendengelder für Kastrationen genutzt werden als für operationen von Tieren die mehr oder weniger nur noch leiden. Sorry aber ein Hund mit 4 gebrochenen Beinen, meist noch veraltete Brüche und dann noch falsch zusammengewachsen, wie kann der bitteschön noch Freude am Leben haben? Auch durch Op's wird erniemals so richtig laufen können. So einem wäre mit der Spritze mehr gedient also wie mit menschlichem Mitleid. Betrachtet das ganze mal nüchtern
 
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